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DUDEN Weltenfänger Rezension MamaDenkt

LeseStoff: DUDEN Weltenfänger – Material

(Rezension) (erschienen im und freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom DUDEN Verlag) Die Sommerferien liegen nun schon einige Zeit zurück und die nächste schulfreie Zeit steht vor der Tür. Bei uns waren diese freien Zeitfenster noch nie lernfreie Zeiten. Entweder haben wir gemeinsam unsere familieninternen Forscherwochen organisiert oder aber sind irgendwohin gefahren, um Wissen aufzusaugen, beispielsweise im April diesen Jahres ins Klimahaus nach Bremerhaven. Ein Ort, an dem – zumindest mir – das Lernen wirklich leicht fällt. Manchmal kommt es auch vor, dass ich mich nach konkretem Material umsehe, mit dem wir ganz bestimmte schulische Inhalte wiederholen, entdecken oder vertiefen können. Heute stelle ich euch daher das DUDEN Weltenfänger – Material vor, auf das ihr hier schon einen Blick werfen könnt.

DUDEN Weltenfänger – Material

In den Ferien spielerisch Buchstaben entdecken und Zahlen lernen. Das war damals der Plan und hat mit dem Material von DUDEN Weltenfänger auch gut geklappt. Für uns ging es darum, dass K2 ein Gefühl für Zahlen entwickelt und auch geschriebene Buchstaben als solche besser wahrnimmt und mit ihnen spielt. Ja, es ging mir im wahrsten Sinne des Wortes darum, dass Buchstaben und Lautfolgen in ganz verrückter und spielerischer Weise miteinander verbunden wurden.

Die Materialien vom DUDEN Weltenfänger haben diesen Anspruch des Spielens zusätzlich unterstützt, da es sich um durchweg farbenfrohe Aufbereitung des Lernstoffes handelt. Schnell ist ersichtlich, wie welches Material funktioniert. (Das ist ja selbst bei Hausaufgaben nicht immer gegeben.) Zumal es oft einfach auch egal ist, was das Kind mit dem jeweiligen Heft macht, da allein das Durchblättern dazu animiert mit dem Blick und den Gedanken hängen zu bleiben. Hängen zu bleiben am Stoff, den Zahlen, den Buchstaben und den jeweiligen Inhalten.

Genau unser Ding. Zwei der DUDEN Weltenfänger Materialien möchte ich euch hier gerne näher vorstellen, weil sie a) sehr unterschiedlich zu Hause angekommen sind und b) dennoch beide gleichermaßen kreativ, intuitiv und lehrreich sind. Heute geht es daher um die total verrückte Wörterkiste und die total verrückte Zahlenkiste.

Rezension Meine total verrückte Wörterkiste DUDEN Weltenfänger_MamaDenkt

Meine total verrückte Wörterkiste

K2 konnte vieles einfach ausprobieren: schneiden, verbinden, kleben, malen und dabei außerdem Laute, geschriebene Buchstaben und daraus entstehende Wörter kennenlernen und festigen. Es hatte riesigen Spaß beim Anschauen, Ausschneiden und Betrachten der Bilder, Fotografien und Zeichnungen.

Am häufigsten verwendet haben wir das Spiel der total verrückten Wörterkiste. Hierbei zieht jeder abwechselnd eine Karte und liest das Wort darauf laut vor. (An dieser Stelle macht es tatsächlich Sinn, dass erste Buchstaben gelernt und die Lautverschmelzung schon erlangt wurde.)

Die anderen versuchen nun, es auf die Magnettafel zu schreiben. Wer sich nicht sicher ist, kann einen Joker einsetzen und bekommt einen Tipp. Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort entwickelt sich so eine aufregend verrückte Jagd um den heiß begehrten Abc-Geparden. Wer die meisten Wörter einfängt, hat gewonnen!

Meine total verrückte Zahlenkiste

Bei der Zahlenkiste fiel auf, dass K2 keinen solchen Zugang fand, wie es bei der Wörtekiste der Fall gewesen war. Zahlen und Ziffern haben uns einfach weniger angesprochen, wodurch sie einfach auch weniger in Verwendung war.

Die Spieler stellen sich abwechselnd Rechenaufgaben, die sie auf der Magnettafel lösen müssen und später selbst kontrollieren können. Mich hat dieses Spiel immer an diese Taschenrechner-Spiele erinnert, die wir während meiner Grundschulzeit in Freilernzeiten verwenden durften. Das war jedesmal ein Riesenspaß gegen den Sitznachbarn möglichst viele dieser Aufgabenkarten durchzurechnen.

Die Einmaleins- und Hundertertafel der verrückten Zahlenkiste unterstützen die Kids dabei die Aufgaben zu bewältigen. Natürlich gibt es auch hier Jokerkarten die zur Hilfe kommen und wichtige Hinweise geben, wenn man einmal nicht weiterweiß. Auch hier beginnt so sehr schnell eine spannende Jagd auf den heiß begehrten Rechengepard.

Das Schöne und das Schwierige

Wir hatten jetzt erstmal nur die Basics, was uns für den Moment gereicht hat. Die DUDEN Weltenfänger Boxen lassen sich durch weitere Materialien ergänzen. Themenspezifisch können Spielerweiterungen, Bastelideen und Übungsmaterial in Form von Kartenspielen, Büchern und Heften dazu gekauft werden.

Auf der einen Seite eine gute Idee, denn, nicht jede_r braucht immer alles, verwendet alles. Ein bisschen schade, weil ich mich tatsächlich auch als Elternteil gerne noch ein bisschen mehr beraten gefühlt hätte, was denn als nächstes Sinn macht – OHNE dem eigentlichen Unterrichtsmaterial vorwegzugreifen oder irgendwelche Dinge zu vermitteln, die in der Schule dann aber doch anders angegangen werden.

Durchdachtes Lernmaterial – DUDEN Weltenfänger

Insgesamt hat mir das Material total gut gefallen, auch wenn es nur zur Hälfte richtig Anwendung bei uns gefunden hat. Hintergrund hiervon ist, dass jedes Kind anders lernt und auch jede Familie dieses Lernen auf vielfältige und vor allem unterschiedliche Weise einzubaut.

Jetzt gerade – ganz aktuell – sind wir damit konfrontiert, dass auch in der nächsten Klassenstufe Zahlen nicht die Lieblinge von K2 sind. Das heißt nicht, dass es nicht rechnen kann und mag. Eigentlich rechnet es sogar sehr gerne. Doch sobald die Aufgabenstellung herausfordernder und die mögliche einhergehende Frustration größer werden könnte, umgeht es eine weitere Konfrontation . Nicht ganz so sinnvoll, ja – ich weiß. Vor allem ganz anders, als wenn es darum geht Sätzen schön und richtig zu schreiben. So hat jedes Kind seine ganz besonderen Stärken, Schwächen und vor allem Favoriten.

