Alle Artikel mit dem Schlagwort: Beruf

Arbeiten im Home-Office

Home-Office als Mama. Das Vereinbarkeitsding.

Mein Home-Office als Mama findet häufig erst am Ende der mir zur Verfügung stehenden 24h  statt. Dann meistens aber auch nur, wenn die Kinder gesund sind, keiner Albträume hat, der Haushalt weitestgehend erledigt und die blöde Wäsche abgehangen ist. Sobald eines dieser Momente doch besteht, bin ich zum Glück so flexibel, dass ich meine Arbeitszeit auf 3 Uhr bis 5 Uhr in der Nacht verlegen kann. Nein, das stimmt nicht. Das pack ich dann leider doch nicht mehr. Als Mama im Home-Office Nichts anderes als irreales Wunschdenken wäre es, zu erwarten, dass ich meine Arbeitszeiten auf „jederzeit“ verschieben könnte. Abgabetermine, Absprachen mit Bloggerkollegen und Agenturkontakten machen erforderlich, dass ich verlässlich, präsent, gut organisiert und zuverlässig bin. Ist das nicht der Fall, läuft es wie im konventionellen Buisness. Natürlich. Kann ich Fristen nicht einhalten, bin ich raus. Raus aus dem Wettbewerb, raus aus der Filterblase und unter Umständen beginnt ein riesiger Batzen Arbeit nochmal ganz von vorne. Erneute Akquise oder nochmal neu beweisendes Handeln und Organisieren, auf dass ich doch als guter Kooperationspartner da stehe. Arbeiten …

Workshops und Seminare in Sachen Nachhaltigkeit

Workshops in Sachen Nachhaltigkeit

Das viele Träumen, Nachdenken und Konzipieren hat noch kein Ende, sondern einen Kanal, in den es fließen und eine Plattform, auf der es wirken kann: Workshops und Seminare rund um die Themen Nachhaltigkeit und Minimalismus. Mein Angebot an euch und für diese Welt findet sich dazu auf meiner persönlichen Webseite www.rachelsuhre.de. Workshops zur Nachhaltigkeit Schon seit vergangenem Sommer denke ich viel darüber nach, wie sich unsere kleine Sammlung an Erfahrungen, Erkenntnissen und Informationen der letzten Jahren gewinnbringend weiterleiten lassen? Das Wissen, das wir durch unsere „reduziert leben“-Experimente gesammelt haben. Das Lebensgefühl, das sich in uns entwickelt hat und das wir keinesfalls wieder eintauschen wollen. Die veränderte Sicht der Dinge und der Welt, die sich uns eröffnet hat. Wie lässt sich all das an andere Menschen weitergeben? Und zwar so, dass auch sie etwas von dem positiven Lebensgefühl spüren, das Minimalismus und Nachhaltigkeit mit sich bringen. Dass sie schmecken, sehen und riechen, wie sich Leben plötzlich verändert und ganzheitlicher wird. Dass Zeit und Raum entstehen, die völlig neue Möglichkeiten für den Einzelnen, die Familie und die …

Ich habe einen Job

Nein, ich bin nicht unter die Perlensammler gegangen. Aber genauso bunt wie der Inhalt dieses Döschens, ist auch mein Job und unsere derzeitige Lebenssituation. Was meinen Job angeht: So schnell kann’s gehen. Denn unverhofft, kommt oft. Zumindest würde ich das gerne sagen können, doch ich weiß, dass das zweifelsohne nicht der Realität entspricht. Ich wünschte es nur jeder/m. Jobsuche Ich glaube, in den selteneren Fällen gelingt es tatsächlich nach einer mehrjährigen Berufspause und einer anderthalbwöchigen Jobsuche die Stelle zu finden, die sich gut mit Familie und gesundheitlich eingeschränkter Familiensituation verbinden lässt. Ein Job, der mich herausfordert und gleichzeitig Spaß macht. Zumindest lässt sich das nach knapp einem Monat so sagen. Dass uns genau das tatsächlich vor vier Wochen passiert ist, erscheint mir, ebenfalls wie die Sache mit meinem Text in der family total strange. Es ist kurios und ich weiß nicht, wie und wieso uns das so widerfahren ist. Wenngleich ich unsagbar dankbar für dieses Geschenk bin. Denn nach all den mittleren, großen und kleinen Katastrophen der vergangenen Wochen und Monate ist es schön und …

In Sachen Erschöpfung.

