Alle Artikel mit dem Schlagwort: Frauen

Vereinbarkeit – ein Solidaritätsprojekt?!?

Dieser Artikel ist entstanden, weil mich ein Blogleser gefragt hat, wie man uns denn im Hinblick auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf als unmittelbar Unbetroffener helfen kann? Eigentlich sollte es ein Kommentar werden, erschien mir dann aber doch besser als eigenständiger Artikel. Ich hoffe, dass ist ok für dich! Er ist persönlich, beinhaltet aber auch grundlegende Aspekte, was unser Auftreten in und als Gesellschaft betrifft. Here we go. Glück Ich musste die vergangenen 36h viel, sehr viel über deine zwei Punkte nachdenken. Was könnte jemand anderes für mich tun? Gestern Abend kam ich an den Punkt, dass ich feststellen musste: Ich bin nicht verantwortlich für das Glück eines anderen. Genauso wenig sind die anderen dafür verantwortlich, dass mir Glück zufällt. Ich muss da noch ein wenig drüber nachdenken. Aber das ist erstmal eine Grundfeststellung. Nichtsdestotrotz fühle ich mich dafür verantwortlich in Solidarität mit anderen ungerechte, negative Umstände zu beeinflussen und zu verändern. Was ich mir persönlich da manchmal wünschen würde: Dass unmittelbar Betroffene und Unbetroffene stärker zusammen stehen würden und solche Nachfragen, wie du sie …

Never change a running system: Familie und Beruf

Vereinbarkeit von Familie und Beruf Immer mal wieder geht es hier auch um Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Denn ja, ich bin immer noch voll Zuhause, auch wenn ich begonnen habe, mich als Autorin und Sozialarbeiterin selbständig zu machen. Es fühlt sich dennoch mehr nach „voll Zuhause“ an. Gründe dafür: 1. Ich mag diese FamilienCareArbeit. 2. Mit meiner Selbständigkeit bessere ich nur unsere Haushaltskasse auf. Ich bin doch mehr Zuhause. Bislang kamen wir mit unserem Familienkonzept ganz gut klar. Ja, manchmal fehlten die unmittelbaren Verwandten, auf die viele hier aus der Gegend zurückgreifen können. Wenn denn mal ein Kind krank wird und das tritt bei mehreren recht schnell mal auf, oder zwei Veranstaltungen parallel verlaufen, was bei mehreren Kindern ebenfalls passieren kann. Aktuell befinden wir uns beide in der Situation, dass wir sehr, sehr gerne mal was Einzigartiges machen würden. Etwas Besonderes, wofür das Herz brennt. Der Mann ist voll von StartUp-Ideen, aber irgendwie stehen wir uns noch im Weg und müssen erst herausfinden, wie wir dorthin kommen, es auszuprobieren. Zumal unsere familiäre Situation momentan …

Kulmine. Die Monatsblutung: Kein Tabu.

(Werbung.) Es ist schon verrückt, doch ich habe es gerade das erste Mal geschafft völlig ohne irgendwelche Wegwerfprodukte hinsichtlich meiner Monatsblutung klarzukommen, da habe ich die Gelegenheit Kulmine in meine „Gute Sachen“ – Liste aufzunehmen. Das lässt mein Herz tatsächlich etwas kräftiger pochen. Aber spulen wir nochmal zurück. Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte ich keinen Schimmer von Stoffbinden. Während wir Minimalismus und Nachhaltigkeit für uns als Familie entdeckten, wurde lediglich unsere Müllproduktion zu einem Thema, das wir angehen wollten. Nicht meine monatliche Blutung. Mit meinen days of thunder (=Menstruation) hatte das also eigentlich nichts zu tun. So kamen wir auf die Idee unser erstes Baby mit Stoffwindeln zu wickeln. Das war super und wir hatten viel weniger Müll. Aber immer noch musste ich mindestens einmal im Monat zwei Mülltüten aus dem Bad entsorgen. Binden und Tampons machten hierbei 85% der Masse aus. Das war irgendwie unzufriedenstellend. Tabuthema: Monatsblutung So kam ich mit Freundinnen ins Gespräch. Eine sprach ganz natürlich von einer LadyCup – in der Anwesenheit von Männern! Das war …