Umso besser, dass es zum Beispiel das DUDEN Weltenfänger Material gibt und damit auch die Möglichkeit spielerisch Lernthemen und Aufgabenbereiche aufzugreifen und schon den Kleinen die Freude am bunten, witzigen und abwechslungsreichen Lernen zu ermöglichen und zu erhalten.

Rezension DUDEN Mein Ferienblock mit Rabe Linus MamaDenkt

Und das sowohl zu Hause als auch unterwegs. Die beiden Kisten lassen sich hervorragend mitnehmen und bieten auch während einer Auto- oder Zugfahrt eine willkommene Abwechslung für die Kids. Eine eindeutige und nicht unerwähnt gelassene Randbemerkung ist der Hinweis auf die Lernblöcke vom DUDEN Verlag. Wir haben immer auch irgendwelche Blöcke dabei, vorzugsweise mit Rabe Linus. Sie sind super, um Bücher und Hefte während der Ferien nicht immer mit dabei zu haben und dennoch zum Beispiel die Rechenleistung der Kids aufrechtzuerhalten und den Start in die Schule – der ja meistens doch immer wieder ansteht – zu erleichtern.

Noch mehr Empfehlungen in Sachen Lesestoff findest du ebenfalls auf diesem Blog. Da wäre zum Beispiel dieser Artikel über ein Bilderbuch, das sich ebenfalls mit Sprache und dem Kreislauf von werden – sein – vergehen auseinandersetzt. Wunderschön!

Ein spannendes, informatives und interaktives Buch, das sich mit unserer Müllproblematik auseinandersetzt, findet sich hier.

Eine dritte Leseempfehlung, die nicht wirklich was mit Lernen, aber dafür mit ganz viel Rätseln und Mitraten zu tun hat, geht an diesen Abenteuer-Detektiv-Roman für Kinder.

Earth Overshoot Day MamaDenkt

Earth Overshoot Day. Ein Leben auf Pump

Wir schreiben den 29.07.2019. Wieder haben wir es geschafft, das uns zur Verfügung stehende Budget natürlicher Ressourcen für dieses Jahr komplett aufzubrauchen. Es ist nichts mehr da. Das Konto ist leer. Ab heute schreiben wir rote Zahlen und leben auf Pump. Dieser Tag nennt sich seit geraumer Zeit: Earth Overshoot Day.

Was ist der Earth Overshoot Day?

Beim Earth Overshoot Day handelt es sich um den “Erdüberlastungstag”. Das ist der Tag, an dem wir unsere ökologischen Ressourcen aufgebraucht haben. Bei diesen Ressourcen handelt es sich zum Beispiel um ökologisch produktive Flächen, die für die Produktion von Nahrung, Holz und Fasern erforderlich sind, wie auch die Absorption von CO2 der Fossilenergie.

Stellt man einander gegenüber, was wir zur Verfügung haben und was wir tatsächlich verbrauchen, ergibt sich aus der Rechnung sehr schnell, dass wir aktuell nicht nur eine Erde innerhalb eines Jahres konsumieren, sondern im Durchschnitt 1,75 Erden. Würde die Weltbevölkerung den Konsum eines deutschen Durchschnittsbürgers betreiben, träte dieser Erdüberlastungstags sogar schon am 3.Mai 2019 ein und wir benötigten diesen Planeten ganze 3x.

Fakt ist: Wir begehen Raubbau an den Ressourcen nachfolgender Generationen. Meist mit einem Lächeln im Gesicht und dem Selbstverständnis: “Es ist ja nur der eine kurze Flug. Was macht meine Entscheidung dabei schon aus?” Ich weiß, das hört keiner von uns sehr gerne. Vielleicht liest der ein oder die andere hier auch den erhobenen Zeigefinger raus. Mag sein. Ich selber scheitere oft, aber bleibe dran. Und es ist mittlerweile schon zu spät, um sich Zeit zu lassen.

Das Problem aktueller Klimaschutz-Bestrebungen

Man könnte jetzt sagen: Wir sind ja dabei. Überall werden grüne Alternativen gesucht und sogar schon Verbote erlassen, wie hinsichtlich der Strohhalme und so weiter. Ja, das ist richtig. Es geht los und tatsächlich schlägt es grüne Wellen. Aber werden diese ausreichen?

Bis 2050 das Ziel erreicht zu haben und endlich nur noch zu verbrauchen, was uns zur Verfügung steht, würde bedeuten, dass wir den Earth Overshoot Day jedes Jahr um mindestens 5 Tage nach hinten verschieben müssen. In den vergangenen Jahren sind wir in der Regel jedoch jedesmal ein paar Tage im Jahr nach vorne gerückt. Kurz: Wir benötigen schnell politisch eingeforderte einschneidende Forderungen und wirtschaftliche Bereitschaft sich nicht andauernd querzustellen, sondern ein Menschenrecht auf ökologische Unversehrtheit, auch wenn nicht niedergeschrieben, ernst zu nehmen und einzuhalten.

Verzicht ist nicht lukrativ

Tja nun, das würde dann wohl krassen und deutlichen Verzicht bedeuten. Etwas, das nicht gut ankommt, wenn man sich die großen Hoffnungen anschaut, die auf technologische Neuentwicklungen gesetzt werden; sei es das Elektroauto oder das Kosmetik-Pad aus Bambus.

Politisch, vor allem in Wahlkampfzeiten kommt das gar nicht gut an. Trotzdem:

Grüner Konsum ist nicht die Lösung

Niko Paech, ihr kennt ihn vielleicht im Rahmen seiner Idee einer Postwachstumökonomie, hat kürzlich in der taz einen großartigen Artikel zu diesem Dilemma verfasst. Wir haben uns in den letzten Jahren nicht eingeschränkt, sondern einfach nur andere, scheinbar grünere Dinge konsumiert. Dass es sich hierbei um eine grüne Seifenblase handelt, die platzt, zeigt sich am heutigen Earth Overshoot Day. Eine Rezension zu einem von Niko Paechs Büchern, findet ihr auch hier im Blog.

Es wird nicht reichen in dem Maße weiter zu konsumieren, wie wir es bislang tun, um der Erdüberlastung Einhalt zu gebieten und dieselbe nach hinten zu verlegen. Grüne Alternativen, technologische Entwicklung oder eine CO2-Steuer lösen unser Problem nicht im erforderlichen Maße.

