AlltagsAbenteuer, bewusst:er leben
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Jahresmotto 2015

Ein Ausblick ohne Rückblick ist nur die halbe Miete. Allerdings merke ich, dass 2014 so unglaublich viele Dinge passiert sind, dass ich sie nicht einmal annähernd zusammenkriegen würde. Daher nur ein kurzes

„Was bisher geschah“ 
* Beschluss des JahresMottos „Wie es vor die Füße fällt“
* DatenschutzSessions
* Entscheidung für vier Monate Elternzeit und ein SkandinavienAbenteuer als ganze Familie
* Buch zuende geschrieben „Wenn etwas fehlt“
* Suche nach einer neuen Wohnung
* Karneval als ReIntegration in dörfliche Strukturen
* Besichtigung eines Hauses, das bis dato immer nur das TraumHaus des Ortes für uns gewesen ist
* Entscheidung für den Kauf eines Hauses
* Vorbereitungen eines Umzuges
* Feststellung: „Wir fahren zu fünft – nicht zu viert“ – Schwangerschaft
* drei Monate WWOOFen
* ein Monat Elternzeit mit Warten aufs BundesverteidigungsMinisterium
* Buch korrigieren lassen
* Haus entrümpeln, renovieren. Ach: Halt! Sanieren…
* ReEingewöhnung ins BRD Leben
* Vorbereitung auf Schulkindergarten, Grundschule und das Leben darin
* DinoParty, St Martin, Nikolaus und ihr wisst schon … Baby da. (Letzteres steht zum Glück noch aus)
* Buch als eBook veröffentlicht (Erwerbt es gerne über epubli. Dann haben wir am meisten davon.)
* Weihnachten durchgehalten
* wunderschön mit Freunden und Kindern ins neue Jahr gestartet.

So. Und jetzt sind wir da und ich stelle fest: Das Motto von letztem Jahr – Wie es vor die Füße fällt – war richtig gut. Es hat uns und mir sehr gut getan und es fällt mir wirklich schwer nach einem neuen Motto zu suchen. Wieso nicht das alte fürs Neue übernehmen?

Ich glaube, ich habe dieses Motto als gesunde Haltung erfahren. Eine Einstellung zu Lebensstil und Alltag, die ich mir grundsätzlich erhalten möchte. Es war gut und gesund, erfüllt und herausfordernd sich auf das einzulassen, was einem vor die Füße gelegt wird. Genauso oder zumindest ähnlich werden wir es dieses Jahr halten.

Fortsetzung
In meinen fortführenden Überlegungen zum diesjährigen Motto kamen zwei zusätzliche Dinge: die Sehnsucht „Heimat finden“ und der tiefe Wunsch nach „Familie sein“ immer wieder vor. Der Versuch die damit verbundenen Gedanken und Gefühlsregungen irgendwie anders zu fassen, ist mir nicht gelungen. Irgendwie gehört für mich auch beides zusammen. Dort, wo meine Familie ist, da ist meine Heimat. Und meine Heimat kann ich letztendlich sehr gut an dem Ort „einrichten“, an dem sich meine Lieben befinden. Egal ob in Skandinavien oder im deutschen Hinterland. Der Einfachheithalber nenne ich daher mein Motto: Heimat sein. Heimat finden

Es umfasst viele unterschiedliche Bereiche.
Heimat als Familie. Heimat in neuen alten Wänden. Heimat, die sich durch mehr noch als eine schlichte Ortsangabe festlegen lässt. Heimat in den Herzen anderer Menschen – vor allem derjenigen, die einen umgeben und mir etwas bedeuten. Heimat, die eingerichtet werden mag. Heimat als ein Ort, zu dem man einlädt. Heimat im Hinterland. Heimat für einen weiteren Winzling. Heimat hier auf der Erde. Heimat in dem, was kommt. Heimat im Küchengarten. Heimat bei Freunden. Und ganz schnell wird aus dem eigenen Heimat finden, ein Heimat sein, zu dem ich noch viel mehr Lust und Freude habe. Heimat sein für Freunde, Mitmenschen, Nachbarn… Und die Frage, wie kann ich diese Heimat aktiv mitgestalten? Durch besondere Einladungen zum Abendbrot? Oder das gemeinsame Arbeiten im Garten? Oder das Anlegen eines Gewächshauses? Durch Musik machen oder das Erlernen eines kleinen Handwerks? Durch die gemeinsame KaffeetrinkenZeit mit den Kindern? Das Besuchen von FußballSpielen? Sich Zeit füreinander nehmen. Heimat sein.

