Minimalismus
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Interview mit Lina Jachmann übers „Einfach leben“

Interview mit Lina Jachmann01

Im Frühjahr diesen Jahres erhielt ich eine Mail, mit der Frage an mich, ob meine Blogadresse in einem Buch erwähnt werden dürfe, das den Titel „Einfach leben“ trägt. Zuerst war ich erstaunt und im selben Augenblick total begeistert und neugierig. Zumal mir außerdem ein Interview mit Lina Jachmann, der Autorin des besagten Buches in Aussicht stand.

Was für eine Frage: Natürlich wollte ich in genau so einem Buch vorkommen und wissen, wie dieser Guide für ein minimalistisches Leben wohl aussah.

„Einfach leben“ ist an so vielen Stellen unseres Familienalltages Thema, wie zum Beispiel in diesem älteren Blogartikel hier. Durch den Minimalismus sind wir überhaupt erst zur Nachhaltigkeit gelangt und selbstverständlich wollte ich mir dieses Buch genauer anschauen.

Interview mit Lina Jachmann

Liebe Lina,

bevor ich meinen Lesern dein Buch vorstelle, möchte ich ihnen dich und deine Person gerne etwas näher vorstellen. Dazu habe ich mir ein paar Fragen überlegt, die du inzwischen beantwortet hast.

Einfach, konkret, kurz und knapp auf den Punkt gebracht. Ich danke dir für deine Zeit und deine Worte schon an dieser Stelle.

Wie groß ist dein Kleiderschrank?

Mein Kleiderschrank ist eine kleine aber feine Sammlung aus Lieblingskleidungsstücken.

Was für eine Bedeutung hat für dich Minimalismus?

Minimalismus zeigt mir immer wieder, dass die wichtigen Dinge im Leben keine Dinge sind.

Auf welchem Weg hast du zum „Einfach leben“ gefunden?

Ich habe begonnen mich vegan zu ernähren und viel mit frischen, unverpackten Lebensmitteln zu kochen. Nachdem ich meine Ernährung sozusagen „entrümpelt“ habe, folgten dann schnell die anderen Lebensbereiche.

Dein Buch „Einfach leben“

Dein Buch „Einfach leben“ ist eine Art Guide für einen minimalistischen Lebensstil. Welche Entdeckungen haben dich persönlich am meisten beeindruckt und inspiriert?
Die Begegnung mit Joachim Klöckner, der mit nur ca. 50 Dingen lebt, hat mich sehr beeindruckt. Ingesamt waren die Interviews, Porträts und Homestorys bei den rund 20 Protagonisten durch die Bank weg großartig!

Was war am eindrücklichsten?

Ein Buch zu schreiben, braucht Zeit. Speziell deine Autorenarbeit hat dich vermutlich mit vielen Menschen, Lebenskonzepten und Gedanken konfrontiert, die eindrücklich sind. Was hat dich am nachhaltigsten hinsichtlich deines Lebensstils beeinflusst?

Shia und Hanno Su haben mich mit ihrem konsequenten Zero Waste-Lifestyle sehr inspiriert. Die beiden „produzieren“ zusammen in einem ganzen Jahr nur soviel Müll wie in ein Einweckglas passt. Für mich steht der grüne, nachhaltige Minimalismus seitdem auch klar im Fokus.

Dein Motto

In meiner #instachallenge #nachhaltigJETZT ging es unter anderem um das grüne Motto, für das unser Herz schlägt. Wie lautet deins?
Sammel Momente, keinen Müll.

Liebe Lina, dein Motto macht mich nachdenklich. Aktuell geht es in meinem persönlichen Leben viel um das Hier und Jetzt. Müll kommt da nicht nur in Form von Einwegverpackungsmüll vor. So manche Interaktion mit anderen Menschen oder bestimmte Verhaltensweisen von uns Menschen, haben plötzlich auch etwas müllartiges. Das lässt mich innehalten und ich frage mich, wie kommen wir davon wieder weg? Während ich weiter darüber nachsinne, schreibe ich die Rezension zu deinem Buch fertig. Ich freue mich darauf, es meinen Lesern in der kommenden Woche vorzustellen. Dir nochmal ein dickes Danke! Das war das Interview mit Lina Jachmann! Tatata-daaaa!

Bis dahin die Frage an euch: Was ist denn euer grünes Motto? Habt ihr eins? Ward ihr auch bei der Instachallenge dabei? Noch nicht? Dann los. Hinterlasst euer Motto gerne hier in den Kommentaren. Ich bin so neugierig.

1 Kommentare

  1. Mein Motto ist erst einmal gar nicht grün: Ich möchte mein Leben so vereinfachen, dass es zu meinen Lebensvorstellungen passt und ich dieses bewusst genießen kann. Das hat in meinem Fall nichts Minimalismus zu tun, wohl aber mit Ausmisten. Ich entferne alles, was nicht zu meiner Lebensvorstellung passt. Die eigene Lebensvorstellung muss natürlich jeder selbst für sich festlegen. In meiner Vorstellung des perfekten Lebens kommt jedoch die Nachhaltigkeit vor. Mir ist es extrem wichtig jeden Tag für meine Familie zu kochen und dazu frische, regionale und biologisch erzeugte Lebensmittel zu verwenden. Das geht bei uns auf dem Land dank einer tollen Bio-Abokiste ganz einfach. Das Müllvermeiden ist jedoch extrem schwierig, da es in den Geschäften alles nur komplett verpackt gibt. Der nächste Unverpackt-Laden ist 30km (einfacher Weg) entfernt und nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Für uns also keine Option. Neu habe ich Food-Sharing für uns und unser Dorf entdeckt. Wir retten beinahe täglich Lebensmittel von Supermärkten und Bäckereien, die dort in der Tonne landen würden und stellen sie in unserem Fairteiler am Dorfplatz allen zur Verfügung, natürlich kostenlos.
    Genieße deinen Tag!
    Natalie

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