Alle Artikel mit dem Schlagwort: Erschöpfungszustände

Glück und Verantwortlichkeiten

Die vergangenen Wochen haben uns alle, meine Familie und mich, sehr geprägt. Noch nie habe ich so lange Zeit am Stück das Gefühl gehabt, allein da zu stehen, während mich ein Moment, eine seelische Katastrophe nach der anderen überrollt. Noch nie habe ich so viel Kälte, Dunkelheit und Verzweiflung verspürt. Düster? Ja. Einsam? Ja. Aber im gleichen Maße habe ich noch nie so viel unerwartete, herzliche und echte Hilfsbereitschaft – meine persönliche Lebenssituation betreffend – erlebt. Noch nie bin ich so vielen Menschen begegnet, bekannte und unbekannte, die mir auf irgendeine Weise ihre Hilfe anboten. Sei es durch kostenlose Urlaubsauszeit in einem Ferienhaus, durch Bierbänke, Kuchen, Käsespieße, Kinderbetreuung, Angebote zur Haushaltsunterstützung oder Erleichterung beim nächsten Großeinkauf. Ich bin überwältigt und unendlich dankbar. Und während ich das hier schreibe, bildet sich ein dicker Kloß in meinem Hals und Tränen machen das Verfolgen der getippten Buchstaben schwierig. Ich lernte Hilfe anzunehmen und übe mich darin, es weiterhin zu tun. Komischerweise fällt es mir viel leichter selber zu helfen und da zu sein, als das Gegenteil auszuführen – …

In Sachen Erschöpfung.

Erschöpfungssituationen Als Mutter dreier Kinder gab es bislang viele solcher Momente der mehr oder weniger großen Erschöpfung. Ich denke zurück an die Geburt des zweiten Kindes: Nach 24h die Klinik verlassen und in den ganz normalen Alltag eingestiegen. Wenn nicht zu dritt, dann eben zu viert. Der Mann hatte zwei Wochen Urlaub angemeldet, das sollte zum Einstieg in das neue Familienleben reichen. Der Gedanke, dass ich in nur wenigen Tagen alleine Zuhause sitzen würde, ohne jegliche Unterstützung von Großeltern, Verwandten und Freunden, brachte mich letztendlich mit einer Brustentzündung zurück ins Krankenhaus. (Entstehungsgrund von MamaDenkt) Wir hatten einfach nicht vorausschauend geplant und gedacht. Dann der Moment als das zweite Kind so seltsam still war, während ich – hochschwanger – in der Küche das Mittagessen zubereitete. Nach einem Blick ins Esszimmer das böse Erwachen, was ein Zweijähriger mit einer bekackten Windel und einem Sofa fabrizieren konnte… Ich beschreibe es euch nicht weiter. Oder der Moment, in dem der Schularzt im Kindergarten die Gesundheits- und Schultauglichkeitsprüfung mit den Wackelzahnkindern durchführte. Eine Ärztin, die mir vehement einbläuen wollte, dass …

Das Problem der Erschöpfung

Das Problem der Erschöpfung ist ja leider nicht nur die Erschöpfung an sich. Dabei ist sie es, die einem Kraft, Energie, positive Gedanken raubt und mitunter körperliche, psychische und seelische Probleme verursacht. Probleme neben der Erschöpfung Hinzukommen Aspekte, die erstmal gar nicht so offensichtlich auf dem Schirm sind. Dinge und Umstände, die erst dann bewusst werden, wenn es darum geht, neue Wege zu finden und Veränderungen umzusetzen. Wobei wir so ehrlich und realistisch sein müssen: In der Erschöpfung ist dazu gar kein Platz. In der Erschöpfung werden Haushalt, das Leben mit Kindern, der ganz gewöhnliche Alltag zu einem riesigen Berg, der sich weder erklimmen noch umgehen lässt. Hinzukommen Schwierigkeiten, wie finanzielle Engpässe, Betreuung der Kinder (wenn die Verwandtschaft nicht in unmittelbarer Nähe, sprich nebenan wohnt) oder auch das Auftanken von Energie. Ruhe zu finden in einem Haus, in dem drei relativ kleine Kinder wohnen – no way. Familie, Beruf und Erschöpfung Werfen wir doch mal einen Blick auf unsere Verteilung von beruflicher Tätigkeit und Familienarbeit. Bislang haben wir ein recht konservatives Familienmodel gelebt. Mein Mann …

Ich bin raus. Erschöpfungszustand

Der Erschöpfungszustand meines Mannes, oder besser gesagt, das vegetative Erschöpfungssyndrom meines Mannes. Früher oder später war das ja zu erwarten. Nicht mal unbedingt bei ihm. Auch ich hätte in diese Panikattacken geraten können, balanciere vielleicht noch am schmalen Grat an ihnen vorüber, blicke in das Dunkle, in das scharfkantige und schaurige Etwas. Vielleicht. Massive Erschöpfungszustände Zuerst wollte ich nicht darüber schreiben. Und ehrlich gesagt, es graut mir im Augenblick des Tippens weiterhin vor den Worten und ihrer Bedeutung. Es ist zu intim. Zu persönlich. Selbst für mich, einer, die sich geschworen hat, nicht über Dinge zu schreiben, die zu nah an meinen inneren Kern gehen. Weil, ja weil ich ehrlich und authentisch über die Dinge zu schreiben versuche. Dinge, die verletzlich und angreifbar machen. Vor allem vor Menschen, die sich das Anpöbeln anderer in der Anonymität des Netzes auf die Fahnen geschrieben haben. Doch dann überwältigen mich die Nachrichten aus diesem weiten Internet. Schicksalsschläge, die über meine Social Media Kanäle an mich herangeraten und mir die Luft zum Atmen rauben. Oft geht es um Menschen, …