Alle Artikel mit dem Schlagwort: durchatmen

Familie Eis essen

Als Familie Eis essen gehen ist wie „Atmen!“

Es kommt nicht allzu oft vor, aber manchmal landen wir ganz spontan in der Eisdiele. Heute waren wir erst in der Schule, dann auf der Arbeit, obwohl ich heute keinen Dienst hatte und in der Bücherei. Denn: Der Lesesommer ist Anfang der Woche wieder gestartet. Aber zurück zum: Als Familie Eis essen gehen. Warum kommt das eigentlich nur so selten vor? Ich sollte dem sofort Abhilfe verschaffen. Denn irgendwie, irgendwie sollten wir die Dingen, die uns gut tun, unbedingt mehr und viel häufiger tun. In die Eisdiele zu gehen, gehört definitiv dazu. Als Familie Eis essen gehen Das bedeutet auch: Atemübungen in der Eisdiele machen. Es bedeutet, nicht zu wissen was passiert, denn alles ist möglich, wie zum Beispiel einer meiner damaligen Artikel sehr gut zeigt. Da waren wir auch in der Eisdiele, aber lest doch einfach selbst von dieser positiven Erfahrung als Familie mit drei Kindern in der Eisdiele aufzuschlagen. Diesmal ging es eher in die andere Richtung. Denn es kann auch bedeuten, von anderen Menschen, mißbilligend beobachtet zu werden. Es kann bedeuten, dass …

#qualitytime

Ich habe schon Anfang des Jahres darüber nachgedacht, einen Artikel zu diesem obskurren Wort zu verfassen. Es kam mir damals aber irgendwie nicht richtig vor und ich wollte nicht wütend um mich schreien. Jetzt kommt es vielleicht doch zu sowas in der Art. Zumindest ein Infragestellen. Ein kritisches Betrachten. Aktuell lese und höre ich dieses Wort an jeder Ecke. Vielleicht liegt es an den gemeinhin stattfindenden Ferien. Kein anderes Wort erinnert mich mich so sehr an „Quality Street“. So heißen diese Karamell – Bonbons in pinker Dose, ihr erinnert euch?!! #qualitytime vs. ? Das Wort an sich nervt mich ganz fürchterlich. Ich finde es ernüchternd und gleichzeitig zutiefst traurig, dass wir unterscheiden zwischen #qualitytime und, ja was ist denn das andere? Alltag? Job? Was denn eigentlich? Dann kommen Schlagwörter wie Work-Life-Balance hinzu und … ich verlasse Kopfschüttelnd die Bühne. Definitionsversuch Qualitytime: Qualitätszeit, die – bedeutet so viel wie die bedeutungsvolle Zeit, die ein Mensch oder eine Menschengruppe in der jeweiligen Lebenszeit oder seinem Alltag verbringt. Sei es beim Kaffeetrinken, bei sommerlichen Freizeitaktivitäten oder den gemeinsamen …

Ein Brief für dich, Mama.

Liebe Mama, du machst das toll! Dein Job ist hart und du machst ihn großartig! Nachts alle zwei Stunden auf der Matte zu stehen, wenn das Baby weint, Hunger hat oder das Kleinkind einen ganz fürchterlichen Albtraum hatte. Standing Ovations! Wenn das Kind seine ersten Zähnchen kriegt oder „einfach so“ schreit. Applaus!! Es braucht deine Nähe, deine Wärme, deine Zuneigung und du gibst ihm alles, was du hast. Komm her, ich drück dich! Bis an den Rand der Erschöpfung und noch einen Schritt weiter. Selbstopferung par excellence. Du kümmerst dich ums Essen, um den Haushalt, ums Kuscheln, ums Spielen, darum, dass euer Tag einen für euch runden Ablauf hat. Du entscheidest, was gut für deine Kinder ist (Impfen, Windeln, Essen lernen…) und obwohl das Kleinkind die vollgekackte Windel irgendwie aufgekriegt und den Inhalt im Wohnzimmer verteilt hat, bleibst du ruhig, wischst alles sauber und ihr entdeckt weiter die Welt. Vielleicht kommt dir das alles schrecklich ungerecht vor. Vielleicht hast du das Gefühl, keine Kraft mehr zu haben. Auf weiter Flur ganz alleine dazustehen. Vielleicht fragst …

