AlltagsAbenteuer
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Sonnenglas.

Letztes Jahr auf dem Weg in den Urlaub haben wir bei Freunden Halt gemacht. Wir übernachteten dort auf der „Diele“ und hatten vor in den dunklen frühen Morgenstunden weiterzureisen. Wider Erwarten konnten die Kerle nicht einschlafen. Sie brauchten Licht, doch bis auf das große Licht von der Decke gab es einfach kein kleines SteckdosenLicht oder ähnliches. (Bis dato hatten sie ein solches auch nicht gebraucht.) Unser Freund kam mit einem Einmachglas um die Ecke, das wir anmachen könnten. Bitte wie? Wir müssten nur den Kontakt umlegen und das Glas würde leuchten. Wenn wir es ein wenig vom Bett entfernt hinstellten, würde es auch nicht wach halten. Aha.

imageSo lernten wir vor etwa einem Jahr das Sonnenglas kennen. Es handelt sich dabei um ein Einmachglas, dessen Schraubver-schluss mit Solarzellen ausgestattet ist. Diese laden tagsüber – natürlich in der Sonne – LED-Akkus auf, die abends durch das Umklappen eines Kontakts aktiviert werden und die LED-Leuchten für einige Stunden Licht verströmen lassen.

Ich fand diese Idee großartig, originell, grün und wir beschlossen, uns ebenfalls eins zu kaufen. Unsere Freunde kamen uns zuvor und beschenkten uns zu unserem Jubiläum mit diesem Licht. Bis heute handelt es sich hierbei für uns um das am meisten genutzte Geschenk, der damaligen GartenParty, wie wir jetzt im Nachhinein feststellten.

Obwohl wir keine GartenSitzmöbel besitzen, uns abends selten in der Dämmerung oder im Dunkeln draußen aufhalten und obwohl wir keinen Balkon haben, nutze ich das Sonnenglas täglich; ich meine abendlich. Inzwischen steht es im Schlafzimmer auf der Fensterbank. Dort lädt es von morgens bis abends Sonnenlicht auf und abends liege ich im Bett und kann ohne elektrisches Licht, ohne Kerze im Bett lesen.

Im Winter dachte ich zuerst, dass mein Sonnenglas vielleicht kaputt sein könnte, obwohl wir es doch noch gar nicht lange hatten. Das hat mich damals wirklich geärgert. Doch nach einer kurzen Nachfrage erhielt ich über einen meiner SocialMediaKanäle sofort die Rückmeldung, dass es durchaus an dem Winkel und der Intensität der Sonneneinstrahlung liegen könnte. Schon damals stand unser Glas auf der Fensterbank. Aber klar, die Sonneneinstrahlung war damals eine andere als jetzt im Juni. Ich fand es super, dass sich gleich jemand um mich und mein Problem gekümmert hat. Ich sollte es noch ein paar Mal probieren und wenn ich den Eindruck hätte, es sei defekt, den Deckel bitte einschicken. Sie würden mir einen neuen einwandfrei funktionierenden zuschicken. Das war im Januar.

Ich habe damals entschieden, auf das Frühjahr zu warten. Und siehe da: Seit März erhalten wir durch das Sonnenglas wieder einwandfrei Licht. Ob es in der Leuchtdauer Unterschiede gibt, kann ich nicht beurteilen. Bislang brauchte ich das Glas nicht länger als zwei Stunden am Stück und die hat es seitdem ganz gut hingekriegt.

