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Kinderbetreuung im Home Office veranschaulicht durch ein arbeitendes Legomännchen.

Kinderbetreuung im Home Office – 12 simple Ideen

Auf dem Sofa sitzend, noch immer ein wenig erschöpft durch den zurückliegenden grippalen Infekt, denke ich darüber nach, wie die kommenden drei Wochen in dieser Familie aussehen sollen? Die Kids werden morgens nicht das Haus verlassen und nicht zur Schule gehen. Wie soll das gehen? kinderbetreuung im Home Office.

Das Ziel ist klar: Es braucht Ideen, wie außerplanmäßige Schulschließungen, wochenlange Kinderbespaßung at home und kreative Programmpunkte aussehen könnten. Vor allem umsetzbar müssen sie sein, so dass auch wir dazu kommen, unseren Job im Home Office zu verrichten und die Kids sich weitestgehend eigenständig beschäftigen können. Zumindest über das ein oder andere Zeitfenster hinweg.

Kinderbetreuung im Home Office

Grundsätzliches mal vorab: Die Situation ist speziell. Mehr noch, sie ist Ergebnis eines Virus (das Corona – Virus) , das oder der die Menschheit nun schon seit einigen Wochen im Griff hat. Die Sorge um das Ausmaß und der Versuch entsprechende Vorbereitungen zu treffen, laufen seit Monaten. Die WHO hat am 11.03.2020 die Zustände als Pandemie bezeichnet.

Neben aller Panikmache in den Medien, treffe ich in den vergangenen Wochen gehäuft auf informierte Menschen und Experten, deren Anliegen es ist, Panik zu unterbinden und dennoch auf Brisanz und Lage aufmerksam zu machen.

Schulschließungen, Absagen von Veranstaltungen – open end

Aus Solidarität für die Nächsten rücken wir auseinander. Wir verzichten auf große Unterhaltungsevents, sagen Treffen und Sitzungen ab, um den Ausbruch eines für viele Menschen gefährlichen Virus auszubremsen. Dafür verzichten wir auf unnötige Sozialkontakte, denn auch wir könnten längst als Übeträger fungieren. Das macht Generationengerechtigkeit aus. (An dieser Stelle komme ich nicht drumherum zu schreiben, dass ich es großartig finde, wie fridaysforfuture auf aktuell anstehende Streiks – auf der Straße – verzichtet, um sich mit älteren Generationen zu solidarisieren. Stattdessen wird zum #netzstreikfürsklima aufgerufen und ich ziehe den Hut vor diesen sehr jungen, erwachsenen und verantwortungsvollen Menschen.)

Tagtraum oder nicht? Kann das wirklich sein?

Glauben kann ich das Ganze aber dennoch nicht so wirklich. Es ist surreal und ich kann einfach nicht fassen, dass alles geschlossen und abgesagt wird – mehr oder weniger. Im Laufe weniger Stunden wurden große Events unterbunden, Schulen- und Kindergärten geschlossen, Supermärkte gestürmt, Gottesdienste abgesagt und Feierlichkeiten bis auf weiteres verschoben. So etwas hat es noch nicht gegeben. Zumindest nicht in meinem Leben. Wir schreiben Geschichte und das in diesem Augenblick auf ganz besondere Weise.

Am Montag werden sich viele Eltern in der Situation befinden, ihre daheim gebliebenen Kinder irgendwie zu betreuen, sogar zu “beschulen”. Im besten Fall erhalten sie von Seiten der Schule und dem Lehrpersonal Unterstützung bei dieser Beschäftigung der Kids, indem zum Beispiel entsprechendes Lehrmaterial zusammen gestellt und digital verfügbar gemacht wird; wie bei uns.

Homeschooling versus nackter Realität

Grundsätzliches möchte ich vorab noch feststellen: Obwohl Sozialkontakte auf ein Höchstmaß reduziert werden sollen, machen es bestimmte Jobs notwendig zur Arbeit zu gehen. Es gibt Dinge, die lassen sich nicht remote, von zu Hause aus, im Home Office erledigen. Dafür brauchen wir Lösungen und ich hoffe so sehr, dass wir gute finden.

Und selbst wenn wir, mein Mann und ich, uns in der glücklichen Lage befinden, im Home Office arbeiten zu können, heißt das noch lange nicht, dass wir die Beschulung unserer Kinder mal eben übernehmen (können). Selbst die parallele Betreuung wird uns herausfordern und hoffentlich nicht an unsere Grenzen bringen.

Der Gedanke an die Kinderbetreuung im Home Office löst nicht romantische Homeschooling-Vorstellungen bei mir aus, wie ich sie vor Jahren mal gehabt habe. Denn natürlich wird von mir erwartet, dass ich mich meinen beruflichen Aufgaben widme, für die ich schließlich auch ein Gehalt gezahlt bekomme. Allerdings bin ich mir auch sicher, dass wir das schon irgendwie schaffen werden – als Familie. Was ich mir nicht wünsche, und das war in den letzten zwei Wochen der Fall, dass es so wird wie im Krankenlager. Denn dann hängt die ganze Arbeit meist an einer_m von uns beiden Großen, weil mindestens eine_r von uns auch krank ist – wie zuletzt. Dann ist und wird es schwierig.

Der Weg ist das Ziel

Zurück zur Kinderbetreuung im Home Office. Ich bin mir sehr sicher, dass das hier morgen nicht reibungslos verlaufen wird. Wir werden uns hier alle finden müssen. Denn: Wie so häufig ist Solidarität nicht nur erforderlich, sondern auch herausfordernd.

Fakt ist, die meisten Schulen sind bundesweit geschlossen. Das allein will schon was heißen. Doch da Infektionen an Schulen, in Kindergärten und Kindertagesstätten sehr viel Tempo aufnehmen können, ist und war das eine logische und alternativlose Entscheidung. Sie ist eine gute und wir müssen gemeinsam nach Lösungen und Strategien suchen, wie wir uns gegenseitig unterstützen können, ohne das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren: Die Kurve der Erkrankungen nicht explodieren zu lassen, sondern zu verlangsamen, kurz: #flattenthecurve. (Was es mit diesem begriff auf sich hat, könnt ihr hier in der T3n nachlesen.)

Was bedeutet das nun für Eltern und Sorgeberechtigte? Wir müssen (teilweise sehr) kreativ werden. Die einen wollen diese zusätzlich gewonnene Zeit mit Dingen, wie Baumhaus bauen und Kanufahrten füllen. Schön, wer das kann, wir leider nicht, da wir ja keinen Urlaub haben, sondern lediglich die Kinderbetreuung im Home Office stattfinden muss. Die anderen beschweren sich, lassen ein wenig Empörung über solche drastischen Maßnahmen erklingen und entscheiden weiterhin in der Öffentlichkeit unterwegs zu sein. “Was das Ganze denn soll, schließlich gäbe es noch Menschen, die arbeiten müssten.” Dass es hierbei gerade eher um die Entscheidung geht, ob es zu drei Wochen oder aber monatelangem Ausfall kommt, scheint noch nicht durchgedrungen zu sein.

Ich befürchte, dass es bei uns zu Hause auf Mandalas ausmalen und wilde Tobe-Einlagen hinauslaufen wird. (Zum Glück gibt es bei meinem Arbeitgeber aktuell ein Bewegungsprogramm fürs Home Office, das mich nach 40 Minuten eine kurze Bewegungspause einlegen lässt. Vielleicht verbinde ich die mit dem Toben der Kids… )

12 simple Ideen im Home Office

Damit wir morgens jedenfalls keinen Zirkus zu Hause haben – zumindest nicht mehr als sonst – und das Theater abends auch irgendwann ein Ende hat, habe ich mir mal die Mühe gemacht und zusammengetragen, wie die Kinderbetreuung hier in den nächsten Tagen aussehen wird.

Ein Wochenplan muss her

Bei uns läuft das im idealen Fall vermutlich so: Ich stehe um 6.00 Uhr auf, arbeite zwei Stunden, damit es um 8.00 Uhr Frühstück geben kann. Um 9.00 Uhr wird dann offiziell mit der Arbeit im Home Office begonnen. Die beiden Schulkinder sollen dann ihre schulischen Aufgaben erledigen. Das Kindergartenkind wird spannend: Malbuch malen? Wir werden sehen.

Um 10.00 Uhr gibt es eine kurze Pause für alle. Irgendwas Aktives, damit danach weitergearbeitet werden kann. Vielleicht was zum Schnausen oder eine Hörspielpause zum Abschluss.

Um 10.30 Uhr geht’s weiter mit der Schule und dem Kindergarten. Ich hoffe, dass der Kreativschrank uns irgendwie weiterhelfen wird. Außerdem wird es Bücher zum Vorlesen für die Katzen geben und einen Berg Puzzles.

Um 12.00 Uhr wird getobt und das Versprechen eingelöst, dass die Kids sich einer LernApp widmen dürfen. Danach wird experimentiert und sie erhalten ihre Challenge, damit wir kochen können. Zumindest eine_r von uns beiden.

Nach dem Mittagessen, wenn der Vormittag gut gelaufen ist, darf auch nochmal an den Tablets gespielt werden. Vielleicht die 30 Minuten, um beruflichen Aufgaben rund zu machen, nach dem Mittagessen. Dann ist Freizeit angesagt. Wir gehen raus, wenn das Wetter sich hält und werden weiter gesund.

Abends wird’s jetzt immer einen Kino-Abend geben. Denn auch wenn diese Woche beim Klimafasten die Unterhaltungselektronik ansteht: außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen.

Konkrete Beschäftigungsideen: simpel und eigenständig!

Das Ganze ist und bleibt natürlich ausbaufähig. Solltet ihr Gutes ausprobiert haben, gebt gerne Bescheid. Wir probieren gerne aus. Zu meinen eigenen Forscherwochern, die ich in unseren Ferien eingeführt habe, wird es wohl nicht kommen, denn: Ich muss ja arbeiten. Aber vielleicht nutzen wir die frei gewordene Zeit an den Nachmittagen. Denn Sport- und Kulturvereine haben ihr Programm ja auch erstmal bis auf weiteres auf Eis gelegt.

Simpel und eigenständig bedeutet, dass die Kids wissen, wo sich das nötige Material befindet, sich es gut selber handhaben können – ohne Hilfestellunegn unsererseits – und ich danach nicht mehr Arbeit mit aufräumen, aufwischen und in Ordnung bringen habe. Los geht’s.

Ihr findet im folgenden erstmal ganz viele Links, zu eigenen oder anderen Beiträgen, auf online-Plattformen, um digitales Lernen umzusetzen.

