Alle Artikel mit dem Schlagwort: PsychoHygiene

Selbstfürsorge und Attachment Parenting 01

Selbstfürsorge als Frau und Mutter. Bewusst(er)leben

Ein Artikel in der Zeit, den Caroline Rosales dort vor zwei Tagen verfasst hat, sorgt aktuell für viel Gegenwind, Diskussion und auch, was ich am wertvollsten finde, zur Positionierung von Elternbloggern zu den großen Themen Selbstfürsorge und Attachment Parenting (AP). Ich wollte euch den Text nicht verlinken, weil ich ihn schwierig, polarisierend, ungerecht (!) und unvollständig finde. Da ihr ansonsten aber meinen Bezug zu den Beispielen der Autorin nicht nachvollziehen könnt, hier der Link. Attachment Parenting und Selbstfürsorge Was ist das überhaupt? Selbstfürsorge?  AP? Was bedeuten diese Wörter für Mütter und Väter? Was bedeuten sie für mich? Was bedeuten sie für die Kolumnistin? Attachment Parenting AP ist die viel verwandte Abkürzung von Attachment Parenting. Der Begriff stammt aus dem Englischen, wurde von William Sears geprägt und meint die bindungs- und bedürfnisorientierte Elternschaft. Viel mehr an objektiven Infos kann ich euch zu diesem Begriff schon gar nicht mehr geben. Denn: Ich habe dazu keine Literatur gelesen. (Aufgrund der Tatsache, dass sich die von mir gelesenen Erziehungsratgeber an einer Hand, an zwei Fingern ablesen lassen, nicht verwunderlich.) …

Ausmisten von innen nach außen01

Ausmisten von außen nach innen

Die vergangenen Tage musste ich viel übers Ausmisten und Entrümpeln nachdenken. Im Auto, auf dem Sofa, beim Kochen, beim Anziehen der Jungs oder beim Memory spielen. Und auch beim Zwiebeln schälen. Dabei ging es immer und immer wieder um die Tatsache, dass ich zwar aktuell auch in meinen vier Wänden nochmal ordentlich ausmisten könnte, sofern ich wollte. (Wie das geht, habe ich Anfang des Jahres in einem speziellen Leitfaden hier näher erläutert.) Vielmehr noch bin ich gerade jedoch damit beschäftigt Innen auszumisten. Mit dem Ausmisten meiner Seele. Ausmisten ist wie Zwiebeln schälen So kommt es mir jedenfalls häufig vor, als schälte ich Zwiebeln. Zwiebeln sind gesund, sie verfeinern die Mahlzeiten, das was uns nährt und davon mal ganz abgesehen, ich halte sie gerne in der Hand aufgrund ihrer Handschmeichler-Form. Passt auf, folgendes ging mir heute durch den Kopf. Der Anfang Ich nehme eine Zwiebel, um meinem Leibgericht die besondere Note zu geben. Na ja, und weil ich weiß, dass sie gesund ist. Das ist doch nichts anderes, als wenn ich erkenne, ich will ausmisten – …

Familie Eis essen

Als Familie Eis essen gehen ist wie „Atmen!“

Es kommt nicht allzu oft vor, aber manchmal landen wir ganz spontan in der Eisdiele. Heute waren wir erst in der Schule, dann auf der Arbeit, obwohl ich heute keinen Dienst hatte und in der Bücherei. Denn: Der Lesesommer ist Anfang der Woche wieder gestartet. Aber zurück zum: Als Familie Eis essen gehen. Warum kommt das eigentlich nur so selten vor? Ich sollte dem sofort Abhilfe verschaffen. Denn irgendwie, irgendwie sollten wir die Dingen, die uns gut tun, unbedingt mehr und viel häufiger tun. In die Eisdiele zu gehen, gehört definitiv dazu. Als Familie Eis essen gehen Das bedeutet auch: Atemübungen in der Eisdiele machen. Es bedeutet, nicht zu wissen was passiert, denn alles ist möglich, wie zum Beispiel einer meiner damaligen Artikel sehr gut zeigt. Da waren wir auch in der Eisdiele, aber lest doch einfach selbst von dieser positiven Erfahrung als Familie mit drei Kindern in der Eisdiele aufzuschlagen. Diesmal ging es eher in die andere Richtung. Denn es kann auch bedeuten, von anderen Menschen, mißbilligend beobachtet zu werden. Es kann bedeuten, dass …