Ich mag solche Ideen. Ganz oft wünschte ich, dass ich mein Notebook auch mittels Sonnenenergie oder Wind oder Wasser aufladen könnte, so dass es danach auch noch funktioniert.
Die Sonnengläser kommen aus Afrika. Manchmal frage ich mich, ob das wirklich notwendig ist? Ob ich den Menschen, die in dieser Firma beschäftigt sind, wirklich einen Gefallen tue, indem ich ihr Produkt kaufe? Finanziell? Gesundheitlich? Denn ich weiß nicht, ob es mit Risiken verbunden ist, eine Solarzelle, in einen Einmachglasdeckel zu bauen. Ich weiß nicht, ob mit gesundheitlich bedenklichen Stoffen gearbeitet wird. Aber das wüsste ich auch nicht, wenn sie hier in Deutschland gebaut würden. An dem Punkt stört mich die Unübersichtlichkeit unserer Welt. Ein wenig. Und ich stelle fest: Ich sollte die Mitarbeiter hier in Deutschland einfach mal fragen.

Jedenfalls: Als am 29.März 2014 von 20:30 bis 21:30 an vielen Orten dieser Welt die Lichter ausgingen, hab ich mich sehr über mein Sonnenglas gefreut. Die Earth Hour hat mich nochmal sehr nachdenklich gemacht. Wir befinden uns in unserem Leben auf diesem Planeten immer wieder in Zwiespälten. Das ist einfach so. Gehört vielleicht auch so – um es mal umgangssprachlich zu benennen.
Die einen sagen, wir müssen auf unseren energetischen Konsum aufmerksam machen: Lasst uns die Lichter ausschalten. Wieder andere rufen: Das bringt doch nichts. Außer einen Zusammenbruch der Stromnetze. ( was von Wissenschaftlern und Stromversorgern allerdings widerlegt wurde) Wir müssen langwierig umstellen; auf Energiesparlampen und Ökostrom.

Ich glaube, es zählt beides. Zumindest ist das meine aktuelle Einstellung. Wir sollten aufmerksam darauf machen, dass wir nur diesen einen und keine 3-5 blaue Planeten haben. Wir sollten Energie sparen und ÖkostromAnbieter zählen unbedingt dazu, wenn es darum geht, konkret zu werden. Und wir sollten reduzieren. Ja, ja, ja. Ihr mögt denken: „Jetzt kommt sie wieder mit ihrem Reduzieren.“ und „Das ist einfach nicht mein Ding.“ oder „Man kann es auch übertreiben.“
Aber ehrlich: Ich verstehe bis heute nicht, warum in allen größeren Städten riesige blinkende LeuchtReklameTafeln stehen müssen. Warum verzichten wir nicht mit, indem wir uns vornehmen, ins Bett zu gehen, wenn es draußen zu dunkel wird? Im Sommer zumindest. Wieviel Strom wir dadurch sparen könnten.

Unser aktuelles Ziel ist es: Kein Licht mehr zu betätigen. Nur noch, wenn absolut notwendig. Und zwar bis August. Im September wird das aus privaten Gründen und renovierungstechnischen Gründen nicht so einfach. Mal abwarten.

Wie spart ihr Strom? Durch welche Verhaltensweisen? Oder vielleicht auch durch Geräte wie das Sonnenglas? Was haltet ihr von der Earth Hour? Schon mal davon gehört und mitgemacht?

27 Kommentare

  1. Das sonnenglas sieht toll aus!!! Vielleicht wäre das was für meine grosse Tochter zum lesen abends. Wir haben uns Grade gestern informiert zum Thema „Handy Laden über den Fahrrad Dynamo“ …

  2. Hallo rage,

    was Strom betrifft, bin ich sozusagen „von Natur aus“ sparsam. Ich mag einfach weder große noch DauerBeleuchtung. Das hat sich auch bis heute immer in meinem Gesamtverbrauch niedergeschlagen, ich habe bisher nie den Verbrauch erreicht, den der Anbieter grundsätzlich in vergleichbaren Fällen ansetzt;-). Ansonsten läuft bei mir nichts „standby“ und abends werden die Steckdosenleisten (Laptop, Anlage etc.) auf „O“ gestellt.

    Den lange vor mir hergeschobenen Wechsel des Stromanbieters habe ich in diesem Jahr auch endlich vorgenommen und war erstaunt, dass es tatsächlich ganz einfach und unkompliziert geht. Darüber hinaus zahle ich nicht wesentlich mehr als zuvor.