Mein Fußabdruck, der Earth Overshoot Day und unsere Zukunft

Es gibt inzwischen einige Seiten, auf denen sich berechnen lässt, wie viele Ressourcen unser Lebensstil frisst. Der Earth Overshoot Day ist ein sehr passender Tag, sich das mal vorrechnen zu lassen.

Den ökologischen Rucksack meines Lebensstils berechnen

Es ist und bleibt eine Herausforderung das Gewicht des eigenen CO2-Ausstoßes auszurechnen. Unser Lebensstil lässt sich nur schwer in die verschiedenen Teilbereiche auseinander nehmen, differenzieren und wieder zusammenführen, um für den Einzelnen glasklare Berechnungen anzustellen. Aber, sie geben uns eine Richtung und ein Gefühl dafür, ob wir auf großem Fuß leben. Darüber, ob wir – zwar nicht über unsere finanziellen – aber über unsere ökologischen Verhältnisse leben. Und da, heute der Earth Overshoot Day ist, leben wir eindeutig über unseren zur Verfügung stehenden Ressourcen-Kontostand hinaus.

Der Earth Overshoot Day und die sich dahinter verbergenden Berechnungen zeigen sehr eindeutig, dass wir aktuell viel mehr konsumieren, als wir zur Verfügung haben. Was der Einzelne nun tatsächlich verbraucht, weil er für Geschäftsreisen Inlandsflüge bucht, eine Gasheizung in seiner Wohnung besitzt oder aber ein Elektroauto fährt und abends vor dem Flachbildschirm relaxed, gibt der ökologische Rucksack vom Wuppertal Institut her.

Mir persönlich gefällt dieser Ressourcen-Rechner sehr gut, weil er in verschiedene Lebensbereiche unterteilt: Wohnen, Konsum, Ernährung, Freizeit, Mobilität, Urlaub. Dadurch bietet er Ansatzpunkte, die verschiedenen Lebensbereiche Schritt für Schritt anzugehen. Es überfordert mich nicht, mich erst bei unseren Einkäufen oder in Sachen Mobilität schlauer zu machen. Vielleicht fällt es mir auch viel leichter erstmal meinen Urlaub zu überdenken, bevor ich meine Ernährung umstelle und der Rest der Familie nun auch vegetarisch oder aber vegan unterwegs sein soll. Eins nach dem anderen.

Hauptsache ich bleibe dran und reagiere unmittelbar, denn der Earth Overshoot Day kommt nicht erst. Er ist schon da.

Hallo Zukunft!

Was machen wir nun? Wie gehen wir mit diesem Dilemma um? Ja, die Klimakrise nervt, nehmen wir das mal als Feststellung hin. Doch dabei muss es ja nicht bleiben. Wir haben Möglichkeiten, das Leben zu verändern und vor allem, durch diesen Lebensstil und ganz klare, eindeutige Forderungen, das Ruder umzureißen.

3 konkrete ToDos den Earth Overshoot Day zu verschieben

Ich habe mal versucht zusammenzufassen, wo und wie wir handeln können. Dabei sind drei große Handlungsbereiche entstanden.

Mein Leben mit leichterem ökologischen Rucksack gestalten

Weniger ist mehr. Das ist das Ziel. Verzicht wird für ein größeres Ganzes dazu gehören. Früher oder später. Für alle. Denn darauf kommt es an. Nicht auf meine unmittelbare Bedürfniserfüllung in Sachen Luxus und Komfort.

Es liegt erstmal bei uns und unserem Lebensstil die Augen aufzuhalten und das Konzept Leben neu zu denken. Unserem Umfeld wird das auffallen und wie gesagt, früher oder später wird ein nachhaltigerer Lebensstil flächendeckend Einzug halten müssen, um unsere Existenz zu sichern.

Mit #Movethedate und #LiebeZukunft öffentliche Aufmerksamkeit gewinnen

Im Netz gibt es eine Reihe von Aktionen, die zum Ziel haben auf die nötigen Veränderungen hinzuweisen. Genauso wie #Fridaysforfuture und die damit verbundenen Schülerstreiks überall auf der Welt, die gehört werden und nun endlich Antworten erfordern.

Antworten von uns allen. Menschen werden durch solche Aktionen, sei es durch den am Freitag stattfindenden Streik oder ein Instagram-Fotowettbewerb einer Bank wie #LiebeZukunft von oikocredit auf die Problematik aufmerksam gemacht. Sie sind nicht wegzudenken und machen zum Thema, was schon so lange aussteht. Auch eine Kampagne wie #Movethedate, die den Earth Overshoot Day und Klimaschutz verknüpft, fordert dazu aus gemeinsam Ideen zu spinnen und eine nachhaltige Zukunft zu gestalten.

#MoveTheDate bringt uns in Richtung One-Planet-Kompatibilität

Wir können den Trend umkehren. Wenn wir das Datum des Earth Overshoot Day um 5 Tage pro Jahr hinausschieben, wird die Menschheit vor 2050 «ein-Planet»-kompatibel … So würde beispielsweise die Ersetzung von 50% des Fleischkonsums durch eine vegetarische Ernährung das Datum des Überschreitungstages um 15 Tage hinausschieben …

Quelle: https://www.overshootday.org/newsroom/press-release-june-2019-german/

Solche Aktionen, Projekte und Kampagnen schaffen Anreize groß zu träumen und loszulegen.

Politisch aktiv werden

Das Wort Politik ist lateinischen Ursprungs, res publica. Dieses Wort, das inzwischen schon so negativ belastet ist, macht deutlich, dass es um die Sache der Öffentlichkeit geht.

Klimawandel, der Earth Overshoot Day sind Sache der Öffentlichkeit. Unsere Sache. Wenn wir Zukunft zu einem guten Ort machen wollen, dann müssen wir als größeres Ganzes aktiv werden. Mitunter politisch aktiv werden. (Vielleicht fernab von Parteienpolitik.)

Politik ist dennoch notwendig. Also sollten wir auf sie Einfluss nehmen und zwar mit allen Möglichkeiten, die uns gegeben sind. Denn schließlich geht es um unsere Existenz. Die Existenz aller.

Happy Earth Overshoot Day – nein!

Zum Feiern ist dieser Tag nicht. Vielmehr lasst uns in die Hände spucken, Veränderungen leben, ganz deutlich und offen und nach außen hin sichtbar. Lasst uns offline aktiv werden, durch Gespräche, Diskussionen und das Ändern von Altbekanntem. Online lasst uns teilen, was diesen Veränderungen entspricht und zuträglich ist – sei es eine Aktion auf Instagram oder Facebook oder wo auch immer.