Vielleicht gelingt es mir dann auch wieder mehr negative Gedanken loszuwerden. Mich von Menschen zu distanzieren, die meine Entscheidungen und GestaltungsIdeen von Alltag und Leben absolut anders sehen und völlig unterschiedlich beurteilen. Die mir das Gefühl geben, falsche LebensGestaltung zu betreiben. Oder im besten Fall nur gerade so „mithalten“ zu können – in Bereichen, die mir wichtig sind (Verantwortungsbewusstsein, MamaSein, berufliche Selbstverwirklichung, Konsequenz…). Der ein oder die andere mag schon bemerkt haben, das mich diese Thematik immer mal wieder beschäftigt. Mir war das erst gar nicht bewusst. Erst durch eine meiner BlogLeserinnen wurde mir klar, dass es mir doch ein wenig was auszumachen scheint, scheinbar so anders zu entscheiden. Nicht mehr so ganz so richtig dazuzugehören. Ich hoffe einfach, dass mir mein Motto dieses Jahr auch dabei ein wenig behilflich sein wird: Meine Heimat zu finden und darin auch mehr verwurzelt zu sein. Nicht nur nach außen. Auch nach innen – was für mich innere Gelassenheit und Ausgeglichenheit bedeutet. Fernab von diesen negativen Stimmungslagen und den Reaktionen meiner Umwelt.

Konkrete Ideen – So Gott will:
* Haus einzugsbereit renovieren
* ein Kind zur Welt bekommen
* MamaDenkt einen Ort im Netz geben, der passt. (Vllt mit Werbung, neuem Äußeren…)
* Freundschaften vor Ort pflegen
* Freunde, Besuch, Familie, Nachbarschaft gerne einladen
* Sport in heimischen Gefilden
* Schulwesen zum Teil unseres Lebens machen
* mit Kreativität entspannen (Das gelang die letzten zwei Wochen so gut.)
* mit dem Mann ein Buch schreiben
* mich wieder mehr wohl in mir fühlen
* FamilienAlltag im Rahmen von Nachhaltigkeit und Übersichtlichkeit leben
* ach so, ein Meerschweinchen mit dem Namen Mr. Pringles über Ostern Kost und Logis anbieten
* …

Meine Gedanken zum diesjährigen Motto. Hast du auch eins? Oder dir Gedanken drüber gemacht? Wie heißt es? Oder wie würdest du es nennen wollen? Vielleicht ergibt sich auch aus deinen guten Vorsätzen ein Motto? 

15 Kommentare

  1. Wie schön, dass ich deine Seite gefunden habe. Dein Motto für letztes und dieses Jahr gefällt mir sehr gut und ich wünsche dir sehr, dass du zuerst in dir eine Heimat findest um sie dann um dich herum finden zu können.
    Mein Motto dieses Jahr: Weniger ist mehr 🙂

    Einen ganz lieben Gruß und auf einen baldigen Wiederbesuch 🙂

    • Oh vielen Dank. Die eigene Heimat hoffe ich auch zuerst bei mir zu finden. Bei deiner Suche nach dem Weniger wünsche ich dir aber auch jede Menge Spaß! Ich fand es damals sehr erleichternd…

  2. Hallo Rage,

    „Einfach mal machen“ ist mein Jahresmotto. Um dem Leistungsdruck zu entfliehen, den ich sonst so an den Tag lege und ganz fürchterlich finde!!! Das Motto 2014 „Ins Leben springen“ ist mir zum Schluss noch gelungen mit dem Buchprojekt.