    Viele Grüße aus Berlin,
    Anja

  3. Oh – Strom! Eins meiner liebsten Themen!
    Was hier den Verbrauch dramatisch reduziert hat war die Anschaffung eines A++ Kühlschranks und eines 2er Induktionskochfeldes, das den ollen E-Herd quasi komplett ersetzt. Dagegen waren alle anderen Einsparungen Kleinkram. Die Perlatoren in Bad und Dusche machen aber auch noch was aus, weil das Wasser hier mit Strom erhitzt wird und durch die Einsätze weniger Wasser verbraucht wird. Das sind alles passive Geschichten, die aber einen wahnsinnigen Effekt haben, ohne dass sich sonst irgendwas ändern muss. Klassiker wie Energiesparlampen, Steckerleisten und einige Routinen sind aber natürlich trotzdem noch dabei.

    Ich denke oft, unser Verbrauch müsste wegen der Bildschirm-Zeiten total hoch sein, weil es sich eben nicht anfühlt, als ob wir sparsam wären, aber tatsächlich liegen wir mit 2 Personen unterm Durchschnittsverbrauch eines Einpersonenhaushalts *stolz bin*. Unser Ökostromanbieter zeigt auf der Rechnung nämlich immer an, wo man im Spektrum steht und das ist ein zutiefst befriedigendes Gefühl, wenn man ganz links am Rand mit dem Verbrauch ist.

    LG Zora

  4. maybee sagt

    Hm konkret finde ich gut.

    Unser (2P.) letzter Jahresstromverbrauch lag laut Rechnung bei 1473 kWh. Jetzt kenne ich niemanden der in vergleichbaren Verhältnissen lebt und dem Verbrauch auch nur nahe kommt. Die meisten zweisamen Haushalte brauchen so 2000 kWh aufwärts. Vielleicht schauen die zu viel Fern oder föhnen sich die Haare zu lange?! Ich weiß es nicht.
    Dauer-E-Geräte sind nur Kühlschrank (nur A+) und ein paar (4) „Server“ (ja sowas gibt es, ohne dass es den Stromverbrauch massiv steigert ;)).

    Daher: Bietet jemand weniger :D? Würde mich freuen, mal wieder neuen Sparansporn zu haben.

  5. Kim sagt

    Direkt weniger nicht, wir sind bei 1980 kWh pro Jahr für 4 Personen. Als wir noch zu zweit waren hatten wir konstant 1360 kWh.
    Und ich sehe durchaus noch Einsparpotenzial: Weniger Bildschirmzeiten, abends endlich unseren Riesen-Kerzenbestand nutzen (würde für 2-3 Jahre reichen…), den Ofen effizient nutzen (beispielsweise einen Ofentag haben, an dem dann Brot, Kuchen etc zusammen gebacken wird und nicht einzeln hochgeheizt werden muss). Die alte Nähmaschine reparieren (lassen) und dann stromfrei nähen (das gute Teil ist von 1906 und wirklich stabil). Statt Babyfon nutzen einfach die Türen auflassen. …

    In der neuen Whg haben wir eine Kühl-Gefirerkombi mit A+ (227 kWh / Jahr). Auf ein günstigeres Gerät umzusteigen haben wir erstmal ausgeschlossen. Ein neues Gerät verbraucht auch Ressourcen in Herstellung, Transport, Verkauf und dazu kommt das es sich für uns beim Anschaffungspreis (der bei mind 400 EUR liegen würde) erst in etlichen Jahren ausgleichen würde.
    Unser Herd ist ein Induktionsherd. Wir mussten damals einen neuen kaufen und haben uns dann gleich einen mit Induktion geholt. Damit sind wir echt glücklich. Ich brüte derzeit nur, ob es effizienter ist, Wasser mittels Wasserkocher zu erhitzen oder per Topf auf dem Induktionsherd?

