Alle Artikel mit dem Schlagwort: res publica

Plastikfrei - 5 Tipps gegen das Plastikimperium

Plastikfrei: 5 Tipps gegen das Plastikimperium

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Auf Instagram läuft gerade eine Challenge mit dem Titel nachhaltigJETZT. Worum es dabei geht? Nun ja, darum nachhaltig JETZT unterwegs zu sein. Nicht morgen, nicht übermorgen und auch nicht dann, wenn wirklich alles zu spät ist. An einem der letzten Tage ging es unter anderem darum, wieviel Plastik der Einzelne so verwendet? Wie plastikfrei ein Leben im Alltag möglich ist? Wie das eigene persönliche Plastikimperium Zuhause ausschaut. Plastikfrei im Alltag Ich gestehe, so ganz plastikfrei geht es im Alltag heute nicht mehr. Zumindest scheint es so und ist auch so, sofern ich gesellschaftlich integriert bleiben möchte. Das beginnt bei der Tastatur meines Arbeitsgerätes, das ich hier vor mir stehen habe, geht über medizinische Gerätschaften und die Tatsache, dass die Verpackungsindustrie Tabletten nun mal in Plastik und Alufolie einschweißt, bis hin zu meinen Laufklamotten und dem Badeanzug. Aber was ist, wenn ich das alles nicht mehr will? Wenn ich zumindest überflüssiges Verpackungsplastik loswerden will? Erstaunlich ist, dass aktuell nochmal viel passiert, was die Thematik angeht. Hier ist der Link zu …

Nachhaltig jetzt. Instagram Challenge: #nachhaltigJETZT

Ihr Lieben, ich poste das jetzt einfach ins große weite Netz, bevor ich noch weitere Wochen und Monate mit meiner Idee durch die Welt gehe und es nicht endlich, endlich einfach lostrete. Folgende Idee: Wir alle gemeinsam gehen jetzt los und setzen Nachhaltigkeit JETZT um. Im Alltag.  Heute.  Nachhaltig jetzt. #nachhaltigJETZT. Wir winken dem inneren Schweinehund lächelnd zu, lassen ihn hinter uns und motivieren uns gegenseitig nachhaltig zu leben. Jetzt. Nachhaltig jetzt. Wie ich mir das vorgestellt habe: Die Idee entspringt meinem grünen Herz und einer Instagram Challenge, an der ich im Mai teilgenommen habe. Es ging um ein anderes Thema, aber die Ziele waren sehr ähnlich mit denen, die ich mir für diese Challenge in Sachen Nachhaltigkeit und GreenLiving erhoffe und wünsche: Austauschen, Netzwerken und von einander lernen. Aber vor allem, etwas gemeinsam auf die Beine stellen, das Aufmerksamkeit erregt, vor Augen tritt und die Welt grüner und nachhaltiger werden lässt. Motiviert und angeregt durch Dinge, die mir gerade im wahren Leben und aktuell auch hier im Netz vor die Füße fallen, lade ich …

Wir lernen Deutsch. (4)

Es ist schon wirklich lang her, dass ich euch über unsere DeutschunterrichtSituation auf dem Laufenden gehalten habe. Vor einer Woche etwa kam ein weiteres Buch einer Blogleserin hier an. Vielen Dank auch nochmal an dieser Stelle. Die Jungs können mit dem Material des finken-Verlag sehr viel anfangen! Wie sieht es momentan aus? Gut. Es ist erstaunlich, wie viel Beziehungsarbeit zu diesem „einfach mal Deutsch unterrichten“ dazu gehört. Das war mir im Vorfeld irgendwie nicht so bewusst. Im vielleicht, aber nicht im Herz. Einer der Jungs hat eine Familie gefunden und mir geht das Herz auf, wenn ich daran denke, wie gut ihm das tut. Ganz schnell sind da plötzlich neue Mamas. Und aus den toughen Jugendlichen, die eine unglaubliche Flucht durch die Welt und über die Kontinente hinter sich haben, werden von jetzt auf gleich zu Kindern, die eine noch gar nicht so lange bekannte Frau „Mama“ nennen. Mit einem Strahlen und so viel Freude im Gesicht, dass die Erleicherung einen selbst ergreift. Erstaunlich. Mitreißend. Ein Aufatmen. Erste Konfliktsituation Meine erste Konfliktsituation hatte ich auch. …

Wir lernen Deutsch. (3)

