Alle Artikel mit dem Schlagwort: nachgedacht

#qualitytime

Ich habe schon Anfang des Jahres darüber nachgedacht, einen Artikel zu diesem obskurren Wort zu verfassen. Es kam mir damals aber irgendwie nicht richtig vor und ich wollte nicht wütend um mich schreien. Jetzt kommt es vielleicht doch zu sowas in der Art. Zumindest ein Infragestellen. Ein kritisches Betrachten. Aktuell lese und höre ich dieses Wort an jeder Ecke. Vielleicht liegt es an den gemeinhin stattfindenden Ferien. Kein anderes Wort erinnert mich mich so sehr an „Quality Street“. So heißen diese Karamell – Bonbons in pinker Dose, ihr erinnert euch?!! #qualitytime vs. ? Das Wort an sich nervt mich ganz fürchterlich. Ich finde es ernüchternd und gleichzeitig zutiefst traurig, dass wir unterscheiden zwischen #qualitytime und, ja was ist denn das andere? Alltag? Job? Was denn eigentlich? Dann kommen Schlagwörter wie Work-Life-Balance hinzu und … ich verlasse Kopfschüttelnd die Bühne. Definitionsversuch Qualitytime: Qualitätszeit, die – bedeutet so viel wie die bedeutungsvolle Zeit, die ein Mensch oder eine Menschengruppe in der jeweiligen Lebenszeit oder seinem Alltag verbringt. Sei es beim Kaffeetrinken, bei sommerlichen Freizeitaktivitäten oder den gemeinsamen …

Kulmine. Die Monatsblutung: Kein Tabu.

(Werbung.) Es ist schon verrückt, doch ich habe es gerade das erste Mal geschafft völlig ohne irgendwelche Wegwerfprodukte hinsichtlich meiner Monatsblutung klarzukommen, da habe ich die Gelegenheit Kulmine in meine „Gute Sachen“ – Liste aufzunehmen. Das lässt mein Herz tatsächlich etwas kräftiger pochen. Aber spulen wir nochmal zurück. Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte ich keinen Schimmer von Stoffbinden. Während wir Minimalismus und Nachhaltigkeit für uns als Familie entdeckten, wurde lediglich unsere Müllproduktion zu einem Thema, das wir angehen wollten. Nicht meine monatliche Blutung. Mit meinen days of thunder (=Menstruation) hatte das also eigentlich nichts zu tun. So kamen wir auf die Idee unser erstes Baby mit Stoffwindeln zu wickeln. Das war super und wir hatten viel weniger Müll. Aber immer noch musste ich mindestens einmal im Monat zwei Mülltüten aus dem Bad entsorgen. Binden und Tampons machten hierbei 85% der Masse aus. Das war irgendwie unzufriedenstellend. Tabuthema: Monatsblutung So kam ich mit Freundinnen ins Gespräch. Eine sprach ganz natürlich von einer LadyCup – in der Anwesenheit von Männern! Das war …

I can. I will. End of story.

Vor einiger Zeit erhielt ich von einer Freundin genau diese Zeilen auf einer Postkarte. Ich fand sie schon im ersten Moment großartig, so dass die Karte gleich als einzige auf Augenhöhe an die Küchentür gepappt wurde. Denn durch diese Tür muss jeder, der uns besuchen will und auch jedes Familienmitglied. Die Karte wird so wieder und wieder gelesen und ich hoffe, im selben Maße verinnerlicht. Mir bedeutet diese Karte sehr viel. Nicht zuletzt, weil eine gute Freundin sie mir einfach so geschickt hat. Mit einem Buch, in dem es um das Thema Sterben und Tod geht. Aber dazu an anderer Stelle mal mehr. Toll ist die Karte auch, weil sie mir Mut macht. In den vergangenen zwei Wochen gab es mehrere Situationen, die mich sehr nachdenklich stimmen. Also noch immer. Vieles musste und muss erneut auf den Prüfstand gestellt werden: dieser Blog, die damit zusammenhängenden Formalitäten, eine neue Buchidee, meine vermeintlich fehlende schriftstellerische Fähigkeit, ein Kanal bei vimeo, Fragen zu meinen ganz persönlichen Lebensthemen. Was ist mamadenkt für ein Blog? Welche Rolle spielt Minimalismus? Welche …

