AlltagsAbenteuer
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Anfänge. 12 von 12 im Januar 2018

Anfänge 01

Wisst ihr, die letzten Jahre war ich selten für mich. Ich hatte immer mindestens ein Kind an meiner Seite. Klar, wenn ich laufen gehe, dann habe ich meine Laufpartner neben mir und keines der Kinder. Aber das sind dann eben nur 45 bis 60 Minuten. Mehr eher nicht und auch nur für diese bewusst gewählte und entschiedene Zeit. Dieses Jahr wird ein Jahr der Anfänge für viel Neues. Ich spüre das.

Anfänge diesen Jahres

Ich spüre das und merke, dass ich schon in einigen dieser Anfänge drinstecke. Manchmal habe ich ein Gefühl, für das, was kommt. Bei manchem bin ich total ahnungslos und neugierig. Bei wieder anderen Dingen fühle ich ein „Nein.“, das immer größer wird und ich nicht weiß, wie ich es handeln soll. Das bringen diese Anfänge vermutlich mit sich.

Beziehungsanfänge

Heute Morgen war einer dieser Anfänge. Der Mann und ich hatten erstmals nach langer Zeit, Gelegenheit ohne ein Kind, zu zweit frühstücken zu gehen. Ich habe mich so sehr darauf gefreut, das kann sich wahrscheinlich keiner vorstellen. Doch ehe es dazu kam, saßen wir im Auto und alle Anzeigen des Fahrzeuges fielen aus. Bis auf der Motor, der lief. Schließlich sprangen zwei Anzeigen wieder an, die des Airbags und mal kurz der Scheibenwischer, das war’s. War das der Anfang vom Ende? Zum Glück in dem Moment nicht für uns, aber voraussichtlich für die Lichtmaschine des Autos.

Vor lauter Frustration, habe ich euch mal abfotografiert, wie es in der Werkstatt aussah.

Anfänge 02

Anfänge 03

Anfänge 04

Anfänge 05

Wir haben daraufhin unsere gemeinsame Zeit in der Werkstatt verbracht und nicht im Café. Denn heute ist Freitag, das Wochenende steht an. Wir wollten eigentlich auf einen Geburtstag fahren. Einen spontanen Überraschungsbesuch. Daraus wurde nichts. Und unsere Fahrt nach Speyer? Die sparen wir uns jetzt wohl für wannanders auf.

Da half dann auch das rosa Einhorn an der Hauswand nix.

Anfänge 01

Das mit den Anfängen ist schon so eine Sache. Selbst wenn ich rosa Einhörner an irgendwelchen Hauswänden sehe, nicht immer erfüllen sie einem den Wunsch, den man am dringlichsten verspürt.

Das ist unsere graue Tonne, die wir damals, als wir plötzlich zu fünft waren, nehmen mussten. Das nervt mich heute immer noch gewaltig. Unser Ziel, sie mal vier Monate im Garten stehen zu haben, weil wir kaum Müll haben. Unsere Challenge zum #müllfrei ist erstmal nur verschoben. Mich frustriert das gerade zu sehr und ich schaffe es auch nicht alleine, den Umstand für uns als Familie zu verändern. Ich bin gespannt, wie sich das die nächsten Wochen entwickelt, und wie sehr der Rest hier mitzieht.

Anfänge 06

An der Theke vom hiesigen Lebensmittelgeschäft hatte ich dann leider auch eine traurig verlaufende Diskussion darüber, ob dieser Käse in meine mitgebrachte Glasbox befördert werden dürfte. Nein. Aus Hygienegründen. Zumindest waren die Verkäuferinnen total freundlich und haben sich überhaupt auf ein Gespräch eingelassen. Ich musste dafür schon einiges an Mut zusammen nehmen. Doof, eigentlich.

Anfänge 07

K2 ist einfach unglaublich.

„Mama,“ tiefes Seufzen und aufatmen, „ich bin schon wirklich stolz auf mich. Dass ich so gut Katzen malen kann. Unglaublich, nist wahr?!!“

Oh ja, Darling! Oh ja!!

Anfänge 08

Kennt ihr die Quatschanke? Sie trinkt im Fernseh Würstchen aus dem Glas und isst ihre Milch mit Messer und Gabel vom Teller. Die Kids sind begeistert von ihr und als Mama dann zuließ, dass sie es nachahmten, war ich auch die Beste! WIN-WIN-WIN.

