Alle Artikel mit dem Schlagwort: MiniErdenbürger

Reduziert im Kinderzimmer

Während meines Praxissemesters im Studium habe ich damals viel Literatur für die Praxis recherchiert und durchstöbert. Auf diese Weise bin ich damals auf die Motopädagogik gestoßen und hatte mal vor diese spezielle Fachrichtung einzuschlagen. Bei der Motopädagogik handelt es sich um einen psychomotorischen Ansatz in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen. Es geht es bei ihr um die Zusammenhänge von körperlich-motorischen und sozialen-persönlichen Fähigkeiten. In meiner Beschäftigung mit ihr sind mir damals bis heute zwei Aspekte hängen geblieben: 1. Lässt man Kinder erste Männchen zeichnen und es fehlt beispielsweise der Bauch oder der Hals, kann das ein Anhaltspunkt dafür sein, dass dem Kind eigenes Körperbewusstsein fehlt; es zumindest eingeschränkt sein könnte. Diese Aussage verfolgt mich bis heute. Egal wo ich erste StrichmännchenZeichnungen sehe, dieser Gedanke ist meist der erste. Danach frage ich mich, ob ich es schön finde oder was ich eigentlich sehe? Einen Astronauten? Indianer? Mowgli? 2. Verhaltensauffälligen Kindern oder solchen, deren AufmerksamkeitsFähigkeit nur bedingt ausgebildet ist, tut unsere Reizüberflutung heute ganz oft nicht gut. Heute ist alles so viel größer als …

fordern und fördern. Erziehungsstile

Puh, das hier wird eine heikle Kiste. Ich weiß auch noch gar nicht, wie und wo genau ich anfangen soll. Vielleicht mit meinen beiden GedankenSchwerpunkten der letzten Tage: 1. Kurz bevor wir auf die Hochzeit gefahren sind, war ich mental ziemlich ausgelaugt. Aus lauter Vorfreude auf diesen HochzeitsTag der Freundin hatte ich mir mit den wilden Kerlen einfach zu viele VorbereitungsPunkte aufgeladen. Drei Tage vor der Hochzeit habe ich ganz viele ToDos von der Liste gestrichen und es ging mir erstaunlich gut damit. Die Hochzeit war großartig und ich hatte im Vorfeld einfach wieder einen freieren Kopf für die Kerle und mich hier Zuhause. Denn parallel zu diesem großen Event war es mir plötzlich viel wichtiger, die Jungs zu mehr Selbständigkeit zu erziehen. Ich würde nicht sagen, dass ich sie gängel und gegängelt habe. Es gibt aber schon klare Grenzen und ich fragte mich plötzlich, ob ich ihnen nicht doch mehr zutrauen könnte und vor allem sollte. Beide Fragen beantwortete ich für mich recht schnell mit „Ja!“. Damit könnte das Vorhaben eigentlich abgeschlossen sein, aber …

ElternvomMars – BlogEntdeckung (7)

Diesen Blog habe ich schon vor ein paar Wochen entdeckt und finde, er ist wieder einmal ein kostbares Fundstück. Annas Blog trägt den Namen ElternvomMars und ist genau das, was ich mir unter einem ElternBlog mit viel viel Mehrwert für Mama, Papa, Kind vorstelle. Leider weiß ich gar nicht mehr, wie ich auf ihren Blog gestoßen bin. Aber ich bin so dankbar, sie, ihre Ideen und Experimente entdeckt zu haben. Bei ElternvomMars geht es viel um Montessori, SpielIdeen für die ganz Kleinen und das, was Mama und Papa im Abenteuer Alltag bewegt. Anna dokumentiert, wie sie die MontessoriPhilosophie in den kleinen und großen Dingen des Alltages versuchen einzubauen. Zwischendrin findet man mal eine MamaChallenge und viele, viele schön anzuschauende Fotos. Seit Monaten sammel ich bei uns Zuhause KaffeeDosen und Eisstiele, um sie zu einem Spielzeug fürs Kerlchen upzucyceln. Da lande ich auf ihrem Blog und entdecke, dass das eine zur MontessoriPhilosophie passende SpielIdee sein könnte. Dann gibt’s da in meinen Gehirnwindungen noch die Idee mit den FühlBuchstaben, den FühlSack mit AlltagsGegenständen,… all diese Überlegungen fliegen …