Arbeit der Zukunft

Wie hängen Kindergarten, MOOCs, Flüchtlinge, Roboter und die Arbeit von Morgen zusammen? Hier ein Einblick in meine Überlegungen. Seitdem ich meine DeutschSchüler habe bin ich natürlich unentwegt auf der Suche nach adäquatem Material, um sie in ihrem Spracherwerb zu unterstützen. Unter anderem fragte ich in unserem Kindergarten nach, da sich hier viel Bild- und Spielmaterial befindet, das sich entsprechend nutzen ließe. Die Erzieherinnen waren mir eine große Hilfe, hatten eine Menge Ideen und wiesen mich auf das ein oder andere Material hin. Dabei erhielt ich zudem den Hinweis auf entsprechende E-Learning-Kurse, um z.B. darin „fortgebildet“ zu werden als Ehrenamtliche Flüchtlinge in Deutsch zu unterrichten. Es fiel die Abkürzung MOOC. In dem Moment wurde ich hellhörig. Hatte dazu nicht unlängst jemand mal gebloggt?? MOOC Aber natürlich. Frau DingDong hatte in einem ihrer Beiträge darauf hingewiesen und ich hatte es einfach vergessen. Dabei hatte mich das Thema damals schon unglaublich interessiert. Denn: Ich liebe lernen. Ich mag Wissen über alles mögliche erwerben. Ich mag die Welt zum Positiven verändern und solche Möglichkeiten nutzen. Gestern Abend habe ich …

„Mein bestes Jahr 2016“- Blogparade

Den eigenen Herzensthemen wieder ganz nahkommen. Darum geht’s in diesem Artikel, in der Blogparade zu diesem Buch und hoffentlich auch in meinem persönlichen 2016. Dieser Artikel ist im Rahmen der Blogparade „Mein bestes Jahr 2016“ entstanden, die seit Montag dem 23.11. als kleine Blogtour begann und sich bis zum 19.12.2015 durch inzwischen etwa 80 Blogs hindurchziehen wird. Ich bin total gespannt, was Frauen mit verschiedenen Hintergründen und noch unterschiedlicheren Blogs bei der Arbeit mit diesem Life&WorkBook erleben. Wovon sie schreiben? Was sie denken? Ob es Auswirkungen auf ihren Alltag und das kommende Jahr haben kann? Ich bin gespannt. Teil der Blogparade ist das Ausprobieren einer der Übungen, die wir als .pdf zugemailt bekommen haben, und die wir mit euch teilen dürfen. Bei meiner Übung ging es um die Momente, die mich mein Drumherum in diesem Jahr haben vergessen lassen, meine Talente, die ich 2015einsetzen konnte und die Dinge, die ich dieses Jahr gelernt habe. Zwei Klicks und ihr könnt selber mal einen Blick in die Art der Übungen werfen. Erstes Beschnuppern Ich selber habe mich …

Kauflaune, Black Friday – #Konsumauszeit (5)

Letzte Woche flatterte das regionale „Blättchen“ ins Haus. Ihr wisst schon. Diese wöchentliche Zeitung mit allen wichtigen regionalen, politischen und kulturellen Informationen und Veranstaltungen im näheren Umland. Dieses Mal prangte eine dicke Überschrift über einem der Artikel, die mich gleich zweimal hinschauen ließ. „Die Kauflaune steigt“ Kauflaune Was für ein surrealer Begriff. Was soll das sein? Kauflaune? Das Wort muss doch eine Erfindung unserer heutigen Zeit sein. Sowas kann es Anfang des 20. Jahrhundert noch gar nicht gegeben haben. Außer vielleicht in einer der höheren Gesellschaftsschichten. Wo kommt der Begriff eigentlich her? Was verbirgt sich dahinter? Was wollen wir damit aussagen? Was war denn eigentlich der Lebenssinn der damaligen Menschen? Selbstverwirklichung? Wohl kaum. Ein kurzer Blick in die Geschichte, wäre günstig. Das hier sind meine Mutmaßungen: Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass die Masse junger Frauen und Mütter darüber nachdachte, wie sie sich beruflich selbstverwirklichen  konnten. Noch nicht mal den meisten Männern wird dieser Luxus vergönnt gewesen sein. Noch meine Omas waren viel mehr damit beschäftigt, ihre Familien zu versorgen als zu „bekaufen“. Shopping …

Lesestoff: Vom Warten, Wundern und Wenigeristmehr von Hanna Buiting

(erschienen und freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom neukirchener aussaat Verlag) Manchmal rollen Internetperlen ja einfach so vor meine Füße – wie in diesem Fall. Plötzlich war da eine Nachricht von der Autorin, ob ich Lust hätte das Buch zu rezensieren? Ein kurzer Blick aufs Cover… … und der Feststellung bislang nur den Blog der Autorin zu kennen, war ich sehr, sehr neugierig auf das Buch, doch da war und ist ja noch die #Konsumauszeit. Meine Frage lautetet also: „Kannst du mir ein Exemplar zur Verfügung stellen?“ „Leider nein. Meine Exemplare sind schon aufgebraucht. Ich frag mal beim Verlag nach.“ Ich: „Du kannst mir auch deins leihen. Ich schick es dir nach meiner Rezension sofort zurück und schieb es rein in meine Blogartikelreihenfolge.“ „Ich habe nur das eine und mache Lesungen.“ So oder so ähnlich verlief ein Teil der Kommunikation und ich hatte im Kopf schon fast wieder mit dem Buch abgeschlossen und es auf meinen Januar – nach der #Konsumauszeit – verschoben. Als dann plötzlich die Mitteilung des Verlages kam und ich kurze Zeit später Post erhielt. Und wisst ihr was? …