    Ich finde deine Gedanken (wie immer) sehr schön, liebe Rage. Und ich wünsche dir gutes Gelingen 2015 und viel Genuss bei allem und freue mich auf den Winzling. 🙂 Kinder sind gerade die Altersgruppe, mit denen ich gar nichts mehr zu tun habe. Nach 17 intensiven Jahren sind unsere Kinder schon alle groß und haben kaum noch Zeit für uns. 🙁 Das ist sehr komisch, weil sie früher den Tag ausgefüllt und strukturiert haben. Mittlerweile finde ich das gut und bin auch irgendwie darüber erleichtert. Man hat sein altes Leben zurück. Nur bin ich jetzt nicht mehr 24. Sondern 42. Haha!

    Also, ich finde sehr schön, wie du denkst und was du dir für Fragen stellst.

    Abgrenzen wird auch ein Thema sein. Ich will es keinem Recht machen. Manche Leute passen einfach nicht zu mir. Das merke ich in den ersten 3 Sekunden und dann sollte ich auch endlich mal auf mein Gefühl hören und nicht was eckiges versuchen rund zu machen!

    Und mit dem ganzen Klakaradatsch (saarländisch) gestalte ich jetzt das neue Jahr 2015.

    Liebe Grüße – Tanja

    • Bei uns heißt das Kladderadatsch. Aber ich weiß nicht, ob das einfach nur in unserer familiären SpontanSprache dazu geworden ist…

      Danke für deine liebe Wünsche! Ich bin gespannt auf den Winzling. Sehr sogar. Sowieso – ich finde es gerade sehr aufregend in dieses noch leere 2015 zu blicken und nicht so ganz zu wissen, wie was passieren wird. Mich darauf einzulassen, gelingt mir mit diesem Motto erheblich einfacher.

      Auf dein BuchProjekt freue ich mich im Übrigen auch sehr. Sagst du mir Bescheid, wenn irgendwas passiert? Ich bin doch sehr neugierig. 😉

      Danke, dass du meine Denke magst! Und das auch so sagst. Das tut gut.

  3. maybee sagt

    DatenschutzSessions würde ich eher als PrivatsphäreermöglichungsSessions bezeichnen 😉
    Dieses Jahr muss ich jedenfalls einen Begriff finden, der die Problematik besser und genauer erfasst 😀 Ansonsten bin ich ohne Motto immer irgendwie besser unterwegs, weil ich noch nie eines gesehen habe, dass für mich besonders lange funktioniert hat und wenn doch, dann wiederrum viel viel länger als „nur“ ein Jahr.
    Damit eckt man zwar auch irgendwie an dieser Tage, dieser Lande 😉 Aber das brauche ich hier niemandem zu erzählen.

    Frohes neues @ll!

    PS: Ich habe nix anderes gehört und gehe deswegen davon aus, dass meine geschickten Dinge wohlbehalten und rechtzeitig angekommen sind?

    • Sie sind angekommen! Und zur Hälfte schon verkonsumiert. Mit Herz!
      Vielen lieben Dank und verzeih meine Unhöflichkeit. Meine Mail denn angekommen? Die ist was detaillierter als das hier…

  4. Wow, ich finde, das ist wirklich ein seeehr sehr schönes Jahresmotto. Das klingt wirklich richtig gut, da wird mir sofort warm ums Herz. Ich wünsche dir, dass alle deine Ideen umzusetzen sind und überhaupt ein gutes Gelingen für alles mit wenig Stress und viel Gesundheit, natürlich auch für deine Familie!
    Als weitere Idee zum Thema Heimat fällt mir ein: Sterne gucken. Sucht euch mal ne Sternwarte und guckt durchs Teleskop. Oder mit dem Fernglas auf dem Mond spazieren oder mit der Sternkarte im Garten stehen und Sternbilder bestimmen. Dann kriegt man ein ganz anderes, unter Umständen neues Heimatgefühl. Zumindest geht es mir immer so wenn ich in den Nachthimmel gucke. 🙂