    Das Sonnenglas find ich toll. Vorallem, wenn es langlebig ist. Ich behalts mal für den nächsten Geburtstag im Hinterkopf 🙂

    • maybee sagt

      Krass. Nehm ich. Wenn ich mal meine Workstation nicht mehr benutze, schaffen wir das auch. Das sind alleine etwa 150 kWh. Aber wenn die an ist, wird die eben auch benutzt. :/

      1360 kWh – wie war da die genaue Ausstattung im Übrigen? Wieviele und was für Computer? Wie groß war der Energiehunger vom Kühlschrank?
      Ist Bildschirmzeit bei euch ein so großer Faktor? Je nach dem, was man für Equip hat, ist das auf’s Jahr gerechnet relativ vernachlässigbar. Wenn man sich das richtig zusammen stellt, kommt man locker unter einen max. Verbrauch von 40W von einem Komplettsystem (Heißt Compter+Bildschirm(~15″)+Audioausgabe+ggf. Firewall oder Server und/oder Router.). Damit kann man dann fast so viel Licht erzeugen wie ne Glühbirne und nebenher seelenruhig Pi berechnen und surfen oder Blogs kommentieren oder sonst was tun 😀
      Wenn man einen vernünftigen office Laptop mit max um die 13″ nimmt statt PC und Monitor, kann man den Wert da sicherlich halbieren oder wenigstens 2/3. Mit meinem NC10 und der Firewall komme ich auf maximal 19 Watt (Volllast NC10 CPU+GPU+Netzwerk).

      Induktion hat uns nicht wirklich überzeugt. Wir Kochen sehr viel mit Resthitze auf der Platte, was es bei Induktion einfach nicht gibt.
      Habt ihr verglichen, wie euer Verbrauch sich mit Induktionsherd verändert hat?
      Gas oder Holz ist was wir zum Kochen wollen. Beides erheblich umweltfreundlicher und energieffizienter als Strom. Und (hihi) der Stromverbrauch ist unschlagbar niedrig.

      Ofentag ist eine super Sache. Das machen wir auch schon seit 2 Jahren. (Am besten klappt das an Weihnachten ;)).
      Es gibt dann regelmäßig Kuchengäste am Sonntag oder so und diverse Ofengerichte werden für die ganze WOche vorgekocht.

      Zum A++ Neuanschaffen: Das ist ein Punkt der in solchen Diskussionen viel zu selten hervorgehoben wird und daher toll, dass er hier gleich angesprochen wird.
      Eine Neuanschaffung alleine aus Energieeffizienzgründen ist absolut unökologisch. Das was (bei jedem modernen Gut die meiste Energie verschlingt ist die Herstellung. Ein Computer brauch nach da Beispielsweise 3000 kWh an Strom + Ressourcen alleine für die Herstellung!

      https://de.wikipedia.org/wiki/Graue_Energie#Einzelprodukte
      https://de.wikipedia.org/wiki/Personal_Computer#Ressourcenverbrauch

      Ich kenne allerdings leider einige Leute, die funktionierende Geräte ersetzen, weil die zu viel Strom verbrauchen. Manchmal sollte man eben überlegen, was man wirklich braucht bevor man es kauft. Aber damit renne ich hier eh offene Türen ein xD.

      Aber jetzt mache ich erst Mal wieder eine Verbrauchsaufstellung und kucke, wo ich die 113 kWh hernehme 😀

      • Kim sagt

        Also wir hatten damals nur unseren Officerechner (Desktop mit 17“ Flachbildschirm, 3-in-1-Drucker,). Die Küche war vom Vermieter und daher mit Kühlschrank E-klasse B (~200 kWh) und Kochplatten. DAzu hatten wir einen Gefrierschrank in A+ (186 kWh). TV war unser guter alter Röhrenfernseher mit 64 cm Diagonale. Dazu einen DVD-Recorder (160 GB Festplatte) und eine alte 5.1-Surroundanlage. Dazu das übliche Licht (Bad, Küch, WZ, EZ, SZ, Flur + Treppenhaus). Naja und ab und an mal ein Mixer.