  1. Für kleinere Kinder findet ihr in diesen Spielideen für drinnen vielleicht die ein oder andere Anregung. Auf jeden Fall gibt es auf Pinterest ganz viel Ideen, die es sich lohnt abends mal durchzugehen, um auch zu checken, ob ihr alles dafür zu Hause habt. Sei es das selber machen von Kreide oder das Basteln einer Handpuppe aus alten Socken.
  2. Learnattack und scoyo bieten für die kommenden Wochen und Monate kostenfreie Zugänge zu ihren Lernprogrammen. Bei Learnattack könnt ihr euch für zwei monate einfach anmelden und an scoyo eine entsprechende E-Mail senden, dass eure Schulen geschlossen wurden.
  3. Dann gibt es jede Menge gute Apps, wie beispielsweise die Anton-App oder auch Apps wie Die MausApp oder die ElefantenApp.
  4. Gutes TV ist in diesen Zeiten Gold wert, sollte es doch mal regnen oder ihr die Kids nicht alleine rausgehen lassen können oder ihr einfach mal ‘ne Pause braucht: Wissen macht Ah!, Logo!, kika – das sind unsere Favoriten.
  5. kleines Projekt: Meine Kids habe ich Freitag gefragt, worauf sie Lust haben? Sie durften sich für die kommende Woche ein Thema aussuchen, Regenwürmer, Ninjas, Corona oder auch das Feenland – ganz egal. Die Aufgabe würde sein, sich jeden Tag mit der Thematik für eine halbe Stunde auseinanderzusetzen. Am Freitag soll es ein Produkt des Projekts geben: ein Buch, ein Plakat – irgendwas, das sie uns vorstellen können. Ja, ich weiß, irgendwie doch mit mehr Aufwand verbunden, sofern ich sicherstellen möchte, dass auch was dabei rumkommt und ich nicht nur die Berichterstattung der vergangenen Tage zum Corona-Virus mitgeteilt bekomme. Am liebsten hätte ich hier auch die ein oder andere Aufgabe eingespeist. Doch das muss ich mal noch abwarten, wie es diese erste Woche läuft.
  6. Psychohygiene für Mama – TOTAL wichtig und natürlich auch für Papa! Locker bleiben. Im schlimmsten Fall lernen die Kids nichts und ihr habt einen riesigen Berg an Arbeit nachzuarbeiten. ABER, die Alternative wäre, dass ein Virus eine komplette Gesellschaft lahmlegt. Tief durchatmen. Vielleicht lohnt es sich, nun doch einen twitter-Account anzulegen, auf Instagram Menschen anzutreffen, die sich in genau derselben Situation befinden, wie ihr. Wie ich, sei es hysterisch, erschöpft, leicht verzweifelt oder aber stolz, beruhigt und dankbar irgendwie doch nicht allein mit dieser Kinderbetreuung zu sein. Oder ihr gründet einen WA-Stammtisch, um im Gespräch zu bleiben.
  7. Kreativschrank zur Selbstbeschäftigung – spätestens JETZT lohnt sich dieser alte Schrank, die Schublade mit Bastel- und Spielkram für die Kids, an die sie immer dran dürfen. (Unseren habe ich erst letzte Woche entmüllt, nachdem ich es auf dem Sofa nicht mehr ausgehalten habe.)
  8. Wochen- und Menüplan für die Zeit während des Home Offices – DAS haben wir heute tatsächlich gemacht. Das Resultat seht ihr oben.
  9. DiYProjekt (erfordert ein wenig Vorbereitung im Vorfeld: für die Nachmittage, weil Sport- und Musikvereine auch erstmal ruhen. Kreide selbermachen, Gartenprojekt, Hochbeet anlegen, Laubhütte bauen)
  10. Challenges for the Kids – zu dritt müssen sie irgendwelche Herausforderungen meisten. angedacht für die Zeit, wenn wir mit dem Kochen beginnen und das Lernen oder Arbeiten an den Schulaufgaben erstmal ausläuft (alle zusammen müssen 10 Puzzles in 45 Minuten machen; alle duplo-Bausteine sollen verbaut werden, eine großartige Maschine erfinden und auf Tapete aufmalen, die genialste Bude bauen, Zimmer aufräumen, Gummibärchen aus einer riesigen Reisschüssel fischen finden auch die Großen toll…)
  11. Schokolade – Schokolade – Schokolade
  12. LÜK-Kästen, Lehrmaterial von der Schule oder auch Webseiten auf denen sich Ideen zu Experimenten finden (und die ich vorher noch gar nicht gekannt hatte) … Meine Freundin Melanie von glücklichscheitern hat außerdem einen Artikel in der t3n geteilt, in denen eine Reihe toller weiterer Apps und Links zusammengestellt sind, um digitales Lernen mal auszuprobieren.

Neben Pinterest gibt es viele tolle Bücher, mit noch viel mehr kreativen, einfachen und auch kurzweiligen Ideen. Ein Paar davon spiele ich euch die Woche über in meine Instagram-Story. Auf buch7.de könnt ihr sie euch easy nach Hause schicken lassen. Sowieso meine Empfehlung in diesen Zeiten, wenn es darum geht, Bücher zu bestellen und nicht in die Bücherei oder Buchhandlung gehen zu können.

Ein Kind schaut beim Trinken durch den Boden eines Glases und zieht eine Grimasse.
Auch das ist Home Office…

Ambitioniert? Mag sein, aber ein Plan für unsere Kinderbetreuung im Home Office. Eine Idee, an der wir uns entlang hangeln werden, einfach um in diese vor uns liegenden Wochen zu kommen. Denn ganz ehrlich: Lieber so, als diese Pandemie zu unterschätzen und dann schließlich nichts mehr tun zu können, sondern nur noch zuzuschauen, wie ein komplettes Gesundheitssystem zusammenbricht.

Wir können das schaffen. Ich will das glauben und das Beste aus der Situation machen. Was könnt ihr sonst noch so empfehlen? Ich freue mich auf eure Ideen und Tipps in den Kommentaren oder auf Social Media.

Regentropfen auf der Fensterscheibe vor einem dunklen Himmel MamaDenkt

Klimafasten – sieben Wochen ohne

Klimafasten – eigentlich ein ganz seltsamer und paradoxer Begriff , wenn wir ehrlich sind. Wie soll das gehen? Das Klima fasten… Das Klima ist überall, immer da, mal gut, mal schlecht – im Wandel, leider zum Negativen. Aufs Klima zu verzichten – unmöglich. Dabei ist es dann doch ganz einfach: Klimafasten heißt, sich in der Fastenzeit für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit einsetzen. Darum geht’s für diejenigen, die sich dieser Aktion anschließen und sich mit ihren Themen auseinandersetzen. Ganz einfach, könnte man meinen.

Klimafasten – Klimaschutz in der Fastenzeit

Und da sind wir auch schon mitten im Thema: Die nächsten sieben Wochen steht die Fastenzeit an. Die Stoffbeutel sind prallgefüllt mit Süßigkeiten, Schokoladenriegeln, Kaubonbons und Lutschern vom Karnevalsumzug. Der Weg entlang der Supermarktregale führt schon jetzt die nächste süsse Festivität vor Augen: Ostern. Und vorher? … wird gefastet. Der Verzicht auf was auch immer wird nahezu überall zelebriert: “Sieben Wochen ohne” heißt das Motto.

Das Klima schützen in der Fastenzeit

Wir befinden uns noch immer in diesem besonderen saisonalen Zeitfenster, in dem sich vieles rund um Neubeginn, Abnehmen, Frühjahrsputz (von Haus und Körper) und nicht zuletzt um die Fastenzeit dreht. Was das Fasten angeht, gibt es inzwischen zig verschiedene Dinge oder Verhaltensweisen, auf die wir verzichten können. Das WIE sieht dabei sehr unterschiedlich aus. Es gibt das Heilfasten, das Intervallfasten, Saft-Fasten, Früchte-Fasten, Fasten nach A und Fasten nach B. Bei allem geht es um Verzicht.

Ein Definitionsversuch der Begrifflichkeiten

Im Netz findet sich zum Beispiel diese Definition von Fasten:

“Als Fasten wird die völlige oder teilweise Enthaltung von allen oder bestimmten Speisen, Getränken und Genussmitteln über einen bestimmten Zeitraum … hinweg bezeichnet.”

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fasten, Stand 28.02.2020)

Da wir meist auf nur ein bestimmtes Genussmittel verzichten, handelt es sich bei vielen zur Zeit fastenden Menschen eher um eine Art Abstinenz und Enthaltung, die sie in ihren Alltag einbauen. (Auch das lässt sich in dem gefundenen Artikel nachlesen.)

An dieser Stelle muss ich an meine Ausbildungszeit denken. Damals lebten wir in einem Studentenwohnheim und eine Hand voll meiner Kommilitonen beschlossen das Heilfasten zu versuchen. Dabei verzichteten sie 5 bis 10 Tage auf feste Nahrung, was ich total befremdlich fand, mich bis heute jedoch sehr imponiert; denn selber habe ich mich noch nicht an ein solches Experiment herangetraut. Mehrere Wochen ohne Zucker haben gut funktioniert. Doch komplett auf Nahrung zu verzichten – das war mir bisland nicht möglich.

Die Ursprünge der Fastenzeit

Das Fasten hat sehr unterschiedliche Hintergünde: politische (Hungerstreik), gesundheitliche (Diäten, mit dem Ziel der Gewichtsreduktion oder aufgrund von Krankheiten) oder auch religiöse und spirituelle, die auf eine konzentriertere Wahrnehmung, einen geschärften Geist oder mehr Nähe zu Gott abzielen.

Wurzeln des Fastens finden sich in allen großen Weltreligionen wider – allerdings in ganz unterschiedlicher Form und Ausprägung. Im Islam gibt es den Ramadan, dessen Einhaltung ich während meiner Zeit in der Flüchtlingshilfe erlebt habe. Das Fasten ist eine der religiösen Pflichten aller Muslime und bedeutet von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang weder Speisen noch Getränke zu sich zu nehmen. Es gibt ein paar Ausnahmen, aufgrund derer Muslime von dieser Fastenpflicht entbunden sein können: menstruierende Frauen oder Mütter nach der Geburt, Kinder oder sich auf Reise befindende Muslime.

Das christliche Fasten hat seine Wurzeln in der jüdischen Tradition. Dabei handelt es sich häufig um die 40 Tage vor Ostern, an denen heute auf bestimmte Genussmittel, wie Schokolade, Zucker, Fleisch oder Alkohol verzichtet wird. Früher gab es in diesem Zeitfenster zwei festgelegte Tage, an denen komplett gefastet wurde, meist der Mittwoch und der Freitag. Mancherorts wird heute auch noch vor Weihnachten gefastet, um sich auf das Weihnachtsfest vorzubereiten – was allerdings insgesamt seltener vorkommt.

Wieso fasten wir heute? Wieso Klimafasten?

Aber warum fasten wir heute überhaupt noch? Wieso tun wir uns das an? Ist das nicht schon längst überholt?

Die einen verzichten auf Zucker, die anderen auf Fleisch oder das Smartphone. Es gibt so viele Dinge, auf die wir heute verzichten können. Ganz neu dazu gekommen in den letzten Jahren: Verpackungsfasten, Plastikfasten, Konsumfasten oder – wie oben im Titel genannt – Klimafasten.

Nun, ich faste, weil es mir ums Mindset geht und darum, dass ich Verzicht meist nur zu Anfang als solchen empfinde. Es dauert oft nicht lange und ich bin stolz, ohne eine bestimmte Sache auszukommen und ein Stückchen Freiheit dazu oder vielleicht sogar zurückerlangt zu haben.

O-Ton der anderen …

“Du machst dir doch was vor…” – “Wer’s braucht.” – “Mach du nur…”

Irgendwer, irgendwann einmal

Ja, ich weiß, dass manche_r so denkt. Vielleicht ist das sogar so. Das ist in Ordnung und ändert für mich inzwischen nichts mehr daran, mir weiterhin jedes Jahr die eine Sache herauszusuchen, auf die ich verzichte.

Dieses Jahr sind es sogar zwei Dinge, bei denen ich Verzicht üben möchte: Zum einen verzichten wir als Paar darauf, abends auf dem Sofa zu streamen, zu netflixen – uns berieseln zu lassen. Grund, wir wollen unsere Zeit wieder sinnvoller füllen: alleine, zu zweit oder auch als Familie und mit Freunden. Auch in Sachen Nachhaltigkeit ein Bonus, weil wir weniger Energie verbrauchen und unsere Geräte “schonen”. Bislang klappt das ziemlich gut.

Zum anderen finde ich die Aktion rund ums Klimafasten total sinnvoll und motivierend. Daher habe ich beschlossen durch Blogbeiträge in den kommenden sieben Wochen auf die Themen und Inhalte der Aktion aufmerksam zu machen. Außerdem will ich unsere Hebel als Familie suchen und ausprobieren, um zum Beispiel in Sachen Mobilität nachhaltiger unterwegs zu sein.

Klimafasten für mehr Gerechtigkeit heute – und in Zukunft

Was hat es nun mit diesem Klimafasten genau auf sich? Es handelt sich hierbei um eine kirchliche Aktion, mit folgendem Ziel:

Klimafasten

“Mit dieser Fastenaktion stellen wir uns in die christliche Tradition, die in der Zeit vor Ostern des Leidens gedenkt und bewusst Verzicht übt, um frei zu werden für neue Gedanken und andere Verhaltensweisen.”

Quelle: https://www.klimafasten.de/, Stand: 28.02.2020

Themenwahl zum Klimafasten

Die Aktion ermöglicht es sowohl offline als auch online auf Materialien zuzugreifen und sich gemeinsam mit anderen auf den Weg zu machen. Jede Woche besitzt dabei ein ganz eigenes Thema, die ich euch hier verlinkt und mal kurz und knapp zusammengestellt habe:

  • In Woche EINS geht es um den ökologischen Fußabdruck,
  • in Woche ZWEI um Energie
  • in Woche DREI um Lebensmittelretten
  • in Woche VIER um Elektronik-Konsum
  • in Woche FÜNF um Mobilität und nachhaltiges Reisen
  • in Woche SECHS um Plastikfreies Leben
  • und in Woche SIEBEN um Gemeinsame Veränderungen

Diese Themen haben nicht nur ein Mal im Jahr eine Bedeutung. Wie brauchen große Veränderungen, für die wir uns zusammentun dürfen und müssen.