Lasst uns sprechen über und mit Menschen, die Veränderungen leben und ihre positiven grünen Veränderungen weitergeben, damit wir diesen Earth Overshoot Day wieder nach hinten verschieben. Mitte August 2020 wäre doch ein Idee, was denkt ihr? Here we go!

Ihr wollt mehr zum Thema hier im Blog lesen?

Hier geht’s um noch mehr Klimawandel und die viel erwähnten 1,5°Grad.

Und ja, manchmal bin ich sehr frustriert und habe das Gefühl, ich komme nicht von der Stelle. Ich will doch nur die Welt retten.

Doch wenn ich dann Bücher lese, in denen Menschen sich nicht einschüchtern lassen, Missstände zum Thema machen und versuchen positiven Einfluss zu nehmen, steigert das meine Motivation ungemein. Wie zum Beispiel Anne, die sich dafür einsetzt, dass wir plastikfreier leben oder auch Alf-Tobias und Kirsten, die mit ihrem Buch Tipps geben, wie ein fairer und nachhaltiger Kleidungsstil aussehen kann.

Dass Weniger ist mehr und Minimalismus als einzelne Person oder aber auch als Familie möglich ist, davon bin ich überzeugt. Ein bisschen mit Bild und Ton findet ihr in meinem YouTube-Kanal. In diesem Video geht es um Minimalismus als Familie.

Ihr findet hier aber auch eine Reihe an Blogartikeln zur Minimalismus – Thematik.

Ein Elektroauto als Familie MamaDenkt

Ein Elektroauto als Familie

Schon seit Monaten, eigentlich schon seit drei Jahren setzen wir uns immer wieder mit der Frage auseinander, ob ein Elektroauto als Familie tatsächlich Sinn macht? Mal angenommen wir hätten das Geld für ein solches Fahrzeug, hat der Umstieg wirklich nur Vorteile? Und wie sehr sollten eine autarke Strom- und Wärmegewinnung bei dieser Frage mitgedacht werden, um ein ganzheitliches Konzept zu fahren?

Elektrorad, Elektroroller und Elektroauto

Ein Elektroauto als Familie stand schon häufiger zur Diskussion. Wer das Geld hat, besorgt es sich. Wer nicht, der düst weiterhin mit Bus, Bahn und Rad durch die Gegend. Oder aber bleibt auf seinem Benziner oder Diesel sitzen.

Mal abgesehen davon, dass es – für uns – an den Anschaffungskosten fehlt, stellt sich die Frage, ob es sich bei Elektromobilität tatsächlich um DIE nachhaltigste Option handelt. Wer ist tatsächlich nachhaltiger unterwegs? In welchem Gefährt? Dieser Frage möchte ich die kommenden Wochen nachgehen und nehme euch gerne dazu mit.

Nachhaltig unterwegs

Nachhaltig reisen, nachhaltig im Alltag – was ist denn nun das nachhaltigste für die Umwelt? Wie verändert sich unser Leben? Oder auch nicht, wenn wir ernst meinen, was wir sagen und nachhaltig reisen wollen?

Ist ein Elektroauto eine nachhaltige Alternative?

Ich möchte gerne wissen, ob das Elektroauto wirklich die nachhaltige Alternative ist. Schonhäufiger habe ich mir selber ausgerechnet, dass wir das investierte Geld vermutlich nicht wieder raus haben werden. Aber ist es das, worauf es bei so einer Umstellung ankommt?

Meiner Ansicht nach tatsächlich nicht. Ich wäre/ bin dazu bereit Geld für mehr Nachhaltigkeit zu investieren, zumal ich es an vielen anderen Stellen sehr bewusst aus nachhaltigen Gründen einspare.

Dafür hätte ich aber gerne einen wirklich reduzierten Fußabdruck. Klar, dem Feinstaubproblem wirken wir mit einem Elektroauto als Familie entgegen. Aber was ist mit unserem ökologischen Fußabdruck? Dieses Auto muss ja auch ist wieder neu produziert werden. Der mit der Produktion der Akkus verbundene Abbau von Seltenen Erden, insbesondere der Lithium-Abbau ist alles andere als nachhaltig und positiv. Dafür reicht ein Blick in die Länder, in denen das Lithium abgebaut wird.

Ein Elektroauto als Familie fahren

Welche Optionen haben wir denn als Familie, um nachhaltiger unterwegs zu sein. Grundsätzlich gilt, weniger Auto fahren. In all unseren Überlegungen um ein nachhaltiges Tun und Leben kommen wir als Familie immer wieder an den Punkt, dass es weniger und bewusster sein muss. Sei es unser grundsätzlicher Konsum oder auch die Gestaltung unseres Alltags und unserer Freizeit. Ich weiß, dass schon an diesem Punkt viele den erhobenen Zeigefinger sehen, auch wenn das gar nicht meine Absicht ist. Es ist, wie es ist.

Mobilität: Komfort oder Selbstverständlichkeit?!?

Ich bin tatsächlich davon überzeugt, dass wir dankbarer werden, für all die Möglichkeiten und Optionen, die wir haben, um uns ein schönes und gutes Leben zu machen, sobald wir verzichten. Es ist ein Privileg an einen Ort und in eine Gesellschaft geboren zu werden, in denen existenzielle Voraussetzungen für nahezu jeden geschaffen sind.

Genauso ist es aber ein Fluch, mit welcher Selbstverständlichkeit, wir durch die Welt fliegen, um sie uns anzuschauen. Mit welcher Selbstverständlichkeit wir Dinge an- und hinnehmen, die um uns geschehen. Natürlich kann ich jederzeit online bestellen und erhalte am nächsten Tag Post. Und wenn nicht, dann beschwere ich mich. Natürlich kann ich mich jederzeit ins Auto setzen, um pünktlich irgendwo anzukommen. Und beschwere mich, wenn hunderte oder tausende Menschen das ähnlich sehen. Natürlich erwarte ich absolute Pünktlichkeit von Bus und Bahn. Und wenn nicht, dann bin ich verärgert und lasse das lautstark alle wissen. Natürlich kann ich mir morgens einen Latte zubereiten und abends mit einem Espresso das Abendessen beenden.

Eine neue Sicht der Dinge gewinnen

Dass das alles keine Selbstverständlichkeiten sind, wird uns meist erst dann klar, wenn es uns aus welchen Gründen auch immer nicht möglich ist, darauf zuzugreifen oder wir aber bewusst entscheiden mal ohne auszukommen. Plötzlich lernen wir diese Möglichkeiten wieder neu wertzuschätzen, zu lieben und haben ein Maß an Dankbarkeit, das uns in der heutigen Zeit schnell verloren geht.

