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Stoffwindeln und Zero Waste Family

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Zero Waste. Schon wieder was auf Frau Ding Dong’s Blog entdeckt. Und schon wieder lässt es mir seit vorgestern Abend keine Ruhe. Die Zero Waste Family. Einfach mal nach suchen. Und wer Frau DingDong noch nicht kennt, ich hab euch ihren Blog hier mal vorgestellt.

Zero Waste

Ich kann mich nur Frau Ding Dong anschließen: Das ist echt beeindruckend!
Ich will auch so wenig Zeug! Ich will weniger Müll!
Ich hätte es gerne so übersichtlich bei mir Zuhause!
Diese Art bewusst sein Leben zu gestalten: Ja, das möchte ich.
Mein ökologischer Fußabdruck soll schrumpfen. Auch als Familie!

Ich bzw. wir und unser Haushalt ist noch meilenweit davon entfernt ein so reduziertes Leben zu führen. Aber es motiviert ungemein und macht mich mal wieder wirklich nachdenklich. Noch vergangene Woche habe ich darüber philosophiert, ob wir nicht doch auf Stoffwindeln umsteigen sollten? Nein. Meine Antwort stand schon nach nur drei Gedankenkurven fest, auch wenn ich wusste, ‚Wirklich durchdacht habe ich das Ganze schon wieder nicht.“ Vielleicht war es Bequemlichkeit. Vielleicht lediglich das Bedürfnis ein Projekt nach dem anderen anzugehen. Schritt für Schritt funktioniert einfach besser als an tausend Baustellen gleichzeitig zu hantieren. Jetzt ist Platz für was Neues.

Zero Waste mit Stoffwindeln

Ausgelöst durch das Video über diese Zero Waste Family kam ich schon wieder ins Grübeln. Die BioGemüseKiste war ein weiterer Schritt hinsichtlich eines bewussten Lebensstils. Was geht noch? Wie war das mit den Joghurtbechern? Oder den Safttüten? Und was ist mit den Wegwerfwindeln? Bzw. mit den Stoffwindeln? Ehrlich: Jetzt kann ich mich nicht wieder umdrehen. Das Mindeste: Ich werde vergleichen. Und zwar ganz konkret! Stoffwindel oder Plastikwindel? Wasserverbrauch oder Müllberg? Was davon ist umweltverträglicher? Was davon teurer? Und nicht zuletzt: Was und wie bekommen wir unsere Entscheidung in unseren Alltag eingebaut? Ich möchte Leben so einfach und so bewusst wie möglich gestalten. Also? „Refuse, reduce, reuse, recycle, rot. (and only in that order.)“ (Béa Johnson)

Wie schaut’s bei euch aus? Was macht das Video mit euch?

9 Kommentare

  1. Cordelia sagt

    Hab das Video jetzt nicht geschaut, aber falls du irgendwelche Fragen zum Stoffwickeln hast, meld dich. Da ich jetzt nur noch ein Windelkind hab, könnte ich dir auch mal welche zum Probieren schicken. Und es gibt zum Thema Wegwerfwindel ne gute Arte-Doku. Und alle Infos zum Stoffwickeln – mehr als du brauchen kannst, gibt’s bei http://www.naturwindeln.de ,

    • hej danke. ja, die seite hatte ich auch schon entdeckt. danke trotzdem. nehme dein angebot sehr, sehr gerne in anspruch. die dokumentation muss ich mir mal noch suchen…

  2. Ich finde es bemerkenswert, wie diese Familie das schafft – ganz ähnlich ist es ja bei dieser österreischischen Familie: http://www.keinheimfuerplastik.at
    Allerdings weiß ich nicht, inwiefern sich das Konzept der Zero Waste Family so eins zu eins nachmachen ließe – die Kinder sind aus dem „Gröbsten“ raus, und die Familie scheint finanziell sehr privilegiert zu sein und die Mutter scheint auch ausreichend Zeit zu haben (also, ich würde es nicht schaffen, mit dem ganzen Gepäck und den Kindern auf/neben dem Fahrrad auch noch mehrere Glasbehälter etc. bei mir zu tragen, falls ich noch in die Verlegenheit käme, was einkaufen zu müssen…). Sicher, vieles ist einfach auch Bequemlichkeit und man könnte so vieles ändern. Aber ich denke, es ist wichtig, sich nicht gleich einen ganzen Berg an Maßnahmen vorzunehmen, sondern erstmal im Kleinen anzufangen (keine Plastiktüten mehr, alternative Trinkflschen etc.) und sich dann „hoczuarbeiten“. Das amcht dann irgendwann sogar richtig Spaß.

    • Das habe ich auch gedacht. „Die Kinder sind aus dem Gröbsten raus“. Und ich stimme dir voll zu, alles auf einmal… Nee! Da hätte ich weder die Power noch die Motivation zu. Wir lesen gerade ein Buch („Organized Simplicity“). Darin geht es um Einfachheit und dass es sinnvoll ist, sich über das „Motto“ und das Ziel der eigenen Familie, die Art wie man leben möchte, Gedanken zu machen. Bewusst leben, reduziert leben bedeutet demnach nicht für jeden das Auto abzuschaffen, wenn das Leben dann plötzlich super kompliziert wird, weil man eben 15km von der nächsten Einkaufsmöglichkeit entfernt wohnt. Das gibt es nämlich.’zwinker‘ Ich kann dir nur zustimmen! Vielen Dank für deinen comment. (Du hast auch ein sehr interessantes Blog. Schön!)

    • Ich komme erst jetzt dazu, mal zu antworten. Entschuldige die Verspätung. Windelfrei?!? Boar, wie krass. Hast du das probiert? Was sind deine Erfahrungen? Bemerkenswert. Ich teste mich erstmal an die Stoffwindeln heran. Das „windelfrei“ muss ich erst noch ein wenig „weiterer“googeln. Danke für den Hinweis!

  3. Pingback: Anzeige: Nachhaltiges Wickeln mit Stoffwindeln | MamaDenkt.de

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