In Sachen #Konsumauszeit (4)

Ja. Wie ist es uns ergangen? Ich weiß auch nicht. Irgendwie war mir das in der letzten Woche wieder zu viel Konsum. Von den Adventskalendern fang ich gar nicht erst an und dass ich alle Weihnachtsgeschenke habe, erwähne ich nur kurz in diesem Artikel. Ich hab sie. So. Es kam auch einfach wie es kommen musste und der nächste war krank. SeeligkeitsDing im Krankheitsfall Wir haben uns hier halt alle sehr lieb. Und da wird auch jedes VirenBakterienGesocks weitergegeben. Wenn der Große nach einer Zeitschrift fragt – seine Leidenschaft hierfür hat er vom Papa – heißt es in der Regel „Willst du dein Taschengeld dafür ausgeben?“ oder „Nein, heute nicht.“ oder „Ich möchte nicht, dass du dein Geld für Plastikkram ausgibst,d er nah zwei Stunden zerbrochen in der Ecke liegt.“ In der Regel finden wir hierbei einen guten Kompromiss. Entweder sein Taschengeld ist es ihm wert, dann darf er sich die Zeitschrift mitnehmen und ich bekomme das Geld aus der Sparbüchse zurück. Oder ich sage „Nein.“, weil ich nicht wieder einen KunststoffBogen in der Wohnung haben möchte, …

Der Moment als ich freundlich zu mir wurde…

veränderte, mein Leben. Verändert – muss ich wohl eher schreiben. Was ist passiert? In den vergangenen Wochen sind viele Dinge geschehen, die mich haben aufhorchen lassen. Das Gefühl, dass irgendetwas in Schieflage geraten sein könnte, machte sich mehr und mehr breit. Beobachtete ich den Umgang anderer Menschen miteinander oder aber ihre Reaktionen auf Lebenssituationen, war ich erstaunt vor den Kopf geschlagen verwirrt skeptisch neidisch nachdenklich begeistert manchmal sogar nacheifernd und stellte meine eigenen Reaktionen in Frage. Bis es plötzlich um meine Kinder ging. Mein bisheriges Verhalten und Reagieren Es ist schon wirklich lange her, aber da sagte mal jemand: „Rage, du hast die Gabe der Freundlichkeit.“ – Ich: „Häh?“ – Die Person: „Ja.“ – Ich: „Ok, danke! Das ist voll nett.“ und wurde rot. Was soll das heißen? Freundlichkeit? Das ist man doch einfach. Dazu bedarf es doch nichts. Das gehört sich doch so. Nur so kommt man weiter. Oder auch nicht. Oder auch nicht? Also war ich eigentlich nur freundlich und meinte es gar nicht ehrlich? Nein! Eben nicht. Wenn ich freundlich bin, dann …

In Sachen #Konsumauszeit (3)

Diese Woche war der Wurm drin. Als ich gestern Nachmittag unterwegs war und mein Blick über den hellerleuchteten SupermarktParkplatz fiel, schrillte eine Alarmglocke in meinem Hirn: Konsuuuum-, Konsuuuum-, Konsumauszeit. Bei uns nicht. Das war so das vorherrschende Gefühl der letzten Woche. Wocheneinkauf. Den Wocheneinkauf mit höchstens 70€ zu bestreiten gelang irgendwie nicht. Dann war da noch Sankt Martin. Als wir beim Laternenumzug losgehen wollten, begann es zu schütten und zu stürmen. Das Stürmen hat erst heute so langsam nachgelassen. Wir haben Montag. Los ging es bei uns Freitagabend um 18h. Die Brille und unser KomfortKonsum Dann ist uns da noch die Brille nachts vom Regal gefallen. Was meint der Optiker? „Tja, schicken wir ein. Das Löten des Gestells macht keinen Sinn. Man würde es sehen und die Firma würde auf Kulanz ein neues Gestell ersetzen.“ Cool!! – Wirklich? Ich bin mir nicht sicher. SmallTalk Außerdem kann und mag ich mich gerade nicht so gerne reden hören. Ich mag keinen SmallTalk. Das, was ich sage und denke, ist in der Regel immer ernst gemeint. Etwas einfach nur der Höflichkeit …