Alle Artikel mit dem Schlagwort: Lernenlernen

Hausaufgaben: Null Bock!

Die vergangenen zwei Wochen hatten wir hier sehr regelmäßig die Situation, dass die Lust auf Hausaufgaben … nicht bestand. Sie war schlichtweg nicht existent. Dabei war und ist es vollkommen egal, ob es viele sind oder aber nur eine einzige, die höchstens – ich betone höchstens – zehn Minuten dauert. Ehrlich, ich übertreibe nicht. Genauso regelmäßig werden Hausaufgaben aber sowas von zügig und ordentlich, nach den Verhältnissen für K1, abgearbeitet, dass ich denke: „Wow! Wir haben’s geschafft!“ Leider weit gefehlt. Hausaufgabenfrust Ganz regelmäßig stehe ich nämlich weiterhin neben dem Tisch und frage mich, was genau in dem Gehirn da neben mir gerade passiert? Was läuft da drin eigentlich ab? Welche Stoffwechselfunktionen laufen nicht wie geschmiert oder vielleicht auch total super gut, so dass wir hier stehen, beide genervt voneinander sind und uns gegenseitig furchtbar annerven? In dieser Situation kündigt die Schule einen Vortrag über das „Lernen lernen“ an. Aufhänger sind – natürlich – die Hausaufgaben. Ich bin also doch nicht allein. Pfffuh! Aufatmen. Dieser Abendvortrag findet – natürlich – an einem der Tage statt, an …

Hausaufgaben in den Ferien?

Ja oder nein? In den letzten drei Monaten kam diese Frage in meinem Umkreis immer mal wieder auf. Auch so Gedanken, was machen, wenn die Schulnoten absacken? Entziehe ich als Elternteil meinem Kind dann die Dinge, in denen es aufgeht? In denen es seine Stärken ausleben und/oder Freude erleben kann? Mal eben vorweg: Noch gibt es bei uns keine Noten, daher weiß ich noch nicht, ob ich das, was ich gerade denke, auch tatsächlich so umsetzen werde. Denn wenn ich eins gelernt habe, dann das: Ich behalte mir das Recht vor: Fehler zu machen und mich umzuentscheiden. Ganz ohne schlechtes Gewissen. Denn nur durch Versuch und Irrtum kann ich den Weg für meine Kinder und mich finden, der der richtige für uns ist. Für uns ganz persönlich. Schlechtere Noten – Entzug der Hobbys? Wie ist das also, wenn die Noten in der Schule schlechter werden? Ich finde es total schwierig, diese Frage pauschal zu beantworten. a) Grundsätzlich glaube ich nicht, dass es Sinn macht, dem Kind zusätzlich das zu nehmen, was ihm Spaß macht. Denn …

Deutschunterricht für geflüchtete Jugendliche

Diese Woche war es also endlich soweit. Das erste Mal, dass ich mich in einem Kontext wieder fand, um Deutsch als Zweitsprache zu vermitteln. Als Ehrenamtliche. Als Frau. Als Mensch, dessen Alltag schon recht voll ist. Alltag versus noch ein weiterer Termin Ich schreibe das, weil ich so ehrlich sein möchte, dass ich auf der Fahrt zum Treffpunkt wirklich stark mit mir gehadert habe. Noch am Vormittag hatte ich im Netz von einer Bloggerkollegin gelesen, die wirklich auf dem Zahnfleisch kriecht. Die das Gefühl hat all ihren vermeintlichen Verpflichtungen, ihren Kindern, sich selber einfach nicht mehr gerecht zu werden. Unter Druck gesetzt von vielen SuperMOMs, die sich oft gar nicht als solche darstellen wollen und auch nicht als Superheldinnen fühlen, aber die scheinbar allerschönste und perfekteste Weihnachtszeit erleben. Ich muss sagen, ich kenne das. Auf der Fahrt zu meiner ersten Deutschstunde fühlte ich mich also unvorbereitet, war gerade aus dem Bett meiner Kinder gekrabbelt, die eben nicht per Lichtschalterdruck schlafen, und hatte meinen Mann heute noch nicht wirklich gesehen. Geschweige denn bewusste Konversation geführt. Alles …