Vielleicht kommen wir ja an den Punkt und können manches zwei, drei oder vier Wochen länger durchziehen. Schließlich erreichen wir dann erst die 65 Tage, die es braucht, um eingefahrene Verhaltensmuster zu verändern und neue zu etablieren. Was meint ihr? Ich versuche die Fastenzeit für uns zu nutzen,

  • langfristige Verhaltensänderungen für mich umzusetzen und
  • sehr konkret Klimaschutz und Klimagerechtigkeit zu praktizieren.

Denn wie es mein Jahresmotto so schön auf den Punkt bringt: Machen ist wie wollen – nur krasser!

Wolken ziehen über den Himmel und in der Ferne sind Windräder zu sehen. MamaDenkt

Machen ist wie wollen – nur krasser. Mein Jahresmotto

Es ist schon paradox. Machen ist wie wollen – nur krasser. Da ist mein Jahresmotto, mit dem ich mich dieses Jahr 2020 aufs Machen konzentrieren wollte und dann dauert es acht Wochen, bis der erste Blogbeitrag erscheint. Machen statt reden. Machen statt wollen. Denn ja, Machen ist wie wollen, nur krasser. Vielleicht ist aber auch genau das der Hintergrund, warum es so lange gedauert hat, bis ich mich rühre.

Machen ist wie wollen

Die Suche nach einem passenden Wort für dieses Jahr ist mir so schwer gefallen, weil ich mich gefragt habe, wo ich eigentlich stehe? Was soll das Schreiben und Texten? Was sollen Diskussionen und Komunikation via Twitter, Instagram und Whats App, wenn es doch auf all diesen Kanälen so einfach ist, sich totzustellen. Nicht zu antworten, nicht zu reagieren und den Status Quo hinzunehmen oder aber so zu tun, als wäre ich absolute Weltverbesserin…

Mir geht es schon seit letztem Jahr so, dass ich nicht mehr die Zeitfenster finde, in denen ich meine Gedanken festhalte. In denen ich blogge. Meine Kooperationspartenr habe ich sträflich vernachlässigt, weil ich ihnen auch keinen inhaltslosen Content bieten wollte. Also, habe ich geschwiegen und mich gefragt, was möchte ich nicht?

Was möchte ich nicht machen?

Ich möchte nicht mehr mitten in der Nacht schreiben. Mich stört das immer nur reden und sich austauschen und nicht im wahren Leben in die Gänge kommen; sowohl bei mir als auch bei den anderen. Ich möchte nicht mehr meinen Platz in dieser bunten großen Online-Welt erkämpfen, denn ich habe erkannt, den habe ich schon.

Was will ich denn?

Alles mögliche. Wirklich, ich will alles. Angefangen vom Weltfrieden, will ich, dass wir ALLE unser Konsumverhalten verändern. Ich will, dass wir unseren Kindern beibringen verantwortungsvoller mit diesem Planeten und unserem Leben umzugehen als wir das bislang getan haben.

Ich will ein Maschinenbaustudium haben oder nochmal studieren, ohne Leistungsnachweise erbringen zu müssen. Ich will Lösungen für die Probleme unserer Zeit finden und sie in die Welt hinausschreien, damit alle sie hören. Ich will das Plastik im Meer eliminieren, Unternehmen verbieten nur auf Wachstum und Profit auszusein und Artenvielfalt erhalten.

Ich will Eis essen und mit meiner Familie die Beine hochlegen, ich will gärtnern. Ich will die Alte Schule endlich fertig renoviert haben und Lösungen für gemeinsames Leben schaffen. Ich will ein Tiny House im Garten stehen haben, ich will zimmern wie schreinern und einen Rasenmäher reparieren können. Ich will auf dem Rücken eines riesigen Drachen und einer riesigen Zuckerwatte in der Hand durch und über die Wolken fliegen. Ich will laufen, einfach nur laufen – über Wiesen, durch tiefe Täler und hinauf auf die zerklüftetsten Gebirgsketten.

Ich will, ich will, ich will…

Mein Jahresmotto: Machen ist wie wollen.

Inzwischen ist mein Jahresmotto ein Muss. Ich kann gar nicht anders, als am Ende eines Jahres zurückzublicken, mir Gedanken darüber zu machen, was passiert ist, was gut war, was herausfordernd und was vielleicht sogar eine Art Krise. Diese Gedanken stellen sich ganz normal zwischen den Jahren ein, um mich dann zu fragen: „Wohin soll es eigentlich gehen?“

Rückblick: Leichter leben

Das vergangene Jahr ging es um „leichter leben“ und zwar in vielerlei Hinsicht. Ich wollte leichter durchs Leben gehen. Vor allem in einer Zeit, in der viele Dinge geschehen, bei denen ich Schwere, Krise und irgendwie auch Katastrophe empfinde, sowohl privat als auch gesamtgesellschaftlich. Wir stehen als Zivilisation vor so krassen Entscheidungssituationen und lassen uns so unglaublich schnell und oftmals gerne das Blatt aus der Hand nehmen.
Seien es Entscheidungen rund um den Klimaschutz, den Verlust unserer Artenvielfalt, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe für alle. Das kann das ein oder andere Mal schwer auf den Schultern liegen. Ich danke dabei an Finanzen, Lebensraum, Flüchtlingsströme, existenzielle Herausforderungen, die Vereinbarung von Beruf und Familie oder auch die Frage nach meinen ganz persönlichen Werten.

Wie sieht in all dem “leichter leben” aus?

Ich habe versucht, mich den Themen zuzuwenden, die mir Energie geben, sowohl im Job als auch in meiner Freizeit. Mein Mindset proaktiv zu beeinflussen fand ich ganz besonders herausfordernd. Meine Kollegin und Freundin erinnert mich immer wieder daran, wenn sie mich auf den „geprügelten Hund“ hinweist, der in mir schlummert.

Zum leichter Leben gehörte für mich aber auch, dass ich mich wieder wohler in meinem Körper fühle. Sport und Bewegung habe ich im vergangenen Jahr wieder viel mehr in mein Leben geholt, so dass ich in den vergangenen sechs Monaten mindestens dreimal in der Woche draußen unterwegs war. Der Verlust von Gewicht ist ein „leichter leben“, dass sich dann auch irgendwann bemerkbar gemacht hat.

Nicht zuletzt habe ich mich auch von Menschen distanziert, die mich viel Kraft gekostet haben. Beziehungen bewusst beendet, weil ich letztlich nur als Mülleimer fungiert habe oder aber akzeptieren musste, dass der/die andere der gemeinsamen Beziehung keinen Wert mehr beigemessen hat. Das war das schmerzlichste des zurückliegenden Jahres.

Ausblick: Machen ist wie Wollen

Dieses Jahr will ich mir dieses leichter leben erhalten und noch mehr darauf konzentrieren zu machen.

Warum ich dann noch nicht gebloggt habe? Offline hat bei diesem Motto einfach mehr Priorität, so dass ich am 02.01. um 8.25 Uhr meinen fast drei Jahre alten Massage-Gutschein eingelöst habe.

Mein erster Workshop für zwei Klassen der 7. Jahrgangsstufe habe ich letzten Freitag gehalten und noch heute Abend werde ich mich bei der Vorbereitung einer Projektwoche im Rahmen von Klimaschutz und Nachhaltigkeit einbringen.

Für diesen Blog entwickel ich gerade einen Redaktionsplan, damit ich auch hier weiterhin über Themen, die mir wichtig sind, berichten kann. Zwei sehr aktuelle habe ich schon in der Pipeline. Zum einen wird es um Elektromobilität gehen, zum anderen um die Frage nach unserem Streaming-Verhalten und was das mit unserer Ökobilanz zu tun hat.

MamaDenkt im Jahr 2020

Ich verwalte diesen Blog nun schon relativ lange. Dieses Jahr werden es sage und schreibe acht Jahre. Es gab viele Höhen und Tiefen, das betrifft sowohl diesen Blog als auch unser ganz alltägliches Leben.

Wir haben ein Haus gekauft, waren vorher auf Abenteuer-Tour durch Skandinavien, um dann einige Monate bei den Nachbarn Unterschlupf zu finden, ein drittes Kind auf die Welt zu bringen und ein Haus nahezu „kernzusanieren“.

Das Thema Erschöpfung, Wiedereinstieg in den Beruf als Sozialarbeiterin in der Flüchtlingshilfe und fortwährendes Arbeiten und Schaffen am Haus waren Teil dieses Lebens. 2020 habe ich einen Job, der es mir ermöglicht remote work zu leben und die damit verbundenen Vorzüge zu erleben. Ich darf meine Stärken und meine Leidenschaft, mein Potential und all meine Energie an den Punkten einbringen, die mich antreiben und noch mehr Energie entstehen lassen. Das ist ein ganz großes Geschenk und wünsche ich jeder_m von euch.

Ausblick: NUR KRASSER

Was heißt das jetzt aber konkret? Machen ist wie wollen – nur krasser. Plötzlich bleibt es nictht bei runtergeschriebenen Gedanken. Es geht nicht darum, darüber zu diskutieren, was gemacht werden könnte, um diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Es geht auch nicht darum, sich mit ein paar wenigen guten Einfällen in positives Licht zu stellen.

Loslegen und staunen. Das ist das, was ich in den vergangenen Wochen erlebt habe. Zwar habe ich mich hier im Netz nur sehr reduziert zu Wort gemeldet. Dafür habe ich offline Rede und Antwort gestanden. Es gab schon einen Workshop mit zwei Klassen der Mittelstufe, wir haben eine Parents 4 Future – Gruppe in unserer Region gegründet und als Familie einen Plan für unseren Garten erstellt. Sport ist endlich, endlich wieder Inhalt des Alltages.

Wir sind spontan in den Norden gefahren, haben das Universum in Bremen besucht, Familie seit langem weidergesehen, alte Freunde auf dem Spielplatz getroffen und Elternarbeit an unseren Schulen mitgestaltet. Es gibt viele weitere Dinge, die ich auf der imaginären ToDo-Liste stehen habe:

  • einen gesunden Nutzgarten anlegen
  • pilgern
  • ein Fahrrad-Abenteuer mit meiner Familie angehen
  • den Speicher für einen weiteren Ausbau vorbereiten
  • das Schneiden und die Pflege von Obstbäumen lernen
  • mit K2 das Bedienen der Nähmaschine lernen und
  • die kommenden sieben Wochen beim Klimafasten dabei zu sein

Das sind einige der Dinge, die ich dieses Jahr gerne angehen möchte. Einfach weil es großartig ist, zu machen und dadurch zu lernen und zu verändern. Was steht auf eurer Liste?

Andere Texte zum jeweiligen Jahresmotto findet ihr hier: Sei es das “leichter leben” oder auch der Gedanke “zur Freiheit berufen” zu sein. Auch Freiraum und Sanftmut – Leben was der Seele gut tut sind Leitsätze, die begleitet und zu deutlichen Veränderungen in meiner Denke und Sichter der Welt beigetragen haben.

Elektromobilität MamaDenkt

(Werbung) Elektromobilität als Familie – ein Versuch

(Werbung) Wie angekündigt habe ich mich auf die Suche nach Antworten begeben. Als Familie denken wir viel darüber nach, wie es uns gelingen kann auch beim Reisen oder bei unseren alltäglichen Fahrten zum Einkaufen oder für Freizeitaktivitäten nachhaltig unterwegs zu sein. Ob Elektromobilität die Lösung sein kann, will ich wissen, und natürlich, wie diese Elektromobilität als Familie aussehen kann.

Meine Fragen dazu habe ich vor kurzem an Forian und Simon gerichtet, die Gründer von Polarstern-Energie. Was mir an Polarstern als Energie-Unternehmen so gut gefällt, ist das Wort “wirklich” und ihre Sicht der Welt.

“Für weniger Ellenbogen, mehr Gemeinschaft, mehr jetzt als irgendwann, weniger Bullshit, mehr wirklich.