        Ich weiß nicht, wieviel uns Induktion tatsächlich gespart hat. Wir brauchten eh eine Küche und da Induktion damals im Angebot preisgleich zum Cerankochfeld war, haben wir Induktion genommen. Unsere Töpfe (365+ vom Schweden) halten die Wärme ziemlich gut und so kann ich immernoch mit Restwärme kochen. Pellkartoffeln bspw werden 5 min gekocht, dann Herd aus und 20 min später sind sie gar gezogen.

        Die Bildschirmzeit wollten wir ohnehin reduzieren, bzw sind wir sommers meist abends im Garten. Die Stromersparnis sind da eher ein Nebeneffekt 🙂

        • Kim sagt

          Ach ja, Wasserkocher und Microwelle (ja, sowas hatten wir da noch) waren auch noch da 🙂

    • maybee sagt

      Nachtrag noch: Wenn man bei dem PC Beispiel bleibt und eine Neuanschaffung einkalkuliert die sagen wir willkürlich 60 Watt spart (was eher hoch gerechnet ist, wenn man beispielsweise einen Laptop durch einen neueren ersetzt), dann müsste der Neu-PC erst Mal ewig laufen, um seinen für die Herstellung benötigten STrom ausgeglichen zu haben.

      Rechnung:
      3000kWh Strom zur Herstellung = 3000000 Wh
      60W ersparnis
      -> 3000000/60=Zahl der Stunden, bis der PC 3000000W eingespart hat=50000 Stunden

      Wer von euch hat nen Computer 50000 Stunden benutzt :D?
      Gehen wir Mal davon aus, hier arbeitet jemand in der IT oder im Büro und sitzt 9 Stunden 5 Tage die Woche am PC. Wer braucht schon Pausen!
      52 Wochen * 5 Tage * 9 Stunden = 2340 Stunden pro Jahr, bei einer utopisch hohen Bildschirmarbeitszeit.
      50000/2340=Zahl der Jahre, die man bei 9 Stunden 5 Tage die Woche braucht, bis der neue PC anfängt tatsächlich Strom zu sparen= 21,4 Jahre

      😀
      Ergo die Nutzungsdauer eines Computer sollte deutlich über 21,4 Jahr liegen. Denn da oben haben wir die ökologischen Kosten für die Rohmaterialien nicht eingepreist 😉 Eine Neuanschaffung ist überhaupt nie nicht ökologisch.

      Und falls jemand denkt, er hätte einen ganz bösen uralt Pentium drei, der 100W im Leerlauf braucht + Grafikkarte und Monitor und er könne so am Ende 300 Watt sparen!
      Immernoch keine gute Idee.
      Hier landet er dann nur bei 10000 Stunden, was in Jahren bis zur effektiven Ersparnis immer noch 4,3 Jahre sind. Und dann kommen noch die Ressourcen oben drauf!

      So. Falls jemand Rechenfehler findet, freue ich mich auf Korrekturen.

      • Kim sagt

        Ja, so in etwa meinte ich das auch mit dem Kühlschrank. Wir kamen auf über 60 JAhre, die das Teil laufen müsste, um die Ersparnis der kWh wieder reinzuholen und auch da war der Ressourcen-, Transport- und Verkauf-Verbrauch noch nicht miteinkalkuliert.
        Mit unserem „neuen“ Laptop haben wir es so geregelt. Wir haben unseren TV einem Bekannten gegeben und er im Gegenzug uns das Laptop. So sind die Geräte nun in neuen Haushalten und werden wieder benutzt 🙂

  6. Janni sagt

    Ich habe nie verstanden, wofür die Leute soviel Strom brauchen. Als ich noch allein gewohnt habe, verbrauchte ich 1kWh pro Tag, also 365 im Jahr. Okay, ich hatte nur eine wirklich kleine Wohnung (28qm), habe auf den zwei Herdplatten selten gekocht und außer dem kleinen Unterbaukühlschrank keine größeren Stromfresser, da die GemeinschaftsWaMa separat abgerechnet wurde.
    Jetzt wohnen wir zu Zweit auf 75 qm und verbrauchen inkl. WaMa, Standard Herd mit Ofen und normalem Kühlschrank etwas über 900 kWh Ökostrom im Jahr.

