Minimalismus
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Minimalismus einfach leben ist möglich.

Minimalismus einfach leben 01

Wir leben unsere Art von Minimalismus nun schon seit fast acht Jahren. Wie der damals gedanklich bei mir losging, könnt ihr hier nachlesen. Ich kann nicht sagen, dass ich ihn immer noch genau so sehe, wie 2012. Doch Minimalismus einfach leben funktioniert. Einfach loslegen und ausprobieren, hat uns von vielen Dingen befreit, uns Freiraum und Freizeit geschenkt. Vor allem hat es uns den Blick geschärft. Einige der essentiellsten und gleichzeitig einfachsten Erfahrungen, haben wir in den vergangenen Jahren machen dürfen.

Mit Minimalismus einfach leben

Die vergangenen Wochen und Monate hatten mein Mann und ich beide abwechselnd und in gewisser Regelmäßigkeit das Bedürfnis darüber nochmal ins Gespräch zu kommen und das mit euch zu teilen.

Das haben wir dann am Samstag, an dem ich eigentlich auf dem Weg zur Wubttika sein wollte und sollte, auch gemacht. Und das war gut. Denn ja, es stimmt. Ich habe das Treffen und Kennenlernen vieler wunderbarer Menschen eingetauscht, gegen einen Vormittag mit meinem Mann, an dem wir ganz viel Vision geteilt haben. Gegen einen Nachmittag, an dem wir unglaublich viel Spaß vor der Kamera hatten und einen Abend, der in einer Familienaktion im Garten endete und einen Kinoabend mit den Kids nach sich zog. Das war toll. Das hat uns total gut getan.

Ich weiß, dass ich etwas Wunderbares verpasst habe, das sich zur selben Zeit in Wuppertal abgespielt hat. Aber ich weiß auch, dass es nötig und zauberhaft war, zu Hause geblieben zu sein.

Ihr seht, Minimalismus bedeutet für mich wirklich manchmal das einfachere vorzuziehen. In diesem Fall bei den Jungs zu bleiben und den Tag mit den Dingen zu füllen, die uns allen gut tun.

Minimalismus, Nachhaltigkeit und Verzicht

Für uns hängen diese drei Begriffe und Themen stark miteinander zusammen. Schließlich war es der Minimalismus, der uns das Leben einfach machte. Hinzu kam die Erkenntnis, dass nicht jeder Minimalismus auch sofort nachhaltig und fair ist. Das fängt schon damit an, auf welche Weise ich versuche meinen Besitz zu reduzieren? In welcher Weise vergebe ich Prioritäten? Wie wichtig ist mir der Minimalismus? Wie wichtig die Nachhaltigkeit? Und was bedeutet für mich in diesem Moment Achtsamkeit? Mit mir? Mit meinen Mitmenschen?

Hier mal 5 Gedanken zu den drei Begriffen und dann ab ins Video geklickt. Wir würden so gerne mit euch ins Gespräch kommen?

  1. Minimalismus bedeutet für uns tatsächlich „Weniger ist mehr“.
  2. Inzwischen gilt jedoch „Weniger ist mehr, ist nicht genug“.
  3. Denn was ist mit den Menschen, Tieren und Pflanzen – diesem Planeten -, auf deren Kosten meine Kleidung, meine Möbel und mein Besitz hergestellt werden?
  4. Was ist mit dem Müll und den Rückständen, die ich hinterlasse?
  5. Deswegen verzichte ich gerne in meiner gelebten Nachhaltigkeit und lebe einfach mit Hilfe unseres Minimalismus.

Hier mal unser Gespräch – von mir und Manuel aka schaumimohr:

Mich würde ehrlich, ehrlich interessieren, wie ihr das mit dem Minimalismus seht. Minimalismus einfach leben, sagt sich so leicht. Aber wie ist das mit ihm und der Nachhaltigkeit und der Einfachheit durch Verzicht? Was hält euch ab, einfach zu leben? Was motiviert euch und wirkt wie ein gigantischer Motor, treibt euch an, euren Alltag nachhaltig zu gestalten?