Quelle: https://www.polarstern-energie.de/ueber-uns/ (Stand: 19.01.2020)

Der Umstieg auf Elektromobilität

Lieber Simon, lieber Florian, vielen Dank für die Möglichkeit eines kurzen Interviews. Ich weiß, dass euer Herz für die Energiewende schlägt. Angefangen mit zwei Personen, besteht euer Unternehmen heute aus 30 Mitarbeitern. Ihr scheint ziemlich vieles nicht nur richtig, sondern richtig gut gemacht zu haben. Wirklich zu wollen.

Dir auch nochmal ein besonderes Danke schön, Florian, für deine Zeit und deine Antworten auf meine Fragen. (Antworten von Florian Henle, Gründer von Polarstern und Familienvater (3 Kinder))

Die Zukunft gestalten

Für welche drei Dinge brennt dein Herz?

Wirklich etwas zu verändern, anzupacken und die Zukunft mitzugestalten. Das heißt, Lösungen zu entwickeln und in den Markt zu bringen, so dass nicht nur ich, sondern viele andere mitmachen können. Machen statt quatschen, um es auf den Punkt zu bringen.

Nachhaltiges Verhalten im Alltag

Wie setzt du in deinem persönlichen Alltag nachhaltige Verhaltensänderungen um? Wie erfolgreich bist du dabei? Wie gehst du mit Scheitern um?

Mein Umfeld inspiriert mich – jeden Tag auf’s Neue. Das sind Unterhaltungen mit meinen Mitarbeitern, mit Geschäftspartnern und Freunden und natürlich mit meiner Familie. Ich probiere gerne Neues aus – das ist ganz praktisch. Nachhaltiges Verhalten sehe ich als einen Weg, der immer weiter geht. Da bin ich ganz klar nicht am Ende – wenn es überhaupt ein Ende gibt – aber ich komme weiter. Und genau darum geht es in meinen Augen: Anzufangen und dann schrittweise weitere Aspekte anzupacken. Ich kaufe frisches Obst und Gemüse samstags auf dem Markt, fahre fast immer mit dem E-Bike ins Büro und achte beim Einkaufen auf nachhaltige Marken und Produkte.

Die CO2-Bilanz eines Elektroautos

Meine Familie und ich denken schon seit langer Zeit darüber nach, auf Elektromobilität umzusteigen. Allerdings fehlt uns irgendwie die Idee, es sinnvoll und geschickt anzugehen. Seit langem stehen wir an dem Punkt, dass es nicht nur darum geht auf ein Elektroauto umzusteigen, sondern auch die Energieversorgung in Sachen Strom und Wärme sinnvoll umzuändern.

Wie sieht das bei euch aus? Fahrt ihr schon in einem Elektroauto? Wann kam für euch der Umstieg? Und wieso?

Ich fahre privat seit ein paar Monaten ein Elektroauto. Wir haben es uns angeschafft, als unser alter Diesel – den ich von meinen Eltern übernommen hatte – kaputt war und eine Reparatur sich nicht mehr lohnte. Als dann die Entscheidung für ein neues Auto anstand, zögerten wir nicht, ein Elektroauto zu wählen. Ein Verbrenner kam für uns nicht in Frage. Und auch mit Blick auf die CO2-Bilanz macht es einfach nur Sinn. Schließlich fahren wir unsere Autos so lange es geht und dann ist ein Elektroauto deutlich klimaschonender als ein Verbrenner – vorausgesetzt man lädt konsequent Ökostrom. Und das tun wir natürlich – daheim und unterwegs.

Elektromobilität im Rahmen der Energiewende

Welche Empfehlungen kannst du aussprechen, wenn es darum geht, den kompletten Haushalt hinsichtlich Elektromobilität und erneuerbarer Energien umzustellen?

Oh, das ist pauschal gar nicht so einfach zu beantworten. Auf alle Fälle ist es immer wichtig, egal welchen Stromtarif oder -tarife man bezieht, dass man nicht nur auf das Produkt schaut, sondern auch auf den Anbieter dahinter. Einige Anbieter haben neben fossilen Produkten auch ein Ökoprodukt im Angebot. Da stellt sich schon die Frage, wie glaubwürdig das ist. Zur Energiewende gehört für mich mehr als ein Produkt. Es geht darum, wie das Unternehmen wirtschaftet. Also ganzheitlich Klima und Ressourcen schützen und nicht nur bei einem Produkt, weil hier eine bestimmte Zielgruppe angesprochen werden soll oder es sich gut macht für das Image.

Polarstern haben wir explizit als Social Business gegründet und sind der erste und bisher einzige deutsche Energieversorger, der Mitglied der Gemeinwohl-Ökonomie ist. Ganzheitlich nachhaltig Handeln ist uns wichtig – aber wir sind hier auch noch nicht perfekt. Es ist genauso wie im privaten Bereich ein Weg, den es sich lohnt, einzuschlagen. Für unsere Zukunft.

Ergänzung: Ob neben einem klassischen Ökostromtarif für den Haushaltsstrom, auch eigene Tarife etwa für Wärmepumpe, Elektroauto sinnvoll sind oder je nach Alter des Gebäudes und Technik auch ein Tarif für Nachtspeicherheizung oder ein HT/NT-Tarif sich lohnen, hängt von vielen Faktoren ab – dem Stromverbrauch der jeweiligen Geräte, dem Energiestandard, der Familiensituation etc.

Für ein 2050 ohne “Weiter-so” mit mehr guten Lösungen

Stell dir vor, wir haben 2050, inzwischen ein sehr unheilvolles Datum, wenn man sich die gängige Berichterstattung anschaut. Was wünschst du dir für die Zukunft? Wo möchtest du in 30 Jahren stehen? Als Person, aber auch mit eurem Unternehmen?

Dass wir gesellschaftlich endlich begreifen, dass ein Weiter-so nicht funktioniert und wir neugieriger und offener sind, neue Lösungen auszuprobieren und wirklich etwas zu verändern. Mit Polarstern und auch privat will ich weiter einer der Impulsgeber sein, der hierbei Menschen und Unternehmen inspiriert. Dazu habe ich auch den Anspruch, es vorzuleben. Zu zeigen, es funktioniert, du kannst nachhaltig wirtschaften und erfolgreich sein, das ist doch das stärkste Argument.

HINWEIS: Polarstern bietet verschiedene Elektromobilitätstarife an, wie Wirklich Autostrom für den klassischen Alltagsfahrer, Wirklich Autostrom Plus für Vielfahrer, aber auch HT/NT-Tarife, die sich für gewisse Autofahrer rechnen. Übrigens realisieren wir inzwischen auch kein Mieterstromprojekt (Mehrparteiengebäude mit dezentraler Stromversorgung z. B. über eine PV-Anlage oder ein Blockheizkraftwerk) mehr, ohne Ladestationen für Elektroautos.

Lieber Florian, danke für deinen Einblick in deinen persönlichen Alltag und auch die Entscheidungen, Wege und Ziele eures Unternehmens Polarstern. Ich bin gespannt, wohin euch euer Weg in Zukunft führen wird und begleite euch wirklich gerne.

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Weitere Artikel zum Thema Strom, Auto und Energie findet ihr hier:

Wenn die Stromrechnung ins Haus flattertWie lässt sich Energie sparen?
Um dann den Stromanbieter zu wechseln, um 100% Ökostrom zu erhalten.

grüne Buchtipps Weihnachten MamaDenkt

7 grüne Buchtipps – Nachhaltigkeit zum Lesen

In zwei Wochen ist Weihnachten und ich bin fasziniert davon, wie voll die Straßen sind. Gestern haben wir uns sozusagen die Volldröhnung verabreicht und waren in der nächst größeren Stadt unterwegs, um über den Weihnachtsmarkt zu schlendern. Alle auf der Suche nach Weihnachten. Auf der Suche nach Geschenken für die Liebsten, die Kollegen oder die anstrengende Verwandtschaft. Den heutigen Blogartikel möchte ich daher dazu nutzen, um euch ein paar grüne Buchtipps für Weihnachten da zu lassen.

Denn ja, die üblichen Verdächtigen unter den Geschenken, die oftmals auch ein bisschen verpönt sind, sind weiterhin das neue Paar Socken, eine Flasche Wein oder ein gutes Buch. An letzteres knüpfen wir heute an. Wir, weil Alex und ich uns vor knapp zwei Wochen dazu entschieden haben, den Klima-Advent fortzusetzen. Heute geht es um Bücher.

Grüne Buchtipps zu Weihnachten

Wie in einem der letzten Beiträge erklärt, geht es nicht um wahrloses Bücher verschenken und kaufen. Vor allem nicht über riesige Plattformen, deren Fairness und tatsächliche Nachhaltigkeit zu wünschen übrig lassen. In diesem Beitrag habe ich euch buch7 vorgestellt, einen sozialen Onlinehandel, der unglaublich schnell Bücher versendet und außerdem mit jedem Kauf soziale Projekte fördert, die positiven Einfluss auf gesellschaftliches Zusammenleben bewirken. Wenn wir Bücher bestellen, dann hier oder im Buchhandel vor Ort.

In den vergangenen Wochen habe ich ein bisschen was an Literatur gesammelt und zur Seite gelegt, die ich euch in diesem Beitrag gerne vorstellen möchte. Außerdem möchte ich zwei der Bücher gerne unter euch verschenken, denn: Ich brauche sie nicht, habe sie schon “gelesen” und angeschaut und fände es wunderbar, wenn wer von euch sich darüber weiter freuen mag.

Alex Ideen findet ihr hier und ich hoffe, wir ergänzen uns ganz gut, so dass ihr eine bunte Auswahl an lesenswerter, motivierender und wertvoller Literatur und Gedanken erhaltet.

Grüne und schöne Kinderbücher zu Weihnachten

Zunächste meine beiden grünen Buchtipps für die Kids. Es gibt so viele wunderbare Bücher, doch diese zwei möchte ich euch heute nicht vorenthalten. Weiter unten findet ihr eine dritte Empfehlung, die ich an eine_n von euch verschenken möchte.

Gärtnern in Beet, Topf & Kasten. Das Gärtnerbuch für Kinder von moses.

grüne Buchtipps 01 Weihnachten MamaDenkt
Gärtnern in Beet, Topf & Kasten. Bärbel Oftring vom moses.Verlag

Vergangenen Sommer hat K2 dieses Buch von uns zum Geburtstag erhalten. Es ist super schön aufbereitet, mit vielen Infos rund ums Gärtnern und die jeweiligen Pflanzen, die angebaut werden. Die Verfasserin Bärbel Oftring beginnt ihr Buch mit den grundsätzlichen Basics, die zum Gärtnern erforderliche sind, erklärt typische Wald- und Wiesenpflanzen auf sehr kindgerechte Weise und streut in ihre Kapitel entsprechende Mini-Projekte, zu denen zum Beispiel die Kartoffeln im Pot oder der Bienenrastplatz zählen.

Die beschreibt, wie sich ein Pizza-Beet oder ein Ritter-Beet anlegen lassen und ergänzt ihre Anleitungen immer wieder mit nützlichen Tipps und WICHTIGen Infos. Ich freu mich schon aufs kommende Frühjahr udn bin gespannt, was wir gemeinsam alles umsetzen können.

Der kleine Trommler. NordSüd Verlag

Der kleine Trommler. Autorin: Bernadette, NordSüd Verlag

Bernadette, die Autorin, hat das Weihnachtslied “Little Drummer Boy” zum Kinderbuch verarbeitet. Das Bilderbuch hat 32 Seiten, besitzt eine Altersempfehlung von 4 Jahren und enthält wirklich schöne Zeichnungen. Große und kleine Leser werden vom kleinen Trommler mitgenommen. Mitgenommen auf seinem Weg zur Krippe und seinem Weg, SEIN Geschenk dem kleinen Baby zu übergeben. Wunderschön, mit Tränchen in den Augen. Ich liebe dieses Lied und dieses Buch.

Eine großartige Umsetzung und Inszenierung des Liedes könnt ihr euch auf YouTube hier anhören, Gänsehaut garantiert.

Grüne Buchtipps zum Weihnachtsfest

Für die Großen unter euch gibt es heute diese zwei Bücher, die ich euch gerne vorstellen möchte.