Elektromobilität in Kombination mit Strom- und Wärmegewinnung

Mal angenommen ich hätte das Geld und mal angenommen, es gäbe eine komfortable Familienkutsche. Für mich stellt sich dann die Frage, ob die ganze Unternehmung “Elektromobilität als Familie” auf stabilen Füßen steht und wir damit wirklich ein höheres Maß an Nachhaltigkeit dazu gewonnen haben.

… mit unserer Stromgewinnung

Daher gehört für mich und unseren Umstieg vorher noch der Umstieg auf erneuerbare Energien unbedingt dazu. Wenn wir mal ein Elektroauto haben, dann soll das möglichst durch selbstproduzierten Strom laufen.

… mit unserer Heizung

Diesen Strom würde ich außerdem auch gerne für unser Heizen im Winter verwenden. Welche Möglichkeiten gibt es, unser Haus mit selbstproduzierter Wärme zu versehen?

Gibt es Möglichkeiten diese drei Punkte zusammen zu sehen und dementsprechend umzusetzen? Das wäre mein Traum. Und wenn der sich verwirklichen ließe, werfe ich einen Blick auf unsere bescheidenen Finanzen.

Meine Elektromobilität-Recherche

Mit diesem Artikel und diesen Gedanken, werde ich mich jetzt an Experten wenden. Einer der Experten ist ein Freund, der sich zum Energieexperten fortgebildet hat. Außerdem läuft seit ungefähr einem Jahr eine Kooperation mit Polarstern, die ich zu dieser Thematik auch gerne nochmal mit ins Boot holen möchte. Und dann ist da noch Volker Quaschning, der ebenfalls noch nichts von seinem Glück weiß und zu dem ich den Kontakt aufnehmen möchte.

Ein Elektroauto als Familie: Wunschtraum oder erreichbare Realität?

Ja, wir machen uns schon wirklich lange, über dieses Thema Gedanken. Und ich merke, dass ich hierbei irgendwie nicht so richtig von der Stelle komme. Ich möchte das jetzt gerne in die Hand nehmen. Und wenn ihr über diesen Artikel hinaus konkrete Fragen und Gedanken habt, dann hinterlasst sie gerne in den Kommentaren und wir schauen gemeinsam, ob die Experten Ansätze haben und Antworten geben können.

Denn ja, die meisten von uns haben doch eigentlich nicht wirklich Zeit für die Umwelt. Ein Punkt, den ich gerne weiter und weiter verändern möchte. Nehmen wir uns diese Zeit. Macht ihr mit?

Weitere Gedanken zum Thema Klimaschutz und Klimawandel findet ihr hier.

Auch in unserer Frage der Nachhaltigkeit, von Alex und mir, dreht sich vieles immer wieder auch um praktikablen Klimaschutz.

Die Klimakrise nervt! MamaDenkt

Die Klimakrise nervt!

An den letzten Wochenende gab es immer jede Menge zu tun. Viele Dinge spielten sich offline in meinem ganz gewöhnlichen Alltag ab. Und auch heute, geht es um eine Thematik, die sich offline abspielt(e), nicht nur hier im Netz: Die Klimakrise nervt.

Natürlich gehört das Thema Klimaschutz in diesen Blog. Denn ja, es geht um meinen und unseren ökologischen Fußabdruck, den wir hinterlassen. Da es um Klimaschutz geht, nehme ich natürlich auch den Klimawandel ernst und die damit verbundene Klimakrise, in der wir uns befinden.

Die Klimakrise ist Fakt

Das behauptet sogar Rezo, der in seinem Video zwei Wochen vor der Wahl ziemlich deutliche Worte findet. Rezo, ein YouTuber, der plötzlich ein einstündiges Video auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht und damit für ziemlich viel Wirbel in der Politik sorgt. Wohlgemerkt, in der Politik, als Außenstehender. Keiner, der aus irgendeinem politischen Skandal es in die Schlagzeilen schafft, sondern einer, der über 60 Minuten Zeit dafür verwendet, einer Partei detailliert darzulegen, was sie verpasst hat.

Wer ist dieser Rezo?

Ich gestehe, Rezo hatte ich nur auf dem Schirm, weil das eine Kind in der Schule in den wohlverdienten Pausen mit seiner Klasse Musik hören und schauen darf. Rezo ist dabei einer der YouTuber, die schon häufiger auch zu Hause zur Sprache kamen und uns tatsächlich nicht ganz unbekannt waren. Aber zurück zur nervenden Klimakrise.

Relativ zu Anfang in seinem Video verweist Rezo auf die vielen, vielen Wissenschaftler, die seit Jahren und Jahrzehnten versuchen sich Gehör zu schaffen. Sei es in der Politik oder der Gesellschaft, den Printmedien oder sozialen Medien. Es gibt sie. Einen seriösen Wissenschaftler, der bestreitet, dass ein Klimawandel und damit einhergehend eine Klimakrise ansteht, GIBT ES NICHT. Die Tatsache, dass dieser YouTuber jede seiner Aussagen mit Quellen direkt im Video belegt, müsste ihn ja einmal mehr glaubwürdig machen. Könnte man meinen.

Doch wir sind total abgestumpft, wie mir scheint.

Nachhaltigkeit – ja. Verhaltensänderungen – bitte nein!

Erst kürzlich wohnte ich als Außenstehende einer Hochzeit bei. Sie fand zufällig an derselben Örtlichkeit statt, an der wir uns für ein Kaltgetränk getroffen hatten. Nachdem die Dunkelheit angebrochen war, kam die Hochzeitsgesellschaft auf den dazugehörigen freiliegenden Platz heraus und ließ Luftballons starten.

Die Sache mit den Luftballons

An dieser Stelle zwei Dinge vorweg:

  1. Zu meiner Hochzeit wurden wir als Hochzeitspaar auch damit überrascht, dass Wunderkerzen mit Luftballons in den Himmel geschickt wurden. Damals hoffte ich, dass kein Tier in irgendeiner Form Schaden davon trägt, habe aber nicht weiter über die Problematik nachgedacht. Heute wäre es tatsächlich so, dass ich sehr resolut im Vorfeld meiner Feierlichkeiten unterstreiche, von solchen Aktionen Abstand nehmen zu wollen. Egal, mit viel Romantik und gesellschaftlichem Konsens solche Aktionen versehen sind.
  2. Die beschriebene Situation ist ein Beispiel. Sie ist “nur” ein Beispiel dafür, wie an vielen Orten unbedacht mit diesem Planeten umgegangen wird. Denn ja, in dem Moment bin es ja nur ich. Ich als kleine Person, die ihren Partner voraussichtlich nur einmal heiraten und feiern werde.