Anfänge 09

Ich laufe aktuelle durch verschiedene Challenges wieder viel zu oft mit dem Smartphone herum. Das sieht man unter anderem daran, dass K3 auch zwei Handys hat. Diese. Der Mann und ich sollten unseren Smartphonekonsum tatsächlich nochmal bedenken. Wie gesagt, zumindest aus Achtsamkeit- und Nachhaltigkeitsgründen.

Anfänge 11

Berufliche Anfänge

Eben noch meinte ich zum Mann: „Irgendwie habe ich keinen Raum.“ Seine pragmatische Lösung ist immer gleich: “ Wo soll ich dir deinen Arbeitsplatz einrichten?“ Dabei geht es mir oftmals gar nicht mal um meinen Arbeitsplatz. Klar, mein Homeoffice ist im ganzen Haus und auf dem ganzen Gelände. Das hat Vor- und auch Nachteile.

Ich wünsche mir manchmal wirklich für mich zu sein. Ohne Mann, ohne Kind, ohne Katzen. Nur ich für mich mit meinen Gedanken. Das kommt und kam die vergangenen Jahre einfach nicht so oft vor. Ich bin darüber hinweg gegangen und wenn ich dann meine Blicke auf solches Stilleben richte, dann habe ich Sehnsucht nach meinem Raum.

Anfänge 12

Vielleicht ist das auch ein Anfang. Denn ich merke, ich habe mich in den letzten zwei Jahren verändert. Ich mag mir nichts mehr sagen lassen, ich mag nicht mehr das Liebchen sein, ich mag nicht immer die unkomplizierte, sich anpassende sein. Das nervt mich gerade an. Und zwar in vielen Bereichen. Es macht mir mitunter Angst. Doch dann fällt mir Simba ein. Kennt ihr noch, oder? Aus dem Film „König der Löwen“, der sich ganz mutig stellt, als er auf den Elefantenfriedhof geht.

„Angst? Hörst du mich? Ich lach dir ins Gesicht. Hahahahaha!“

Ich weiß noch nicht, wem ich ins Gesicht lache. Aber: Ich bin zur Freiheit berufen, ihr erinnert euch. 

Dieser Artikel ist im Rahmen von Caros #12von12 entstanden. Ja mag sein, dass wer anders das auch schon gemacht und vielleicht der UrUrUr-Gründer ist. Ich habe es bei ihr entdeckt und dort findet ihr noch ein paar andere, die monatlich an der Aktion teilnehmen. Viel Spaß beim Klicken!

Ach so, btw, kommt gerne mal auf meinen Instagram – Kanal. Dort geht kommende Woche die nächste Challenge los. Gespannt was, na dann auf!

2 Kommentare

  1. Tanja Heller sagt

    Die Intervalle der Müllabfuhrtermine kann man je nach Stadt und Bundesland ändern. So spart man viel Geld übers Jahr oder kann sogar manche Tonne ganz abschaffen. Musst mal auf denen ihrer Website schauen. Da steht alles. Wir mussten auch lachen bei det NK-Abrechnung. Meine Freundin im Eckhaus nebenan. Ich in der kleinen Gasse wo keine Straßenreinigung rein kommt. Was das ausmacht an Kosten. Also nie in ein Eckhaus ziehen.

  2. Luna sagt

    Wir haben einen Einsatz für unsere Mülltonne, so dass sie nur noch 60 Liter Volumen hat. Und selbst die ist für uns fünf zu groß . Ich überlege jetzt, ob wir noch einen kleineren Einsatz reinmachen könnten, oder den Abhol-Intervall zu verlängern.
    Mal schauen…

    Zum Käse: Vielleicht dürfen sie ihn Dir ja über die Theke in die Hand reichen.
    Bei uns gab es gerade einen Zeitungsartikel zu dem Thema. Da würde der Aufschnitt auf das Einpackpapier gelegt und über die Theke gereicht ; Und der Coffee-to-go von einem Pappbecher in Mehrwegbecher der Bäckerei gefüllt. Das hat das Veterinäramt wohl so bestimmt. Dabei sollten wir froh sein, wenn die Firmen sich Gedanken machen und Mehrwegbecher anbieten…

    Ich drücke Euch die Daumen, dass Euer Auto schnell wieder fit ist.
    „Meine“ Lichtmaschine ging einmal während der Fahrt auf der Abbiegespur kaputt. Es ging nicht einmal der Warnblinker und gerade da hatte ich natürlich kein Handy mit…Zum Glück kam dann ein Nachbar vorbei. So konnte ich die Werkstatt anrufen und er hat die Kinder nach Hause gebracht…

    Liebe Grüße,
    Luna

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