    @maybee – hier also dein Ansporn 🙂

    • maybee sagt

      Da will’s jemand wissen. xD

      Was habt ihr jetzt für einen Kühlschrank? (Größe oder Kühlagr. Leistung hilft weiter). Kein Gefriergerät, so wie das klingt? Da wird es dann schwer ran zu kommen, selbst wenn ich sofort die gesamte IT abklemme und Föhn meiner besseren Hälfte verstecke 😀 500kWh einsparen dürfte eine ernsthafte Herausforderung werden 😀

      Was für IT-Ausstattung benutzt ihr?

      Sehr ordentlich der Verbrauch! Respekt!

      • @Janni: Jetzt wollt ich’s auch wissen und hab die Rechnung rausgekramt: 1118 kW/h für 2 Personen. Wie kommt ihr auf 900?!?!? Tips bitte!
        Denn abgesehen davon, abends im Dunkeln zu sitzen und Fernseher / Computer auszuschalten fällt mir nix mehr ein.
        LG Zora

      • Kim sagt

        Wow, 900 kWh.
        Ich bin auch auf eure Tipps gespannt.
        Wobei es aber auch Faktoren gibt, auf die man selbst wenig Einfluss nehmen kann. Beispiel: Wir wohnen zur MIete, ob das Warmwasser mittels Heizung oder mittels Strom erwärmt wird, können wir also nicht entscheiden (nur, wie oft dies nötig ist). In einer anderen Whg haben wir irgendwann mitbekommen, dass die gesamte Treppenhausbeleuchtung (2 Parteien) über unseren Zähler lief… Aber 900 kWh sind echt eine Top-Marke. Daumen hoch!

        • maybee sagt

          Also wer da E-Zeug hat, kommt an unsere Verbrauchslagen hier nicht ran behaupte ich.
          Und wenn man das dazu sagt ist auch n deutlich höherer Verbrauch immer noch gut.

          Wir hatten eine zeit eine Wohnung da lief Warmwasser und Heizung komplett elektrisch (ökograus). Da hatten wir einen unwesentlich höheren Verbrauch als die 1.4, ganz einfach, weil wir a) so gut wie nicht heizen (mangels notwendigkeit; zu zweit auf 24m², muss man schon nicht viel heizen, weil zwei Menschen so eine Fläche durchaus erträglich warm machen. Wenn dann noch gekocht oder gebacken wird oder meine Workstation läuft, reicht das für 22° -ohne Heizung im engeren Sinne :D) und b) auch nicht oft oder lange duschen müssen um sauber zu werden 😀 Die Vermieterin meinte auch, als wir auszogen, dass sie so einen niedrigen Stromverbrauch in der WOhnung (richtig echt alter Altbau. Das Haus war locker 2 Mal so alt, wie alle hier schreibenden zusammen) noch nicht erlebt hat 😉

          Hm. Was du an Verbrauch beschreibst legt schlicht nahe, dass ich zu viel vor dem Computer sitze xD Meine bessere Hälfte gäbe dieser Vermutung sicherlich recht. *g*

  7. Ihr seid wirklich krass! Großartig, um genau zu sein. Ich mag unsern Stromverbrauch als Familie gar nicht benennen. Wir haben noch viel aufzuholen und ich bin durch eure Zahlen echt angespornt. Ich frage mich nur, wohin unser ganzer Strom geht?