100 Karten, die deine Sicht auf die Welt verändern von KATAPULT. (Hoffmann und Campe Verlag)

grüne Buchtipps 02 Weihnachten MamaDenkt
100 Karten, die deine Sicht auf die Welt verändern. KATAPULT

Auf das Buch wurde ich im Bahnhof aufmerksam. Der Verlag bringt außerdem eine Zeitschrift heraus, Kataplut: das Magazin aus Greifswald, in der verschiedenste Themen auf grafische Art und Weise eindrücklich veranschaulicht werden.

Das Buch enthält auf 205 Seiten Themen von A bis Z und verändert TATSÄCHLICH die Sicht auf diese Welt. Es ist so unglaublich, dass Deutschland das einzige Land ist, in dem auf manchen Straße UNENDLICH schnell gefahren werden darf. Unsere Klimakrise erhält eine ganz neue Bedeutung, wenn wir uns vor Augen führen, dass der kürzester Linienflug 8 Minuten dauert, 8 MINUTEN, von St Gallen nach Friedrichshafen und der längste 17 Stunden und 30 Minuten von Doha nach Auckland.

Einfach plastikfrei leben von südwest

grüne Buchtipps 03 Weihnachten MamaDenkt
#einfachplastikfreileben. Charlotte Schüler. südwest

Das Buch von Charlotte Schüler ist auf Apfelpapier gedruckt. Ihr habt richtig gelesen. Rohstoff für das Papier Cartamela sind Apfelreste (Trester) aus der apfelverarbeitenden Industrie. Dass das geht, wusste ich nicht. Was ich daran toll finde: Ein Abfallprodukt erhält eine weitere wichtige Funktion.

Zum Inhalt: Auf 160 Seiten stellt Charlotte Schüler zusammen, wie sich ein plastikfreies Leben umsetzen lässt. Sie hat ein vier Schritte Programm entwickelt, mit dem sich der Umstieg einfach umsetzen lässt. Was ich persönlich toll finde, dass sie betont, es geht nicht nur um plastikfrei leben, sondern nachhaltig unterwegs zu sein. Sehr sympathisch und eine Leseempfehlung für all diejenigen unter euch, die außerdem Lust haben, mit diesem Buch zu arbeiten und ihre Erfolge festzuhalten.

Zu verschenken gibt es folgende beiden Bücher

Zu verschenken gibt es die kommende Woche folgende zwei grüne Buchtipps.

LeseStoff: Plastikfrei für Einsteiger von Christoph Schulz

Christoph Schulz fasst in seinem Buch “Plastikfrei für Einsteiger” grundsätzliche Gedanken und erste Schritte zusammen, warum und wie plastikfrei im Alltag aussehen können. Christoph ist Bankkaufmann und selber viel online unterwegs. Mit seiner Plattform careelite.de, schafft er seit 2017 eine Community, die sich für Umweltschutz und gegen Plastikmüll stark macht.

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Plastikfrei für Einsteiger. Christoph Schulz. mvgverlag

Auf 127 Seiten räumt er auf, im wahrsten Sinne des Wortes. Mit guten Argumenten enthebelt er gefestigte Einstellungen, wie “plastikfrei ist zu teuer”, “plastikfrei ändert gar nichts” oder “plastikfrei ist gar nicht möglich”. In seinem Buch sammelt er Alternativen, mit denen sich gängiges Plastik ersetzen lässt. Wer einfach erstmal lesen möchte, der ist mit diesem Buch gut beraten.

LeseStoff: Mein großer Ozean von Katrin Wiehle

Dieses bunter Bilderbuch wird auf der Rückseite als 100%iges Naturbuch bezeichnet. Mit Ökofarben gedruckt und zu 100% aus Recyclingpapier hergestellt enthält es einen aufgeräumten und nicht zu überladenen Blick auf unsere Ozeane. Auf das Leben unter und an der Wasseroberfläche.

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Mein großer Ozean. Katrin Wiehle. BELTZ & Gelberg
grüne Buchtipps 06 Weihnachten MamaDenkt
Mein großer Ozean. Katrin Wiehle. BELTZ & Gelberg

Es handelt sich um ein großes Buch für die ganz Kleinen. Mit diesem Link hier, lässt sich außerdem auf Ozeangeräusche lauschen. Parallel zum Anschauen eine wunderbare Idee vom BELTZ&Gelberg Verlag.

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Hinterlasst bis zum 14.12.2019 um 23.59Uhr einen Kommentar mit eurem Lieblingsweihnachtslied mit Grund und ich entscheide, wohin sich das Buch auf den Weg machen wird.

Du erhältst hier via Kommentar eine Benachrichtigung und sendest mir via Kontakt eine E-Mail mit deiner Mailadresse. Du hast 24h Zeit dich bei mir zu melden. Sollte das nicht passieren, wähle ich neu. Mach mit, wenn du mindestens 18 Jahre alt bist.
Verschenkt werden “Plastikfrei für Einsteiger” von Christoph Schulz und “Mein großer Ozean” von Katrin Wiehle. Auszahlen kann ich dir nix. Verschickt wird innerhalb Deutschlands via Post. Mit deinem Kommentar erklärst du dich damit einverstanden, dass ich das jeweilige Buch an dich weitersenden darf.

Weitere grüne Literatur …

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ZERO WASTE Weihnachten. Alexandra Achenbach. TOPP

… findet ihr in der kommenden Woche auf meinem Instagram-Kanal, den ich euch hier verlinke. Dort wird es zum Beispiel den Buchtitel von Alex geben, die dieses Jahr ein Buch veröffentlicht hat, in dem es um ZERO WASTE Weihnachten geht. Total schön, enthält es unter anderem Ideen, die vergangenes Jahr bei unserem Klima-Advent entstanden sind. Sehr inspirierend und viel Freude machend, selber aktiv zu werden.

Oder ein extinction rebellion Handbuch mit dem Titel “Wann wenn nicht wir*”. Ein großartiges Buch, wenn es darum geht die Welt zu verändern und auf friedliche, aber deutliche Weise einzustehen für Klimagerechtigkeit und einen positiven Wandel dieser Welt für alle.

grüne Buchtipps 08 Weihnachten MamaDenkt
Wann wenn nicht wir*. extinction rebellion. S. Fischer

Ihr seht, es gibt so einiges zu entdecken. Ich freu mich auf euren Besuch und wünsche euch eine wunderbare Adventszeit.

Klimaschutz im Klima Advent MamaDenkt

Klimaschutz im Klima-Advent

Zwei Tage vor dem ersten Advent stehe ich im Supermarkt und frage mich, was da dieses Jahr wieder schief gelaufen ist? In weniger als vier Wochen ist Weihnachten. Bis dahin werden die Konsumglocken kräftig geläutet und nebenbei ein wenig Klimaschutz betrieben. So fühlt es sich zumindest an. Der vierte globale Klimastreik ist vorüber und die große Weltklimakonferenz in Madrid steht vor der Tür. Noch ist da jede Menge Luft nach oben, was nötige Veränderungen angeht – auch wenn dieser Vergleich mit viel Luft natürlich etwas hinkt. (Denn noch immer sind wir auf dem besten Weg uns selber die Luft abzuschnüren.) Deswegen rufen Alex von livelifegreen und ich unseren Klima-Advent nun ein zweites Mal aus. Es gibt so viele unglaublich kleine Schritte, die in ihrer Wirkung Großes bewirken und Klimaschutz im Klima-Advent einfach umsetzbar machen.

Klimaschutz auch im Advent

Ich bin nicht zu allem gekommen, was ich mir vorgenommen hatte: weder in Sachen Nachhaltigkeit noch was die Vorbereitungen für die Adventszeit betrifft. Umgeben von Schokoladennikoläusen, Adventskalendern und dem schnellen Advents- oder auch Weihnachtsgeschenk an der Kasse, stehe ich im Geschäft.

Der Plan möglichst müll- und plastikfrei, sprich zerowaste durch die Weihnachtszeit zu kommen, total grün unterwegs zu sein und bei all dem, nicht den Kopf zu verlieren, sondern Zeit für das Wesentliche zu gewinnen, sehe ich sich auflösen. Wie bei Pac-Man.

Zwischendrin der unausweichliche Blick auf grüne Konsumtrends, um Klimaschutz möglich zu machen: Hier zehn Stempel beim Einkauf sammeln und ein Baum wir gepflanzt, wie von Geisterhand. Dort den x.ten Gemüsebeutel angeboten bekommen, in dem die drei Paprika Platz finden, die ich vorher lose aufs Band gelegt habe. Irgendwas stimmt da doch nicht. Der Same ist gesät. Klimaschutz im Klima-Advent geht anders.

Der Klima-Advent geht in die zweite Runde

Letztes Jahr war es ähnlich. Schon damals führte ich sowohl innerlich, aber auch nach außen, mit anderen Menschen, Auseinandersetzungen im Supermarkt. Dabei ging es zum Beispiel um unverpacktes Einkaufen. Wieso es doch total toll wäre, an der Frischtheke mit meiner eigenen Merhwegbox einkaufen zu können. Das damalige Szenario habe ich hier verbloggt, vielleicht erinnert ihr euch.

Nun ja, inzwischen hat sich auch dieses Geschäft auf den Weg gemacht und es ist möglich, Fleisch, Käse und Wurst in der mitgebrachten Box mit nach Hause zu nehmen. Das Ganze wird wohl doch nicht mehr nur als Trend eingestuft. Großartig! Was ich damit sagen will: Wir sind alle auf dem Weg und da ist auch weiterhin viel Luft nach oben.

Im letzten Jahr fandet ihr diese vier Ideen in unserem Klima-Advent, um Klimaschutz auch in der Weihnachtszeit umzusetzen.

Einen Weihnachtsbaum selber bauen

Mit ein paar einfachen Handgriffen und dem Material, das sich als Familie auf dem Land sowieso überall findet, haben wir uns einen eigenen kleinen Weihnachtsbaum selber gebaut. Die Jungs haben schon wieder danach gefragt, ob wir das Bäumchen von letztem Jahr nochmal reinholen. Wir haben es damals im Schuppen gelagert. Hier findet ihr die Bau-Anleitung zu unserem Weihnachtsbaum von vergangenem Jahr.

Gebrauchtes Spielzeug verschenken

Ich bin immer wieder so erstaunt darüber, dass Menschen alles neu und immer mehr von allem haben und kaufen müssen. Daher bin ich eine absolute Verfechterin, meinen Kindern gebrauchtes Spielzeug zu schenken. Dabei geht es nicht darum, ihnen Ramsch unter den Weihnachtsbaum zu legen, sondern vielmehr gut erhaltenen Spielgeräten, mit denen schon zuvor Kinder achtsam umgegangen sind, eine zweite Chance zu geben.

zerowaste Geschenke verpacken

Geschenke ohne Müll zu verpacken ist und bleibt eine Herausforderung. Wir haben schon ziemlich viele Ideen hierzu entwickelt und ein paar stelle ich in diesem Artikel von damals vor. Denn ja, Klimaschutz im Klima-Advent bedeutet auch, dass ich mir genau überlege, wieviel Verpackungsmüll ich wirklich produzieren will?

Ein klimafreundliches Weihnachtsessen

In diesem Beitrag findet ihr die damaligen drei Rezepte, die sich nahezu plastikfrei umsetzen lassen. Auch dieses Jahr soll es wieder ein besonderes Rezept geben, das ich in den letzten zwei Wochen verzweifelt im Netz gesucht habe: Unseren geliebten Christstollen. Ganz einfach und vor allem nicht langwierig in der Zubereitung.

Noch mehr Ideen für Klimaschutz im Klima-Advent

Es gibt viele Ideen, mit denen sich die Adventszeit nachhaltiger, grüner und vor allem klimafreundlicher gestalten lässt. Angefangen beim Adventskranz, über den Adventskalender und weihnachtliche Naschereien bis hin zu wirklich spannender Literatur, seien es Ratgeber, Romane oder Kinderbücher. In dieser zweiten Runde des Klima-Advent warten sinnvolle Basteleien und DiYs, leckere Rezepte und ein Berg an wertvoller Literatur auf euch, um Klimaschutz beim Wort zu nehmen.

Ich selber kaue außerdem schon seit einiger Zeit darauf herum, wie sich eine Vernetzung offline noch viel besser umsetzen lässt. Wie wird es uns möglich vor Ort Hebel zu entdecken, die wir nutzen können, um mit noch viel mehr Menschen unseren Beitrag zu leisten? Einen größeren Beitrag als den der Einzelne bewirken kann.