Ich bin ja sehr häufig versucht in diese gesamte Diskussion über Flüchtlinge, Flüchtlingshilfe, Flüchtlingshetze und Rassismus einzusteigen. Ganz ehrlich, immer kurz davor. An dieser Stelle habe ich mir erlaubt kritisch anzumerken, den „Zeigefinger zu erheben“. Aber so richtig losgelegt habe ich noch nicht. Oftmals würde ich gerne so treffend formulieren, wie Ella von ringelmiez oder so präzise und durchdacht meine Gedanken- und Gefühlsflut aufschreiben, wie Tina von vomwerdenzumsein. Manchmal wäre ich auch gerne so aufmüpfig, wie … oh, ich spare mir die Erwähnung dieser Bloggerin, sie nimmt es mir sonst übel. Ich für meinen Teil mag dieses „Pippi Langstrumpf – Sein“ der nicht genannten. Oder die Herzlichkeit von Frau Weh in ihren Posts über ihre Liebe zu ihrem Beruf, ihre Freude über den Umgang mit ihren Schülern oder über den Herzschmerz, den die brüchige und ungesunde Struktur des Schulsystems mit sich bringt. Das kann ich aber alles irgendwie nicht so, wie diese Herzdamen. Dafür bin ich zu sehr rage. Mir gelingt es eher – inzwischen – einfach loszulegen. Ich belasse es bei all den Diskussionen …

Lesestoff: Komm zu Wort! 1 von Doris Fischer und Christina Kellner

(erschienen und freundlicher Weise zur Verfügung gestellt vom Finken-Verlag GmbH) Als klar war, dass ich zwei Flüchtlingen dabei helfen würde, Deutsch zu lernen, bin ich erstmal auf die Suche nach Ideen gegangen. Die Recherche verlief durchwachsen. Ideensammlung erstellt Viele eigene Ideen hatte ich selber schon im Kopf. Angefangen bei Schreibübungen, über Rollenspiele alltäglicher Situation, bis hin zu Karten- und Reisespielen meiner Kerle war einiges dabei. Meine Suche im Netz führte mich zum einen auf die Seite des Goethe-Instituts. Dafür hätte ich mich einmal mehr im Netz registrieren müssen und es war mir in dem Moment nicht niedrigschwellig genug. Es musste schnell gehen. Jetzt, da ich meinen roten Faden habe, muss ich meine Registrierung aus reinem Interesse doch mal noch nachholen. Zudem habe ich Gespräche mit Menschen geführt, die sich in diesem Metier auskennen und bewegen. Zumindest sollten. Dazu zählen in der Regel auch Grundschullehrer und prompt bekam ich von einer Lehrerin den Hinweis auf den Finken-Verlag, welchen ich wiederum kurz vorher bei der lieben Frau Weh entdeckt hatte. Verlagsmaterial Ich nahm den Kontakt auf und …

Wir lernen Deutsch. (2)

So. Ich bin etwas verwirrt. Bin mir nicht sicher, wohin mich dieser Blogartikel führen wird. So viel zu Beginn: Einen Lehrplan, wie man Jugendlichen aus Syrien, Aserbaidschan oder dem Iran Deutsch beibringt, wird es hier nicht geben. Es ist eher ein Blick auf die vergangenen Tage. Wir haben viel in den Weihnachtsferien gelernt. Die beiden Jugendlichen hatten einiges aufzuholen und es freut mich, wenn ich sehe, dass der Wortschatz jedes Mal was größer geworden ist. Wenn Fragen wie „Was ist das?“ oder „Wo ist das?“ oder „Wie geht es dir?“ richtig angewendet werden. Wenn statt des Infintivs immer häufiger auch die 1.Person Singular verwendet wird. Mich freut das sehr. Wenn dann zeitgleich etwas total anderes an Hauptbahnhöfen geschieht, wenn die Medien plötzlich Informationen lostreten, die nicht journalistisch aufbereitet wurden. Wenn von ausländischen Flüchtlingen gesprochen wird, die unser abendländisches Frauenbild nicht akzeptieren, sogar zu sexualisierter Gewalt übergehen. Ich merke, wie sich mir die Haare aufstellen, wenn alle über einen Kamm geschert werden. Rassismus und Feminismus sind die Themen, die mich neben meinem MamaSein gerade umtreiben. Ich …

Wir lernen Deutsch. (1)

So. Da es in den kommenden Wochen vielleicht häufiger immer mal wieder einen Blogpost zu meinem Deutschunterricht mit den (noch) zwei geflüchteten Jugendlichen gibt, starte ich mal eine neue BlogartikelReihe. Ja, es gibt noch die zwei vorangegangenen Posts, in denen ich von meiner ersten Stunde und dem zweiten Aufeinandertreffen berichte. Lest selbst einfach nach, wenn es euch interessiert. Meine Arbeit mit diesen beiden Jungs macht unglaublich viel Spaß. Heute kam ich nach Hause und stellte beim Ablegen der Garderobe fest „An mir ist der Welt eine Lehrerin verloren gegangen.“ Sagt man so, oder? Zumindest an meiner Freude und Leidenschaft für diesen Beruf. Mir bereitet die Zeit mit den beiden Jugendlichen nicht nur viel Freude. Ich fühle eine Leidenschaft in und für die Sache, die ich kaum beschreiben kann. Sie ist in der Tat so hoch, wie meine Begeisterung als Mama voll für meine Kinder Zuhause zu sein. Ein Versuch es in Worte zu fassen, würde so aussehen: * Ich habe das Gefühl, absolut das Richtige zu tun. * Ich merke, dass die Jungs dankbar sind. …