Fieser Artikel zum Muttertag

Herzchen hier und Kuchen da. „Alles Gute zum Muttertag!“ und Tralalala. Der Tag heute ist schwierig. Ich empfinde ihn als schwierig. Da sind die Pralinenschachteln mit viel Schokolade, Karten, Blumen und Einladungen zum Mittagessen oder ins Café, damit Muttern mal nicht zu kochen braucht. Heute darf Mama mal länger schlafen, bekommt das Frühstück mitsamt der Krümel ins Bett geliefert. Achtung! Achtung! Morgen hat wieder alles zu „fluppen“, als Selbstverständlichkeit ist der Alltagseinsatz im Haushalt und bei der Kindererziehung zu sehen. Wenn Mütter dann auch noch beruflich unterwegs sein müssen, weil es finanziell nicht reicht oder sie alleinerziehend sind – hej, dann ist das halt so. Heute ist Muttertag und alle Mütter, egal ob jung oder alt, dürfen und müssen doch bitte mit einem strahlenden Lächeln durch die Welt gehen. Jammern und beschweren – alles dasselbe und unangebracht, denn es kann immer noch schlimmer kommen. Krieg und Flucht. Ja, das mag richtig sein. Aber: Das ist eines der Stummschlagargumente, ähnlich dem, dass eine Mutter ihre Kinder doch liebe und jetzt fordert sie Geld dafür? Das eigentliche …

Stoffbinden-Beschenkte

Nur kurz, und damit auch jede es mitbekommt: Wir haben hier gerade das erste Mal dieses Jahr ein kleines Krankenlager aufgeschlagen. Daher so wenig meinerseits auf den Social Media Kanälen, weniger Blogbeiträge und nur kurze Reaktionen. Unter anderem komme ich auch erst jetzt dazu die Gewinner der drei Stoffwindel-Päckchen auszulosen und kundzugeben. Der kleine Patient hat gezogen: Jenny, Tamara und Kaleen! Viel Spaß beim Ausprobieren! An euch andere: Es lohnt sich die Stoffbinden mal auszuprobieren. Bis Ende April gilt für euch, die ihr kommentiert habt, der Gutscheincode 2002, mit dem ihr 5% Rabatt auf eure Bestellung (Mindestbestellwert 30€) bei kulmine erhaltet.

Meine Liebe zu Stoffbinden

Nein, ich habe mir noch keine selber genäht. Ja, ich kenne nur die von Kulmine. Und im Gegenzug für diesen Artikel verschenke ich unter euch Lesern ein paar von diesen tollen Stoffbinden und erhalte selber welche für den Eigenbedarf. Aber nochmal zurück gespult. Vor kurzem war ich im Supermarkt auf der Suche nach einem Sahnespritzbeutel. Ich hatte während des „Ohne Zucker“-Experiments Brandteig als Alternative empfohlen bekommen und hatte aber weder Tülle noch Beutel, um aus dem Teig hübsche Röschen zu spritzen. Auf der Suche nach dem entsprechenden Gang und Regal im Supermarkt landete ich aus Versehen auch im AloeVeraParfumDuft-Gang, in dem in der Regel Binden, Slipeinlagen, Tampons, Toilettenpapier, Feuchtpapier, Kosmetiktücher, Taschentücher und Co. zu finden sind. Es erschlug mich so sehr, dass ich gleich wieder zurück gegangen bin, um nicht durch diesen Gang laufen zu müssen. Ich bin sehr sensibel was mein Riechorgan angeht. Diese volle Ladung künstlicher Gerüche, um den übelriechenden Geruch bei der Monatsblutung zu übertünchen, gibt mir olifaktorisch den Rest. Wenn ich vor ein paar Jahren zu meinem Mann meinte, er könnte …

Der Moment als ich freundlich zu mir wurde…

veränderte, mein Leben. Verändert – muss ich wohl eher schreiben. Was ist passiert? In den vergangenen Wochen sind viele Dinge geschehen, die mich haben aufhorchen lassen. Das Gefühl, dass irgendetwas in Schieflage geraten sein könnte, machte sich mehr und mehr breit. Beobachtete ich den Umgang anderer Menschen miteinander oder aber ihre Reaktionen auf Lebenssituationen, war ich erstaunt vor den Kopf geschlagen verwirrt skeptisch neidisch nachdenklich begeistert manchmal sogar nacheifernd und stellte meine eigenen Reaktionen in Frage. Bis es plötzlich um meine Kinder ging. Mein bisheriges Verhalten und Reagieren Es ist schon wirklich lange her, aber da sagte mal jemand: „Rage, du hast die Gabe der Freundlichkeit.“ – Ich: „Häh?“ – Die Person: „Ja.“ – Ich: „Ok, danke! Das ist voll nett.“ und wurde rot. Was soll das heißen? Freundlichkeit? Das ist man doch einfach. Dazu bedarf es doch nichts. Das gehört sich doch so. Nur so kommt man weiter. Oder auch nicht. Oder auch nicht? Also war ich eigentlich nur freundlich und meinte es gar nicht ehrlich? Nein! Eben nicht. Wenn ich freundlich bin, dann …

