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Kulmine. Die Monatsblutung: Kein Tabu.

(Werbung.) Es ist schon verrückt, doch ich habe es gerade das erste Mal geschafft völlig ohne irgendwelche Wegwerfprodukte hinsichtlich meiner Monatsblutung klarzukommen, da habe ich die Gelegenheit Kulmine in meine “Gute Sachen” – Liste aufzunehmen. Das lässt mein Herz tatsächlich etwas kräftiger pochen. Aber spulen wir nochmal zurück. Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte ich keinen Schimmer von Stoffbinden. Während wir Minimalismus und Nachhaltigkeit für uns als Familie entdeckten, wurde lediglich unsere Müllproduktion zu einem Thema, das wir angehen wollten. Nicht meine monatliche Blutung. Mit meinen days of thunder (=Menstruation) hatte das also eigentlich nichts zu tun. So kamen wir auf die Idee unser erstes Baby mit Stoffwindeln zu wickeln. Das war super und wir hatten viel weniger Müll. Aber immer noch musste ich mindestens einmal im Monat zwei Mülltüten aus dem Bad entsorgen. Binden und Tampons machten hierbei 85% der Masse aus. Das war irgendwie unzufriedenstellend. Tabuthema: Monatsblutung So kam ich mit Freundinnen ins Gespräch. Eine sprach ganz natürlich von einer LadyCup – in der Anwesenheit von Männern! Das war …

Inter:view mit Juramama

Ich kann es noch gar nicht richtig glauben. Aber ich habe ein Interview mit Nina von Juramama ergattert. Irgendwann in den vergangenen Wochen stolperte ich über ihren Blog, in dem sie zu dem Zeitpunkt über den #KiTaStreik schrieb. Sie hatte zusammengestellt, was eigentlich warum wie läuft und außerdem die ein oder andere Idee, wie wir Eltern die Menschen, die wir auf unsere kostbarsten Schätze Acht geben lassen, unterstützen können. Ihr letzter Artikel erschien vor etwa einer Woche in der Öffentlichkeit und rollte mit einer Kraft durchs Netz – oder zumindest durch meine SocialMediaKanäle – dass ich echt sprachlos meine TL’s beobachtete. Und dann, dann entdeckte ich zum wiederholten Mal, dass sich da jemand auf mamadenkt zu einem längeren Artikel für eine etablierte Zeitschrift hat inspirieren lassen.  Ohne Hinweis an die Urheberin. Wieso auch? (Ich bin gespannt, was hieraus wird, nicht wahr?!?) Mit manchen Menschen kommt man auf diese Weise ins Gespräch und landet mitten in der Nacht vor einem Nutellaglas mit Smartphone neben dran. Jedenfalls: Ich habe nachgefragt und Juramama hat geantwortet. Nina, kannst du dich schnell entscheiden? Zeig mal. Tee oder Kaffee? …

Das Leben wird einfacher sein. Elvira Knopfs Kolumne.

Mein Name ist Knopf. Elvira Knopf. Ich wohne in der Schubertstraße 43. Ein gelbes Mehrfamilienhaus. Meine Wohnungstür befindet sich gegenüber von Herrn Lehmann, dem alten miesepetrigen Kauz, dessen übelriechenden Schuhe immer das gesamte Treppenhaus einen SchweizerkäseGestank verleihen. Über mir wohnt der freundliche junge Mann. Er ist bestimmt Student und lernt irgendwas weltveränderndes. Politologie oder sowas. Ein ganz sympathischer und höflicher Student, der einem die Tür aufhält und auch für Herrn Lehmann ein Lächeln bereit hält. Wenn mir das schon nicht gelingen mag, dann ist ihm sein guter Wille hoch anzurechnen. Unter mir wohnt diese alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Manchmal scheint sie auch eine PatchworkMutter zu sein. Abhängig davon, mit welchem jungen Vater sie sich gerade leiert sieht. Der letzte schien noch gar kein Vater zu sein, daher hielt die Bekanntschaft wohlmöglich auch nicht lange. Ein sabberndes, Breispuckendes 13Monate altes Kind ist eben nicht jeder Manns Sache. Außerdem wohnt da noch die türkische Familie von Murat. Den Nachnamen kenne ich leider nicht. Ich gestehe, ich kann ihn nicht aussprechen. Frau Meyer wohnt ganz unten, um nicht …