Erschöpfungssituationen Als Mutter dreier Kinder gab es bislang viele solcher Momente der mehr oder weniger großen Erschöpfung. Ich denke zurück an die Geburt des zweiten Kindes: Nach 24h die Klinik verlassen und in den ganz normalen Alltag eingestiegen. Wenn nicht zu dritt, dann eben zu viert. Der Mann hatte zwei Wochen Urlaub angemeldet, das sollte zum Einstieg in das neue Familienleben reichen. Der Gedanke, dass ich in nur wenigen Tagen alleine Zuhause sitzen würde, ohne jegliche Unterstützung von Großeltern, Verwandten und Freunden, brachte mich letztendlich mit einer Brustentzündung zurück ins Krankenhaus. (Entstehungsgrund von MamaDenkt) Wir hatten einfach nicht vorausschauend geplant und gedacht. Dann der Moment als das zweite Kind so seltsam still war, während ich – hochschwanger – in der Küche das Mittagessen zubereitete. Nach einem Blick ins Esszimmer das böse Erwachen, was ein Zweijähriger mit einer bekackten Windel und einem Sofa fabrizieren konnte… Ich beschreibe es euch nicht weiter. Oder der Moment, in dem der Schularzt im Kindergarten die Gesundheits- und Schultauglichkeitsprüfung mit den Wackelzahnkindern durchführte. Eine Ärztin, die mir vehement einbläuen wollte, dass …

Das Problem der Erschöpfung

Das Problem der Erschöpfung ist ja leider nicht nur die Erschöpfung an sich. Dabei ist sie es, die einem Kraft, Energie, positive Gedanken raubt und mitunter körperliche, psychische und seelische Probleme verursacht. Probleme neben der Erschöpfung Hinzukommen Aspekte, die erstmal gar nicht so offensichtlich auf dem Schirm sind. Dinge und Umstände, die erst dann bewusst werden, wenn es darum geht, neue Wege zu finden und Veränderungen umzusetzen. Wobei wir so ehrlich und realistisch sein müssen: In der Erschöpfung ist dazu gar kein Platz. In der Erschöpfung werden Haushalt, das Leben mit Kindern, der ganz gewöhnliche Alltag zu einem riesigen Berg, der sich weder erklimmen noch umgehen lässt. Hinzukommen Schwierigkeiten, wie finanzielle Engpässe, Betreuung der Kinder (wenn die Verwandtschaft nicht in unmittelbarer Nähe, sprich nebenan wohnt) oder auch das Auftanken von Energie. Ruhe zu finden in einem Haus, in dem drei relativ kleine Kinder wohnen – no way. Familie, Beruf und Erschöpfung Werfen wir doch mal einen Blick auf unsere Verteilung von beruflicher Tätigkeit und Familienarbeit. Bislang haben wir ein recht konservatives Familienmodel gelebt. Mein Mann …

Vereinbarkeit – ein Solidaritätsprojekt?!?

Dieser Artikel ist entstanden, weil mich ein Blogleser gefragt hat, wie man uns denn im Hinblick auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf als unmittelbar Unbetroffener helfen kann? Eigentlich sollte es ein Kommentar werden, erschien mir dann aber doch besser als eigenständiger Artikel. Ich hoffe, dass ist ok für dich! Er ist persönlich, beinhaltet aber auch grundlegende Aspekte, was unser Auftreten in und als Gesellschaft betrifft. Here we go. Glück Ich musste die vergangenen 36h viel, sehr viel über deine zwei Punkte nachdenken. Was könnte jemand anderes für mich tun? Gestern Abend kam ich an den Punkt, dass ich feststellen musste: Ich bin nicht verantwortlich für das Glück eines anderen. Genauso wenig sind die anderen dafür verantwortlich, dass mir Glück zufällt. Ich muss da noch ein wenig drüber nachdenken. Aber das ist erstmal eine Grundfeststellung. Nichtsdestotrotz fühle ich mich dafür verantwortlich in Solidarität mit anderen ungerechte, negative Umstände zu beeinflussen und zu verändern. Was ich mir persönlich da manchmal wünschen würde: Dass unmittelbar Betroffene und Unbetroffene stärker zusammen stehen würden und solche Nachfragen, wie du sie …

Never change a running system: Familie und Beruf

Vereinbarkeit von Familie und Beruf Immer mal wieder geht es hier auch um Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Denn ja, ich bin immer noch voll Zuhause, auch wenn ich begonnen habe, mich als Autorin und Sozialarbeiterin selbständig zu machen. Es fühlt sich dennoch mehr nach „voll Zuhause“ an. Gründe dafür: 1. Ich mag diese FamilienCareArbeit. 2. Mit meiner Selbständigkeit bessere ich nur unsere Haushaltskasse auf. Ich bin doch mehr Zuhause. Bislang kamen wir mit unserem Familienkonzept ganz gut klar. Ja, manchmal fehlten die unmittelbaren Verwandten, auf die viele hier aus der Gegend zurückgreifen können. Wenn denn mal ein Kind krank wird und das tritt bei mehreren recht schnell mal auf, oder zwei Veranstaltungen parallel verlaufen, was bei mehreren Kindern ebenfalls passieren kann. Aktuell befinden wir uns beide in der Situation, dass wir sehr, sehr gerne mal was Einzigartiges machen würden. Etwas Besonderes, wofür das Herz brennt. Der Mann ist voll von StartUp-Ideen, aber irgendwie stehen wir uns noch im Weg und müssen erst herausfinden, wie wir dorthin kommen, es auszuprobieren. Zumal unsere familiäre Situation momentan …