Es ist an der Zeit nicht mehr nur zu reden, sondern zu machen. Das aktuelle greenpeace-magazin. hat dazu viele tolle Menschen porträtiert und interviewt. Alleine das Titelbild ist dieses Mal wieder besonders gut gelungen und die Ausgabe erhält eine doppelte Empfehlung gelesen zu werden.

Bist du wieder mit dabei und hinterlässt uns in den Kommentaren deine Ideen? Ich bin schon sehr gespannt und freue mich sehr auf nächsten Samstag. Dann gibt’s den zweiten Beitrag und es geht um gute Literatur zum Thema Nachhaltigkeit, Klimaschutz und ein gutes Leben.

Dir hat der Artikel gefallen? Hier findest du weitere interessante Artikel:

Lesestoff zu tollen Büchern, Entdeckungen sozialer und nachhaltiger Unternehmen oder auch kritische Gedanken zu dem, was auf diesem Planet gerade passiert.

buch7_nachhaltig_und_fair_Bücher_kaufen_MamaDenkt

Nachhaltig und fair Bücher kaufen bei buch7

(Werbung /*beauftragte Links ) Ich liebe den Schritt durch die Tür unserer örtlichen Buchhandlung. Der Geruch neuer Bücher, die besondere Stille, wenngleich reges Treiben vor den Bücherregalen und zwischen den Auslagen der aktuellen Bestseller herrscht. Doch wie ist das eigentlich mit dem Kauf neuer Bücher? Gibt es eine Möglichkeit Bücher auf eine nachhaltige und faire Weise zu kaufen, ohne beim Online-Riesen zu landen? Ich möchte euch gerne einen sozialen Buchhandel vorstellen: buch7. Wer von euch diesen sozialen Buchhandel noch nicht kennt, kann ja schon mal hier klicken* und sich die Webseite genauer anschauen.

Ansonsten schon mal der Hinweis: Ich hatte die Möglichkeit mal meine Fragen loszuwerden und nachzuhaken. Das Interview findet ihr nachfolgend aufbereitet in diesem Blogartikel.

Nachhaltig und fair Bücher kaufen

Vorab: Die meisten Bücher leihe ich mir in der Bücherei aus. Spontankäufe geschehen in der Buchhandlung vor Ort und wenn ich doch mal online ein Buch entdecke, das ich unbedingt lesen möchte, lande ich immer wieder auf buch7. Das ist schon ziemlich lange so.

Ja, es gab auch mal die Diskussion zwischen meinem Mann und mir, ob wir nicht ganz aufs digitale Lesen umschwenken wollen? Kein Papier mehr verwenden, durch den Kauf von E-Books. Doch das ist eine andere Diskussion, die ich in diesem Artikel nicht aufrollen möchte. Allerdings verstehe ich, dass der Gedanke schnell aufkommt. Seitdem ich jedoch buch7 entdeckt habe, hat sich für mich diese Diskussion vorerst erübrigt, weil ich guten Gewissens doch auch mal ein Buch online erstehe.

Wieso überhaupt buch7?

Unnötige Buchkäufe versuche ich auch weiterhin zu vermeiden und Bücher zuerst auf anderen Wegen, gebraucht, schon gelesen aus der Bücherei, von Freunden oder aus Bücherschränken in die Finger zu bekommen. Ist das nicht möglich freue ich mich oft, bei buch7 nachschauen zu können, einem Unternehmen, das 75% seines Gewinns in tolle Projekte investiert. Doch bevor ich zu viel verrate, nehme ich euch mal mit in mein Interview mit buch7.

Von der Idee die Welt zu verbessern zum sozialen Buchhandel

Seit etwa Mitte des Jahres 2005 geisterte in einem kleinen Freundeskreis von Augsburger Studenten die Idee einer Gemeinschaft, die Welt zu verbessern. Die Motivation dazu speiste sich aus der bekannten Erfahrung, dass es viele gute Ideen gibt, die dann aber wieder versickern, weil man alleine nicht die Energie und Möglichkeiten hat sie zu verwirklichen. Die meisten tollen Ideen scheitern zudem leider oft am Geld. Aus diesem Grund wollten sie etwas schaffen, das eine finanzielle Unterstützung von Projekten ermöglicht.

Die ganze Zeit über war das kleine Team auf der Suche nach konkreten, gemeinsam umsetzbaren Projekten, in denen ihre Ideale aufgehen konnten und noch heute können.

Im Februar 2007 tauchte zum ersten Mal explizit die Idee eines sozialen Buchhandels auf, als Verbindung von Sozialem und Wirtschaftlichem. Durch die Buchpreisbindung sind für fast alle deutschen Bücher gleiche Preise vorgeschrieben, wodurch der Preiswettbewerb im Buchhandel unterbunden wird. Deshalb macht es für den Kunden preislich keinen Unterschied wo er das Buch einkauft. So können Kunden bei buch7 die gleichen Produkte zu den gleichen Preisen erwerben wie bei anderen Anbietern – mit dem Unterschied, dass buch7 einen großen Teil seines Gewinns spendet.*

Eine innovative Geschäftsidee, die andere Projekte fördert

buch7 ist ein sozialer Onlinehandel, der mit 75% seines Gewinns soziale, kulturelle und ökologische Projekte fördert. Insgesamt wurden bis Oktober 2019 bereits über 350.000 € gespendet.

Außerdem ist buch7 aufgrund flexibler Arbeitszeiten und dadurch, dass der größte Teil der Arbeit im Homeoffice verrichtet wird, ein sehr familienfreundliches Unternehmen. Unsere CO2 Emissionen kompensieren wir doppelt bei atmosfair.

Mit kleiner Hilfe Gutes tun

Wir lieben an unserer Arbeit, dass wir damit etwas Gutes tun können. Es ist sehr schön bei unseren Sponsoringempfängern zu sehen, was wir mit unserer Förderung erreichen können. Oft kann auch eine kleine Hilfe etwas Großes bewirken. Deshalb fördern wir auch gern mal kleinere Projekte, die sonst keine Förderung erhalten würden.

Projekte, die das Herz höher schlagen lassen

“Unser Herz schlägt im Grunde für alle Projekte, da wir sie auch selbst auswählen.* :)”

Wir bekommen von unseren Kunden sehr viele Vorschläge. Diese werden dann abwechselnd von einem unserer Mitarbeiter gesichtet, der daraus eine kleine Auswahl trifft. Über diese Projekte wird dann im Team gemeinsam abgestimmt.

Besonders gut gefallen uns Projekte, die anschaulich sind, mit denen wir etwas bewegen können und die einen großen Mehrwert haben. Beispielsweise konnten wir das Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe in Wolfratshausen* unterstützen, sodass sie endlich ihren langersehnten Kleinbus kaufen konnten. Damit haben sie nun Unterstützung im Alltag und können mit ihm sogar Ausflüge unternehmen.

Wünsche für eine nachhaltige Zukunft

Wir wünschen uns für die Zukunft, dass es mehrere Unternehmen gibt, die sich sozial engagieren und nicht nur in ihre eigene Tasche wirtschaften. Damit es eine nachhaltige Zukunft geben kann, müssen Unternehmen und UnternehmerInnen Verantwortung übernehmen. Nur so ist es möglich eine Nutzung der vorhandenen Ressourcen langfristig und nachhaltig für die folgenden Generationen zu gewährleisten.

Ich habe mich schon sehr lange und immer wieder gefragt, wer eigentlich hinter buch7 steckt, wie ein solches Unternehmen entstehen konnte und nach welchen Kriterien und Schritten Entscheidungen getroffen werden.

Vielen Dank für die Möglichkeit dieses Blicks hinter die Kulissen! Es lohnt sich beim nächsten Bücherkauf bei buch7 vorbeizuschauen. Sowohl was den Service* und die schnelle Bearbeitung der Bestellung angeht als auch aufgrund der vielen unglaublich positiven Auswirkungen dieses Unternehmens auf Gesellschaft und Zukunft.*

Dir hat der Artikel gefallen und du magst gerne noch weitere Interviews lesen? Wie wäre es mit dem von Samuel Waldeck, Mitgründer von SHIFTPHONES. Ein Interview in mehreren Teilen. Verlinkt habe ich dir den ersten.

DUDEN Weltenfänger Rezension MamaDenkt

LeseStoff: DUDEN Weltenfänger – Material

(Rezension) (erschienen im und freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom DUDEN Verlag) Die Sommerferien liegen nun schon einige Zeit zurück und die nächste schulfreie Zeit steht vor der Tür. Bei uns waren diese freien Zeitfenster noch nie lernfreie Zeiten. Entweder haben wir gemeinsam unsere familieninternen Forscherwochen organisiert oder aber sind irgendwohin gefahren, um Wissen aufzusaugen, beispielsweise im April diesen Jahres ins Klimahaus nach Bremerhaven. Ein Ort, an dem – zumindest mir – das Lernen wirklich leicht fällt. Manchmal kommt es auch vor, dass ich mich nach konkretem Material umsehe, mit dem wir ganz bestimmte schulische Inhalte wiederholen, entdecken oder vertiefen können. Heute stelle ich euch daher das DUDEN Weltenfänger – Material vor, auf das ihr hier schon einen Blick werfen könnt.

DUDEN Weltenfänger – Material

In den Ferien spielerisch Buchstaben entdecken und Zahlen lernen. Das war damals der Plan und hat mit dem Material von DUDEN Weltenfänger auch gut geklappt. Für uns ging es darum, dass K2 ein Gefühl für Zahlen entwickelt und auch geschriebene Buchstaben als solche besser wahrnimmt und mit ihnen spielt. Ja, es ging mir im wahrsten Sinne des Wortes darum, dass Buchstaben und Lautfolgen in ganz verrückter und spielerischer Weise miteinander verbunden wurden.

Die Materialien vom DUDEN Weltenfänger haben diesen Anspruch des Spielens zusätzlich unterstützt, da es sich um durchweg farbenfrohe Aufbereitung des Lernstoffes handelt. Schnell ist ersichtlich, wie welches Material funktioniert. (Das ist ja selbst bei Hausaufgaben nicht immer gegeben.) Zumal es oft einfach auch egal ist, was das Kind mit dem jeweiligen Heft macht, da allein das Durchblättern dazu animiert mit dem Blick und den Gedanken hängen zu bleiben. Hängen zu bleiben am Stoff, den Zahlen, den Buchstaben und den jeweiligen Inhalten.

Genau unser Ding. Zwei der DUDEN Weltenfänger Materialien möchte ich euch hier gerne näher vorstellen, weil sie a) sehr unterschiedlich zu Hause angekommen sind und b) dennoch beide gleichermaßen kreativ, intuitiv und lehrreich sind. Heute geht es daher um die total verrückte Wörterkiste und die total verrückte Zahlenkiste.

Rezension Meine total verrückte Wörterkiste DUDEN Weltenfänger_MamaDenkt

Meine total verrückte Wörterkiste

K2 konnte vieles einfach ausprobieren: schneiden, verbinden, kleben, malen und dabei außerdem Laute, geschriebene Buchstaben und daraus entstehende Wörter kennenlernen und festigen. Es hatte riesigen Spaß beim Anschauen, Ausschneiden und Betrachten der Bilder, Fotografien und Zeichnungen.

Am häufigsten verwendet haben wir das Spiel der total verrückten Wörterkiste. Hierbei zieht jeder abwechselnd eine Karte und liest das Wort darauf laut vor. (An dieser Stelle macht es tatsächlich Sinn, dass erste Buchstaben gelernt und die Lautverschmelzung schon erlangt wurde.)

Die anderen versuchen nun, es auf die Magnettafel zu schreiben. Wer sich nicht sicher ist, kann einen Joker einsetzen und bekommt einen Tipp. Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort entwickelt sich so eine aufregend verrückte Jagd um den heiß begehrten Abc-Geparden. Wer die meisten Wörter einfängt, hat gewonnen!

Meine total verrückte Zahlenkiste

Bei der Zahlenkiste fiel auf, dass K2 keinen solchen Zugang fand, wie es bei der Wörtekiste der Fall gewesen war. Zahlen und Ziffern haben uns einfach weniger angesprochen, wodurch sie einfach auch weniger in Verwendung war.

