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Plastic Free July

Plastic Free July 01

Heute ist schon wieder der 31.Juli. Die Zeit rast. Befand ich mich vor ein paar Tagen noch im hyggeligen Urlaub in Skandinavien, so sitze ich jetzt hier auf unserem Sofa. Im Garten wurde schon gearbeitet, Artikel geschrieben, die Steuererklärung endlich, endlich fertiggestellt. Laufen war ich noch nicht. Stattdessen haben wir schon wieder Müll produziert und uns Gedanken über den eigenen Misthaufen gemacht. Auch über unseren Plastikmüll, von dem wir im Urlaub viel mehr haben entstehen lassen, als hier zu Hause. Trotz Plastic Free July.

Plastic Free July

Was ist das eigentlich? Ich ärger mich ein bisschen, dass ich meine Prioritäten nicht anders gesetzt habe. Denn: Die Aktion, die sich hinter Plastic Free July verbirgt, war und ist großartig. Es handelt sich dabei um eine Art Challenge. Wie nicht anders zu erwarten, geht und ging es in erster Linie darum, Plastik zu vermeiden, plastikfrei zu leben und nach Alternativen zu suchen.

Plastikfrei war unser Juli so ganz und gar nicht. Zumal wir unseren Plastic free July in Schweden verbracht haben. Wir wären dann wieder an dem Punkt, dass es im Urlaub nochmal mehr herausfordernder ist, auf Plastik zu verzichten als zu Hause. Das könnt ihr in der letzten Frage der Nachhaltigkeit hier auf MamaDenkt nachlesen. Dort beschreibt Alex, wie sie versuchen als Familie nachhaltig auf Reisen zu gehen. Wer es noch nicht gelesen hat, klickt einfach auf den letzten Link.

Jedenfalls: Beim Plastic Free July gab es die Möglichkeit sich zu registrieren und genau festzulegen, für wie lange man versuchen will plastikfrei durch den Juli zu gehen. Einen Tag? Eine Woche? Den ganzen Monat? Oder ab dem Zeitpunkt, an dem man von der Challenge gehört hat. Nun ja. Der Juli ist jetzt leider vorbei. Das muss uns aber nicht davon abhalten, auch weiterhin darauf zu achten, Plastikfrei zu vermeiden und Alternativen auszuprobieren.

Wieso überhaupt plastikfrei?

Um euch diese Frage zu beantworten könnte ich jetzt ausholen und eine Liste dringlicher, wenngleich auch gängiger Argumente aufzählen. Die meisten Argumente hat jedoch vermutlich jede*r schon irgendwann einmal gehört und trotzdem ist da nicht das Gefühl der Notwendigkeit rigoros auf Plastik zu verzichten. Das werde ich durch meine Argumentation hier auch nicht groß ändern können.

Was ich aber kann: Euch den Link zum Plastic Free July hier lassen. Vielleicht will sich der ein oder andere ja mal einlesen. Und: Es gibt eine Dokumentation. Erst seitdem ich sie mir angeschaut habe und das war vor ein paar Wochen, weiß ich, dass ich nicht länger Plastik neu kaufen möchte. Weder in meiner Zahnpasta, noch auf dem Backpapier, noch in meiner Fleecejacke oder einem anderen Gegenstand. Es gibt Dinge, die ich besitze oder auch zum Arbeiten benötige, die auch aus Kunststoff sind. Auf die möchte und kann ich (noch) nicht verzichten.

Verpackungsplastik ist jedoch das erste, was ich nicht länger mitproduzieren will und wo es geht nach Alternativen suche. In der Medizin macht Kunststoff auch an vielen Stellen Sinn. Aber Einweg-Plastik-Geschirr? Geht es nicht doch anders? Ich behaupte schon.

Wenn ihr euch die Doku „Plastic Planet“ anschaut, wird das was mit euch machen. Und wenn es euch nur erstaunen lässt, wie weit Plastik und der daraus resultierende Müll auf unserem Erdball verbreitet sind. Der Link führt euch erstmal nur zur offiziellen Seite des Filmes. Auf YouTube habe ich auch schon mal eine Zusammenfassung und einen Trailer zum Film entdeckt – einfach mal suchen.

„Schreib mal über Plastik.“

So mein Sohn, als wir einen schwedischen Supermarkt betreten haben. Ich war zuerst total erstaunt. „Mach ich doch!“, schoss es mir durch den Kopf. Doch woher sollte er das wissen? Jedenfalls fragte ich ihn: „Warum? Ich meine, wieso kommst du jetzt darauf?“ er schlenderte erst nachdenklich neben mir her durch die Regale voller Produkte – die meisten in Plastik verpackt. Dann: „Weil die Leute wissen sollen, wie das mit Plastik ist. Die wollen das bestimmt auch wissen.“

Es sagt ihnen nur keiner. – Das war so mein Gedanke, der seine Antwort abgeschlossen hat. Denn: Ich bin damals gar nicht davon ausgegangen, dass sich im Duschgel Mikroplastik befindet. Oder in anderen Kosmetika. Das habe ich erst vor vier, fünf Jahren das erste Mal gehört. Zu dem Zeitpunkt waren wir jedoch schon dabei zu reduzieren und es gab eh nur noch Kokosöl im Badezimmer. Wie kommt man als Unternehmen bitte auf die Idee, Plastik in Duschgel zu verarbeiten? Und wie bitte schön, soll ich als Konsument auf die Idee kommen, dass jemand anders eine solche Idee hat?

