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Grüner? Warum grüner? #darumgrüner

darum grüner 01

Oder, wie es meine Kinder sagen würden: Weil. Warum weinst du? Weil. Warum bist du so sauer auf mich? Weil. Warum musst du drei Kleider übereinander tragen? Weil. Warum kommt es darauf an, dass unsere Welt grüner wird? Wieso flammt mein Herz immer wieder auf, wenn es darum geht, grüner durch den Alltag zu gehen? Nicht nur allein, sondern auch mit meiner Familie.

Warum grüner?

Weil. Nein, ehrlich. Weil. Bei meinen Kindern dachte ich anfangs einfach, dass ihnen die Gründe  ausgehen. Sie wissen nicht zu argumentieren, keine Gründe, eigentlich total blöd von mir. Denn schlussendlich stellte sich nachher heraus, das „Weil.“ war die Antwort. Es gab nichts hinzuzufügen.

Ich werde häufig gefragt, wieso wir das alles machen? Heute weniger als noch vor drei, vier Jahren. Vielleicht ja, weil wir uns zum einen gut erklärt haben. Zum anderen ist Nachhaltigkeit en vogue. Das sagt man doch so, oder? Jeder und alles ist oder will zumindest nachhaltig und grün sein. Ein bisschen grüner als der Nachbar und die Welt ist in Ordnung. Was davon ist denn nun echte Nachhaltigkeit? Ich hatte zu diesem Dilemma schon mal hier was geschrieben.

Ethische Motivationsgründe?

Wenn ich mich dann selber frage, wieso ich gerade zu diesem Thema blogge und wieso ich euch ein grüneres Leben schmackhaft machen möchte, komme ich schnell an mein Gewissen und mein Verantwortungsgefühl gegenüber diesem Planeten und meinen Kindern.

Ich denke dann ganz oft: Ist doch klar! Weil es richtig und gut ist. Doch dann fällt mir immer wieder ein, dass wir auf unserer WWOOFing – Reise 2014 eine Diskussion in einem schwedischen Häuschen hatten. Da ging es um dieses „gut“ und „böse“ und den Gedanken, dass es das nicht gibt. Dass es sich dabei um von Menschen gemachte Begrifflichkeiten handelt, die mit einer bestimmten ethischen Bedeutung besetzt sind. Fügen wir dazu noch ein bisschen Gewissensethik hinzu, meint man, grüner sein zu müssen. Das ist nicht mein Grund.

Ich fühle mich hinsichtlich ethischer Grundsätze viel, viel eher bei Bonhoeffer verortet. Es geht um Verantwortung. Es geht darum, dass ich kein giftiges Trinkwasser trinken möchte. Ich will kein verseuchtes Fleisch essen. Ich will nicht, dass Tiere, Menschen oder dieser Planet leiden, damit ich schicke Kleidung tragen, meinen Kaffee auch auf dem Weg zum Büro schlürfen und über mein Smartphone die neuesten, nervigen WhatsApp-Nachrichten abhören kann. Drei Tage vorher beballere ich dann noch den Himmel mit Raketen, warum weiß ich auch nicht, und nehme es hin, dass sämtliche Körperpflegemittel und Kosmetika mit Mikroplastik versehen sind.

Ich will das nicht. Weil.

#darumgrüner

Alex von livelifegreen hat diese Blogparade ins Leben gerufen. Irgendwie haben wir relativ zeitgleich eine Blogparade ins Leben gerufen. Sie #darumgrüner und ich meine #5vor12, die morgen das erste Mal in diesem Jahr an den Start gehen. Ihre ist durch und durch positiv, weil.

Genau, ich lass euch jetzt mal mit der Antwort meiner Kinder stehen… Nein, ihr seht ja dabei nicht mein überzeugtes Gesicht. Also: Ich habe Alex bislang als eine total lebensfrohe und mitreißende Person kennengelernt. Wir sind uns nur einmal über den Weg gelaufen, haben schon einige gute Gespräche miteinander geführt (digital und analog) und zusammen was auf die Beine gestellt. Nicht zuletzt ist auch unserer Frage der Nachhaltigkeit ein gemeinsames Baby. #darumgrüner ist Alex Blogparade zur Nachhaltigkeit und sie will mit ihr und damit mit uns die Gründe sammeln, warum sich grüner lohnt.

Dieser Artikel ist mein erster, mit dem ich bei ihr mitmache. Denn, sie hat recht! Es gibt so viele Gründe, warum grüner. So Vieles, das dafür spricht darum grüner zu leben.

Mein heutiger Grund: Weil. Weil es geht. Weil es funktioniert. Weil. Vor 100 Jahren hätte keiner gedacht, dass es normal ist, zwei Autos zu besitzen, Telefone durch die Gegend zu tragen, überallhin fliegen oder fahren zu können. Innerhalb kürzester Zeit. Niemand hätte vor 200 Jahren gedacht, dass Strom natürlich aus der Wand kommt. Selbstverständlich. Dass er sich sogar speichern und ebenfalls herumtragen lässt. KEINER hätte das für möglich gehalten. Doch es geht.

Und in Zukunft MUSS es auch gehen, dass wir uns zurücknehmen. So viele Menschen, die mit einem Schraubglas Müll im Jahr klarkommen. Menschen die aufs Fliegen verzichten, Menschen, die sich weigern zu shoppen. Weil. Weil es geht.

Darum grüner. Darum sind wir als Familie jeden Tag neu unterwegs. Und du? Was machst du, damit es grüner wird? Warum gehst du diese kleinen und großen Schritte? Warum grüner?

3 Kommentare

  1. Oh was für ein schöner Grund meine liebe Rachel ! Genau: Weil! Und ich freue mich so, dass du dabei bist bei #darumgrüner.
    Danke Danke Danke für deine Stimme
    Und allerliebste Grüße
    Alex

  2. Pingback: 5 vor 12 und ich will die Welt verändern | MamaDenkt.de

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