Die Spieler stellen sich abwechselnd Rechenaufgaben, die sie auf der Magnettafel lösen müssen und später selbst kontrollieren können. Mich hat dieses Spiel immer an diese Taschenrechner-Spiele erinnert, die wir während meiner Grundschulzeit in Freilernzeiten verwenden durften. Das war jedesmal ein Riesenspaß gegen den Sitznachbarn möglichst viele dieser Aufgabenkarten durchzurechnen.

Die Einmaleins- und Hundertertafel der verrückten Zahlenkiste unterstützen die Kids dabei die Aufgaben zu bewältigen. Natürlich gibt es auch hier Jokerkarten die zur Hilfe kommen und wichtige Hinweise geben, wenn man einmal nicht weiterweiß. Auch hier beginnt so sehr schnell eine spannende Jagd auf den heiß begehrten Rechengepard.

Das Schöne und das Schwierige

Wir hatten jetzt erstmal nur die Basics, was uns für den Moment gereicht hat. Die DUDEN Weltenfänger Boxen lassen sich durch weitere Materialien ergänzen. Themenspezifisch können Spielerweiterungen, Bastelideen und Übungsmaterial in Form von Kartenspielen, Büchern und Heften dazu gekauft werden.

Auf der einen Seite eine gute Idee, denn, nicht jede_r braucht immer alles, verwendet alles. Ein bisschen schade, weil ich mich tatsächlich auch als Elternteil gerne noch ein bisschen mehr beraten gefühlt hätte, was denn als nächstes Sinn macht – OHNE dem eigentlichen Unterrichtsmaterial vorwegzugreifen oder irgendwelche Dinge zu vermitteln, die in der Schule dann aber doch anders angegangen werden.

Durchdachtes Lernmaterial – DUDEN Weltenfänger

Insgesamt hat mir das Material total gut gefallen, auch wenn es nur zur Hälfte richtig Anwendung bei uns gefunden hat. Hintergrund hiervon ist, dass jedes Kind anders lernt und auch jede Familie dieses Lernen auf vielfältige und vor allem unterschiedliche Weise einzubaut.

Jetzt gerade – ganz aktuell – sind wir damit konfrontiert, dass auch in der nächsten Klassenstufe Zahlen nicht die Lieblinge von K2 sind. Das heißt nicht, dass es nicht rechnen kann und mag. Eigentlich rechnet es sogar sehr gerne. Doch sobald die Aufgabenstellung herausfordernder und die mögliche einhergehende Frustration größer werden könnte, umgeht es eine weitere Konfrontation . Nicht ganz so sinnvoll, ja – ich weiß. Vor allem ganz anders, als wenn es darum geht Sätzen schön und richtig zu schreiben. So hat jedes Kind seine ganz besonderen Stärken, Schwächen und vor allem Favoriten.

Umso besser, dass es zum Beispiel das DUDEN Weltenfänger Material gibt und damit auch die Möglichkeit spielerisch Lernthemen und Aufgabenbereiche aufzugreifen und schon den Kleinen die Freude am bunten, witzigen und abwechslungsreichen Lernen zu ermöglichen und zu erhalten.

Rezension DUDEN Mein Ferienblock mit Rabe Linus MamaDenkt

Und das sowohl zu Hause als auch unterwegs. Die beiden Kisten lassen sich hervorragend mitnehmen und bieten auch während einer Auto- oder Zugfahrt eine willkommene Abwechslung für die Kids. Eine eindeutige und nicht unerwähnt gelassene Randbemerkung ist der Hinweis auf die Lernblöcke vom DUDEN Verlag. Wir haben immer auch irgendwelche Blöcke dabei, vorzugsweise mit Rabe Linus. Sie sind super, um Bücher und Hefte während der Ferien nicht immer mit dabei zu haben und dennoch zum Beispiel die Rechenleistung der Kids aufrechtzuerhalten und den Start in die Schule – der ja meistens doch immer wieder ansteht – zu erleichtern.

Noch mehr Empfehlungen in Sachen Lesestoff findest du ebenfalls auf diesem Blog. Da wäre zum Beispiel dieser Artikel über ein Bilderbuch, das sich ebenfalls mit Sprache und dem Kreislauf von werden – sein – vergehen auseinandersetzt. Wunderschön!

Ein spannendes, informatives und interaktives Buch, das sich mit unserer Müllproblematik auseinandersetzt, findet sich hier.

Eine dritte Leseempfehlung, die nicht wirklich was mit Lernen, aber dafür mit ganz viel Rätseln und Mitraten zu tun hat, geht an diesen Abenteuer-Detektiv-Roman für Kinder.

Earth Overshoot Day MamaDenkt

Earth Overshoot Day. Ein Leben auf Pump

Wir schreiben den 29.07.2019. Wieder haben wir es geschafft, das uns zur Verfügung stehende Budget natürlicher Ressourcen für dieses Jahr komplett aufzubrauchen. Es ist nichts mehr da. Das Konto ist leer. Ab heute schreiben wir rote Zahlen und leben auf Pump. Dieser Tag nennt sich seit geraumer Zeit: Earth Overshoot Day.

Was ist der Earth Overshoot Day?

Beim Earth Overshoot Day handelt es sich um den “Erdüberlastungstag”. Das ist der Tag, an dem wir unsere ökologischen Ressourcen aufgebraucht haben. Bei diesen Ressourcen handelt es sich zum Beispiel um ökologisch produktive Flächen, die für die Produktion von Nahrung, Holz und Fasern erforderlich sind, wie auch die Absorption von CO2 der Fossilenergie.

Stellt man einander gegenüber, was wir zur Verfügung haben und was wir tatsächlich verbrauchen, ergibt sich aus der Rechnung sehr schnell, dass wir aktuell nicht nur eine Erde innerhalb eines Jahres konsumieren, sondern im Durchschnitt 1,75 Erden. Würde die Weltbevölkerung den Konsum eines deutschen Durchschnittsbürgers betreiben, träte dieser Erdüberlastungstags sogar schon am 3.Mai 2019 ein und wir benötigten diesen Planeten ganze 3x.

Fakt ist: Wir begehen Raubbau an den Ressourcen nachfolgender Generationen. Meist mit einem Lächeln im Gesicht und dem Selbstverständnis: “Es ist ja nur der eine kurze Flug. Was macht meine Entscheidung dabei schon aus?” Ich weiß, das hört keiner von uns sehr gerne. Vielleicht liest der ein oder die andere hier auch den erhobenen Zeigefinger raus. Mag sein. Ich selber scheitere oft, aber bleibe dran. Und es ist mittlerweile schon zu spät, um sich Zeit zu lassen.

Das Problem aktueller Klimaschutz-Bestrebungen

Man könnte jetzt sagen: Wir sind ja dabei. Überall werden grüne Alternativen gesucht und sogar schon Verbote erlassen, wie hinsichtlich der Strohhalme und so weiter. Ja, das ist richtig. Es geht los und tatsächlich schlägt es grüne Wellen. Aber werden diese ausreichen?

Bis 2050 das Ziel erreicht zu haben und endlich nur noch zu verbrauchen, was uns zur Verfügung steht, würde bedeuten, dass wir den Earth Overshoot Day jedes Jahr um mindestens 5 Tage nach hinten verschieben müssen. In den vergangenen Jahren sind wir in der Regel jedoch jedesmal ein paar Tage im Jahr nach vorne gerückt. Kurz: Wir benötigen schnell politisch eingeforderte einschneidende Forderungen und wirtschaftliche Bereitschaft sich nicht andauernd querzustellen, sondern ein Menschenrecht auf ökologische Unversehrtheit, auch wenn nicht niedergeschrieben, ernst zu nehmen und einzuhalten.

Verzicht ist nicht lukrativ

Tja nun, das würde dann wohl krassen und deutlichen Verzicht bedeuten. Etwas, das nicht gut ankommt, wenn man sich die großen Hoffnungen anschaut, die auf technologische Neuentwicklungen gesetzt werden; sei es das Elektroauto oder das Kosmetik-Pad aus Bambus.

Politisch, vor allem in Wahlkampfzeiten kommt das gar nicht gut an. Trotzdem:

Grüner Konsum ist nicht die Lösung

Niko Paech, ihr kennt ihn vielleicht im Rahmen seiner Idee einer Postwachstumökonomie, hat kürzlich in der taz einen großartigen Artikel zu diesem Dilemma verfasst. Wir haben uns in den letzten Jahren nicht eingeschränkt, sondern einfach nur andere, scheinbar grünere Dinge konsumiert. Dass es sich hierbei um eine grüne Seifenblase handelt, die platzt, zeigt sich am heutigen Earth Overshoot Day. Eine Rezension zu einem von Niko Paechs Büchern, findet ihr auch hier im Blog.

Es wird nicht reichen in dem Maße weiter zu konsumieren, wie wir es bislang tun, um der Erdüberlastung Einhalt zu gebieten und dieselbe nach hinten zu verlegen. Grüne Alternativen, technologische Entwicklung oder eine CO2-Steuer lösen unser Problem nicht im erforderlichen Maße.

Mein Fußabdruck, der Earth Overshoot Day und unsere Zukunft

Es gibt inzwischen einige Seiten, auf denen sich berechnen lässt, wie viele Ressourcen unser Lebensstil frisst. Der Earth Overshoot Day ist ein sehr passender Tag, sich das mal vorrechnen zu lassen.

Den ökologischen Rucksack meines Lebensstils berechnen

Es ist und bleibt eine Herausforderung das Gewicht des eigenen CO2-Ausstoßes auszurechnen. Unser Lebensstil lässt sich nur schwer in die verschiedenen Teilbereiche auseinander nehmen, differenzieren und wieder zusammenführen, um für den Einzelnen glasklare Berechnungen anzustellen. Aber, sie geben uns eine Richtung und ein Gefühl dafür, ob wir auf großem Fuß leben. Darüber, ob wir – zwar nicht über unsere finanziellen – aber über unsere ökologischen Verhältnisse leben. Und da, heute der Earth Overshoot Day ist, leben wir eindeutig über unseren zur Verfügung stehenden Ressourcen-Kontostand hinaus.

Der Earth Overshoot Day und die sich dahinter verbergenden Berechnungen zeigen sehr eindeutig, dass wir aktuell viel mehr konsumieren, als wir zur Verfügung haben. Was der Einzelne nun tatsächlich verbraucht, weil er für Geschäftsreisen Inlandsflüge bucht, eine Gasheizung in seiner Wohnung besitzt oder aber ein Elektroauto fährt und abends vor dem Flachbildschirm relaxed, gibt der ökologische Rucksack vom Wuppertal Institut her.

Mir persönlich gefällt dieser Ressourcen-Rechner sehr gut, weil er in verschiedene Lebensbereiche unterteilt: Wohnen, Konsum, Ernährung, Freizeit, Mobilität, Urlaub. Dadurch bietet er Ansatzpunkte, die verschiedenen Lebensbereiche Schritt für Schritt anzugehen. Es überfordert mich nicht, mich erst bei unseren Einkäufen oder in Sachen Mobilität schlauer zu machen. Vielleicht fällt es mir auch viel leichter erstmal meinen Urlaub zu überdenken, bevor ich meine Ernährung umstelle und der Rest der Familie nun auch vegetarisch oder aber vegan unterwegs sein soll. Eins nach dem anderen.

Hauptsache ich bleibe dran und reagiere unmittelbar, denn der Earth Overshoot Day kommt nicht erst. Er ist schon da.

Hallo Zukunft!

Was machen wir nun? Wie gehen wir mit diesem Dilemma um? Ja, die Klimakrise nervt, nehmen wir das mal als Feststellung hin. Doch dabei muss es ja nicht bleiben. Wir haben Möglichkeiten, das Leben zu verändern und vor allem, durch diesen Lebensstil und ganz klare, eindeutige Forderungen, das Ruder umzureißen.

3 konkrete ToDos den Earth Overshoot Day zu verschieben

Ich habe mal versucht zusammenzufassen, wo und wie wir handeln können. Dabei sind drei große Handlungsbereiche entstanden.

Mein Leben mit leichterem ökologischen Rucksack gestalten

Weniger ist mehr. Das ist das Ziel. Verzicht wird für ein größeres Ganzes dazu gehören. Früher oder später. Für alle. Denn darauf kommt es an. Nicht auf meine unmittelbare Bedürfniserfüllung in Sachen Luxus und Komfort.

