Alle Artikel in: res publica

METRO Own Business Day 02

(Anzeige) Mein persönlicher METRO Own Business Day

(Anzeige) Am 10.10.2017 veranstaltet METRO den Own Business Day – immer am zweiten Dienstag im Oktober. Bei diesem besonderen Tag handelt es sich um eine weltweite Aktion, bei der vor allem kleine und mittelständische Unternehmen die Chance haben, sich von METRO bewerben zu lassen. Welches Ziel hat der METRO Own Business Day (= OBD)? Wie funktioniert das Ganze? Darum geht es im ersten Teil des Blogartikels. Warum ich in dieser Aktion für nachhaltige kleine Unternehmen eine Chance sehe und den OBD bewerbe, darum geht’s im Anschluss.

Hausaufgaben: Null Bock!

Die vergangenen zwei Wochen hatten wir hier sehr regelmäßig die Situation, dass die Lust auf Hausaufgaben … nicht bestand. Sie war schlichtweg nicht existent. Dabei war und ist es vollkommen egal, ob es viele sind oder aber nur eine einzige, die höchstens – ich betone höchstens – zehn Minuten dauert. Ehrlich, ich übertreibe nicht. Genauso regelmäßig werden Hausaufgaben aber sowas von zügig und ordentlich, nach den Verhältnissen für K1, abgearbeitet, dass ich denke: „Wow! Wir haben’s geschafft!“ Leider weit gefehlt. Hausaufgabenfrust Ganz regelmäßig stehe ich nämlich weiterhin neben dem Tisch und frage mich, was genau in dem Gehirn da neben mir gerade passiert? Was läuft da drin eigentlich ab? Welche Stoffwechselfunktionen laufen nicht wie geschmiert oder vielleicht auch total super gut, so dass wir hier stehen, beide genervt voneinander sind und uns gegenseitig furchtbar annerven? In dieser Situation kündigt die Schule einen Vortrag über das „Lernen lernen“ an. Aufhänger sind – natürlich – die Hausaufgaben. Ich bin also doch nicht allein. Pfffuh! Aufatmen. Dieser Abendvortrag findet – natürlich – an einem der Tage statt, an …

re:THINK Workshop in Hamburg

Am Freitagmorgen ging es tatsächlich nach Hamburg. Ich hatte es bis dahin irgendwie selber noch gar nicht so realisiert. Bis ich mich dann schließlich um halb sechs aus dem Bett geschält und aus dem Schlafzimmer gestohlen hatte, um endlich im Auto auf dem Weg zum Bahnhof zu sitzen. Mal abgesehen von einer Reihe verkehrstechnischer „Knappheiten“, war es ein sehr begeisterndes, inspirierendes und vor allem, wie der Name des Workshop tatsächlich sagte, ein zurückdenkendes im Sinne von neu überdenkendes Wochenende. Insbesondere für mich. Saß ich um 7:02 Uhr noch im Auto, auf der Suche nach einem Parkplatz, war mir völlig klar, dass ich meinen Zug um 7:13 Uhr nicht bekommen würde. Aber irgendwie, irgendwie saß ich letztlich doch noch drin. Obwohl der Zug insgesamt bestimmt 30 Minuten Verspätung hatte, spuckte mich die U-Bahn rechtzeitig vor dem Hotel aus, um mit 50 weiteren Bloggern ins OTTO-Loft gefahren zu werden. Da stand ich nun. Inmitten einer Reihe anderer ambitionierter, professioneller oder semi-professionellen Bloggern. Ich kannte KEINEN. Und doch stellte sich schnell heraus, dass ich gar nicht so allein …

Vereinbarkeit – ein Solidaritätsprojekt?!?

Dieser Artikel ist entstanden, weil mich ein Blogleser gefragt hat, wie man uns denn im Hinblick auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf als unmittelbar Unbetroffener helfen kann? Eigentlich sollte es ein Kommentar werden, erschien mir dann aber doch besser als eigenständiger Artikel. Ich hoffe, dass ist ok für dich! Er ist persönlich, beinhaltet aber auch grundlegende Aspekte, was unser Auftreten in und als Gesellschaft betrifft. Here we go. Glück Ich musste die vergangenen 36h viel, sehr viel über deine zwei Punkte nachdenken. Was könnte jemand anderes für mich tun? Gestern Abend kam ich an den Punkt, dass ich feststellen musste: Ich bin nicht verantwortlich für das Glück eines anderen. Genauso wenig sind die anderen dafür verantwortlich, dass mir Glück zufällt. Ich muss da noch ein wenig drüber nachdenken. Aber das ist erstmal eine Grundfeststellung. Nichtsdestotrotz fühle ich mich dafür verantwortlich in Solidarität mit anderen ungerechte, negative Umstände zu beeinflussen und zu verändern. Was ich mir persönlich da manchmal wünschen würde: Dass unmittelbar Betroffene und Unbetroffene stärker zusammen stehen würden und solche Nachfragen, wie du sie …

