Alle Artikel mit dem Schlagwort: öko

Nachhaltigkeit im Schulalltag 01

Nachhaltigkeit im Schulalltag von Anfang an

In Rheinland-Pfalz haben die Ferien inzwischen geendet und wir sind in ein neues Schuljahr gestartet. Schon zu Beginn des Sommers hatten wir unsere alten Bücher abgegeben und die neuen organisiert. Zumindest den Teil der Bücher, der sowieso in Form von Arbeitsheften (lesen, schreiben, rechnen) erforderlich ist. Denn die andere Hälfte gab es erst zum Ende der Ferien: Die Bücher aus der gebührenpflichtigen Buchausleihe. Eine Stunde haben wir in einem vollen Raum gestanden und darauf gewartet, dass uns die aktuell erforderlichen Bücher ausgehändigten werden. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit im Schulalltag und letztlich sehr verschwitzt. Nachhaltigkeit im Schulalltag Wie Nachhaltigkeit im Schulalltag aussieht oder aussehen kann, betrifft jeden. Nicht nur die Lehrer und ihre Wahl von Unterrichtsmaterialien. Auch Eltern und Schüler können sich an die Nase packen, nicht zu vergessen die Unternehmen, die jedes Jahr neu massig Zeug designen, entwickeln, layouten und produzieren. Nur leider werden letztere am wenigsten Interesse an ökologischer Nachhaltigkeit haben. Also hängt es an uns, die wir in und mit diesem System klarzukommen haben. Da es immer viel schwieriger ist, andere davon …

Kulmine. Die Monatsblutung: Kein Tabu.

(Werbung.) Es ist schon verrückt, doch ich habe es gerade das erste Mal geschafft völlig ohne irgendwelche Wegwerfprodukte hinsichtlich meiner Monatsblutung klarzukommen, da habe ich die Gelegenheit Kulmine in meine „Gute Sachen“ – Liste aufzunehmen. Das lässt mein Herz tatsächlich etwas kräftiger pochen. Aber spulen wir nochmal zurück. Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte ich keinen Schimmer von Stoffbinden. Während wir Minimalismus und Nachhaltigkeit für uns als Familie entdeckten, wurde lediglich unsere Müllproduktion zu einem Thema, das wir angehen wollten. Nicht meine monatliche Blutung. Mit meinen days of thunder (=Menstruation) hatte das also eigentlich nichts zu tun. So kamen wir auf die Idee unser erstes Baby mit Stoffwindeln zu wickeln. Das war super und wir hatten viel weniger Müll. Aber immer noch musste ich mindestens einmal im Monat zwei Mülltüten aus dem Bad entsorgen. Binden und Tampons machten hierbei 85% der Masse aus. Das war irgendwie unzufriedenstellend. Tabuthema: Monatsblutung So kam ich mit Freundinnen ins Gespräch. Eine sprach ganz natürlich von einer LadyCup – in der Anwesenheit von Männern! Das war …

Wohnzimmer. BauTagebuch (8)

Während ich hier sitze und diese Zeile tippen, ölt der Mann den neu verlegten Holzboden im Wohnzimmer. Ja, ihr habt richtig gehört: Neu verlegt. Das Wohnzimmer hat uns so manches weitere graue Haar eingebracht. Der Raum, in den jeder, wirklich jeder eingetreten ist und meinte: „Wow!! Was für ein genialer alter Boden! Aber den lasst euch sicher drin, oder?!?“ – „Klar!“ Na ja. Und dann waren wir im Sommer spontan im Urlaub. Wenn man das denn Urlaub nennen konnte. Alle waren völlig gerädert. Die Kerle hatten eine gute Zeit, doch Mama und Papa, nun ja, krochen auf dem Zahnfleisch. Stimmungsschwankungen, Erschöpfung, Verzweiflung, … die Palette ist damit noch nicht einmal annähernd komplett. Mein Plan war daraufhin, dass wir Zuhause jede Hilfe und jedes Angebot annehmen würden, das man uns machte, um endlcih dieses Zimmer, den Garten und den Schutt in den Griff zu kriegen. Einen Strich unter den ersten Bauabstrich zu ziehen. Ein Blick unten drunter Ich hatte alles auf ein Wochenende gelegt. Verwandte hatten mit uns die Decke abgehangen. Der Heizungsinstallateure hatte zwei Heizungselemente …

Ökologische Babykleidung. Wichtelstoff.