    • maybee sagt

      Klassiker im Haushalt sind Dauer-An-Sachen, wie Kühlschrank.
      Dann kommt im Normalfall lange nichts – in meinem die IT ;).
      Dann kommen die typischen Haushaltsgeräte, wie Föhn, Staubsauger, Waschmaschine und Geschirrspüler etc.
      Dann kommt Unterhaltungselektronik, wie Fernseher und PC etc.
      Dann kommt die Beleuchtung zusammen mit dem bösen und überflüssigen Standby-Verbrauch (Gerät ist aus, zieht aber Strom aus der Dose. Das löst man einfach mit Steckdosen-Schaltern oder Ausstecken ;)).

      Aber mal ganz ehrlich: Eine vierköpfige Familie die unter 4000 kWh verbraucht liegt afaik deutlich unterm Schnitt. Und bei dem, was du immer so erzählst, kann ich mir nicht vorstellen, dass der Wert von euch erreicht wird?!
      Haha und selbst wenn, dann ist das für den Stromspareinstieg super, weil dann gehts meistens ganz leicht steil nach unten 😉 Positiv denken und so 😀

  8. Die Sonnengläser sind toll, Rage!

    Ich hab vor Jahren Kühlschrank und Waschmaschine auf A+++ umgestellt. Energiesparlampen enthalten Quecksilber und ich vertrage das Licht nicht. Bin lichtempfindlich. Außerdem werden die doch gelagert später als Giftmüll. Ich hab nur 1 Laptop, Licht brauche ich selten, weil wir Straßenlaternen haben. Der Föhn ist jeden Tag im Einsatz. Geht nicht anders. Sonst werde ich krank. AB, Eisfach, Trockner, Spülmaschine, Wasserkocher und solche lästigen Dinge hab ich ja schon vor Jahren abgeschafft. Herdplatte benutze ich nie mehr als 2 gleichzeitig und stelle sie kurz vor fertig schon aus. Die 3-er-Leiste hab ich stets im Blick. Touch-Drucker hab ich noch. Sehr zur Verwunderung meiner Gäste. Tja, sowas bei mir. Wohl eher durch Zufall. Ich mag Technik ja gar nicht. Nur meine Senseo lieb ich.

  9. Prot sagt

    Hallo,
    In der letzen Rechnung war mir mein Verbrauch zu hoch. Und das wenn auch nichts in Standby läuft. Also schaue ich nun wieder genauer hin. In Haupträumen verwende ich Energiesparlampen in Nebenräumen( Bad, Küche, Flur) 3 Watt LED und die sind erstaunlich hell.
    Mein Verbrauch stieg wohl in der Zeit als mein Rücken mich viel an die Wohnung gebunden hat, da habe ich dann mal wieder dem Fernseher als Versuchung nicht widerstanden. Der ist aber jetzt wieder außen vor.
    Mal sehen mein Ziel ist es wieder auf 600 k/wh zu senken. 750 k/wh finde ich als Single viel zu üppig.

    • maybee sagt

      hm

      750 kWh xD Das ist ziemlich genau 50% von dem was der durchschnittliche Single-Haushalt in Deutschland verbraucht!

      Ich bin dann doch sehr angesport unseren Verbrauch mal noch um wenigstens 100 kWh zu drücken. Aber, dass wir unter 1300 oder an 900 ran kommen bezweifle ich, nach der aktuellen Verbrauchsliste erheblich. Da ist einfach keine Luft mehr nach unten :/

  10. Tessa sagt

    Wow, die Sonnengläser sind wunderschön, so etwas wäre für uns hier auch super. Ich versuche wo es nur geht Strom zu sparen, wobei ich da versuche, die wirklichen Stromfresser zu umgehen. So haben wir z. B. nur eine sehr (oftmals denke ich zu kleine) kleine Kühltruhe.
    Ich finde das Thema sehr schwierig, denn manchmal stehen sich da meine Interessen im Wege z. B. wenn ich mein Gemüse und Obst aus dem Garten gerne einfrieren möchte, der Platz in der Truhe aber einfach nicht ausreichend ist. Da versuche ich immer wieder ein gutes Mittelmaß zu finden.
    Auch das Thema Waschmaschine: Die stelle ich nur an, wenn sie wirklich ganz voll ist. Allerdings würde ich dann nie mit der Anzahl an Klamotten hinkommen, welche sich z. B. in Deinem Schrank befinden.
    Das wollte ich Dich schon lange einmal fragen, wie Du das machst? Ich habe auch nur Sachen im Schrank, welche ich auch trage, aber es sind deutlich mehr als bei Dir. Würde ich da aber reduzieren, würde meine Waschmaschine nie und nimmer voll und eine halbe Maschine anstellen mache ich eben aus Strom- und Wasserspargründen nicht.
    Ich bewundere Dein konzequentes Umsetzen von Deinen Überzeugungen und denke bei all den Dingen auch immer wieder über meine Einstellung nach, vielen Dank dafür.
    Herzlichst,
    Tessa