Never change a running system: Familie und Beruf

Vereinbarkeit von Familie und Beruf Immer mal wieder geht es hier auch um Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Denn ja, ich bin immer noch voll Zuhause, auch wenn ich begonnen habe, mich als Autorin und Sozialarbeiterin selbständig zu machen. Es fühlt sich dennoch mehr nach „voll Zuhause“ an. Gründe dafür: 1. Ich mag diese FamilienCareArbeit. 2. Mit meiner Selbständigkeit bessere ich nur unsere Haushaltskasse auf. Ich bin doch mehr Zuhause. Bislang kamen wir mit unserem Familienkonzept ganz gut klar. Ja, manchmal fehlten die unmittelbaren Verwandten, auf die viele hier aus der Gegend zurückgreifen können. Wenn denn mal ein Kind krank wird und das tritt bei mehreren recht schnell mal auf, oder zwei Veranstaltungen parallel verlaufen, was bei mehreren Kindern ebenfalls passieren kann. Aktuell befinden wir uns beide in der Situation, dass wir sehr, sehr gerne mal was Einzigartiges machen würden. Etwas Besonderes, wofür das Herz brennt. Der Mann ist voll von StartUp-Ideen, aber irgendwie stehen wir uns noch im Weg und müssen erst herausfinden, wie wir dorthin kommen, es auszuprobieren. Zumal unsere familiäre Situation momentan …

Die Rosa-Hellblau-Falle von Almut Schnerring und Sascha Verlan

Vor einiger Zeit entdeckte ich auf twitter die Rosa-Hellblau-Falle alias @machmirdiewelt oder sie mich, ich weiß es nicht mehr ganz genau. Ich glaube es war Karneval und auch @ringelmiez schrieb etwa zeitgleich einen Artikel über das Kleidertragen von Jungen. Kurz vorher wurden auch wir damit konfrontiert, dass K2 Kleider liebt (Ich übertreibe nicht!), aber nicht jeder aus unserem Umfeld in derselben Art damit umging, wie wir beschlossen hatten damit umzugehen. Die Rosa-Hellblau-Falle So wurde ich auf Almut Schnerrings und Sascha Verlans Buch „Die Rosa-Hellblau-Falle“ (erschienen im Antje Kunstmann Verlag) aufmerksam. Ich habe es noch nicht komplett gelesen, nur in Auszügen. Der Verlag hat mir ein Exemplar zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Und da ich diese Thematik noch ein wenig aufarbeiten muss, für mich persönlich und mein Umfeld, wird es wohl häufiger noch den ein oder anderen Artikel dazu geben. Für eine Kindheit ohne Rollenklischees Ich vertrete keine Gleichmacherei! Absolut gar nicht. Ich bin davon überzeugt, dass jeder und jede von uns, ganz individuelle und besondere Stärken in sich hineingelegt bekommen hat, die sich außerdem durch …

Fieser Artikel zum Muttertag

Herzchen hier und Kuchen da. „Alles Gute zum Muttertag!“ und Tralalala. Der Tag heute ist schwierig. Ich empfinde ihn als schwierig. Da sind die Pralinenschachteln mit viel Schokolade, Karten, Blumen und Einladungen zum Mittagessen oder ins Café, damit Muttern mal nicht zu kochen braucht. Heute darf Mama mal länger schlafen, bekommt das Frühstück mitsamt der Krümel ins Bett geliefert. Achtung! Achtung! Morgen hat wieder alles zu „fluppen“, als Selbstverständlichkeit ist der Alltagseinsatz im Haushalt und bei der Kindererziehung zu sehen. Wenn Mütter dann auch noch beruflich unterwegs sein müssen, weil es finanziell nicht reicht oder sie alleinerziehend sind – hej, dann ist das halt so. Heute ist Muttertag und alle Mütter, egal ob jung oder alt, dürfen und müssen doch bitte mit einem strahlenden Lächeln durch die Welt gehen. Jammern und beschweren – alles dasselbe und unangebracht, denn es kann immer noch schlimmer kommen. Krieg und Flucht. Ja, das mag richtig sein. Aber: Das ist eines der Stummschlagargumente, ähnlich dem, dass eine Mutter ihre Kinder doch liebe und jetzt fordert sie Geld dafür? Das eigentliche …