Also schreibe ich über Plastik. Aber nicht nur das. Ihr seid heute die ersten, denen ich meinen plastikfrei Abend ankündige. Worum es sich dabei handelt, werdet ihr in den kommenden Tagen, spätestens am Wochenende auf meiner Seminar- und Workshop-Seite einsehen können, die ihr hier findet. Der erste Abend findet im September statt. Die genaue Uhrzeit und Örtlichkeit werden sich bis dahin hoffentlich noch klären.

Plastikfreie Abende

Partys, Kosmetika und Lebensmittel lassen sich auch ohne Plastik und unabhängig vom Plasticfreejuly aufbewahren, lagern, zubereiten oder bei einer Feier anbieten. Wie Alternativen aussehen? Was ich persönlich Schritt für Schritt ausprobiert habe? Und wieso Plastik ein Thema für uns alle ist? Das erfahrt ihr an einem dieser Abende.

Wer ist dabei? Wenn nicht in Natura, dann zumindest hier mit einem Kommentar. Was würde euch hinsichtlich der Möglichkeiten von plastikfrei interessieren? Was traut ihr euch nicht auszuprobieren? Vielleicht habt ihr aber auch etwas getestet, ward letztendlich jedoch schrecklich unzufrieden mit dem Ergebnis? Auch solche Erfahrungen haben hier ihren Platz. Schreibt mir gerne. Mich interessieren eure Gedanken, Fragen und Erfahrungen! Folgt mir auch auf Instagram. Dort findet diese Woche ebenfalls eine Challenge statt. Nicht von mir, aber unter dem hashtag #ichänderwas , findet ihr von @wirbelkind_neckargemuend Ich bin dabei, ihr auch?

Ich bin so unglaublich aufgeregt! Phuuuu….. angefangen hat es mit einem artikel über den ich mich (mal wieder) aufgeregt habe. Nur dass ich dieses mal ein fb-live video gestaret habe und meinen unmit kund getan habe. Spontan hab ich eine challenge angekündigt. Ähm ja ok. Während eines live videos- super idee 🙈🙊 aber mein gott- manchmal muss man etwas wagen oder wie war das? Das video gibts auf der wirbelkind fb seite oder auf youtube. Phu und da ist sie nun die angekündigte challenge💃🏻. Eine fb gruppe gibt es schon in der sich auch schon fleissig ausgetauscht wird ☺️ in die ihr herzlich eingeladen seit. da es ja eine herausforderung sein soll geht es nur um neue sachen die man testet, ausprobiert oder sich alternativen überlegt. Ich hoffe dass wir auch auf IG was ändern und ihr hier auch mitmacht 🙂 ich freu mich wenn genau DU auch was änderst und dabei bist! In diesem sinne #ichänderwas #plastikfrei #nachhaltig #insektensterben #insektensterbenistdoof #mirkommtkeinf1insbeet #challenge #zerowaste #nichtnurzuschauen #ohneplastik

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5 Kommentare

  1. Servus Rage,
    die Mikroplastiksache haben wir Eltern unseren Kindern erklärt – jetzt müssen wir deutlich teureres und leider immer noch in Plasteflaschen verpacktes Shampoo/Duschgel kaufen. Dass es mit einer Seife auch gehen soll??? Nö, einfach nö, sagt da meine Große…
    Wir müssen da noch viel Überzeugungsarbeit leisten, bis der Familiendampfer seine Richtung ändert. Wir geben nicht auf, auch wenn wir dadurch die Welt nicht retten können. Ich bin schon froh, wenn sie ein wenig länger hält…

    • rage sagt

      Hey Dieter, ja, das kann ich mir vorstellen. Dabei gibt es tolle Alternativen. Oft reicht es ja schon, wenn Dinge wie Seife und Duschgel schön anzusehen sind und gut riechen. Seife selber machen, sehen, was das für ein Prozess ist und außerdem die Erfahrung machen, wieviel Arbeit so was ist.

      Das sind so Gedanken, die mir durch den Kopf gehen, wenn ich mir ältere Kinder vorstelle. Das Glück ist momentan ja schon, dass sie sich nicht darüber im Klaren sind, dass sie das Ganze hier auch torpedieren könnten. Die Neugier ist zu groß und daher wird einfach erstmal mitgemacht. 😀 Ich drück euch die Daumen, beim Steuern des Familiendampfers.

    • Konstanze sagt

      Hallo Dieter,
      habt ihr es mal mit Produkten von Lush probiert? Die gibt es auch online. Besser ist natürlich ein Laden. Das duftet so herrlich und die Produkte sehen toll aus. Billig sind sie zwar nicht , halten aber lange. Vielleicht könnt ihr eure Tochter damit überzeugen.
      @Alle
      Ich suche eher nach einer Alternative für Tierfutter. Ich habe 2 Katzen und einen Hund aus dem Tierheim. Mein gelber Sack ist regelmäßig mit den leeren Tierfutterdosen gefüllt. Einen Hund kann man ja auch vegan ernähren. Meiner freut sich auch über selbst gekochte Nudeln. Nur Katzen sind halt reine Karnivoren. Da kommt man nicht um Verpackungen drumrum.

      LG

      • Kaleen sagt

        Hallo Konstanze,
        ich selbst habe zwar keine Tiere, dafür aber in unserer Nachbarschaft einen Laden in dem frisches, rohes und zum größtenteil auch unverpacktes (da in der Frischetheke liegendes) Futter für Hunde und Katzen angeboten wird. Hier kann man sicher auch seine eigene Verpackung mitbringen. Vielleicht gibt es solch einen Laden ja auch bei dir in der Nähe.
        Gruß Kaleen

  2. Pingback: Nachhaltigkeit im Schulalltag von Anfang an | MamaDenkt.de

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