AlltagsAbenteuer
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Komplett zuckerfrei – unvorstellbar!

„Komplett zuckerfrei geht ja gar nicht.“ Ja, ich weiß. Wir brauchen diesen Baustein in unserer Ernährung und vermutlich kann das jeder Ökotrophologe oder auch Fitnessstudiolehrer besser erklären als ich. Selbst als ich in einer meiner Schwangerschaft den Blutzucker regelmäßig kontrollieren musste, habe ich jedesmal bei der Ernährungsberaterin etwas Neues dazugelernt. Dennoch macht es Sinn auf Zucker zu verzichten, zumindest Industriezucker, der inzwischen allem in irgendeiner Form zugesetzt ist. Hier mal eine Doku zum Thema.

Komplett zuckerfrei

Das will ich ja gar nicht. Doch vor zwei Jahren habe ich mit meinem Mann zusammen acht Wochen auf Zucker verzichtet. Damals haben wir uns an einem Buch von Sarah Wilson orientiert, das „Goodbye Zucker“ heißt. Darin ging es neben vieler Rezepte darum, dass wir im Gehirn neue Gewohnheiten erlernen können, für die wir wiederum neue Synapsen bilden. Diese benötigen Zeit und das braucht in der Regel irgendwas um die 60 Tage, was schließlich begründet, wieso acht Wochen zuckerfrei sinnvoll sind.

Bei diesen veränderten Gewohnheiten geht es letztlich darum zu lernen:

  • ich brauche keinen Zucker
  • neue Geschmacksknospen können sich entwickeln, was durch permanenten Zuckerkonsum scheinbar unmöglich ist
  • ich entwickle ein neues Hunger- und damit auch Körpergefühl
  • süsse Heißhungerattacken gibt es nicht mehr!? (wobei ich mir das nicht vorstellen kann und mich leider auch nicht mehr so ganz daran erinnern, wie das damals war. Hier könnt ihr mit mir nachlesen.) 

Zucker macht mich träge

Angespornt von diesen Gedanken rund um das Verändern von Gewohnheiten, war ich schon an Weihnachten total motiviert, es zum neuen Jahr endlich in die Hand zu nehmen: Das Projekt #ohneZucker. Ich beschloss eine Instachallenge als meinen persönlichen Startschuss zu nutzen. Zwar war ich nicht faul und hatte auch vor Weihnachten unglaublich viel zu tun, zu arbeiten und auch zu Hause haben wir viel unternommen. Dennoch fühlte ich mich müde. Ich war nur noch müde. Aber ich hatte ja Kaffee und Schokolade.

Dann war Neujahr. Und nach der ganzen Ruhe zwischen den Jahren, war ich, man glaubt es kaum, immer noch müde. Ein paar Tage später hatte ich im Netz bei Birgit aka Fräulein im Glück gelesen, dass auch sie vorhatte eine zuckerfreie Challenge aufzuziehen. Nochmal neu angespornt wartete ich auf den Moment, in dem es losgehen sollte. Nicht alleine, sondern gemeinsam. Deswegen sollte es ja überhaupt nochmal eine zuckerfrei Challenge für mich geben.

Letztes Wochenende wollte ich nicht länger warten und startete von heute auf morgen durch. Zuckerfrei ging es in den Montag, sowohl im Reallife als auch auf Instagram.

ohne Zucker zuckerfrei 01

Meine zuckerfrei Herausforderungen

Wider Erwarten war der Start in diese Challenge erstaunlich gut und ich hoffe, dass sich das noch eine zeitlang halten wird. Meine persönlichen Herausforderungen werden sein:

Der Snack für zwischendurch

Ich mag es total gerne, zwischendurch was zu schnausen. Das muss gar nicht mal süß sein. Aber es begleitet mich im Moment des Aufatmens und Luftholens. Die Seele baumeln lassen bei einem Stück Schokolade, ja, das finde ich ganz besonders schön. Wie kann ich diesen Moment neu gestalten? Ich arbeite noch daran und sag euch Bescheid, wenn ich eine Lösung für mich gefunden habe. (Der gestern versehentlich mitgetrunkene Essigkalklöser ist es jedenfalls nicht.)

