nachhaltig leben
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5 vor 12 und ich will die Welt verändern

Welt verändern 01

Ein neues Jahr hat begonnen und tatsächlich hab ich es in die 50 Top-Nachhaltigkeitsblogs einer Online-Druckerei für Werbetaschen geschafft. (Vielen Dank!) Besser kann es ja gar nicht laufen… Kann es nicht? Oh doch! Ich will die Welt verändern. Im Kleinen, im Großen, jeden Tag. Wohin? Zum Guten, denn ja, auch wenn ich besagte Diskussion über die Existenz von gut und böse hatte, ich glaube, dass es diese Kategorien gibt. Wir brauchen Kategorien wie gut und böse, um dazwischen die vielen Grautöne zu verorten und zu schauen, in welche Richtung wir uns entwickeln wollen. Sie sind nötig, um zu gestalten. Zum Positiven gestalten für möglichst viele Menschen auf diesem Erdball.

Die Welt verändern

Einer der Gründe, warum ich vor drei Monaten die #5vor12 ins Leben gerufen habe. Hier habt ihr die Möglichkeit mitzumachen. Eure fünf Ideen, Gedanken, Bilder und Linktipps zu sammeln, um Nachhaltigkeit umsetzbar und für jeden vorstellbar zu machen. Wie es funktioniert, findet ihr hier.

Zahl des Monats

17% – das ist meine Zahl. Kurz nach Weihnachten hat das Umweltbundesamt mal ein paar Zahlen zur Verfügung gestellt, was unsere Silvesternacht hier in Deutschland betrifft. Mal abgesehen davon, dass wir schon Jahre gab, in denen wir 200.000.000 Euro zum Jahreswechsel in den Himmel geballert haben, setzen wir damit 17% der im Jahr anfallenden Feinstaubbelastung frei, die durch den Straßenverkehr in Deutschland anfallen. 17 %. Ein Grund, nein, sogar zwei, nicht daran mitzuwirken. Wir haben stattdessen unser selbstgerechtes Konfetti geworfen und unserer Briefekette gefrönt.

Silvester mit Kinder 04

Upcycling-Idee

Für meine letzte Unterrichtsreihe an der Schule habe ich folgende Upcyclingidee auf YouTube entdeckt und ausprobiert. Schaut mal: Aus einem Tetra Pak ein Portemonnaie basteln in weniger als  fünf Minuten. Meine persönlich upgecycelten Geldbeutel wurden an Weihnachten verschenkt und ich habe vergessen Bilder davon zu machen. Die werde ich euch vielleicht noch nachreichen.

Food

Zu Weihnachten wurde ich mit wunderbar duftenden Quitten beschenkt. Das ist eine Frucht, die wir im Oktober und November auch in Deutschland ernten und einige Zeit im Keller lagern können. Daraus haben wir die Tage Quittenkonfekt erstellt. Ein Traum, wirklich! Zur nächsten Tee- und Kaffeezeremonie definitiv im Angebot für die Gäste.

Mein Rezept fürs Konfekt: 

2kg Quitten (waschen, entkernen und klein schneiden) mit etwas Zitronensaft und Wasser bedeckt 45 Minuten kochen. Danach abgießen und abtropfen lassen. Die weichen Quitten pürieren, mit dem Saft einer Apfelsine vermengen und mit der halben Menge an Zucker – etwa 750gr – verrühren und solange köcheln lassen, bis sich die Masse vom Topfboden löst. Danach auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verstreichen (1cm dick) und für 3h bei 100° Grad Umluft trocknen lassen. Zwischendurch immer wieder die feuchte Luft aus dem Backofen entweichen lassen.

Welt verändern 02

Im Anschluss habe ich das Konfekt noch zwei Tage so im Backofen austrocknen lassen. Lecker. Aufschneiden, in Boxen packen und ab in den Kühlschrank. Wie lange es sich hält? Das hängt vermutlich an uns?!!

Welt verändern 03

Anno Domini

Ein Haushaltstipp von meiner Oma: Fegen und kehren tun es meist auch. Wir können immens viel Strom sparen, wenn wir nicht dreimal täglich den Staubsauger in Betrieb nehmen. Wie hoch ist euer Stromverbrauch im Jahr? Kennt ihr die Stromfresser in eurer Wohnung? Auch damit lässt sich die Welt verändern. Zum Guten.

darum grüner 01

Link-Tipp

Im November habe ich an einem Wettbewerb teilgenommen. Nominiert wurden einige tolle Projekte, die sich an den 17 Zielen ausgerichtet haben. Diese 17 Ziele werden auf folgender Seite nahegebracht. Ihr findet hier jede Menge Informationsmaterial, aktuelle Projekte, Ideen und Videos, die dem Besucher der Seite Zugang und einen Einstieg in die Inhalte der 17 Ziele bieten möchte.

Deine #5vor12

Das sind meine #5vor12. Wie lauten deine Gedanken, Tipps, Tricks und Links. Wie willst du die Welt verändern? Hast du heute Bilder gemacht?

