Alle Artikel mit dem Schlagwort: Möbel

Reduzierter Flur

Ich könnte jetzt sagen: So, sieht unser Flur aus. … Immer… Das wäre gelogen. Die Kerle, wir als Familie, ich oder mein Mann, sind viel draußen. Entweder im Garten oder auf der RunningPiste oder auf dem Spielplatz oder im Wald oder oder oder. Dementsprechend liegt in unserem Flur und in unserem Spint (ein kleiner Raum, der vom Flur abgeht und zur Lagerung von Schuhen, Werkzeugkiste und Garderobe dient.) Ich muss an dieser Stelle auch mal darauf hinweisen, dass die Fotos bislang nie gestellt waren. Jedoch habe ich euch 1. meine Lieblingsecken gezeigt. 2. Steht halt mal der Wäscheständer zum Trocknen in einem der Zimmer oder auch die Post ist nicht gleich aussortiert, weil eben keine Zeit dazu bestand. Im Flur und Spint kommt es nahezu täglich vor, dass sich irgendwas stapelt oder zwischengelagert wird. Gestern war es die Kraxe vom Wandern, heute Nachmittag werden’s drei Kästen Saft sein. So ist das als Familie. Im Winter, wenn es draußen geschneit hat, sieht’s zusätzlich total schmutzig überall aus. Außerdem macht der Vorhang vor der Tür, um die Kälte …

Reduziertes Kinderzimmer

Das ist nun also der letzte Blick, den ich euch in unser altes Zuhause machen lasse. Das Kinderzimmer. Verzeiht, wenn es hier nicht allzu viele Bilder gibt. Aber die braucht es auch nicht, um aufzuzeigen, wie sinnvoll, wie schwierig und wie zwiespältig ich das Reduzieren von Spielzeug finde. Machen wir zunächst einen Ausflug in die SpielTheorie und einige Gedanken zu sogenannten FlowErlebnissen; allerdings nur sehr, sehr verkürzt und wissenschaftlich nicht ins Detail gehend. Nach meinem Studium der Sozialen Arbeit halte ich für die Grundlage des Spiels den von Montessori mit schöpferischer Leidenschaft umschriebenen Augenblick des „Sich Vergessens“, den Mihály Cskiszentmihályi auch als TätigskeitsRausch und FunktionsLust bezeichnet. Heute meist mit dem Begriff Flow umschrieben. Dabei geht es um den Moment, in dem wir während des Spiels durch das Spiel abtauchen in eine andere Welt. In ein Erlebnis, das unsere Wahrnehmung und Sinnesschärfe in großem Maße von der äußeren realen Welt abzieht. Diese Augenblicke sind sehr wertvoll. Sie sind vielleicht das, was unsere Kindheit so „magisch“ erscheinen lässt. Augenblicke, in denen wir nahezu berauscht vom eigenen Spiel sind. Augenblicke, die unserem Inneren unendlich gut …

Reduziertes Wohnzimmer

Nachdem die „Befürchtung“ bestand, dass all unsere Räume inzwischen so ausschauen, wie unser Bad oder das Schlafzimmer, gibt es jetzt eine kleine Reportage durch unser Wohnzimmer. Oder Esszimmer. Oder soll ich die Räumlichkeiten Wohnbereich nennen? Egal, bedeutend ist, dass sich hier unser alltägliches Leben abspielt. Hier wird gebastelt,   gegessen,   gespielt,   dekoriert,   sich ausgeruht, gebloggt und was Mama, Papa, Kerle, Hund, Katze, Maus sonst noch so anstellen können. In diesem Bereich unserer Wohnung sieht es am häufigsten * voll * chaotisch * familiär (eben keine Single, Pärchen oder StudentenWohnung) * belebt * nach uns aus. Für unsere derzeitige LebensSituation finde ich diesen Wohnbereich immer mal wieder erstaunlich reduziert und auch übermäßig voll. Beides geht Hand in Hand. Wenn die Kerle hier alles aufgebaut haben, angefangen bei der HolzEisenbahn, über die SteckBauklötze bis hin zu den MiniSpielzeugAutos, ist hier kein Platz mehr zum Treten. Deswegen gibt es auch dieses eine Regal. Wenn das voll ist, ist hier unten genügend Spielzeug. Mehr darf aus dem Kinderzimmer nicht rausgeholt werden. In der Regel wird dann …

Reduziertes Schlafzimmer

Führen wir also unseren Rundgang durch unsere NochWohnung fort. Das Schlafzimmer. In der Regel verbringen wir hier ein Drittel bis < Stunden eines 24hTages. Rechnet man das jedoch mal hoch, dann ist das immerhin nahezu ein Drittel unseres Lebens. Wenn man nun ein Drittel der eigenen Lebenszeit in einem Bett verbringt, meist im Schlafzimmer (Kinderzimmer spare ich jetzt in meiner Rechnung mal aus.), könnte es dann nicht bedeutsam sein, sich über das Inventar dieses Raumes Gedanken zu machen? Das Schlafzimmer als ein Ort * der Ruhe * der Stille * der Zweisamkeit * der Entspannung * der Geborgenheit. Es macht Sinn diesen Raum sehr bewusst einzurichten. Sich Gedanken zu machen, wie möchte ich diesen Raum gestaltet haben? Klar, überwiegend habe ich die Augen in diesem Raum der Wohnung zu, bin weggetreten, befinde mich in einer Traumwelt. Aber sowohl das Einschlafen als auch das Aufwachen haben so viel Einfluss auf meinen restlichen Tagesablauf. Es macht einen Unterschied, ob ich in eine leere PizzaSchachtel trete, wenn ich aufsteh und dunkle Vorhänge trübes Licht verursachen oder ob die …