3 Kommentare

  1. Laura sagt

    Hallo Rage,
    Danke für deine Beiträge hier. Ich lese sie immer total gerne.
    Ich möchte gerne minimalistisch Leben, weil ich merke, dass zu viele Dinge meiner Seele nicht gut tun. Sie wird dann irgendwie so unruhig. Dann will ich beim Lernen aufräumen oder so etwas.
    Nachhaltig Leben möchte ich, weil ich einfach unsere Erde liebe. Gott hat sie so wunderbar Gemacht und das möchte ich erhalten!
    Manchmal komme ich auch an meine Grenzen. Manchmal nerven mich die dreckigen stoffwindeln…
    Grüße Laura

  2. Daniela sagt

    Hallo Rage,

    wir leben als Familie minimalistisch, weil mein Mann und ich in unserem Leben schon mit deutlich weniger Geld auskommen mussten, als wir jetzt haben. Second Hand Klamotten, aus einfachen Zutaten selber kochen und auf unseren Energieverbrauch zu achten, war schon immer Pflicht. Aus der Überforderung mit inzwischen vier Kindern, einer pflegebedürftigen Schwiegermutter, Teilzeitjob usw. habe ich vor zwei Jahren nochnmal den großen Rundumschlag gestartet und reduziert : kosten- und zeitaufwendige Hobbys, die keinen Spaß mehr machten, den Hausstand, Klamotten, Verpflichtungen, so innere Ich-muss-das-machen-weil-alle-machen-das-so-Dinger…
    Inzwischen haben wir unseren Müll stark reduziert, unsere Ausgaben um 40% gesenkt, essen so gut wie nur Bio, dafür wenig tierisches Eiweiß, unser altes Dieselross braucht nicht ersetzt werden, weil wir fast alles mit Fahrrad und Öffies schaffen…Hätte ich vor zwei Jahren nicht gedacht, dass das so einfach ist.
    Weil mein Kinder und irgendwann auch mein Enkel eine Welt haben sollen, in der man leben kann.
    Häufig hat das auch mit Verzicht zu tun, der aber von uns echt selten als solcher wahrgenommen wird. Oft muss ich mich am Riemen reissen, um nicht in alte Muster zu fallen, aber die meiste Zeit macht es sogar Spaß, nach nachhaltige Alternativen zu suchen.

    Liebe Grüße Daniela

  3. Ihr macht das toll, sehr inspirierend und authentisch. Vor allem gefällt mir, dass für euch Minimalismus nicht einfach „entsorgen“ bedeutet, sondern dass ihr Altes wertschätzt. Im „trendigen“ Minimalismus, der so gar nicht zu euch passen würde, passiert noch viel zu viel à la „ex und hop“, denn längst hat sich ja die Industrie auch wieder auf diesen Trend eingestellt und bietet lauter weißes Zeug an, das man nicht wirklich braucht ;-). Ein Minimalist wird wohl nicht aus mir, denn ich habe viel aus Familienbesitz, das finanziell gesehen überhaupt nichts wert ist, was ich aber wertschätze, und meine Kinder auch und nun schon die Enkelkinder, wie das Seil, an das mein Vater die Glockensammlung meiner Mutter genäht hat und das nun hier im Fenster hängt… Staubfänger, macht Arbeit, aber sie erzählt soviel. Das stört mich an manch minimalistischer Wohnung. Sie erzählt nichts. Sie ist clean, nackt, übersichtlich, aber sie hat nichts zu sagen und schon gar nichts zu erzählen. Sie ist Hülle, für was eigentlich. Was steckt da an Leben drin? Ich kann es nicht sehen. Da vermute ich ganz stark, dass gerade das bei euch anders ist… Liebe Grüße, ihr zwei! Ghislana
    PS – Minimalismus ist z. B. auch, für mich deine nette Nostalgie-Challenge zwar wahrgenommen, aber für mich diesmal abgewählt zu haben, ich reduziere die Zeit im Netz für mich.

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