Vielseitig interessiert

Was will man da schon machen? Was soll man da schon machen? Erst heute Vormittag beim Kaffeekränzchen mit einem der Kerle in der Spielküche, ging mir durch den Kopf, dass ich isländisch echt cool finde. Dass ich wirklich mal wieder eine Sprache lernen könnte. So neben englisch, französisch, Latein, schwedisch und spanisch. Ha! Als wenn ich diese Sprachen fließend beherrschte. Tue ich nicht!!! Die Neugierde ist groß Aber was wenn die Neugierde wächst? Wenn der Drang Neues dazuzulernen unglaublich groß wird? Ist das normal? Geht man dem nach? Lässt man es lieber sein, weil man sich sonst doch nur verzettelt? Um euch mal einen Einblick in mein Dilemma zu gewähren hier einen Blick in eine vorläufige Liste zum heutigen Abend: isländisch lernen Regenwürmer erforschen zwei Bücher schreiben (die Themen hab ich schon parat – sogar die Titel stehen fest) Rezensionen verfassen ein Biobuch lesen Physik nochmal neu aneignen ein Chemiebuch lesen mein Buch vertonen Kinderbücher vorlesen meinen Sohn in seinem Drang zu entdecken und zu forschen unterstützen (Experimente vorbereiten, durchführen, erklären…) eine Puppe nähen selber Sport …

Farben mischen. Forschen mit Kindern

Das Schöne an Experimenten ist ja, dass sie sich kombinieren lassen. An einem der heißen Tag nutzten wir die brütende Mittagshitze und bereiteten in der kühlen Küche unser nächstes Experiment vor. Experimente, die erst noch vorbereitet werden müssen, bergen besondere Herausforderung. Die Vorbereitung muss entweder von mir allein erbracht werden (während die Kerle anderweitig beschäftigt sind) oder aber mit ihnen gemeinsam. Wenn wir den Versuchsaufbau gemeinsam vorbereiten, muss ich mir Gedanken darüber machen, ob es machbar ist für die Kids. die Kerle Spaß an der Vorbereitung haben werden und daher auch beim weiteren Verlauf, ähnlich wie bei der Sonnenuhr, von der Sache begeistert sind. Außerdem überlege ich immer, ob sich das ein oder andere Experiment miteinander kombinieren lässt? So wie hier. Farben zu mischen und dabei bunte Eiswürfel herzustellen, könnte einen Versuch zum Thema Dichte nach sich ziehen. So oder so übt beides, inklusive der Zwischenschritte, eine ungeheure Faszination auf die Kids aus. Was ihr braucht: drei Gläser, Wasser, zwei verschiedene, mischbare Wasser- oder Lebensmittelfarben (z.B. gelb und blau oder rot und blau…), Pipetten (wie Kinder mitmachen) und in …

Textaufgaben. Mathematisches Verständnis

Könnt ihr euch daran erinnern? Rudi geht für seine Mutter einkaufen. Er kauft 5 Äpfel und 4Birnen. An Nachbar Meiers Hecke bellt Benno der Hund. Ralf erschrickt und verliert dabei eine Birne. … Ich habe sie gehasst. Textaufgaben fand ich ganz furchtbar als Grundschulkind. Ich liebte Kopfrechnen und das 1×1. Aber mir erst noch eine Frage auszudenken, sie aufzuschreiben, dann zu rechnen und dann auch noch einen Antwortsatz zu verfassen… Das war ganz oft zu viel des Guten! Ich habe mir damit sehr schwer getan und nachher trotzdem den Matheleistungskurs gewählt. Seltsam, ich weiß! In meinen Gedanken darüber, wie ich auch über die Sommerferien die Liebe des Großen zu Zahlen vertiefen könnte, erinnerte ich mich in einem Gespräch mit einer Freundin an diese Textaufgaben. „Textaufgaben, ganz wichtig!“ meinte sie und erzählte die Geschichte von dem Polizist, der einen Dieb verfolgt. Wie viele Beine laufen über die Straße? Um die Ecke kommt plötzlich noch der Polizeihund. Wie viele Beine sind es jetzt? Doch der Hund humpelt. Er hat eine Pfote verletzt … Auf unserer Fahrt in den Urlaub habe …

Sonnenuhr_02

Sonnenuhr. Forschen mit Kindern

Immer mal wieder wird in unserem Haushalt das Thema Zeit Mittelpunkt der Debatten. Der Große hat inzwischen ein gewisses Zeitverständnis entwickelt und kann die Uhr lesen. Die anderen beiden haben noch gar kein Zeitverständnis, was ich total schön finde, auch wenn das manchmal ein wenig anstrengend sein mag. „Wie lange noch, Mama?“ – „Sind die 10 Minuten schon vorbei?“ … Als ich meinte, dass sich die Uhrzeit auch von der Sonne ablesen ließe, wollten alle mehr über diese Sonnenuhr erfahren. Sonnenuhr Auf einmal geht (manchmal) alles ganz schnell. Bei einer der längeren Diskussionen fiel auch das Thema Uhren. Was es für Uhren gibt: Eieruhr, Küchenuhr, Armbanduhr, Handy (neuerdings eben auch). Ich glänzte mit der Sonnenuhr. „Sonnenuhr? Hääääh? Da weißt du dann, dass Tag und Nacht ist, nicht wahr?“ – „Und wieviel Uhr. Das geht auch.“ „Echt?“ – Ich nicke. „Sollen wir uns eine machen?“ Wieder werde ich seltsam angestarrt. Am nächsten Tag war ein Sonntag und die Sonne sollte scheinen. Nicht zu knapp. So haben wir es gemacht. Jeder muss und sollte das Können seiner …