LeseStoff: HypnoBirthing. von Marie F. Mongan

Die letzten Morgen lag ich jedes Mal schon wach im Bett, bevor das große Brabbeln, Krabbeln und Husten begonnen hatte, und habe darüber nachgedacht, wie ich dieses HypnoBirthing anderen Frauen vorstellen könnte. Da wird mich in meinem RealLife sowieso wieder jeder schräg anschauen. Ich probiere es einfach mal. Worum es bei HypnoBirthing geht? Die Autorin des Buches geht davon aus, dass eine gesunde Frau, die ein gesundes Kind erwartet durchaus eine sanfte, sichere und nahezu schmerzfreie Geburt erleben kann. Schmerzfrei? Schmerzfrei. Eine Geburt ohne Schreien, Stöhnen, Pressen, Keuchen und all die Dinge, die diesem Erlebnis etwas Unerfreuliches beimessen. Eine der ersten Thesen in meinem ersten GeburtsvorbereitungsKurs lautete: “Die Hebamme im Krankenhaus hat die Aufgabe euch aus diesem Dreieck herauszuholen: Angst – Spannung-Schmerz. Für jede ist das erst Mal das Hauptziel bzw. darauf wird sie als erstes achten. Ihr könnt dazu beitragen.” Diese These findet sich auch als eine der Grundlagen für die HypnoBirthing-Annahmen wieder. Wenn meine Angst vor der Geburt groß ist, dann werde ich mich vermutlich auch recht unentspannt in dieses Ereignis hineinbegeben. Erzählungen und Schilderungen anderer Frauen über grauenvolle …

Inter:view mit Sina Trinkwalder

Vor ein paar Tagen hatte ich die Möglichkeit tatsächlich mal ein paar Fragen an Sina Trinkwalder, die Gründerin und Macherin von manomama, zu richten. Denn ehrlich, es passiert mir häufig, dass ich im Netz unterwegs bin, bestimmte Seiten immer mal wieder ansurfe und mich frage, was machen diese Menschen eigentlich jetzt gerade? In diesem Moment? Wovon wird gerade ihr Tag bestimmt, vor welchen Herausforderungen stehen sie gerade? Scheint dort die Sonne? Trinken sie Kaffee oder grübeln am Schreibtisch? Deine twitterTimeLine beginnt morgens in der Regel mit “Erstmal Kaffee”. Schwarz? Mit Milch oder Zucker? Und wie beginnt denn der (dein) Tag in euren Hallen insgesamt? Immer unterschiedlich? Oder gibt es typische Abläufe? Erstmal Kaffee ist immer mit Milchschaumherzchen ;) Meine Ladies und Gents sind da längst am arbeiten, da sie nach eigener Wahl oft um sechs schon anfangen. Es gibt kein Ritual, jeder macht da weiter, wo er gestern aufgehört hat. Was macht manomama aus und vor allem, so anders als die meisten anderen Unternehmen in der TextilBranche? Wir machen schlichtweg alles anders: Sourcen nur in …

SommerSpielIdeen für drinnen

Die meisten von euch assoziieren mit SommerSpielIdeen vermutlich eine Reihe von “OutdoorSpielVorschlägen”. Mit Recht wie ich finde. Ich habe für mich und meine Kids jedoch festgestellt, dass ich gerade im Sommer auch die ein oder andere “IndoorSpielIdee” parat haben muss. Denn 1. vertrage ich (mein HautTyp) die starke Sonne und Wärme nicht. Außerdem fehlt mir 2. oft bei meiner Suche im Netz die ein oder andere Idee, die sich auch innerhalb meiner vier Wände durchführen lässt, während draußen MittagsHitze herrscht. Mal abgesehen davon, liegt mir 3. meine Hautärztin immer wieder in den Ohren zwischen 11Uhr und 15Uhr direkte Sonneneinstrahlung zu meiden. In der Regel lassen wir uns dann erst gegen 16Uhr, manchmal auch erst um 17Uhr draußen blicken. Dann werden Fallen gebaut, Regenwürmer gesucht, Blumen gegossen, mit Wasser geplantscht, Fußball gespielt und Fahrrad gefahren. Für diese Augenblicke brauche ich schlichtweg keinen Einfallsreichtum. Meine Kinder hingegen davon zu überzeugen, dass wir noch nicht um 14Uhr oder 15Uhr vor die Tür gehen, gerade als Kleinkinder, das fand ich immer sehr anstrengend und schwierig. Bis ich Montessori für uns entdeckte und die …

Inter:view mit Jumana Mattukat

Könnt ihr euch an meine BuchRezension zu “Mami, ist das vegan?” erinnern? Das Buch ist toll. Doch jetzt kommt’s. Jumana, die Autorin also, hat diesen BlogArtikel entdeckt und wir kamen via Mail miteinander ins Gespräch. Auf meine Frage, ob sie Lust und Zeit auf die Beantwortung einiger Fragen hätte, antwortete sie mit einem “Ja.” Und zack! ein paar Tage später hatte ich mein Interview. Vielen Dank schon mal an dieser Stelle für deine Zeit und Freundlichkeit, Jumana. Es kommt aber noch besser: Unter all denjenigen von euch, die bis Freitag (13.06.2014, um 00:00h) nächster Woche einen Kommentar unter diesem Post hinterlassen, werden drei Exemplare von “Mami, ist das vegan?” verschenkt. (Hier ein herzliches Danke an den Verlag.) Die Beschenkten werde ich via Losverfahren ermitteln. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.   Liebe Jumana, ich kenne dich durch dein Buch “Mami, ist das vegan?”. Du bist aber auch im Fernsehen tätig (gewesen), so dass man dich auch von dort kennen könnte? Man könnte mich mal bei NBC GIGA, beim WDR und bei heimatLIVE gesehen haben und kann immer Videos aus …