Es liegt erstmal bei uns und unserem Lebensstil die Augen aufzuhalten und das Konzept Leben neu zu denken. Unserem Umfeld wird das auffallen und wie gesagt, früher oder später wird ein nachhaltigerer Lebensstil flächendeckend Einzug halten müssen, um unsere Existenz zu sichern.

Mit #Movethedate und #LiebeZukunft öffentliche Aufmerksamkeit gewinnen

Im Netz gibt es eine Reihe von Aktionen, die zum Ziel haben auf die nötigen Veränderungen hinzuweisen. Genauso wie #Fridaysforfuture und die damit verbundenen Schülerstreiks überall auf der Welt, die gehört werden und nun endlich Antworten erfordern.

Antworten von uns allen. Menschen werden durch solche Aktionen, sei es durch den am Freitag stattfindenden Streik oder ein Instagram-Fotowettbewerb einer Bank wie #LiebeZukunft von oikocredit auf die Problematik aufmerksam gemacht. Sie sind nicht wegzudenken und machen zum Thema, was schon so lange aussteht. Auch eine Kampagne wie #Movethedate, die den Earth Overshoot Day und Klimaschutz verknüpft, fordert dazu aus gemeinsam Ideen zu spinnen und eine nachhaltige Zukunft zu gestalten.

#MoveTheDate bringt uns in Richtung One-Planet-Kompatibilität

Wir können den Trend umkehren. Wenn wir das Datum des Earth Overshoot Day um 5 Tage pro Jahr hinausschieben, wird die Menschheit vor 2050 «ein-Planet»-kompatibel … So würde beispielsweise die Ersetzung von 50% des Fleischkonsums durch eine vegetarische Ernährung das Datum des Überschreitungstages um 15 Tage hinausschieben …

Quelle: https://www.overshootday.org/newsroom/press-release-june-2019-german/

Solche Aktionen, Projekte und Kampagnen schaffen Anreize groß zu träumen und loszulegen.

Politisch aktiv werden

Das Wort Politik ist lateinischen Ursprungs, res publica. Dieses Wort, das inzwischen schon so negativ belastet ist, macht deutlich, dass es um die Sache der Öffentlichkeit geht.

Klimawandel, der Earth Overshoot Day sind Sache der Öffentlichkeit. Unsere Sache. Wenn wir Zukunft zu einem guten Ort machen wollen, dann müssen wir als größeres Ganzes aktiv werden. Mitunter politisch aktiv werden. (Vielleicht fernab von Parteienpolitik.)

Politik ist dennoch notwendig. Also sollten wir auf sie Einfluss nehmen und zwar mit allen Möglichkeiten, die uns gegeben sind. Denn schließlich geht es um unsere Existenz. Die Existenz aller.

Happy Earth Overshoot Day – nein!

Zum Feiern ist dieser Tag nicht. Vielmehr lasst uns in die Hände spucken, Veränderungen leben, ganz deutlich und offen und nach außen hin sichtbar. Lasst uns offline aktiv werden, durch Gespräche, Diskussionen und das Ändern von Altbekanntem. Online lasst uns teilen, was diesen Veränderungen entspricht und zuträglich ist – sei es eine Aktion auf Instagram oder Facebook oder wo auch immer.

Lasst uns sprechen über und mit Menschen, die Veränderungen leben und ihre positiven grünen Veränderungen weitergeben, damit wir diesen Earth Overshoot Day wieder nach hinten verschieben. Mitte August 2020 wäre doch ein Idee, was denkt ihr? Here we go!

Ihr wollt mehr zum Thema hier im Blog lesen?

Hier geht’s um noch mehr Klimawandel und die viel erwähnten 1,5°Grad.

Und ja, manchmal bin ich sehr frustriert und habe das Gefühl, ich komme nicht von der Stelle. Ich will doch nur die Welt retten.

Doch wenn ich dann Bücher lese, in denen Menschen sich nicht einschüchtern lassen, Missstände zum Thema machen und versuchen positiven Einfluss zu nehmen, steigert das meine Motivation ungemein. Wie zum Beispiel Anne, die sich dafür einsetzt, dass wir plastikfreier leben oder auch Alf-Tobias und Kirsten, die mit ihrem Buch Tipps geben, wie ein fairer und nachhaltiger Kleidungsstil aussehen kann.

Dass Weniger ist mehr und Minimalismus als einzelne Person oder aber auch als Familie möglich ist, davon bin ich überzeugt. Ein bisschen mit Bild und Ton findet ihr in meinem YouTube-Kanal. In diesem Video geht es um Minimalismus als Familie.

Ihr findet hier aber auch eine Reihe an Blogartikeln zur Minimalismus – Thematik.

Ein Elektroauto als Familie MamaDenkt

Ein Elektroauto als Familie

Schon seit Monaten, eigentlich schon seit drei Jahren setzen wir uns immer wieder mit der Frage auseinander, ob ein Elektroauto als Familie tatsächlich Sinn macht? Mal angenommen wir hätten das Geld für ein solches Fahrzeug, hat der Umstieg wirklich nur Vorteile? Und wie sehr sollten eine autarke Strom- und Wärmegewinnung bei dieser Frage mitgedacht werden, um ein ganzheitliches Konzept zu fahren?

Elektrorad, Elektroroller und Elektroauto

Ein Elektroauto als Familie stand schon häufiger zur Diskussion. Wer das Geld hat, besorgt es sich. Wer nicht, der düst weiterhin mit Bus, Bahn und Rad durch die Gegend. Oder aber bleibt auf seinem Benziner oder Diesel sitzen.

Mal abgesehen davon, dass es – für uns – an den Anschaffungskosten fehlt, stellt sich die Frage, ob es sich bei Elektromobilität tatsächlich um DIE nachhaltigste Option handelt. Wer ist tatsächlich nachhaltiger unterwegs? In welchem Gefährt? Dieser Frage möchte ich die kommenden Wochen nachgehen und nehme euch gerne dazu mit.

Nachhaltig unterwegs

Nachhaltig reisen, nachhaltig im Alltag – was ist denn nun das nachhaltigste für die Umwelt? Wie verändert sich unser Leben? Oder auch nicht, wenn wir ernst meinen, was wir sagen und nachhaltig reisen wollen?

Ist ein Elektroauto eine nachhaltige Alternative?

Ich möchte gerne wissen, ob das Elektroauto wirklich die nachhaltige Alternative ist. Schonhäufiger habe ich mir selber ausgerechnet, dass wir das investierte Geld vermutlich nicht wieder raus haben werden. Aber ist es das, worauf es bei so einer Umstellung ankommt?

Meiner Ansicht nach tatsächlich nicht. Ich wäre/ bin dazu bereit Geld für mehr Nachhaltigkeit zu investieren, zumal ich es an vielen anderen Stellen sehr bewusst aus nachhaltigen Gründen einspare.

Dafür hätte ich aber gerne einen wirklich reduzierten Fußabdruck. Klar, dem Feinstaubproblem wirken wir mit einem Elektroauto als Familie entgegen. Aber was ist mit unserem ökologischen Fußabdruck? Dieses Auto muss ja auch ist wieder neu produziert werden. Der mit der Produktion der Akkus verbundene Abbau von Seltenen Erden, insbesondere der Lithium-Abbau ist alles andere als nachhaltig und positiv. Dafür reicht ein Blick in die Länder, in denen das Lithium abgebaut wird.

Ein Elektroauto als Familie fahren

Welche Optionen haben wir denn als Familie, um nachhaltiger unterwegs zu sein. Grundsätzlich gilt, weniger Auto fahren. In all unseren Überlegungen um ein nachhaltiges Tun und Leben kommen wir als Familie immer wieder an den Punkt, dass es weniger und bewusster sein muss. Sei es unser grundsätzlicher Konsum oder auch die Gestaltung unseres Alltags und unserer Freizeit. Ich weiß, dass schon an diesem Punkt viele den erhobenen Zeigefinger sehen, auch wenn das gar nicht meine Absicht ist. Es ist, wie es ist.

Mobilität: Komfort oder Selbstverständlichkeit?!?

Ich bin tatsächlich davon überzeugt, dass wir dankbarer werden, für all die Möglichkeiten und Optionen, die wir haben, um uns ein schönes und gutes Leben zu machen, sobald wir verzichten. Es ist ein Privileg an einen Ort und in eine Gesellschaft geboren zu werden, in denen existenzielle Voraussetzungen für nahezu jeden geschaffen sind.

Genauso ist es aber ein Fluch, mit welcher Selbstverständlichkeit, wir durch die Welt fliegen, um sie uns anzuschauen. Mit welcher Selbstverständlichkeit wir Dinge an- und hinnehmen, die um uns geschehen. Natürlich kann ich jederzeit online bestellen und erhalte am nächsten Tag Post. Und wenn nicht, dann beschwere ich mich. Natürlich kann ich mich jederzeit ins Auto setzen, um pünktlich irgendwo anzukommen. Und beschwere mich, wenn hunderte oder tausende Menschen das ähnlich sehen. Natürlich erwarte ich absolute Pünktlichkeit von Bus und Bahn. Und wenn nicht, dann bin ich verärgert und lasse das lautstark alle wissen. Natürlich kann ich mir morgens einen Latte zubereiten und abends mit einem Espresso das Abendessen beenden.

Eine neue Sicht der Dinge gewinnen

Dass das alles keine Selbstverständlichkeiten sind, wird uns meist erst dann klar, wenn es uns aus welchen Gründen auch immer nicht möglich ist, darauf zuzugreifen oder wir aber bewusst entscheiden mal ohne auszukommen. Plötzlich lernen wir diese Möglichkeiten wieder neu wertzuschätzen, zu lieben und haben ein Maß an Dankbarkeit, das uns in der heutigen Zeit schnell verloren geht.

Elektromobilität in Kombination mit Strom- und Wärmegewinnung

Mal angenommen ich hätte das Geld und mal angenommen, es gäbe eine komfortable Familienkutsche. Für mich stellt sich dann die Frage, ob die ganze Unternehmung “Elektromobilität als Familie” auf stabilen Füßen steht und wir damit wirklich ein höheres Maß an Nachhaltigkeit dazu gewonnen haben.

… mit unserer Stromgewinnung

Daher gehört für mich und unseren Umstieg vorher noch der Umstieg auf erneuerbare Energien unbedingt dazu. Wenn wir mal ein Elektroauto haben, dann soll das möglichst durch selbstproduzierten Strom laufen.

… mit unserer Heizung

Diesen Strom würde ich außerdem auch gerne für unser Heizen im Winter verwenden. Welche Möglichkeiten gibt es, unser Haus mit selbstproduzierter Wärme zu versehen?

Gibt es Möglichkeiten diese drei Punkte zusammen zu sehen und dementsprechend umzusetzen? Das wäre mein Traum. Und wenn der sich verwirklichen ließe, werfe ich einen Blick auf unsere bescheidenen Finanzen.

Meine Elektromobilität-Recherche

Mit diesem Artikel und diesen Gedanken, werde ich mich jetzt an Experten wenden. Einer der Experten ist ein Freund, der sich zum Energieexperten fortgebildet hat. Außerdem läuft seit ungefähr einem Jahr eine Kooperation mit Polarstern, die ich zu dieser Thematik auch gerne nochmal mit ins Boot holen möchte. Und dann ist da noch Volker Quaschning, der ebenfalls noch nichts von seinem Glück weiß und zu dem ich den Kontakt aufnehmen möchte.

Ein Elektroauto als Familie: Wunschtraum oder erreichbare Realität?

Ja, wir machen uns schon wirklich lange, über dieses Thema Gedanken. Und ich merke, dass ich hierbei irgendwie nicht so richtig von der Stelle komme. Ich möchte das jetzt gerne in die Hand nehmen. Und wenn ihr über diesen Artikel hinaus konkrete Fragen und Gedanken habt, dann hinterlasst sie gerne in den Kommentaren und wir schauen gemeinsam, ob die Experten Ansätze haben und Antworten geben können.

Denn ja, die meisten von uns haben doch eigentlich nicht wirklich Zeit für die Umwelt. Ein Punkt, den ich gerne weiter und weiter verändern möchte. Nehmen wir uns diese Zeit. Macht ihr mit?

Weitere Gedanken zum Thema Klimaschutz und Klimawandel findet ihr hier.

Auch in unserer Frage der Nachhaltigkeit, von Alex und mir, dreht sich vieles immer wieder auch um praktikablen Klimaschutz.