Ich bin was das Klamottenkaufen angeht sehr schwerfällig. Spontankäufe? Eher nicht. Hier liebe ich meine Spontaneität eines Baumes. Seitdem ich mir nur noch Kleidung zulege, wenn ich sie brauche, fühle ich mich viel befreiter. Für die Kerle muss ich öfters doch nochmal los. Meine Begeisterung hierfür hält sich in Grenzen. Ich finde das einfach unglaublich anstrengend. Doch für diesen immer mal wieder auftretenden Einkauf – sollten Übernehmen, Ausleihen oder SecondHand nicht klappen – habe ich für mich die folgenden drei Kriterien festgelegt: ökologisch korrekt (schadstoffgeprüft und bio) unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt möglichst aus der Nähe (Europa find ich hierbei auch schon immer gut) Nur noch fair und bio (und regional) – viel zu teuer! Nun wird der ein oder andere sagen: Das ist und wird doch viel zu teuer. Da muss ich antworten: Es kommt drauf an. Klar, Kleidung wie Nahrungsmittel, die nicht nur im Hinblick auf Profit hergestellt werden, haben einen höheren Wert. Sie kosten dadurch mehr in der Produktion, was sich letztendlich im Kaufpreis niederschlägt. Aber, und das ist mein großes Aber, ich kaufe ja nur …

BauTagebuch (7). Baubiologie

Es gibt da ja dieses #ProjektAlteSchule. Bislang sind wir von größeren, wirklich schlimmen Überraschungen verschont geblieben. Ich hoffe, wünsche und bete schon seit längerem, dass das auch so bleibt. Denn: Das Geld ist aus. Die Kraft ist aus. Und irgendwie mag ich nicht mehr auf der Baustelle leben. Eigentlich reichte alles dafür den Boden im ursprünglichen Klassenzimmer zu schleifen, die Wände zu verputzen und zu streichen und natürlich, die Decke abzuhängen. Jetzt hat sich in den vergangenen Wochen doch so einiges herausgestellt. Das alles in seiner Gänze hier auszubreiten, dazu fehlt mir schlichtweg die Kraft. Aber wir mussten den kompletten Boden aus dem Zimmer heben. Und auch die Konstruktion, auf dem der Boden lag. Wir haben keine Ahnung mit was diese Balken bearbeitet sind und wann das in der Vergangenheit geschehen ist. Zumindest der Geruch ist unerträglich und wir können uns nicht vorstellen, dort unsere Kinder auf dem Boden spielen zu lassen. Jetzt klafft dort ein großer, stinkender Hohlraum. Außerdem stellt sich die Frage, wie wir jetzt weiterverfahren. So ganz hat sich das noch nicht entschieden …

BauTagebuch (6). Die Küche

Vielleicht kann sich die ein oder der andere daran erinnern, dass ich mich vor etwa einem Jahr ganz furchtbar darüber geärgert habe, dass „eine richtige Küche 10 000€ kostet.“ Ist das so, ja? Damals hatte ich mich dazu entschieden, dass ich mir wohl keine neue Küche im neuen alten Haus zulegen werde. Auch nicht zulegen _können_ werde. Ich wüsste gar nicht, woher ich das Geld dafür nehmen sollte. Damals nicht und heute auch nicht. Aber dann sagt mir meine Umwelt: „Leih es dir doch.“ Darauf ich: „Das kann ich nicht.“ „Aber warum denn nicht?“ „Ich will es nicht.“ „Aber wieso denn nicht?“ „Ich will frei sein.“ Jedenfalls: Nachdem wir aus Skandinavien zurückgekehrt sind, machte sich in mir irgendwann, als klar war, wir konnten endlich ins neue alte Haus, um zu entrümpeln, der Gedanke breit, vielleicht eine neue alte Küche für das Schmuckstück an Haus zu finden. In einem der vielen AuktionsPortale vielleicht? So landete ich eines abends zwischen all diesen Angeboten und sah eine Küche, die ich einfach nur wunderschön fand. Aus der Anzeige ging nur …

Getreidemühlen

Irgendwann vor fünf Jahren, mitten im ReduzierProzess, bot mir eine Freundin eine Getreidemühle an, die sie doppelt hatte. Und außerdem hatte sie ja den Thermo… ihr wisst schon, wen ich meine. Irgendwie ist es nie dazugekommen und ich wünsche mir seitdem kontinuierlich eine handbetriebene Getreidemühle. Diese „einen-Wunsch-30Tage-lang-auf-die-Wunschliste-zu-setzen-und-dann-mal-schauen-ob-ich-‚es‘-immer-noch-gerne-haben-mag“-Challenge habe ich also dicke erfüllt. Dennoch kam es nie zu der Erfüllung dieses Wunsches. Irgendwie stand ich einige Male kurz davor und habe dann doch wieder einen Rückzieher gemacht. Bis vor vier oder fünf Wochen. Und das war so… Ich hatte mal wieder im Netz nach Getreidemühlen gesucht und bin dabei auf die Firma Kornkraft im Saarland gestoßen. Wir kamen in Kontakt und ich berichtete, dass ich auf der Suche nach einer Getreidemühle sei. Mir gefiel die ReiseGetreidemühle ihres Sortiments sehr gut. Nach einem informativen Gespräch entschied ich, mich nochmals (zum fünften Mal oder so) im OnlineShop des Unternehmens umzuschauen und danach nochmal zu melden. Inzwischen wollte ich nicht nur einfach eine Getreidemühle haben, so wie so manch einer eine KüchenHighTechMaschine. Was ich wollte: * Frischkornmüsli * Getreide auch im …