Lesestoff: Vegan, regional, saisonal von Lisa Pfleger

Als ich in meiner Küche reduzierte, kamen auch meine KochBücher “unter den Hammer”. Meine gesammelten KochZeitschriften habe ich erst kürzlich verschenkt und fühle mich seitdem sehr viel befreiter. Nicht nur, dass diese Hefte Platz im KüchenBlock einnahmen. Jedes Mal, wenn mein Blick auf sie fiel, war auch das schlechte Gewissen zur Stelle, schon länger nicht mehr reingeschaut und so viele Gerichte noch nicht nachgekocht zu haben. Doch in der Regel: * … fehlen die Zutaten. Ich habe keine vier unterschiedlichen Öl und EssigSorten zur Verfügung. Klar, ich könnte einfach den Essig nehmen, der auf meiner Arbeitsplatte steht. Das Gefühl nicht ganz nach Rezept gekocht zu haben bleibt. Und damit der Gedanke nicht so wirklich zu wissen, wie das abgebildete Gericht denn tatsächlich schmeckt. * … habe ich keine Zeit, um mehrere Stunden in der Küche zu stehen. Klar, es gibt auch einfache Rezepte. Aber die Rezepte, Arbeitsschritte, Handgriffe und Abläufe in der Küche sind immer anders. Manchmal muss man so viel Vorarbeit für ein WunschGericht mitbedenken – vor allem im Haushalt mit KleinKindern – da dauert …

Muttertag

Seit etwa zwei Wochen frage ich mich, was ich von diesem Tag halten soll? Überall, in den Geschäften, Zeitschriften und im Internet wird dieser Tag wie Valentinstag, Ostern, Weihnachten oder Sankt Martin in Aussicht gestellt. In Zeitschriften gibt es jedes Jahr neu “die schönsten MuttertagsIdeen”. Im Kindergarten und in der Schule wird fleißig gebastelt und gewerkelt, um Mama eine Freude zu machen. Bilder werden gemalt, Blumen und Pralinen gekauft bzw. verkauft, Kekse gebacken, Karten geschrieben, Mütter mit der gesamten Familie ausgeführt oder aber allein ins Wellness und SPA geschickt. “Entspann mal.” – “Tu dir mal was Gutes.” – “…” Ich weiß einfach nicht, ob ich das toll finde oder nicht. Und dann zur Krönung landet auf meinem Bildschirm eine Seite, auf der mal “Klartext” gesprochen wird. Was Mütter sich wirklich wünschen… (Am Muttertag, versteht sich!) Was war das denn noch gleich? Ach ja, einmal in Ruhe aufessen oder einen ganzen Tag eine saubere Bluse tragen können. Einmal im Jahr mal weder Frühstückstisch decken noch abräumen müssen und den Tatort von Anfang bis Ende ungestört sehen können? …

LeseStoff: 2084. Noras Welt. von Jostein Gaarder

Klimawandel. GenerationenGerechtigkeit. Der blaue Planet. Verantwortung. Jugendliche. Das sind die fünf Worte, die mir (nach zwei Wochen) zu diesem Buch einfallen. Ich habe es zu Weihnachten geschenkt bekommen und sofort angefangen zu lesen. Allerdings stellte ich schnell fest, dass es eines der Bücher ist, von denen ich am liebsten einen Exzerpt anfertigen würde. Einfach weil es so voll ist mit guten und wertvollen Gedanken und Infragestellungen. Ich mag Infragestellung. Worum es geht: Nora ist 15 und wird in ein paar Tagen 16. Sie hat eine sehr große Phantasie und VorstellungsKraft. Ihre Träume am Tag und in der Nacht, ihre Imagination führt letztlich dazu, dass sie einen Psychologen aufsuchen soll. Nora stellt sich vor, wie 2084 aussehen wird? Sie verspürt Verantwortung für das Leben, das ihre vermeintlichen Nachkommen auf diesem Planeten leben werden. Wenn sie denn noch hier leben können. In ihren Träumen erlebt sie die Welt 2084 und ihre zukünftige Enkelin hält ihr vor, wie und was sie getan hat. Heute. Schwierig: An manchen Stellen erscheint mir die Geschichte holprig. Das mag aber auch an …