Start: Forschen mit Kindern

Start der Reihe „Forschen mit Kindern“. Einmal muss ich es an dieser Stelle nochmal erwähnen, sollte jemand noch nicht den neuen Menüpunkt entdeckt haben. Es gibt wirklich richtig gute Literatur und wertvolles Material, um mit Kindern und Jugendlichen die Welt zu entdecken. Nichtsdestotrotz gibt es auch jede Menge Mist oder Sachen, die einfach lau sind. Langweilig. Viel zu wenig durchdacht und daher total bunt und voll, ohne jeglichen Lerngehalt oder Entdeckerpotential. Oder aber viel zu schwierig erklärt. Nicht kindgerecht erarbeitet, mit viel Potential das Experiment fehlerhaft aufzubauen oder kein richtiges Forscherergebnis festhalten zu können. U.a. weil das Material diverser Forscherkästen einfach zu „billig“ oder schwer in einem reduzierten Haushalt zu beschaffen ist. Genau deswegen habe ich mir überlegt unser Forschen mal ein wenig zu dokumentieren. Es mag sein, dass der ein oder die andere Großes erwartet und enttäuscht sein wird. Aber vielleicht gibt es auch die ein oder andere Idee, die Inspiration mit sich bringt. Wer weiß das schon?!? Wir hatten zumindest einen genialen ForscherSommer. Und diese Lern- und EntdeckerFreude wünsche ich euch ebenso. Vielleicht können wir auch ein bisschen gemeinsam …

Die GemüseAckerdemie. Ein Interview.

Beim Stöbern durch das vorletzte greenpeace-magazin bin ich auf euch aufmerksam geworden. GemüseAckerdemie: Was für ein cooler Name. Was verbirgt sich hinter dieser einfallsreichen Wortschöpfung, die Lust auf grün macht? Hinter der GemüseAckerdemie verbirgt sich ein Ort, an dem Schüler aufeinandertreffen, um zu ackern, zu lernen und zu ernten. Die GemüseAckerdemie ist ein Bildungsprogramm des gemeinnützigen Vereins Ackerdemia für Schulen und andere Bildungseinrichtungen. Unser Ziel ist es, ein Verständnis für die natürliche Nahrungsmittelproduktion zu schaffen und somit die Wertschätzung für Lebensmittel zu steigern. Innerhalb des Programms unterstützen wir die Schulen mit allem rund ums Thema Schulgarten. Gemeinsam suchen wir eine geeignete Ackerfläche in Schulnähe, erstellen einen individuellen Anbauplan, kümmern uns um Saatgut und Jungpflanzen und legen den Acker zusammen mit den Schülern an. Neben der praktischen erhalten die Schulen auch fachliche Unterstützung. Die Lehrpersonen werden in unseren AckerFortbildungen im Bereich Pflanzenbau geschult und erhalten umfassende Lehrmaterialien für ihren Unterricht. Das macht die GemüseAckerdemie zu einem Jahresprogramm, bestehend aus der theoretischen Vor- und NachAckerzeit, die die Ackerzeit einrahmen. So kann die GemüseAckerdemie in jede Schulform integriert werden, …

TOLLABOX. Gesundheit

„Was ist das für eine CD?“ – „Zeig mal her. Woher hast du sie denn?“ – „Aus der TOLLA-Box.“ -kurze Pause – „Oh, die muss dann zu der Box vom letzten Jahr gehören…“ In Gedanken: NEIN! Ich wollte doch schon längst… Ja, ich wollte doch schon längst einen Artikel zu der damaligen Box geschrieben haben. Nun gut, ich habe es damals vergessen, obwohl wir die Box mit sehr viel Freude, BastelSpaß und Interesse „bearbeitet“ haben. Bearbeitet passt insofern gut, weil der große Kerl wirklich jedes Teil dieser Box für seine Zwecke verwendet hat. Selbst der tolle SchiebeKarton dient als eine seiner drei oder vier SchatzTruhen, in denen er CellophanTütchen, Radiergummi, leere SchneckenHäuser und Bierdeckel aufbewahrt. Aber nochmal ein paar Schritte zurück. Worum handelt es sich bei der TOLLA-Box? Die TOLLA-Box besteht aus einem Karton, der in der Regel mit 3 Bastel-, Spiel- und EntdeckerIdeen befüllt ist. Zu jeder Idee gibt es eine Tüte, die mit einer genauen und kindgerechten, bildhaften Anleitung versehen und die außerdem mit den zur Umsetzung benötigten Materialien ausgestattet ist. Seien es Wolle, Watte, Samen, …