#mehr in der Fastenzeit

Jetzt ist schon fast eine Woche dieser besonderen Zeit des Fastens vergangen und ich habe noch an keiner Stelle einen umfassenden Blick auf mein Fasten geworfen. Ich werde die Gelegenheit an dieser Stelle nutzen und trage zusammen. Warum ich faste? Zunächst ist es ein Teil des christlichen Glaubens und als Christ sollte man blablabla!! (So seh ich das. Vor allem das blablabla…) Woran mich diese Zeit jedoch tatsächlich jedes Jahr immer und immer wieder erinnert: Jesus hat auch gefastet. 40 Tage in der Wüste. Gandhi hat gefastet, um eine Aussage zu machen. Ein statement zu setzen. Und, … ich weiß nicht, was ihr jetzt von mir denkt. Ich denke, dass mir beides reicht. Beides motiviert mich so sehr, dass ich dieses Jahr auch wieder dabei sein will. Ich möchte meinen Blick neu ausrichten. Ich möchte die Zeit nutzen, innerlich (und auch körperlich) klarer und ausgeglichener zu sein. Ich möchte es anders und die Welt damit was bunter und leichter machen. Aus Tradition Rebell. Wie ich faste? Dieses Jahr läuft es auf fünf Dinge hinaus, die …

Du bist eine Scheiß-Mama.

Nun ja, was soll ich dazu sagen? Den Satz habe ich schon häufiger gehört. Das erste Mal stand ich schockiert in unserem Flur. Begleitet wurde dieser Ausruf mit einem auf den Boden stampfenden wütenden Kind. Der Kopf hochrot und das Kind ganz weit von mir entfernt. Äußerlich wie innerlich. Wobei die Distanz äußerlich gar nicht mal so riesig war… Ich mit vor Ärger verzerrtem Gesicht, lauter Stimme und sich überschlagendem Schimpfen und Motzen. Das blöde „Wenn – Dann“ ist dann auch ganz schnell mal dabei. Meine Kinder kopflos – aus den unterschiedlichsten Gründen jeweils nicht bereit. Wofür auch immer: Jacke anziehen, auf dem Klo Pippi zu machen und nicht daneben, Zahnpasta allovertheplace verteilen, aber nicht auf der Zahnbürste… to be continued. Aber was soll ich dazu sagen? Mir fehlen schlichtweg die Worte, um das zu beschreiben, was in mir vorging. Oder vorgeht, wenn es mal wieder zu so einem Konflikt kommt. Oder was ich meine, was im Inneren meines Kindes vorgeht? Silvester – zehn Minuten vor Neujahr K1 ist noch wach, weil es mit uns …

Manchmal braucht es Psychohygiene …

Manchmal ist es wichtig einen Schlussstrich zu ziehen. Heilsamen Abstand zu suchen, weil nichts mehr geht, weil viele Wege ausgetreten sind. Dinge zurückschieben, beiseite legen, abschließen, auch wenn sie nicht so verlaufen sind, wie ich mir das eigentlich erhofft hatte. Sie als beendet ansehen, um wieder zu Kräften zu finden. Die vergangenen Wochen waren sehr, sehr anstrengende. Es sind so viele Dinge nebenher und gleichzeitig, parallel und zeitgleich, zusätzlich und unnötigerweise passiert, die mir unheimlich viel emotionale Kraft und innere Energie geraubt haben, dass ich gar nicht fassen kann, noch immer hier zu sitzen. Dass ich gedacht habe, wie soll das gehen? Wer soll das denn tragen? Da sind Krankheiten, Hausrenovierungsarbeiten, die gemacht werden MUSSTEN, Bienen, Ratten und Beziehungen. So manch einer mag denken, dass „man sich in Sachen ja auch reinsteigern kann“. Zumindest höre ich das aus ihren Worten, zwischen den Zeilen sozusagen, heraus. Ich sehe es ihnen an, meine es an ihren Blicken zu erkennen und stelle mich dann selber in Frage. Resignation oder Erschöpfung? Seit gestern befinde ich mich mental in einem …

Nagellack für den Sohn01

Hilfe, mein Sohn trägt Nagellack!

Für mich ist Nagellack an meinen Söhnen inzwischen nichts Neues. Das eine Kind will lackierte Nägel, das andere kämpft sich mit Stock und Schraubenzieher durch die Armee der angreifenden Büsche und der andere läuft hinterher, der Kleinste übrigens, und krakeelt: „Keine Ahnung!“- Wo ist deine Windel? „Keine Ahnung!“ – Hast du sie ausgezogen? „Auf gar keinen Fall!“ Selbst wenn mein Mann mich fragen würde, ob ich ihm die Fußnägel lackierte, klar! Ich bin manchmal so erschöpft, dass ich manches einfach hinnehme. Also lackiere ich dem männlichen Geschlecht in diesem Haus auch die Nägel. Welche auch immer. Inzwischen. Hauptsache ich muss den Nagellack nicht an den Fingern oder Zehen haben. Mein Sohn will Nagellack Ich weiß noch ziemlich genau, wie mich mein erster Sohn im Kindergarten darauf ansprach, was denn das Mädchen neben ihm da an den Fingern habe? Ich: Nagellack. Lila Nagellack. Eine kurz angedeutete Nachdenkfalte mitten auf der Stirn, gefolgt von einem begeisterten: „Ich will auch Nagellack!“ In meinem Kopf rumorte es – bestimmt habe ich die Geschichte schon erzählt, doch sie ist nur das Intro …

I can. I will. End of story.

