Alle Artikel mit dem Schlagwort: MamaSein

Mein Selbstbewusstsein 01

Lass sie reden und lerne fliegen. Mein Selbstbewusstsein

Die vergangenen fünf Jahre habe ich viel über mich, über uns als Paar und uns als Familie gelernt. Über mich als Mutter, als Frau, als Mensch… Es sind so viele Dinge in unserem Leben passiert, zu denen jede*r etwas zu sagen hatte, wenn er gekonnt hätte. Ich musste mir viel Selbstbewusstsein erarbeiten, um mich für die Dinge zu entscheiden, die für uns als Familie wichtig sind, wegzuhören und reden zu lassen. Gar nicht so leicht, wenn es echt und von Dauer sein sollte. Ihr kennt das vermutlich. Lass sie reden – dazu gehört Selbstbewusstsein Natürlich gab es Momente, in denen ich genau wusste, der andere würde es anders machen und ich dadurch sehr verunsichert war. Aber soll nicht ich entscheiden?! Dann mache ich es auf meine Weise. Das Stillen, das Zufüttern, das Schlafen, das „Erziehen“, das Impfen, das Einkaufen, das Einrichten des Kinderzimmers, das Tragen im Tragetuch, das Insbettbringen, das Streiten, das Übergeben in eine Betreuungseinrichtung oder auch das Einfordern oder eben Nicht-Einfordern von Hausaufgaben und anderer Leistungsnachweise. Das ist mein Resümee. Ein Resümee, das …

bewusst erleben im Hier und Jetzt 01

Bewusst erleben. Im Hier und Jetzt.

In meinem Umfeld, im Netz, unter Freunden, Nachbarn und auch in der Familie erlebe ich gerade viel Unsicherheit, Erschöpfung und die Suche nach Auswegen. Mal abgesehen von der Erschöpfung, die wir persönlich als Kernfamilie in den letzten Monaten erlebt haben, scheinen viele andere Menschen auf der Suche nach Lösungen für ähnliche Zustände zu sein. Bewusster leben ist das Stichwort, das dann meist fällt. Mal entspannen. Sich erholen. Mal an sich denken. Schwups, entspannt. Am besten auf Knopfdruck. Ich schiebe mal noch etwas dazwischen, was wir häufig übersehen und vielleicht auch gerne übergehen würden, weil es doch unwichtig oder zu zeitaufwendig erscheint. Vielleicht auch dasselbe oder sonst irgendwas ist: bewusst erleben. Bewusster leben Ohne genau anzuschauen, worum es gerade geht, was da im Argen liegt, wissen wir ganz genau, wie dieses bewusster leben geht. Wie so ein Leben ausschaut, darin sind wir Experten. Unsres tut das meistens nicht oder aber noch nicht genug. Um die nötige Motivation zu erlangen , brauchen wir nur einen Blick in eine der gängigen FrauenMänner(Fach)Zeitschriften zu werfen: gesund essen viel schlafen …

Ich habe einen Job

Nein, ich bin nicht unter die Perlensammler gegangen. Aber genauso bunt wie der Inhalt dieses Döschens, ist auch mein Job und unsere derzeitige Lebenssituation. Was meinen Job angeht: So schnell kann’s gehen. Denn unverhofft, kommt oft. Zumindest würde ich das gerne sagen können, doch ich weiß, dass das zweifelsohne nicht der Realität entspricht. Ich wünschte es nur jeder/m. Jobsuche Ich glaube, in den selteneren Fällen gelingt es tatsächlich nach einer mehrjährigen Berufspause und einer anderthalbwöchigen Jobsuche die Stelle zu finden, die sich gut mit Familie und gesundheitlich eingeschränkter Familiensituation verbinden lässt. Ein Job, der mich herausfordert und gleichzeitig Spaß macht. Zumindest lässt sich das nach knapp einem Monat so sagen. Dass uns genau das tatsächlich vor vier Wochen passiert ist, erscheint mir, ebenfalls wie die Sache mit meinem Text in der family total strange. Es ist kurios und ich weiß nicht, wie und wieso uns das so widerfahren ist. Wenngleich ich unsagbar dankbar für dieses Geschenk bin. Denn nach all den mittleren, großen und kleinen Katastrophen der vergangenen Wochen und Monate ist es schön und …

Vereinbarkeit – ein Solidaritätsprojekt?!?