Dann waren da noch LEDs

In den Luftballons waren LEDs, so dass die weißen Ballonkugeln den Himmel mit ihren leuchtenden Punkten durchsetzten. Mich hat das in dem Moment tatsächlich sehr unruhig gemacht. Ich stellte mir vor als Partycrasher das Brautpaar anzusprechen, durch ihre Hilfesuchenden Blicke von ihren Trauzeugen von ihnen weggedrängt zu werden und fand mich vor meinem inneren Auge in einer hitzigen Diskussion wieder, während zeitgleich ein Meer an leuchtenden Luftballons den Himmel eroberte.

Was mache ich bitte schön in so einer Situation?

Klimawandel – ja. Klimakrise – fahr du erstmal kein Auto mehr.

So gerne würde ich hier jetzt DIE Antwort liefern. Kann ich leider nicht. Das wieder einmal vorweg. Dieser Artikel dient erstmal nur der Feststellung, wie wir das aktuell so handhaben. Wie wir es tatsächlich schaffen, uns aus der Verantwortung zu stehlen.

Wir akzeptieren Klimawandel

Irgendwann und irgendwo haben wir mal entschieden, dass das mit dem Klimawandel Doch irgendwie stimmen muss. Viele haben sogar akzeptiert, dass die Menge an Wissenschaftlern nicht falsch liegen können und sich verändernde klimatische Bedingungen auf diesen Wandel hinweisen.

Wir relativieren die Klimakrise

Aber – so schlimm wir es schon nicht sein. Schnee im Mai hat es auch früher schon gegeben, das ist alles irgendwie doch noch normal und kein Zeichen von Klimawandel. Was der Klimawandel mit unserem Konsum zu tun haben soll, muss erstmal noch beantwortet werden. (Zum gefühlten 100.000sten Mal…) Und wieso immer mehr Menschen auf Plastik zu verzichten versuchen, steht ja letztlich in keinem Zusammenhang mit dem Klimawandel.

Wir richten den Blick auf die anderen

Außerdem setzen die sich immer für plastikfrei ein und haben dennoch manchmal drei gelebten Säcke vor der Tür. Die Nachbarn sprechen von Klimawandel, fahren aber doch auch Auto. Bevor du also auf irgendwas hinweist, Rachel, erreiche erstmal deine 100%. …

Wir schieben die Verantwortung für die Klimakrise weg

Produziere ich die Autos? Stelle ich die Plastikverpackung her? Verbrenne ich Kohle? Habe ich das AKW gebaut?

Ich kann für all diese Dinge gar nichts. Wieso sollte ich den Karren aus dem Dreck ziehen. Und wenn die Menschen in Sonstwo kein Geld für ihre Arbeit bekommen, hat das auch nichts mit mir zu tun.

Wir sind frei.

Dieses oben beschriebene Schema begegnet mir sehr häufig. Immer mal mit der ein oder anderen Abweichung, doch der rote Faden ist derselbe. Und er ist so einfach zu ergreifen. Denn aus diesem Leben hier – das kommt ja irgendwie erschwerend mit dazu – werden wir nicht lebend aussteigen.

Wie gehe ich denn nun damit um? Die Klimakrise besteht, aber wir sind Spezialisten und Experten im Verantwortung wegschieben.

Auch wenn es diesen etablierten Faden gibt, können wir es anders machen. Mein aktuelles verfolgtes Verhaltenssetting:

  • Ich bin die Veränderung. Mein Ziel ist es, in allen meinen individuellen Entscheidungen, in denen meine Familie und auch meinen Job betreffend, die nachhaltigste zu suchen und zu treffen. Auch wenn sie oftmals anstrengender ist.
  • Ich darf Fehler machen. Ja, ich werde es nicht immer so schaffen, wie ich es im Sinne der Nachhaltigkeit tun müsste. Aber ich gestehe mir dieses Scheitern zu. Es ist mein Scheitern und ich will es jedesmal besser machen.
  • Ich werde weiterhin den Finger in die Wunde legen. Schweigen und über Fehlschritte hinwegzusehen, wird weder bei mir noch bei meinem Gegenüber zu Veränderungen führen. Allenfalls zu einem Status Quo beitragen. Doch wir können das besser. Das will ich einfach glauben.
  • Ich lass mich von nichts und niemandem einschüchtern. Hört sich krass an. Brauche ich manchmal aber einfach, um mich davon frei zu machen, wenn andere ihre Fehler pauschalisieren, ihre Verantwortung wegschieben und plötzlich mit dem Finger auf mich zeigen.

“Fahr du erstmal kein Auto, dann kannst du ein Verbot von Luftballons einfordern.” – Ist ein Ansatz, aber nicht zielführend, weil wir dann wieder alle darauf warten, bis endlich eine*r soweit ist und absolute grüne 100% erreicht hat. Das wird so nicht kommen.

Ich musste mich mal frei schreiben, um wieder etwas freier im Kopf und von diesen Gedanken zu werden. Was sagst du dazu? Ist dir schon mal was ähnliches passiert?

Wie wir zum Beispiel in der Urlaubszeit Klimaschutz umzusetzen versuchen, findest du in diesem Artikel übers nachhaltige Reisen.

In diesem Artikel hat mich eine befreundete Mitbloggerin über nachhaltiges Familienleben interviewt. Wenn es etwas allgemeiner sein soll, kannst du dich hier ein bisschen einlesen.

Rezo war übrigens vor ein paar Tagen zu Gast bei Jan Böhmermann. Wenn euch das aktuelle Video der Sendung interessiert, dann hier entlang. (Rezo wollte anfangs in keine Live-Sendung und hat irgendwie alles erstmal zurückgewiesen. Jetzt hat er es doch umgesetzt und ist überhaupt auch ins TV gegangen. Ich muss sagen, das finde ich schon ziemlich beeindruckend.)

Sommerferien was nun MamaDenkt

Sommerferien – was tun?

Die Sommerferien stehen vor der Tür und das Wetter lädt zu viel Sonne, Spaß und Wasser ein. Dennoch begegnen mir immer wieder Menschen, denen es vor den langen Ferien in der Mitte des Jahres graut. Sommerferien – topp oder Flop?