Reduziertes Bad

Am meisten hat sich unser reduziertes Leben im Bad durchgesetzt. Als es anfangs darum ging BabyKram, Bücher und DVD’s abzutreten, zu verschenken, zu verkaufen oder zu spenden, hat keiner von uns beiden darüber nachgedacht, was für Auswirkungen dieses Verzichten auf andere von uns bewohnte Räume haben könnte. Schon gar nicht auf unser Bad. Aber hier wurden Cremes, Shampoos und KörperSchmuckIdeen aufs Wesentliche reduziert, Haare fortan nur noch selbst geschnitten und KokosDuft zum neuen Deo deklariert. Unser Bad ist  mit seinen knapp 5-6qm recht klein, wenn man bedenkt, dass es das einzige im gesamten Haus ist und außerdem von vier Personen, na ja, sagen wir drei Personen beansprucht wird. Den Komfort zeitgleich zur Toilette zu gehen, gibt’s hier nicht. GästeWC, adé. Dennoch haben wir ein sehr schönes Bad. Ich äußere auch einfach mal die Feststellung, dass es immer schöner wurde, je weniger drin stand. Weniger Inventar. Weniger KörperPflegeProdukte. Weniger DekoKram. Weniger DuftZeug. Weniger Kosmetik. Weniger. Was ich alles reduziert, verbraucht, verschenkt, abgegeben und seitdem nicht wieder gekauft habe? ZahnGel, WimpernTusche, DuschGel, Lotion, Peeling, Deo, Parfum, Kerzen, DuftBlüten, …

KonsumNörgele

Ich wollte schon immer einen Beitrag mit dieser Titelüberschrift verfasst haben. Heute ist also dieser Tag. Wobei es eigentlich um mit und ohne geht… Ihr werdet sehen. Ich glaube, ich habe es in irgendeinem meiner Beiträge der letzten Wochen erwähnt. Ich mutiere zum KonsumNörgele. Die eine oder der andere kennt vielleicht das Wesen des BücherNörgeles, der sich in der KinderLiteratur wiederfindet. Sei es drum. Vor etwa einem Monat sind wir spontan in ein schwedisches EinrichtungsHaus gebraust. Wir mussten uns damals total dazu überwinden. Aber wir benötigten noch ein Teil für ein GeburtstagsGeschenk und ich war noch immer auf der Suche nach schönen BilderRahmen. Nun ja, wir fanden beides und drei Tage später erklang im Radio die Meldung, was für alte, wertvolle Bäume für diese Möbelstücke einfach mal eben getötet wurden. Ach ja, und eine fleißige BlogLeserin machte mich dann noch auf den Klebstoff und die Ausdünstungen aufmerksam, die diese MöbelStücke und EinrichtungsGegenstände ver“sprühen“.  Aaargh! Damals stellte ich mir unter anderem die Frage, was ich denn jetzt mit all den Bello und HassoRegalen machen soll? Und …

Möbel – weg! Reduzieren im Archiv (2)

Übe dich im Loslassen. – Darum geht’s in Pohlmanns Lied Star Wars. (Ich mag diesen Musiker.) Und darum geht’s manchmal auch bei dieser ganzen Reduziererei. In den letzten Wochen hatte ich mehr und mehr den Eindruck gewonnen, dass das doch ganz schön einfach ist. Allerdings: habe ich 1. mich schon lange nicht mehr im Archiv aufgehalten und  2. mich die vergangenen Wochen doch noch mehr auf das Zeug beschränkt, das ich unbedingt loswerden wollte. Das GeschirrService für ‚wenn-die-Queen-kommt‘ war beispielsweise schon lange überfällig und wollte ich schon bei unserem letzten Umzug eigentlich nicht mehr dabei haben. Das ist jetzt immerhin vier Jahre her. Den ganzen Bastelkram muss ich mir bei jeder KreativSpontanAktion überall zusammen suchen. Das ist so nervig und hält mich ganz oft davon ab, überhaupt loszulegen. Denn wo waren nochmal die BüroKlammern hingekommen? Und irgendwo hatte ich doch noch orangefarbenen TonKarton und Holzklammern. Wo ist denn der Flüssigkleber abgeblieben? An dem Punkt hab ich dann auch schon keinen Bock mehr. Lasse die Tube Kleber im KüchenRegal hinter den SchüßlerSalzen versauern und krame auch …

Reduzieren im Archiv (1)

Seit dem Dreh in unserer Wohnung trauen wir uns auch immer mal wieder in unser Archiv. Denn ja,… da war doch was?! Nach unserem Drehtermin hatten wir begründeter Weise das große Bedürfnis auch dort wieder mehr oder weniger zu reduzieren. Mein Mann und ich haben da sehr unterschiedliche Vorgehens, Sicht- und Handlungsweisen, wie man dem Beitrag vielleicht entnehmen kann. Meine Devise lautet in der Regel, das große sperrige Zeug als erstes irgendwie loszuwerden. Und wenn ich loswerden schreibe, dann meine ich das auch so. Während ich überlege, wie wir schnellstens die SofaGarnitur unter andere Hinterteile bekommen, fragt sich mein Mann, wie wir die unter den Hammer kriegen. Während ich mich hinsetze und mit den Kerlen restliches Tonpapier zum Beispiel zu wilden bunten Kreisen verbastel und an die Fenster pappe, verkauft er über ebay, Kleinanzeigen undsoweiter Aufnahmemikro, WeberSchale, GeschirrService und am liebsten auch meine GesetzesTexte. Während ich mir noch Gedanken mache, wie ich denn sonst geschickt an letztere komme, reduziert er lustig drauf los. Wohlgemerkt: Geschrieben ist das Ganze jetzt aus meiner Sicht. Seine ist vermutlich …