Lesestoff: all ABOUT a GIRL von Caitlin Moran

(zur Verfügung gestellt und erschienen im carl’s books -Verlag) Irgendwann war das Buch „all ABOUT a GIRL“ von Caitlin Moran plötzlich mit in der Post und ich fragte mich, wieso das ausgerechnet bei mir landete? Denn in der Regel entdecke ich selber nach dem Lesen ein Buch, das ich euch unbedingt vorstellen möchte. Oder ich schreibe einen Verlag an, weil ein Titel im VerlagsKatalog sich so interessant anhört, dass ich nachfrage, ob Interesse an einer Kooperation besteht. In Verbindung gebracht Auf meine Nachfrage beim Verlag hieß es, dass „frau sich gedacht hat, dass das Buch zu mir passen könnte. Zu meinem Blog.“ Ahhhh! Ich war neugierig und begann sofort zu lesen. Zwischendurch wurde mein Lesen immer wieder unterbrochen. Durch unseren Sommer, meine Recherche nach Ideen, wie ich den Wissensdurst und das Entdeckertum meiner Kerle fördern konnte. Wenn man dann eben vielseitig interessiert ist, ja dann passiert es, dass man länger für die eigene Bettlektüre braucht. Außerdem gestehe ich, dass ich mich in der ersten Hälfte, eigentlich in den ersten zwei Dritteln geziert habe, dieses Buch zu …

LeseStoff: Die „Alles ist möglich“-Lüge von Susanne Garsoffky und Britta Sembach.

„Wer Familie leben will, muss dafür auf Einkommen verzichten und das daraus möglicherweise erwachsende Risiko selber tragen. Man kann eben nicht alles haben.“ (Garsoffky S./ Sembach B.: Die ‚Alles ist möglich‘-Lüge, Wieso Familie und Beruf nicht zu vereinbaren sind, S.162. Erschienen im Pantheon Verlag.) Stattdessen gibt es gar nichts – außer natürlich die wunderbare Familie, die einen manchmal Haare raufen lässt. Irgendwie ist diese Vereinbarung von Familie und Beruf immer, immer wieder eines meiner Themen. Ich weiß auch gar nicht so recht woran das liegt? Vielleicht an notorischer Unzufriedenheit? – Nein, stimmt nicht. Ich bin sau glücklich und unglaublich dankbar für das, was man meine Familie nennt. Niemals nicht würde ich es eintauschen wollen. Die Rahmenbedingungen würde ich manchmal gerne verändern. Zeitgerechter. Menschgerechter. Familiengerechter. Vielleicht muss ich es auch alles einfach nur handhabbarer machen. Liegt es wohlmöglich an meiner Unfähigkeit SuperMOM zu sein, weshalb ich immer wieder Schwierigkeiten in dieser Vereinbarung sehe und empfinde? – Ja, ich habe noch immer kein Cape gefunden, das mich als SuperMOM ausweist. Vielleicht liegt es also tatsächlich daran? Ich sollte das ändern. …

4. Advent. daysofthunder und das Geschenk

So bezeichnen wir hier ‚liebevoll‘ die Tage der Menstruation. Meiner Menstruation. Aktuell genieße ich es sehr, mir darüber keine Gedanken machen zu müssen. Aus Gründen. Dennoch ist mir sehr präsent, wie schwer ich mir vor einem halben Jahr getan habe, meinen Freundinnen zu erzählen, dass ich mir nicht mehr diesen PapierPlastikWegwerfDreck kaufe, sondern auf Stoffbinden umgestiegen bin. Dass eine der beiden ebenfalls umsteigt – das hätte ich nie gedacht! Dass sie mir ein halbes Jahr später erzählt, wie dankbar sie für diesen Wechsel ist und aus medizinischer Sicht die Menstruationstasse (Lunette, LadyCup…) großartig findet – noch viel weniger. Ich wusste es anfangs nicht besser. Zwar hatten wir vorher schon auf Stoffwindeln für die Jungs umgestellt. Doch ich kam gar nicht auf die Idee, dass man als Frau ja auch umsteigen und damit jede Menge Müll reduzieren konnte. Das war ehrlich gesagt mein Hauptanliegen beim Umstieg: unsere dadurch verstärkte MüllReduktion. Bei den Stoffwindeln der Jungs sagte man mir u.a. auch immer, dass diese Kinder früher trocken werden würden. Ob das tatsächlich stimmt, kann ich nicht einschätzen. Trau ich …