Teatime

Eine weitere Herausforderung wird für mich Kuchen sein. Kuchen, Kekse, Plätzchen und Naschwerk am Nachmittag werden mir fehlen und tun es schon jetzt. Was gibt es für Alternativen? Habt ihr Ideen? Nach den kommenden sieben Wochen kann ich mir vorstellen, auf sogenannte Ersatzzucker zurückzugreifen. Mal auszuprobieren, wie das mit Birkenzucker funktioniert oder anderen nicht künstlich hergestellten Alternativen. Doch davor? Augen zu und durch?! Ja!

Und dann sind da noch die zuckerfreien Schlüsselmomente

Wie abhängig ich tatsächlich schon von dem süssen Weiß bin, habe ich einmal mehr festgestellt, als mich leichte „Entzugserscheinungen“ an Tag 2 geplagt haben. Ohne Witz: Ich hatte so Kopfweh!

Doch schon am nächsten Tag war alles weg. Als wäre nichts gewesen. Dafür bin ich schon seit diesem Tag sehr viel präsenter mit meinen Gedanken. Auch das Gefühl Dinge zu schaffen, kündigt sich langsam aber stetig wieder an. Diese unendliche Müdigkeit hat ein wenig nachgelassen und ich bin gespannt, ob sich das in den kommenden Wochen noch weiterentwickeln wird. Da geht bestimmt noch was.

Ein weiterer Schlüsselmoment war der, als ich mit meiner Challenge auf Facebook öffentlich gegangen bin. So viele Menschen, die sich eingeklinkt haben, weil sie dieses Ernährungsding auch umtreibt. Das beruhigt mich und ich habe auf diese Weise schon viele tolle Ideen geliefert bekommen: Zimtschnecken lassen sich ja vielleicht auch aus Blätterteig drehen, Bananen sind wunderbar für süße Pfannkuchen geeignet und erwärmte Milch verschafft selbst dem Kaffee ein wenig Süße! Ich danke euch allen für diese Ideen und Inspirationen.

Fortsetzung der zuckerfrei Challenge

Bleibt jetzt noch zu überlegen, wie es weitergeht? Ich habe zwei Ideen entwickelt.

Die eine, ich würde gerne am Ball bleiben.

Nicht alleine, sondern gemeinsam. Es besteht die Möglichkeit hier auf meinem Blog wöchentlich ein Update zu hinterlassen, was ich sehr gerne tun werde. Allerdings brauche auch ich etwas, um dran zu bleiben. Daher meine Frage an euch: Wer macht noch mit? Auf seinem Blog, auf einem seiner SocialMedia-Kanäle?

Warum?

  1. Um selber vom Zucker wegzukommen, sprich zuckerfrei (er) zu werden.
  2. Damit wir uns gegenseitig motivieren können. Wir verlinken uns und zack, haben wir das Gefühl, ganz viele zu sein.

Das andere: Ich muss auf andere Gedanken kommen

Nur zuckerfrei Gedanken im Kopf zu haben, ist auf Dauer zermürbend. Also: Ich werde wieder mehr laufen. Meine alten Laufpartner nehmen mich hoffentlich wieder in ihre Kreise auf und los geht’s.

Das Ziel: Dieses Jahr 333km zu laufen. Wer ist dabei? Vielleicht gibt es zwischendurch auch nochmal einen Monat, in dem wir versuchen jeden Tag in Bewegung zu bleiben. Darüber muss ich aber erst noch was nachdenken (wann, wie…?). Ähnliches gab es jedenfalls  im Mai 2014, in dem ich mit ein paar anderen Frauen dieses Projekt umgesetzt habe. Es war genial!