SuperMOM-Cape

Erst letzte Woche hätte ich mich gleich mehrmals in mein imaginäres SuperMOM-Cape werfen können. Einmal wurde es mir via twitter auch sofort ausgehändigt, nachdem ich keine Zeit hatte, es bei mir Zuhause zu suchen. Sehr fein! Danke @apfelmaedchen. Manchmal wünsche ich mir nichts mehr als mit Superkräften durch den Himmel zu sausen, um irgendwelche Besorgungen zu erledigen oder einem meiner Kinder einen echten Bagger herbeizuholen, nur um vom Zanken, Ärgern oder sich ins Motzen reinsteigern abzulenken. Wie cool wäre das denn?! Wenn ich vom anderen Ende der Welt eine Horde Samurai herbeikarren könnte, die miteinander, natürlich nicht gegen uns kämpfen und meine Kinder würden einfach nur glotzen? Oder wenn ich meine Kinder zum weltbesten Spielplatz ever befördern könnte. Ohne MaxiCosi oder Reboarder oder über Schnellstraßen… Einfach auf den Rücken setzen und unter dem Arm halten, meine ZauberTasche, in die alles reinpasst, dabei und los geht’s. Wie das wäre? Großartig!! Deswegen kommt auf meinen Wunschzettel auch dieses SuperMOM-Cape. Und so eine Zaubertasche wie Hermione Granger kommt auch dazu. Mal ganz weg vom Minimalismus, der zwar im Kinderzimmer funktioniert und …

TerminBummelei

„Das ist jetzt schon wirklich spät. … Zur Zeit melden sich irgendwie alle schwangeren Frauen recht spät an. …“ So eben am Telefon. Entschuldigung, sollten Sie das hier lesen, ich war das eben in der Leitung, die zu spät sich angemeldet hat. Richtig. Ich habe mir heute Morgen fest vorgenommen, mal überall dort anzurufen, wo ich unbedingt Termine ausmachen oder Dinge absprechen und klären musste. Eigentlich mache ich das schon seit drei Wochen. Einer gefühlten Ewigkeit also. Aber ich habe immer wieder einen Grund gefunden, dass ich keine Zeit hatte, anderes wichtiger war; tatsächlich wichtiger oder eben nicht. Vor allem ärztliche Terminabsprachen sind davon betroffen. Nicht nur der halbjährliche Zahnarzttermin (den nehme ich wider Erwarten sogar sehr ernst), sondern auch die Anmeldung zur Geburt, der noch ausstehende Abstrich wegen der Halsweh, die nächste VorsorgeUntersuchung eines der Kerle. Termine vereinbaren. Manchmal geht mir das total gut von der Hand. Manchmal rutsche ich jedoch in meine familiäre Sozialisation zurück, die mich zwar nicht gelehrt hat, Dinge auf die lange Bank zu schieben, aber ich sehe das dort …

„Du erlebst immer so viel.“ – Geschichten aus dem Leben

Gestern und vorgestern waren so Tage, an denen ich urkomische Momente erlebt habe. Als ich die meinem Mann erzählte, kam von ihm obige TitelAussage. Ich weiß auch nicht, warum mir manchmal so Dinge passieren. Viel ist es nicht. Aber in der Regel äußerst fragwürdig und durchgeknallt. Mir fallen die manchmal eben auch gar nicht auf. Erst während ich sie erzähle, halte ich inne und schüttle den Kopf. „Was ist mir da bloß wieder passiert?!!“ Seitdem sich hier unter unserem Dach der Besitz um Einiges reduziert und das für uns persönlich Wesentliche Einzug gehalten hat, fallen mir solche Gegebenheit auch mehr auf. Sie gehen nicht verloren im AlltagsEinerlei. Sie werden beschmunzelt, belacht, wertgeschätzt; manchmal auch missmutig in Augenschein genommen. Meine letzten drei Begegnungen für euch mal zusammengestellt. Ich lasse sie mal unkommentiert. Aber ihr dürft euch natürlich frei fühlen… Ich gehe durch die FußgängerZone, einen kleinen Kerl an der Hand. Wir sind auf dem Weg in ein BaumwollFachgeschäft. Jedenfalls, der Kerl trägt meinen AutoSchlüssel. Ganz fasziniert von dem Geklimper vergisst er dabei das Laufen. Er stolpert …

Zeit zum Nachdenken

Wenn „andere“ Zeit zum Nachdenken benötigen, dann zieht es sie in der Regel nach draußen, ein Spaziergang an der frischen Luft oder aber eine Runde laufen, Yoga, ein stiller Raum, Meditation. Manche gehen „Shoppen“ oder zum Sport ins FitnessStudio. Wieder andere gehen ins Bett und denken nach. So mancher schiebt die Gedanken vielleicht auch beiseite und macht weiter. Womit auch immer. Nicht meine Favoriten. Heute habe ich erneut festgestellt, dass das bei mir ganz oft nicht geht. Ich würde so gerne spazierengehen und dann Antworten oder klare Gedanken haben. Aber entweder ich komme gar nicht aus meinem GedankenKarussell heraus oder ich lande rücklings auf einer Wiese und starre in den grenzenlosen Himmel. (Wobei das in der Tat auch sehr gut tun kann.) Kinder benötigen ja in der Regel ein Kuscheltier zum Einschlafen. Oder den Daumen oder das LieblingsSchnuffelKissen. Manche haben Angst im Dunkeln und brauchen einfach nur ein wenig Licht. (Ihr kennt bestimmt diese kleinen Lampen, die man in die Steckdosen steckt und die ein fades Licht abgeben. Oder man lässt einfach die Tür einen Spalt …