Arbeit der Zukunft

Wie hängen Kindergarten, MOOCs, Flüchtlinge, Roboter und die Arbeit von Morgen zusammen? Hier ein Einblick in meine Überlegungen. Seitdem ich meine DeutschSchüler habe bin ich natürlich unentwegt auf der Suche nach adäquatem Material, um sie in ihrem Spracherwerb zu unterstützen. Unter anderem fragte ich in unserem Kindergarten nach, da sich hier viel Bild- und Spielmaterial befindet, das sich entsprechend nutzen ließe. Die Erzieherinnen waren mir eine große Hilfe, hatten eine Menge Ideen und wiesen mich auf das ein oder andere Material hin. Dabei erhielt ich zudem den Hinweis auf entsprechende E-Learning-Kurse, um z.B. darin „fortgebildet“ zu werden als Ehrenamtliche Flüchtlinge in Deutsch zu unterrichten. Es fiel die Abkürzung MOOC. In dem Moment wurde ich hellhörig. Hatte dazu nicht unlängst jemand mal gebloggt?? MOOC Aber natürlich. Frau DingDong hatte in einem ihrer Beiträge darauf hingewiesen und ich hatte es einfach vergessen. Dabei hatte mich das Thema damals schon unglaublich interessiert. Denn: Ich liebe lernen. Ich mag Wissen über alles mögliche erwerben. Ich mag die Welt zum Positiven verändern und solche Möglichkeiten nutzen. Gestern Abend habe ich …

Vereinbarkeit von Familieplanung und Beruf

Ja, heute geht es tatsächlich mal nicht um den „bösen“ Zucker und auch nicht um die wachsende Anzahl meiner Deutschschüler. In unserem Alltag erlebe ich gerade immer wieder tiefste Trauer und größte Freude gleichzeitig. Manchmal frage ich mich, wie wir Menschen das eigentlich asuhalten? Aber es ist wie es ist. In solchen Momenten kommt es ab und an vor, dass wir uns urplötzlich in existenziellen uns betreffenden Gesprächen wiederfinden – mein Mann und ich. Ich liebe das und bin sehr dankbar dafür mit einem solchen Partner durchs Leben zu gehen. Heute ging es um Familienplanung. Weitere Kinder. Baustelle. Wir leben, was das betrifft weitestegehend aus Gottes Hand. So formulieren wir das für uns. Es hat ein bisschen was von der Aussage, das Leben zu nehmen, wie es kommt. Ein bisschen. Nach unserem letzten Kind kann ich mir sehr gut vorstellen, dass da auch noch ein nächstes kommt. Ich weiß, wir werden versorgt sein. Ich weiß, die Kerle werden es genießen nochmal ältere Brüder zu werden. Diese Gewissheit reicht jedoch nicht aus. Was weiterhin unbedingt erforderlich …

LeseStoff: Die „Alles ist möglich“-Lüge von Susanne Garsoffky und Britta Sembach.

„Wer Familie leben will, muss dafür auf Einkommen verzichten und das daraus möglicherweise erwachsende Risiko selber tragen. Man kann eben nicht alles haben.“ (Garsoffky S./ Sembach B.: Die ‚Alles ist möglich‘-Lüge, Wieso Familie und Beruf nicht zu vereinbaren sind, S.162. Erschienen im Pantheon Verlag.) Stattdessen gibt es gar nichts – außer natürlich die wunderbare Familie, die einen manchmal Haare raufen lässt. Irgendwie ist diese Vereinbarung von Familie und Beruf immer, immer wieder eines meiner Themen. Ich weiß auch gar nicht so recht woran das liegt? Vielleicht an notorischer Unzufriedenheit? – Nein, stimmt nicht. Ich bin sau glücklich und unglaublich dankbar für das, was man meine Familie nennt. Niemals nicht würde ich es eintauschen wollen. Die Rahmenbedingungen würde ich manchmal gerne verändern. Zeitgerechter. Menschgerechter. Familiengerechter. Vielleicht muss ich es auch alles einfach nur handhabbarer machen. Liegt es wohlmöglich an meiner Unfähigkeit SuperMOM zu sein, weshalb ich immer wieder Schwierigkeiten in dieser Vereinbarung sehe und empfinde? – Ja, ich habe noch immer kein Cape gefunden, das mich als SuperMOM ausweist. Vielleicht liegt es also tatsächlich daran? Ich sollte das ändern. …