Sommerzeit – Urlaubszeit – Orgazeit

Doch was, wenn der Geldbeutel es nicht hergibt als große Familie in den Urlaub zu brausen? Was, wenn es viel zu heiß ist, um Tagesausflüge zu machen, die längerer Anfahrtszeiten bedürfen? Was, wenn es nur regnet? Was, wenn ich arbeiten muss und gar keine Möglichkeit habe, meinen Job woanders zu erledigen als im Büro, Kaufhaus, den Geschäftsräumen oder in der Tageseinrichtung?

Sommerferien – Zeit der großen Erwartungen

Zunächst einmal: Ich bin ziemlich froh darüber, dass wir in dieser oft heißen Zeit morgens nicht um 6:00 Uhr aufstehen müssen, um pünktlich in Schule und Kindergarten zu sein.

Dennoch: Mir scheint, dass wir auch weiterhin ziemlich gut im Organisieren sein müssen, damit “jede*r auf seine Kosten kommt”. Die Kinder wollen Spiel, Spaß und Action. Eltern suchen entspannte Beschäftigungen, um sich vom anstrengenden Alltagsgeschäft zu erholen, oder müssen arbeiten.

Schule und Kindergarten schließen ihre Türen, um auch dem Lehrpersonal ein Zeitfenster der Erholung zu geben. Natürlich mit der Bitte auch weiterhin dran zu bleiben. Regelmäßiges, tägliches Lesen, Kopfrechnen und Schreiben bitte nicht vernachlässigen, um nach den Sommerferien nicht wieder bei Null zu beginnen. Irgendwie ja auch verständlich, meine Einstellung dazu hat sich jedoch nicht geändert und ist dieselbe wie damals.

Der Grund unserer Projektpläne

Obwohl viele früher oder später Routinen entwickeln und finden, um die Ferienzeit auch zu genießen, gibt es jedes Jahr auch diejenigen, die sich ein bisschen vor dieser Zeit fürchten. Gelangweilte Kinder, die “ruhig gestellt” werden müssen. Selbst im Home Office kann das bisweilen dem Job eines Zirkusdirektors ähneln.

Vier Jahre ist es her, das ich mich selber sehr vor diesen sechs Wochen mit drei kleinen Kindern sehr gefürchtet habe. Ich hatte wahnsinnig große Bedenken davor, wie ich diese Tage überstehen sollte. Damals arbeitete mein Mann fast Vollzeit, ich bloggte hier auf MamaDenkt und blieb sehr bewusst zu Hause. Meine Lösung damals: Ich entwickelte einen Sommerplan, um all die verschiedenen Bedürfnisse, die da in der Luft hingen, aufzufangen.

Ideen für die Sommerferien

Ich habe mich an diesem Sonntagnachmittag mal hingesetzt und überlegt, welche unserer Ideen sich hier gut zusammentragen lassen.

Projektpläne für jeden einzelnen

Dieses Jahr hat jeder von uns am ersten Ferientag einen kleinen Projektplan für die nächsten sechs Wochen zusammengestellt. Auf diesem Projektplan befinden sich zwei bis vier größere Projekte, an denen wir “arbeiten” bzw. dran bleiben wollen.

Das schöne an der Idee, wir entscheiden bewusst, was wir uns für die Sommerferien vornehmen und wie wir diese Zeit gestalten wollen. K1 will unbedingt mehr zu Löwen, Alpakas und Pfauen erforschen. K2 hat sich für ein Bastelprojekt entschieden, dessen Idee er in einem unserer Bücher aus dem Wandschrank gefunden hat, und K3 will alle duplo-Bausteine zu einer riesigen Stadt im Wohnzimmer verbauen.

Irgendwie hat es mich dann auch überkommen und ich habe mich zu drei eigenen Projekten entschieden, die ich ebenfalls auf einem selbstgestalteten Plakat festgehalten habe: 30-Tage-Yoga-Challenge, mein eigener Lesesommer UND diesen Blog wieder zu meinem Ort des Austausches zu machen. Vielleicht kommt auch noch ein handwerkliches Projekt dazu, das weiß ich noch nicht und wird spontan entschieden.

Das Tolle an diesen Plänen: Die Kids sagen, worauf sie Lust haben und wir stimmen uns schon an diesem Punkt gemeinsam ab. Ich hab schon soooo großen Bock darauf, alle Legosteine zu verbauen oder mir die ein oder andere Tierdoku mit den Kids anzuschauen.

Freie Zeit zur freien Verfügung

Dennoch bieten diese Pläne die Möglichkeit freie Zeiten mit anderen Aktivitäten zu füllen. Wenn der Job es zulässt gemeinsam mal einfach so in den Tag hineinzuleben, noch besser.

Zu den Projektplänen gibt es auch besondere Herausforderungen, so was wie Brot backen, den Frühstückstisch decken oder aber ein Buch zum Lesesommer ganz durchzulesen. Dafür gibt es Punkte, die es möglich machen, sich ein besonderes Ausflugsziel auszusuchen, das gemeinsam als Familie angesteuert wird. Oder aber sich einen Wunsch wie einen Kinobesuch mit Mama oder Papa zu erfüllen.

Das wilde Abenteuer suchen

Einfach mal mit Isomatte und Schlafsack auf dem Garagendach übernachten, ein verstecktes Baumhaus bauen und darin schlafen oder aber beim nächsten Sommerregen sich tanzend unter die dicken Tropfen stellen. Oder wir ziehen als Familie in der Dämmerung los, um schön angelegte Waldpfade entlang zu reden.

Ideen gibt es viele. Wir müssen dafür nur unsere Grenzen im Kopf erkennen und den Mut sammeln sie zu überspringen oder zumindest hinüber zu klettern.

Lesesommer

Seit ein paar Jahren nehmen die Kids am Lesesommer in Rheinland-Pfalz teil. Ich finde dieses Event ganz großartig. Es ist toll, dass der Weg in die Bücherei dadurch auch in den Sommerferien regelmäßig erfolgt. Die Kids bleiben dran, das Lesen zu üben und und in gewisser Weise was fürs Hirn zu tun. Susanne von ichlebejetzt! hat dazu vor vier Jahren einen Blogartikel verfasst, der ein paar Alternativen zusammenstellt, um das Lernen in den Ferien auf spannende Art und Weise umzusetzen.

Weil ich diese Idee so toll finde, sie aber nicht für Erwachsene gilt, sondern nur für Schüler*Innen, habe ich entschiedenen meinen eigenen kleinen Lesesommer umzusetzen. Und vielleicht habt ihr ja Lust dabei zu sein und mitzumachen?