Anzeige: Nachhaltiges Wickeln mit Stoffwindeln

Lang ist’s her, da sind wir als Familie auf nachhaltiges Wickeln mit Stoffwindeln umgestiegen unter anderem aufgrund dieser Gedanken vor einigen Jahren. Als es letztes Jahr in unser WWOOFing-Abenteuer ging, standen wir vor der Frage, was wir mit dem damals „Kleinen“ und seinem Windelverbrauch machen. Knall auf Fall das Kind zu stressen, damit es möglichst noch vor der Abfahrt windelfrei wird, kam irgendwie nicht in Frage. Nachhaltiges Wickeln Also mussten wir entscheiden, ob wir unser Stoffwindel-Equipment einpacken oder aber auf windelfrei während dieser Zeit umsteigen oder eben die verhassten Wegwerfwindeln in Betracht ziehen. Oder gleich windelfrei? Für dieses „windelfrei“ fehlte mir damals einfach die Zeit und Muse zu recherchieren. Macht es Sinn? Sollen wir diese zusätzliche Herausforderung ebenfalls angehen? Auf den verschiedenen Höfen? Wenn das Wetter toll ist? Den Kerl einfach ganz oft ohne Windel rumlaufen lassen? Habe ich dann noch genügend Gelegenheiten meinen Aufgabenbereichen nachzugehen, die durch das Beaufsichtigen der Kerle und meinen schwangeren Übelkeitszustand eh schon genügend eingeschränkt waren? Wir entschieden uns damals dagegen und ich bin ehrlich gesagt ganz froh drum. Dann eben …

Getränkeflaschen. Eine Frage der Ehre

„Maaama?“ – Immer wenn ich dieses Wort in dieser Betonung höre, weiß ich, dass eines meiner Kinder irgendetwas von mir will. Was das genau ist, stellt sich kurze Zeit später heraus. Unter anderem gibt es zB. die immer wieder auftretende Bitte: „Kann ich einen BikerDrink haben?“ Was ist ein BikerDrink? Es handelt sich dabei um ein, wenn ich mich recht erinnere, mit Acesulfam oder Aspartam gesüsstes Erfrischungsgetränk, speziell für Kinder, um sie leistungsstark, hellwach und völlig von der Rolle sein zu lassen. Nicht nur die Süsse, sondern auch der vorne auf einem Etikett abgebildete Junge auf einem MountainBike verleiht dem Getränk bei uns seinen Namen. Ich finde dieses Zeug schrecklich. Sowohl den Inhalt als auch den Behälter. Für meine Kerle ist es das Getränk. Mit Ehre und Heldentum verbunden… Keine Ahnung warum. Immer wieder wird die Bitte an uns herangetragen, doch auch nochmal einen solchen BikerDrink trinken zu dürfen. Es gab deswegen schon einige Diskussionen unter unserem Dach. Neben der Tatsache, dass ich diese Flüssigkeit für höchst ungesund halte, stört mich der Behälter aus Kunststoff. Als ich meinte, dass …

BauTagebuch (5). Die Treppe

Die Treppe also. Eigentlich hatten wir vor einigen Tagen vor, umzuziehen. Inzwischen liegt der Termin schon vier Wochen zurück, doch wir entschieden uns Ende März, vor dem Einzug die Treppe fertig zu machen.  Was bedeutete fertig machen? Die Treppe, so wie alle anderen Zimmerböden, war mit PVC beklebt. Dieses Haus hatte alle möglichen PVC-Farbnuancen zu bieten, die man sich so vorstellen mag – oder auch nicht. Nachdem der ganze Mist draußen war, bekam man meistens, nachdem die ein oder andere Spannplatte abgestemmt war, einen Holzboden zu Gesicht. Der wiederum war über Jahrzehnte alt und natürlich immer wieder gewachst worden. Wie ging’s also los? Die Holzböden wurden in mehreren Schritten geschliffen und anschließend geölt. Bei der Treppe handelte es sich um eine überwiegend aus EichenHolz bestehende dunkelgestrichene Konstruktion. Fiese KlebestreifenReste, die vom doppelseitigen Klebeband herrührten, ließen die Stufen sehr unansehnlich ausschauen. Allein das Abkratzen dieser Reste war eine unglaublich schmutzige und vor allem aufwändige Arbeit. Zum einen ließen sie sich nicht komplett entfernen. Zum anderen war die Treppe danach ja immer noch dunkelbraun gestrichen und entzog dem Treppenhaus auf …