Vor einiger Zeit erhielt ich von einer Freundin genau diese Zeilen auf einer Postkarte. Ich fand sie schon im ersten Moment großartig, so dass die Karte gleich als einzige auf Augenhöhe an die Küchentür gepappt wurde. Denn durch diese Tür muss jeder, der uns besuchen will und auch jedes Familienmitglied. Die Karte wird so wieder und wieder gelesen und ich hoffe, im selben Maße verinnerlicht. Mir bedeutet diese Karte sehr viel. Nicht zuletzt, weil eine gute Freundin sie mir einfach so geschickt hat. Mit einem Buch, in dem es um das Thema Sterben und Tod geht. Aber dazu an anderer Stelle mal mehr. Toll ist die Karte auch, weil sie mir Mut macht. In den vergangenen zwei Wochen gab es mehrere Situationen, die mich sehr nachdenklich stimmen. Also noch immer. Vieles musste und muss erneut auf den Prüfstand gestellt werden: dieser Blog, die damit zusammenhängenden Formalitäten, eine neue Buchidee, meine vermeintlich fehlende schriftstellerische Fähigkeit, ein Kanal bei vimeo, Fragen zu meinen ganz persönlichen Lebensthemen. Was ist mamadenkt für ein Blog? Welche Rolle spielt Minimalismus? Welche …

Flüchtlinge

Bislang hatte ich das Glück, in meinem Umfeld keinerlei Fremdenfeindlichkeit und damit auch irgendwie Menschenfeindlichkeit ausgesetzt zu sein. Ich war erschrocken und entsetzt über das, was so manch andere/r BloggerIn im Netz, auf der Straße und im Freunde- oder Bekanntenkreis erlebt. Doch außer wirklicher Ängste vor der aktuellen Situation, diesem Brodeln in den verschiedenen Menschenkreisen, weil man nicht weiß, wie jetzt was gemanaged werden kann, kannte ich niemanden, der abwertend seine Stimme erhob. Denn Angst vor dem Fremden oder Veränderungen kann ich erstmal nachvollziehen. Die Frage für mich bleibt, wie gehe ich damit um? Wie gesagt, bislang ging es mir so. Bis mich dann letzte Woche gleich zwei krasse Dinge aus den Socken gehauen haben. Zwei Situationen, in denen ich so vor den Kopf geschlagen war, dass ich gar nicht wusste, was ich dazu sagen sollte?!? Ja, ich hätte aufstehen und auf die Barrikaden gehen können. Meinem eigentlichen Ziel und Wunsch, dass viel, viel mehr Verständnis flüchtenden Menschen entgegengebracht wird, wäre das allerdings nicht zugute gekommen. Einmal stand ich an der Haltestelle und jemand meinte, „Jetzt sind …

Vatertag

„Und? Was macht ihr so am Vatertag?“ – Mama sein. Papa sein. Kinder sein. Ich weiß es auch nicht. Dieser Artikel wird vermutlich ein ins Unreine geschriebene Zeitzeugnis meines Daseins werden. Vielleicht ist das hier auch lediglich PsychoHygiene. Ich weiß noch nicht einmal, womit ich als erstes anfangen soll. Da ist das Gefühl: dass mein Einsatz als Mutter von der Gesellschaft nicht im geringsten wertgeschätzt wird. Männer und Frauen, die es als selbstverständlich ansehen, dass ich unendgeltlich tagein, tagaus rotiere. Schließlich wollte ich ja die vier Kinder. Dafür auch noch finanziellen Ausgleich zu fordern, ohne „beruflich“ tätig zu sein, ist doch schon reichlicht dreist. Ok. Dann ist da in einem Nebensatz die Feststellung aus einem Buch – zu dieser Problematik „Vereinbarung von Familie und Beruf“ – seit wann der Beruf der Hausfrau existiert. Wie kann es einen Beruf geben, der nicht als solcher charakterisiert ist? Was kennzeichnet denn bitte schön einen Beruf. Eine dazugehörige Ausbildung? Oder ein Gehalt? Bitte, was? Was meint der Duden? Aaaah, eine Tätigkeit, mit der jemand sein Geld verdient. Ich kriege kein …