Wer von euch macht mit bei einer der Ideen mit? Ob mit Blog oder als Kommentator? Wer sagt: accepted!?!!

 

Einen Einblick in meine erste Challenge, in der es darum ging zuckerfrei zu leben und zu essen, findest du hier:

Meine damals erste Woche findest du hier. 

In der zweiten Woche haben wir diese Dinge festgestellt und wie es in Woche drei weiterging, kannst du hier nachlesen.

11 Kommentare

  1. Joanna sagt

    Guten morgen, ich habe gestern meinen ersten zuckerfreien Tag „überstanden“ u bin total motiviert, es erstmal ganz zuckerfrei u dann reduziert durchzuziehen. Also ich bin dabei, 333km laufen in 2018 bin ich auch dabei!!! Hab einen tollen Dienstag , Grüße aus Berlin Joanna

    • rage sagt

      Juchuhu!!! Ok, wie machen wir’s? Wo wollen wir unsere Distanzen und Erfolge miteinander teilen? Reicht euch das hier in den Kommentaren? Oder wie machen wir es?

      Ich bin nicht allein! Juchuhu!!

    • rage sagt

      Du bist dabei! Yes!!

      und wir laufen jetzt gemeinsam los. Schnell gehen und Beckenbodengymnastik zählt alles dazu!!

  2. Ein interessantes Thema. Ich versuche im Alltag auch Industriezucker zu meiden. Für den Kaffee kann ich dir auch noch Reismilch empfehlen, die schmeckt leicht süßlich.
    Und Backen kann man gut mit Datteln. Guck mal bei carrotsforclaire.com, den Blog kann ich sehr empfehlen!
    Liebe Grüße und natürlich viel „Erfolg“ 😉
    Sharon

    • rage sagt

      Oh super! Danke für die Blogempfehlung. Die wird heute Abend näher beleuchtet!! Danke für den Erfolg. Den kann ich gut gebrauchen. Auch heute…

      Kuchen, Kekse… Hach…

  3. Cornelia sagt

    Hallo Rachel,
    so ganz zuckerfrei mag ich es nicht, aber ich versuche seit einiger Zeit Zucker zu reduzieren und bin immer wieder erstaunt, wie sehr man sich daran gewöhnen kann. Und wie schrecklich süß Fertigprodukte sind, die ich früher völlig normal süß fand.
    Ich liebe auch Kekse. Letztens habe ich festgestellt, wie lecker Haferbrei sein kann. Den habe ich völlig ohne Milch gekocht und fand ihn trotzdem angenehm süß und wärmend im Bauch. Vielleicht ist das was für deine Pause?
    Viele Grüße
    Cornelia

  4. Pingback: Mein Wochenende in Bildern mal ohne anderen Titel | MamaDenkt.de

  5. Hmm, ganz zuckerfrei lebe ich auch nicht, aber aus meinem alltag habe ich ihn eigentlich zu 95% ? verbannt. Aber ich war auch eh noch nie so ne wirklich süße…

    Was Süßgebäck ohne Zucker angeht da habe ich kaum Erfahrungen, das gehört auch nicht in meinen Alltag, sondern ist eher die Ausnahme. Und was Ausnahmen angeht da bin ich dann auch nicht so streng mit mir. Genauso die Marmelade oder der Honig am Sonntag morgen …

    Was dein Problem mit Zwischenmahlzeiten/Snacks angeht: wie wäre es denn einfach mit Gemüse oder Nüssen?
    Falls sich das für dich jetzt erst mal komisch anhört: man gewöhnt sich echt schnell daran!

    Viel Erfolg dir!
    iris

    • rage sagt

      Das mit dem Süßgebäck lasse ich jetzt auch sein. Das macht einfach keinen Sinn. Nicht für mich.

  6. Pingback: Weißer Zucker oder Fruchtzucker oder brauner Zucker? | MamaDenkt.de

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