Schreibe einen eigenen Blogpost zu den fünf Themen und veröffentliche ihn auf deinem Blog. Mit Bildern oder ohne, ist dir selbst überlassen. Füge deinen Link am 5. eines Monats unter meinen veröffentlichten Post zu 5 vor 12. Die Verlinkung geschieht per Inlinkz. Bis zum 11. des Monats um 5 vor 12:00 Uhr wird das möglich sein.

Verlinke innerhalb deines Beitrags auf meinen aktuellen Blogartikel zum „5 vor 12“, damit deine Leser auch einen Einblick in die Entdeckungen, Experimente und Rezeptideen in Sachen Nachhaltigkeit von den anderen Teilnehmenden gewinnen können.

9 Kommentare

  1. Tanja Heller sagt

    Die neuen Staubsauger verbrauchen kaum was, Rage. Ich stelle leere Tetrapacks in den Kühlschrank damit er voll wird und die Fläche nicht gekühlt werden muss. Hab ja nur eine Minibar. Trotzdem oft leer. Hab 700 kwh. Geht. Macht Spaß, die Kosten weiter zu senken. Ich liebe Rückzahlungen.
    Lg und grünes Weil. T.

    • Oh ich liebe auch Rückzahlungen. Und grüne Weils. Das mit dem Staubsauger… hab ich anders gehört. Ähnlich mit dem Fön. Na ja, ich versuche beides einfach selten einzusetzen. Grundsätzlich. Das mit Staubsauger ist für uns nur echt eine Herausforderung.

  2. Sabrina sagt

    Oooh, das Quittenkonfekt ist super lecker, das hält bestimmt nicht lange 🙂 Mein Mann hatte vor 2 Jahren mal Quitten geschenkt bekommen und wir haben unter anderem Quittenkonfekt („Quittenbrot“) draus gemacht.
    Wir haben dieses Silvester auch gar nichts an Feuerwerk und Böllern gekauft. Ich brauch das sowieso nicht (höchstens ein, zwei schön glitzernde Dinger, aber vor allem die Böller hasse ich), aber mein Mann mag es. Wir wohnen in der Stadt, wenn alle Nachbarn fleissig böllern sieht man die gegenüberliegende Strassenseite nicht. Ich habe ernsthaft überlegt nur mit Atemschutzmaske raus zu gehen. Diesmal haben wir bei Freunden auf dem Land gefeiert. Keine Böller, Feuerwerk in der Ferne, das hat mir gefallen.
    ich bin ehrlich, ich weiss gar nicht was bei uns der grösste Stromfresser ist. Und wie viel Strom wir brauchen. Unnötige Verbraucher wie Wäschetrockner haben wir nicht, den Fön nutze ich nur im Notfall. Kaputte Leuchten werden durch LED ersetzt, Geräte möglichst nicht auf Standby. Ich vermute der Wasserkocher frisst viel Strom, und da ich meinen Tee frisch liebe (gerade schwarzer und grüner Tee schmeckt aus der Thermoskanne einfach… naja) kommt der mehrfach am Tag zum Einsatz. Den Staubsauger hole ich 1-2 mal die Woche raus. Da wir hauptsächlich mit Holz heizen entsteht im Winter unglaublich viel feiner Staub, der ist mit dem Besen nicht wirklich in den Griff zu kriegen. Vielleicht brauchen wir einen anderen Besen, aber dann müssten wir wieder etwas kaufen.
    Will dieses Jahr endlich mal mit der Konsumauszeit ernst machen. Viel kaufe ich eh nicht, aber gerade Künstlerbedarf, Bücher und Online-Kurse (die ich anfange aber nicht beende…) sind meine Schwächen. Aufbrauchen was da ist, den Stapel ungelesener Bücher abarbeiten und die Online-Kurse endlich fertig durcharbeiten. Ob das reicht die Welt zu verändern?

    • Hältst du uns irgendwo auf dem Laufenden, was deine Konsumauszeit angeht? Ich finde das immer total spannend. Das, was der Einzelne an Erfahrungen und Erlebnissen sammelt, ist jedes Mal total unterschiedlich und hat trotzdem auch Parallelen…

      Und was das Weltverändern angeht… wenn alle in kleinen Schritten anfangen, dann reißt es mit! Dazu wartet acuh noch ein Artikel in der Warteschleife. Wenngleich der auch etwas – puh! – erhellend nüchtern sein wird.

      • Sabrina sagt

        Im Moment schreibe ich nirgendwo über meine Erfahrungen. Vielleicht belebe ich meinen Blog irgendwann einmal, aber im Moment fehlt mir dazu die Motivation.
        Es wird bei mir ja auch keine komplette Konsumauszeit. Inspiriert hat mich dieser Artikel:
        http://www.raptitude.com/2017/12/go-deeper-not-wider/
        Und das versuche ich für mich jetzt auch mal umzusetzen.