Dieser Artikel ist entstanden, weil mich ein Blogleser gefragt hat, wie man uns denn im Hinblick auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf als unmittelbar Unbetroffener helfen kann? Eigentlich sollte es ein Kommentar werden, erschien mir dann aber doch besser als eigenständiger Artikel. Ich hoffe, dass ist ok für dich! Er ist persönlich, beinhaltet aber auch grundlegende Aspekte, was unser Auftreten in und als Gesellschaft betrifft. Here we go. Glück Ich musste die vergangenen 36h viel, sehr viel über deine zwei Punkte nachdenken. Was könnte jemand anderes für mich tun? Gestern Abend kam ich an den Punkt, dass ich feststellen musste: Ich bin nicht verantwortlich für das Glück eines anderen. Genauso wenig sind die anderen dafür verantwortlich, dass mir Glück zufällt. Ich muss da noch ein wenig drüber nachdenken. Aber das ist erstmal eine Grundfeststellung. Nichtsdestotrotz fühle ich mich dafür verantwortlich in Solidarität mit anderen ungerechte, negative Umstände zu beeinflussen und zu verändern. Was ich mir persönlich da manchmal wünschen würde: Dass unmittelbar Betroffene und Unbetroffene stärker zusammen stehen würden und solche Nachfragen, wie du sie …

Never change a running system: Familie und Beruf

Vereinbarkeit von Familie und Beruf Immer mal wieder geht es hier auch um Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Denn ja, ich bin immer noch voll Zuhause, auch wenn ich begonnen habe, mich als Autorin und Sozialarbeiterin selbständig zu machen. Es fühlt sich dennoch mehr nach „voll Zuhause“ an. Gründe dafür: 1. Ich mag diese FamilienCareArbeit. 2. Mit meiner Selbständigkeit bessere ich nur unsere Haushaltskasse auf. Ich bin doch mehr Zuhause. Bislang kamen wir mit unserem Familienkonzept ganz gut klar. Ja, manchmal fehlten die unmittelbaren Verwandten, auf die viele hier aus der Gegend zurückgreifen können. Wenn denn mal ein Kind krank wird und das tritt bei mehreren recht schnell mal auf, oder zwei Veranstaltungen parallel verlaufen, was bei mehreren Kindern ebenfalls passieren kann. Aktuell befinden wir uns beide in der Situation, dass wir sehr, sehr gerne mal was Einzigartiges machen würden. Etwas Besonderes, wofür das Herz brennt. Der Mann ist voll von StartUp-Ideen, aber irgendwie stehen wir uns noch im Weg und müssen erst herausfinden, wie wir dorthin kommen, es auszuprobieren. Zumal unsere familiäre Situation momentan …

Kulturhaushalt

Ich kann den Artikel einfach nicht mehr finden. Irgendwo im Netz habe ich diesen Spruch gelesen. Nur leider kann ich ihn nicht wiederfinden und lokalisieren. Kulturhaushalt Du da draußen, bitte entschuldige also, dass ich dich hier und jetzt nicht erwähne. Sollte ich nachträglich von dir hören, edit: Frau Weh war’s! Es war ein Bild von einem Kunstwerk, auf dem folgendes draufstand: Herzliche Willkommen! Das ist ein Kulturhaushalt. Morgens Theater, abends Zirkus. Meine Familie hat Kultur Natürlich geht das an den Kerlen nicht vorbei. Dass wir hier gerade ständig irgendwelche kleineren über mittleren bis hin zu größeren Katastrophen haben, ist offenkundig. Sie bemerken meine Unruhe, hören häufiger Sätze wie: Mama hat jetzt keine Zeit. Oder: Ich muss mich erst um die Bienen kümmern. Oder: Ja, du hast Glück. Heute kommt Linda nochmal vorbei und passt auf euch auf. Ich muss zu Papa fahren. Und sie streiten sich auch mal eher, werden handgreiflich, bringen sich gegenseitig auf die Palme und kommen aus dem beiderseitigen Zanken und Ärgern nicht immer alleine heraus. Betriebskosten für diesen Kulturhaushalt Meine Nerven …

Ein Brief für dich, Mama.

Liebe Mama, du machst das toll! Dein Job ist hart und du machst ihn großartig! Nachts alle zwei Stunden auf der Matte zu stehen, wenn das Baby weint, Hunger hat oder das Kleinkind einen ganz fürchterlichen Albtraum hatte. Standing Ovations! Wenn das Kind seine ersten Zähnchen kriegt oder „einfach so“ schreit. Applaus!! Es braucht deine Nähe, deine Wärme, deine Zuneigung und du gibst ihm alles, was du hast. Komm her, ich drück dich! Bis an den Rand der Erschöpfung und noch einen Schritt weiter. Selbstopferung par excellence. Du kümmerst dich ums Essen, um den Haushalt, ums Kuscheln, ums Spielen, darum, dass euer Tag einen für euch runden Ablauf hat. Du entscheidest, was gut für deine Kinder ist (Impfen, Windeln, Essen lernen…) und obwohl das Kleinkind die vollgekackte Windel irgendwie aufgekriegt und den Inhalt im Wohnzimmer verteilt hat, bleibst du ruhig, wischst alles sauber und ihr entdeckt weiter die Welt. Vielleicht kommt dir das alles schrecklich ungerecht vor. Vielleicht hast du das Gefühl, keine Kraft mehr zu haben. Auf weiter Flur ganz alleine dazustehen. Vielleicht fragst …

Zwischen Selbstkasteiung und Lernfähigkeit.