#TTIPleaks: Demokratie und Transparenz

Noch während ich die Einkäufe verstaue, das Notebook hochfährt und der Toddler durchs Wohnzimmer rast, fällt mir siedend heiß ein, dass heute die re:publica – und zwar die zehnte – in Berlin stattfindet. Wem diese Konferenz kein Begriff ist, der klickt einfach mal hier. Vielleicht reicht euch aber auch das Wissen, dass es sich um eines der bedeutendsten Festivals handelt, bei dem es um digitale Gesellschaftsthemen geht. Gewachsen aus ehemals einem Bloggertreffen, kommen hier seit rund zehn Jahren „… AktivistInnen, WissenschaftlerInnen, HackerInnen, UnternehmerInnen, NGOs, JournalistInnen, BloggerInnen, Social Media- und Marketing-ExpertInnen und …“ (Quelle: re:publica: https://re-publica.de/uber-republica, Stand 02.05.2016) viele mehr zusammen, um sich über Themen wie Netzpolitik, technologische Innovationen bis hin zu Kultur und Medien, Musik, Gesundheit und Bildung auszutauschen. Und ich? Ich bin wieder nicht dabei. Schon die vergangenen drei Jahre wünschte ich mir so sehr bei diesem Event einmal dabei zu sein. Aber … das ist eine andere Geschichte. Denn dieses Mal entscheide ich mich dafür, die re:publica von Zuhause mitzuverfolgen. Und was passiert, als ich hier im Hinterland meine Social Media Kanäle anschmeiße? …

Wer hat deine Klamotten gemacht?

Wer hat eigentlich deinen Pulli genäht? Wer hat den Stoff zurecht geschnitten? Wer hat die Industrienähmaschine bedient? Seit Ende 2012, als sich der erste große Textilfabrikbrand ereignete, den ich bewusst wahrgenommen habe, kaufe ich mir seltenst Kleidung und so gut wie keine, meines Wissens unfair produzierte Ware. Meines Wissens deshalb, weil ich eben nie ganz ausschließen kann, wer den Stoff gewebt, gefärbt und schließlich zu einem Kleidungsstück zusammengenäht hat. Globalisierung und Industrialisierung machen es mir so gut wie unmöglich diese Informationen einzusehen und entsprechend zu entscheiden. Die Frage, wer wohl meine Hose, Unterwäsche oder Socken hergestellt hat, lässt mich nicht mehr los. Aber nicht nur mir, sondern auch vielen anderen Menschen geht es so. Einige haben sich zusammengetan und dieses Jahr erneut eine Fashion Revolution ausgerufen. Sie geht 2016 in die dritte Runde und dauert erstmals eine Woche, in der viele Aktionen rund ums Thema durchgeführt werden. Wenn ihr wissen wollt, wie ihr mitmachen könnt, dann schaut euch selber mal auf Fashion Revolution um. Über facebook, twitter und instagram gibt es viele Möglichkeiten auf diese …

Wir lernen Deutsch. (4)

Es ist schon wirklich lang her, dass ich euch über unsere DeutschunterrichtSituation auf dem Laufenden gehalten habe. Vor einer Woche etwa kam ein weiteres Buch einer Blogleserin hier an. Vielen Dank auch nochmal an dieser Stelle. Die Jungs können mit dem Material des finken-Verlag sehr viel anfangen! Wie sieht es momentan aus? Gut. Es ist erstaunlich, wie viel Beziehungsarbeit zu diesem „einfach mal Deutsch unterrichten“ dazu gehört. Das war mir im Vorfeld irgendwie nicht so bewusst. Im vielleicht, aber nicht im Herz. Einer der Jungs hat eine Familie gefunden und mir geht das Herz auf, wenn ich daran denke, wie gut ihm das tut. Ganz schnell sind da plötzlich neue Mamas. Und aus den toughen Jugendlichen, die eine unglaubliche Flucht durch die Welt und über die Kontinente hinter sich haben, werden von jetzt auf gleich zu Kindern, die eine noch gar nicht so lange bekannte Frau „Mama“ nennen. Mit einem Strahlen und so viel Freude im Gesicht, dass die Erleicherung einen selbst ergreift. Erstaunlich. Mitreißend. Ein Aufatmen. Erste Konfliktsituation Meine erste Konfliktsituation hatte ich auch. …