    • Die Idee ist g-e-n-i-a-l!! JAAAA! We will.
      Dass ich darauf nicht selber gekommen bin. Neben der Dinos ist der Weltraum, mit seinen Sternen und Planeten gerade voll das Riesenthema. Was er immer für Sternbilder sieht… Rasenmäher, Feen und Drachen… Es ist unglaublich, aber unsere Sternbilder wurden alle völlig fehlinterpretiert… 😉

      Wirklich. Wunderschöne Idee. Ich freu mich jetzt schon auf die Vorbereitung und Umsetzung! Danke.

  5. Dieses Jahr habe ich mich zum ersten mal an ein Jahresmotto gewagt: „Offenheit“ mit einem Schuss Gelassenheit und eine Brise Vertrauen kombiniert. Bei mir stehen dieses Jahr so viele Veränderungen an, dass ich ihnen gerne mit einer positiven Haltung begegnen will. http://foolfashion.blogspot.de/2015/01/jahresmotto.html
    Danke für die Anregung für ein Motto – ich bin total gespannt, welchen Einfluss das haben wird.
    Und euch alles Gute für dieses Jahr und die vielen spannenden Aufgaben, die vor euch stehen!

    LG Zora

  6. Liebe Rage,

    Du hast mich dazu inspiriert, mir selbst für dieses Jahr ein Motto als Kompass zu suchen – und gefunden hab ich es auch schon (wie Du ja auf Twitter bereits mitbekommen hast): „Ankommen“ (alle anderen siehe https://minimamuse.wordpress.com/2015/01/09/ankommen-mein-jahresmotto-2015/). Wenn ich das dann geschafft habe, könnte „Heimat sein“ schon nächstes Jahr für mich anstehen… 😉

    Übrigens ermutigst Du mich mit Deinem Blog immer wieder dazu, selbst möglichst persönlich über die Themen zu schreiben, die mich bewegen. Ich mag diese autobiografische Art und Weise, über auch gesellschaftlich relevante Themen nachzudenken.

    Liebe Grüße
    Dörte

  7. Zeitverkosterin sagt

    Das ist ein wirklich schönes Jahresmotto 🙂 Und auch die Idee, dem neuen Jahr ein Motto zu geben, finde ich ganz toll. Gefällt mir besser, als Vorsätze zu haben. Das Wort „Jahresmotto“ ist auch viel schöner als „Vorsatz“ 😉
    Wenn ich auf das letzte Jahr zurückblicke, war mein Motto „Selbstliebe“. Was dieses Jahr betrifft tendiere ich zu „neues lernen“. Neuer Job, neue Stadt, neue Ernährung usw… Neues wird in diesem Jahr bei mir im Focus stehen. „Heimat“ werde ich mir aber definitiv für später merken… 😉
    Liebe Grüße!

  8. @Dörte|Minima Muse: Ich finde dein Jahresmotto ebenfalls unglaublich inspirierend. Ich habe mich sogar gefragt, ob es das bei mir noch mehr sein könnte, als Heimat sein. Im Hinblick auf meine Familie habe ich mich dann aber weiterhin für das Heimat sein entschlossen, weil ich eben auch immer die Jungs und das kommende Bebi vor Augen habe…

    @Zeitverkosterin: Danke für dein Feedback. Mir gefällt das mit dem Motto auch viel besser als die guten Vorsätze. Es setzt mich nicht so unter Druck und ich kann entscheiden, welche Sachen ich in welcher Weise angehe. Ich mag das und bin gespannt. Vielleicht treffen wir uns hier ja nochmal und du berichtest, wie es läuft mit dem „Neues lernen“. Neugierig bin ich immer.

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