Stoffwindeln. Projekt Nr#1. MüllReduktion

Hiermit geht das Projekt Stoffwindeln in seine zweite Runde. Runde Eins fand letztes Jahr statt. Nachdem mich im Sommer der gigantische Müllberg beim Kreieren eines SommerSalats fast zur Weißglut gebracht hat, stiegen wir um auf eine BioGemüseKiste. (Jetzt in den WinterMonaten ist das leider nicht mehr drin, aber es wird auch wieder Frühling. Stattdessen geht’s mit Stoffbeutel in den BioLaden, denn da gibt’s in der Regel Obst und Gemüse ohne Verpackung.) Danach stellte ich im Freundeskreis fest, dass es sowas wie ein LadyCup gibt. Wahnsinn. MüllReduktion nahm ganz neue Formen an. Das Thema Stoffwindeln wurde in dem Moment ebenfalls wiedermal aktuell. Nach der Geburt des großen Kerls meinte meine Hebamme, sie hätte erwartet, wir würden Stoffwindeln verwenden. (Ja, ja. So einen ÖkoEindruck scheine ich seit längerem in meiner Umwelt zu hinterlassen. Aber ist das schlimm? Ich war nur ehrlich verwundert…) Ich verneinte das damals, denn Stoffwindeln ließen in mir Erinnerungen aufkeimen, wie meine Mutter meine Schwester mit Mullwindeln gewickelt hat. Auf mich als Kind wirkte das furchtabr kompliziert und ich hatte nicht vor, mir das …

Beikost, Zufüttern oder Nahrungsumstellung

Wieder mal ist es soweit: Milch allein reicht nicht aus und Brei steht auf der Tagesordnung. Beim ersten ging’s mit Kartoffelbrei los. Irgendwann habe ich dann entdeckt, dass es sowas wie Baby Led Weaning gibt. Du kochst die Kartoffeln. Natürlich ohne Salz, nimmst nach dem Kochen eine beiseite und drückst sie erkaltet dem Baby beim Mittagessen in die Hand. Es soll selbst entdecken, was Essen ist. Wenn möglich mit allen Sinnen. Das war der Plan. Hilfreiche Tipps hatte ich zuvor auch gelesen: Das Kind sollte sitzen können. Also mindestens sechs Monate alt sein. Denn: Verschlucken ist bei dieser Art des EssenLernens vorprogrammiert. Außerdem macht sich ein großes Badetuch oder auch ein sauberer Duschvorhang unter dem Stuhl des Babys recht gut. Dann muss man nicht jedem Kartoffelstück hinterherhechten, während das Baby sich verschluckt und die Großen die Gelegenheit des UnbeaufsichtigtSeins nutzen und diverse andere EssensSpielchen ausprobieren. Ich hab’s versucht. An Tag Eins. Dann war Schluss. Ja, ja, ich weiß. Krümmel gehören dazu, sie machen das Leben mit Kindern charakeristisch. Vom Fußboden mal ganz abgesehen. Entschuldigung, das …

Welche Babytrage ist die Richtige?

Aus aktuellem Anlass geht es heute um Babytragen. Ich bin auf eure Mithilfe angewiesen und hoffe auf rege Beteiligung. Inzwischen hatte ich schon die Gelegenheit diverse Babytragesysteme auszuprobieren. Meine Favoriten sind bisher das Wilkinet, die Manduca und das DIDYMOS-Tragetuch. Mein Tragetuch musste ich leider schon weiterverkaufen. Denn obwohl meins schon fast das Längste war, konnte ich es einfach nicht bequem anlegen. Daher lag es nur im Schrank und wurde seiner Aufgabe nicht gerecht…