        Ja, ich denke oft wenn alle nur ein bisschen mitmachen würden beim Weltverändern könnte so viel erreicht werden…! Kleinvieh macht halt auch Mist. Bin gespannt auf Deinen Artikel dazu!

  3. Öko-Theosoph sagt

    Ein Mensch sollte seine Willenskraft und Liebe vergrößern. Es ist wichtig, gesundheitsbewusst zu leben und sich unegoistisch zu verhalten. Es ist sinnvoll, die körperliche Leistungsfähigkeit zu vergrößern, diverse Herausforderungen zu meistern, die Natur zu schützen usw. Und dann sollte man sich morgens unmittelbar nach dem Aufwachen auf einen Wunsch konzentrieren und sich (nochmal) in den Schlaf sinken lassen. Durch Traumsteuerung (oder im halbwachen Zustand nach dem Aufwachen) kann man zu mystischen Erfahrungen (und Heilen wie Jesus) gelangen. Der Mensch (genauer: das Ich-Bewusstsein) kann mystische Erfahrungen nicht bewirken, sondern nur vorbereiten. Bestimmte Meditations- und Yoga-Techniken, Hypnose, Präkognition usw. sind gefährlich. Traumsteuerung ist auch ohne luzides Träumen (das u. U. gefährlich ist) möglich. Man sollte sich nur dann einen luziden Traum wünschen, wenn man durch Traumdeutung herausgefunden hat, dass man dafür die nötige Reife hat. Oder man kann sich vor dem Einschlafen wünschen, dass sich nur Dinge ereignen, für die man die nötige Reife hat. Es ist gefährlich, während eines luziden Traumes zu versuchen, den eigenen schlafenden Körper wahrzunehmen. Luzide Träume dürfen nicht durch externe Reize (Drogen, akustische Signale usw.) herbeigeführt werden. Man kann sich fragen, ob eine echte (nicht nur eine eingebildete) Zeitdehnung in Träumen möglich ist. Zudem, wie sich Schlaf-Erlebnisse von Tiefschlaf-Erlebnissen (und Nahtod-Erlebnissen usw.) unterscheiden. Die Bedeutung eines symbolischen Traumgeschehens kann individuell verschieden sein und kann sich im Laufe der Zeit ändern.
    Es bedeutet eine Entheiligung der Natur, wenn Traumforscher die Hirnströme von Schlafenden messen. Die Wissenschaft darf nicht alles erforschen. Es ist z. B. gefährlich, wenn ein Mensch erforscht, ob er einen freien Willen hat. Es ist denkbar, dass ein Mensch gerade durch die Erforschung der Beschaffenheit des Willens seinen freien Willen verliert. Zudem besteht die Gefahr, dass ein Mensch verrückt wird, wenn er sich fragt (wie schon vorgekommen), ob das Leben nur eine Illusion ist. Das Leben ist real. Es kann in Teilbereichen auf wissenschaftlichen (und technischen) Fortschritt verzichtet werden. Es ist z. B. falsch, Hochgeschwindigkeitszüge zu bauen. Man sollte möglichst dort wohnen, wo man arbeitet. Dadurch werden viele Privatfahrzeuge (nicht Firmenfahrzeuge) überflüssig. Es ist sinnvoll, überflüssige Dinge (Luxusgüter, Gottesdienste, Werbung, hohe leistungslose Einkommen, Kreditwesen, Urlaubsindustrie, Rüstung usw.) abzuschaffen. Der MIPS muss gesenkt werden (Regionalisierung senkt Transportkosten, ein Öko-Auto fährt über 50 Jahre, ein 1-Liter-Zweisitzer-Auto spart Sprit usw.). Ein Mensch kann im kleinen und einstöckigen 3-D-Druck-Haus (Wandstärke ca. 10 cm) mit Nano-Wärmedämmung wohnen. Wenn die Menschen sich ökologisch verhalten, kommt es zu einer günstigen Erwärmung im Winter. Denn das Klima ist (so wie das Leben) in der Lage, sich positiv weiterzuentwickeln. In der Medizin sollte u. a. die Linsermethode gegen Krampfadern (auch dicke) eingesetzt werden. Es ist wichtig, den Konsum von tierischen Produkten (und Süßigkeiten und Eis) zu reduzieren oder einzustellen. Hat man eine bestimmte Reife, kann man sich vegan ernähren oder von Urkost ernähren (oder sogar fast nahrungslos leben). Die berufliche 40-Stunden-Woche kann durch die 4-Stunden-Woche ersetzt werden (bei Abschaffung des Renteneintrittsalters). Wenn die Menschen sich richtig verhalten, werden die Berufe (zukünftig) zunehmend und beschleunigt an Bedeutung verlieren.

  4. Danke für den tollen Beitrag! Vor allem der Haustipp deiner Oma ist echt gut! Meine Oma gibt mir lediglich Tipps über Kunststoffdübel, Holzschrauben usw….

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