Deutsch als zweite Fremdsprache

Hochmotiviert nach meinem ersten Zusammentreffen mit den zwei geflüchteten Jugendlichen, machte ich mich in jeder freien Minute auf die Suche nach Material. Noch am selben Abend rief ich über twitter aus, dass uns ein Drucker fehlt und ich dadurch mein Material von Lingo4you GbR schon mal nicht ausdrucken können würde. Es dauerte wirklich keine 15 Minuten und ich erhielt die Zusage, dass sich das Material auf dem Weg zu mir befindet. Das war unglaublich und eine total wertvolle Reaktion, die mich noch mehr in meinem Ansinnen bestärkt hat. Ich rief wieder bei Ralf an und fragte, ob Interesse, Zeit und Raum bestünde noch dieselbe Woche eine weitere Unterrichtseinheit durchzuführen. Die Motivation von der anderen Seite war ebenfalls sehr hoch und zack, stand der zweite Termin. Einen Tag später erhielt ich vom finken Verlag die Zusage, dass sie sich vorstellen könnten mir als Rezensionsexemplar „Komm zu Wort! 1- Hör-Bilder-Buch“ mit TING-Stift zur Verfügung zu stellen. Eine Rezension folgt, doch so viel sei gesagt: Ich mag den finken Verlag schon jetzt. Eine Lehrerin, die geflüchteten Grundschulkindern Förderunterricht …

Deutschunterricht für geflüchtete Jugendliche

Diese Woche war es also endlich soweit. Das erste Mal, dass ich mich in einem Kontext wieder fand, um Deutsch als Zweitsprache zu vermitteln. Als Ehrenamtliche. Als Frau. Als Mensch, dessen Alltag schon recht voll ist. Alltag versus noch ein weiterer Termin Ich schreibe das, weil ich so ehrlich sein möchte, dass ich auf der Fahrt zum Treffpunkt wirklich stark mit mir gehadert habe. Noch am Vormittag hatte ich im Netz von einer Bloggerkollegin gelesen, die wirklich auf dem Zahnfleisch kriecht. Die das Gefühl hat all ihren vermeintlichen Verpflichtungen, ihren Kindern, sich selber einfach nicht mehr gerecht zu werden. Unter Druck gesetzt von vielen SuperMOMs, die sich oft gar nicht als solche darstellen wollen und auch nicht als Superheldinnen fühlen, aber die scheinbar allerschönste und perfekteste Weihnachtszeit erleben. Ich muss sagen, ich kenne das. Auf der Fahrt zu meiner ersten Deutschstunde fühlte ich mich also unvorbereitet, war gerade aus dem Bett meiner Kinder gekrabbelt, die eben nicht per Lichtschalterdruck schlafen, und hatte meinen Mann heute noch nicht wirklich gesehen. Geschweige denn bewusste Konversation geführt. Alles …

In Sachen #Konsumauszeit (1)

Ich habe gerade spontan entschieden an den Dienstagen ebenfalls ein kurzes Update bzgl. unserer Konsumauszeit zu liefern, die bei uns ja vermutlich bis Weihnachten, daher also bis zum Ende des Jahres gehen wird. Zunächst: Die Reaktionen aus unserem Umfeld sind wie immer bunt gemischt. Von „Wow!“ über „Ich mache auch mit und zwar so…“ bis hin zu „Ich könnte das jetzt nicht.“ oder verhaltenem Kopfschütteln ist wirklich immer alles dabei. Feinfühligkeit stellt sich ein Noch während die Entscheidung getroffen wird, an diesem Projekt teilzunehmen, ist man ja im Kopf durchgegangen, welche Lebensbereiche betroffen sind. Da sind eben die Adventskalender – an den für mein liebes Patenkind hatte ich zum Zeitpunkt des Blogposts gar nicht mehr gedacht – oder das Laterne basteln und der damit zusammenhängende Umzug, bei dem man sich im Anschluss ein Würstchen oder was Warmes zu trinken kaufen könnte. Nachdem ich heute morgen dann eines der Kinder in den Kindergarten gebracht hatte, stellte sich bei mir gleich der Gedanke ein: „Ok, wenn ich schon unterwegs bin, was kann ich aus der Stadt mitbringen?“ – …