Oder: Die Geschichte vom kleinen roten Elch Auch auf die Gefahr hin oder vielmehr die erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass ihr über mich herfallt, schreibe ich dennoch diesen Artikel. Schließlich glaube ich ganz fest daran, dass ich nicht die Einzige bin, der es bisweilen so ergeht wie heute. Und nicht allein zu sein relativiert das schlechte Gewissen doch um einiges. Beim Kinderarzt Wer mir auf facebook folgt, wird mitbekommen haben, dass wir oder ich (wie auch immer es zu sehen ist) heute einigen Wirbel beim Kinderarzt verursacht habe. Wie es dazu kam, ist schnell erzählt. K2 hat von der Arzthelferin zwei Traubenzucker und einen kleinen roten Elch geschenkt bekommen. Es war ein Vorsorgetermin und der Kerl hatte das ein oder andere Spielchen mitzuspielen. Am Ende hatte er keine Lust mehr als er vor dem Arzt hüpfen und auf einem Bein stehen sollte – alles Dinge, die er – wie sollte es auch anders sein – kann, aber nicht vortragen wollte. So, und jetzt – Achtung! – komme ich ins Spiel: Ich versuchte ihn davon zu überzeugen, dass …

Beziehung statt Erziehung

Es mag sein, dass viele schon dazu geschrieben haben. Es mag sein, dass für viele hier nichts Neues dabei ist. Aber es ist eines meiner vielen Themen, mit denen ich mich aktuell wieder intensiver auseinandersetze. Das mag daran liegen, dass ich in unserer #AltenSchule gerade sowohl Familie als auch Schule als auch Kindergarten als auch Krabbelgruppe lebe. Ach so, und Ehe natürlich auch. Irgendwie. Wenn alles schläft. Die Anforderungen und Herausforderungen sind sehr unterschiedlich. Sie erfordern zeitlich unterschiedliche Intensität, wechseln in ihrer Dringlichkeit und Wichtigkeit und sehen von ihrer Art ganz verschieden aus. Während der eine in den Arm genommen werden will, braucht der andere Hilfe – und eben keine Anleitung! – bei den Hausaufgaben. Gleichzeitig ist da der Säugling, der krabbeln will, aber vorher doch noch so unbändigen Durst hat. Während der eine nur noch auf Besuch aus dem Haus will, möchte der andere seine Ruhe haben oder ein intensives Rollenspiel mit nur einem befeundeten Kind machen und der dritte sucht den Trubel und die Fülle. Dabei werden Selbständigkeit, Selbstwirksamkeit und Selbstbewusstsein entwickelt. Dinge, …

Vereinbarkeit von Familieplanung und Beruf

Ja, heute geht es tatsächlich mal nicht um den „bösen“ Zucker und auch nicht um die wachsende Anzahl meiner Deutschschüler. In unserem Alltag erlebe ich gerade immer wieder tiefste Trauer und größte Freude gleichzeitig. Manchmal frage ich mich, wie wir Menschen das eigentlich asuhalten? Aber es ist wie es ist. In solchen Momenten kommt es ab und an vor, dass wir uns urplötzlich in existenziellen uns betreffenden Gesprächen wiederfinden – mein Mann und ich. Ich liebe das und bin sehr dankbar dafür mit einem solchen Partner durchs Leben zu gehen. Heute ging es um Familienplanung. Weitere Kinder. Baustelle. Wir leben, was das betrifft weitestegehend aus Gottes Hand. So formulieren wir das für uns. Es hat ein bisschen was von der Aussage, das Leben zu nehmen, wie es kommt. Ein bisschen. Nach unserem letzten Kind kann ich mir sehr gut vorstellen, dass da auch noch ein nächstes kommt. Ich weiß, wir werden versorgt sein. Ich weiß, die Kerle werden es genießen nochmal ältere Brüder zu werden. Diese Gewissheit reicht jedoch nicht aus. Was weiterhin unbedingt erforderlich …