Herbstwochenende

Ein typisches Herbstwochenende liegt hinter uns. Könnte man meinen. Denn, es war genauso wechselhaft, schaurig-schön und zauberhaft-rontig, wie das Wetter. Sonnenschein und die schönsten Farbtöne wechselten mit wabernden Nebelschwaden und Nieselregen die Regieführung. Dank eurer Kommentare und Tweets haben wir alles (mehr oder weniger) genossen. Eine kurze Liste des Geschehens seit FreitagNachmittag: – KastanienMonster gebastelt – Pfannkuchen gebacken – zwei Schwärme lautkreischender WildGänse über uns hinwegziehen sehen und hören und winken. Natürlich winken. Gebührend verabschiedet haben wir die Lieben. – mit dem falschen Bein aufgestanden… grummelgrummelgrummel – Straße gekehrt, Rasen gemäht, Schublade gebaut – spazieren gewesen; Eicheln mit MiniKeim entdeckt und gezeigt, was daraus wächst – Schattentheater gebastelt – Quirkle gespielt – diesmal mit dem richtigen Bein aufgestanden – einen unendlich traurigen Artikel über the broken ocean gelesen – über die Rettung der Welt sinniert, StiftungsGründung durch den Kopf gehen lassen, über verrückte Aktionen und deren Verwirklichung nachgedacht – PlätzchenRunde 2 eingeleitet – 5 Schwärme WildGänse oder Kraniche oder einfach nur ZugVögel über uns hinwegziehen gesehen, gehört… und wieder: Verabschiedet. Gefragt, ob wir sie wiedersehen …

PsychoHygiene und innere Ruhe

Nur mal eben auf die Schnelle. Ja, es gibt mich noch. Entschuldigt, dass auf keinen eurer tollen Kommentare geantwortet wurde. Zumindest nicht von mir… Die 2€großen Hagelkörner von vergangener Woche haben unser Auto stark demoliert. Und wie das scheinbar so ist, schickt uns die Versicherung zur Werkstatt, die Werkstatt zum Autohaus, das Autohaus zur Versicherung und die Versicherung zur Werkstatt. Und nach drei Tagen kommen alle zu dem Urteil: Sie haben einen Hagelschaden im Autodach. Ja, vielen Dank auch. Zwischendrin entscheiden Kerle, dass Kindergarten doof ist, erkälten sich und bleiben Zuhause. Wer das kennt, weiß, dass sowas den Alltag völlig auf den Kopf stellen kann. Wie gut, dass ich schon vor zwei Wochen mit meinen persönlichen Hochzeitsvorbereitungen begonnen habe. Dennoch. Das ein oder andere für die Braut lässt sich erst einige Tage vorher machen… Hier Zuhause steht also alles Kopf und ich gebe mein Bestes diesen Kopfstand möglichst lange und gut durchzuhalten. Um nicht zusammenzuklappen, habe ich mir zwei Dinge überlegt. 1. Ich muss zwischendrin raus. Raus aus dem Alltag. Raus aus dem Windeln wechseln, …

Ein Jahr lang bewusst:er leben. Zwischenstand Juni

Ich weiß nicht, ob ihr euch noch an letztes Jahr Sommer erinnern könnt. Ich denke jedes Mal daran, wenn ich hinab in den Keller steige, schließlich hatte ich in den zurückliegenden Monaten vor an 30 Tagen, wenigstens an dreien, keinen Lichtschalter zu betätigen. Da der Sommer ja jetzt endlich begonnen hat, wird das vielleicht noch was mit mir und dieser Aufgabe. Am 08.07.2012 habe ich meine persönliche bewusst:er leben – Liste online gestellt. Hier mein Zwischenstand nach etwas mehr als zehn Monaten: 1. 30 neue Rezepte aus Koch- und Backbüchern nachzaubern (IIII/ IIII/ IIII/ IIII/ IIII/ IIII/) √ 2. 30x 3km laufen oder walken (IIII/ IIII/ IIII/ IIII/ IIII/ II) √ 3. 30 Dinge verschenken (III) 4. 3×10 km wandern; mit Kind und Kegel und dafür immer nur so zwischen 6 und 8km – dafür aber häufiger als dreimal. Daher: done. √ 5. 30min am Tag bewusste Mittagspause feiern √ 6. 30 Tage im Jahr autofrei sein (IIII/ IIII/ IIII/ IIII/ IIII/ I) 7. 30 Tage im Jahr bewusst nichts kaufen (IIII/ IIII/ IIII/ IIII/ …