  11. Wir haben auch eine Solar-Lampe für das Schlafzimmer, hatten im Winter aber mit dem Laden auch kein Problem. Allerdings stellen wir die Solarzellen immer ins Freie und schauen, dass sie vom Winkel her passend zur Sonne stehen. Sogar an trüben Tagen wurden sie geladen, hielten aber natürlich nicht so lange wie sonst.

    Strom kann man schon sparen, wenn man sich damit befasst. Der Anfang ist ein Stromtagebuch zu führen, eine Übersichtstabelle, wo man wöchentlich abliest und die Aktivitäten dazu einträgt.

    lg
    Maria

  12. rage sagt

    Ihr Lieben, ich danke euch für den Einblick in eure Stromzähler. 😉 Echt! Ich hätte nicht gedacht, dass die Vorstellung des Sonnenglases dazu führen könnte. Und ich finde es wieder mal unglaublich wertvoll, was ihr so geschrieben habt. Seit diesem Beitrag denke ich fortwährend über unseren StromVerbrauch nach. Ich finde ihn in der Tat noch viel zu hoch und viel zu peinlich, ihn zu benennen. Wir sind jetzt erstmal anderweitig beschäftigt. In gewisser Weise sogar relativ obdachlos. Wie dem auch sei, in den letzten Wochen wurde ich gefragt, wie viele Steckdosen ich denn pro Zimmer haben wolle… „Wie viele hat man denn so?“ – „… zwei in jeder Ecke. Sechs im Raum…“ – Ehm, hatten wir in unserer alten Wohnung nicht und sind super ausgekommen. Da geht auch noch weniger. Glaub ich. „Wollen wir so nicht.“ …
    Wir sind also irgendwie auf einem guten Weg, aber noch weit von dem Verbrauch entfernt, den ihr so angebt. Wir arbeiten noch an uns. Toll finde ich die Idee mit dem einmal BackofenTag. Das macht Sinn. Ich versuche grundsätzlich nur einmal am Tag den Herd überhaupt anzuschmeißen. Gelingt mir leider aber auch nicht immer. Da fehlt uns noch ein wenig Disziplin. Wobei es im Sommer leichter fällt als im Winter. Aber den Gedanken unsern alten Herd gegen ein Ceranfeld einzutauschen, habe ich erstmal wieder verworfen. Induktion… ich weiß nicht. Das ist mir einfach ein wenig suspekt. Ähnlich wie Mikrowellen und so’n Zeug.
    Danke euch allen für euer Kramen in den Stromabrechnungen und den Austausch eurer Ideen und Erfahrungen! Danke.

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  14. maybee sagt

    1384 kWh -.-

    Viel weniger wird das wohl auch nicht. Vielleicht sollte ich mich mal selbständig machen, dann kann ich locker 40 % davon als BA absetzen 😀 Aber solange ich das nicht bin is das halt Haushaltsstromverbrauch.

    😀 Ich geb mich also vorerst geschlagen. Ich weiß (s.o.) nun doch von einigen Leuten, die noch weniger brauchen. Ich führe euch übrigens immer als Referenz an, wenn mir jemand sagt, ich brauche viel weniger Strom als der Schnitt und könne ja das nich von allen anderen verlangen 😉

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