#MeinLeseSommerStoff lautet der Hashtag, unter dem ich die Bücher, die ich gelesen habe, gerne für euch vertagge. Vielleicht habt ihr ja auch Lust eure Sommerlektüre auf diese Weise zu markieren und wir sammeln die richtig guten Bücher zum Beispiel auf Instagram. Der Nutzen dieser Sommeraktion:

  • eine bunte Sammlung guter Literatur, konkreter Buchtipps
  • Austausch und Vernetzung

Wer hat Lust mitzumachen und dabei zu sein?

Scheinbar Verrücktes einfach mal machen

Ob im Alltag oder in den Sommerferien: Einfach mal machen ist zu einem Motto geworden, das mir lange Zeit gefehlt hat. Gesellschaftliche Konventionen, wie “So macht man das aber…” oder “Aber das macht man doch nicht…” und die damit verbundene Angst aufzufallen oder einfach irgendetwas scheinbar “falsch zu machen”, haben mich lange Zeit total eingeschränkt in dem, wonach mein Herz sich gesehnt hat.

Daher mag ich diesen älteren Blogartikel bei Wildling auch heute noch und er spricht mir aus der Seele; wenngleich ich dieses Flüstern weiterhin oft überhöre. Die Stimme von außen, wie Urlaub oder Sommerferien sein müssen sind einfach viel, viel lauter.

Trotzdem lohnt es sich aufmerksam nachzuspüren und sich zu fragen: Wonach sehne ich mich? Dann geht es nicht mehr darum, ob es verrückt ist, sondern, ob mein wildes Herz sich danach sehnt.

Eure Ideen für die Sommerferien?!

Ich glaube, es gibt noch sehr viel mehr Ideen, wie sich aus den Sommerferien eine Zeit der Abenteuer und des Genießens machen lässt. Jede Anregung, jedes Experiment empfinde ich als kleine Perle und würde mich freuen, wenn wir gemeinsam einen kleinen Schatz an Sommerferien-Tipps zusammentragen.

Von daher: Unter dem Hashtag #SommerJETZT werden ein paar Ideen zusammengetragen, die dazu beitragen, diesen Sommer zu einer traumhaften Zeit zu machen. Wer macht mit? Ich freu mich auf euch.

Tipps für die Sommerferien MamaDenkt Pin

Die Fortsetzung unseres Sommerplans 2015 findet sich in diesem Artikel.

Wie wilde Abenteuer auch auf nachhaltige Art und Weise funktionieren, findet ihr hier.

Mit Alex stehe ich in ständigem Austausch über Fragen in Sachen Nachhaltigkeit. Eine davon befasste sich mit Nachhaltigkeit im Urlaub. Die funktioniert nämlich auch, wenn man nur will.

Lesestoff. Eine Rezension eines Rätselabenteuers über Die Legende der Star Runner auf MamaDenkt.de

LeseStoff: Die Legende der Star Runner. Ein Lüfte-das-Geheimnis Rätselabenteuer von J.I.Wagner

(Rezension) (erschienen und freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ullmann Medien GmbH) Drei Freunde, ein altes Haus, das dem Opa gehört unter den Hammer fallen soll und ein Schiff. Nur die Entdeckung dieser legendären und geheimnisumwobenen Star Runner, könnte noch zum Erhalt von Opas Wohnsitz beitragen. Das Beste an diesem Abenteuer: Du bzw. ich sind an der Lösung beteiligt und jagen dem Geheimnis um die Legende der Star Runner hinterher.

Die Legende der Star Runner

Immer mal wieder lese ich selber ja auch Kinderbücher. Warum? Nun ja, es gibt einfach Perlen in der Kinderbuchliteratur, die ich hoffe für und mit meinen Kindern zu entdecken. Außerdem will ich wissen, was der Buchmarkt unseren Kindern heute so zu bieten hat.

Das Buch

Ehrlich, “Die Legende der Star Runner” hätte ich mir damals als Neunjährige gewünscht. Auf 168 Seiten nimmt Jens I. Wagner seine womöglich meist jungen Leser ab acht Jahren mit auf die Suche nach DEM Schiff.

Das Buch besitzt 31 Kapitel, von denen jedes mit einem Rätsel drei unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade endet. Dabei geht es nicht nur darum, den Text gelesen und verstanden zu haben, sondern auch die detailreichen, ganzseitigen Illustrationen von Cindy Fröhlich ganz genau unter die Lupe zu nehmen und entsprechende Rückschlüsse zu ziehen.

Das Geheimnis der Star Runner

Worum es geht? Gemeinsam mit …, … und … beginnt eine Haarsträubende Jagd durch die Stadt. Immer einen kleinen Schritt dem merkwürdigen Unbekannten voraus, der ebenfalls auf der Suche nach der Star Runner ist. Doch sind ihm die drei Freunde tatsächlich voraus? So ganz sicher sind sie sich nicht. Spätestens in dem Augenblick nicht mehr, in dem die Falltür zufällt und sie gefangen sind unter der Stadt, umgeben von Wasser. Der Sauerstoff wird knapp und die Anspannung der Kinder nimmt zu. Wie gut, dass der Schatzjäger … nicht zum Rivalen, sondern zu einem Verbündeten wird, der den Dreien nicht nur dabei hilft dem legendären Schiff näher zukommen. Auch zur Rettung in letzter Sekunde und an der Lüftung eines Familiengeheimnis hat er Anteil.

Fazit: Aufregend. Spannend.

Ja, ich gebe zu, wir lieben die ??? und all ihre Abenteuer und spannenden Verfolgungsjagden. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um die ersten Fälle oder die am nächsten zurückliegenden Fälle handelt, wir kennen nahezu alle Hörspiele. Es sind aber eben nur Hörspiele. Den Zugang zu den dazugehörigen Büchern haben meine Kinder noch nicht gefunden.

Diese Geschichte “Die Legende der Star Runner” als Timmi Tobbson Rätselabenteuer, bietet Kindern einen wunderbaren Einstieg in diese Art spannender Leseabenteuer. Das Buch ist rundum gespickt mir Rätseln, die sind Kapitel übersichtlich kurz gehalten und enden alle mit einer Zeichnung, die das erwähnte jeweilige Rätsel enthält. Dadurch wird dieses Abenteuer so interaktiv, dass es fesselt und eine ähnliche Wirkung besitzt, wie die Hörspiele der ???: Das Abenteuer MUSS weitergehen.

Absolute Leseempfehlung.

Pin Lesestoff Die Legende der Star Runner MamaDenkt

Weitere Bücher aus der Ullmann Medien GmbH sind zum Beispiel die Bände rund um Fini und ihr Einhorn. Diese Comic-Reihe von Dana Simpson kannte ich vorher noch gar nicht. Wir durften den 5. und damit neuesten Band dieser Comic-Helden lesen und waren begeistert.

Mit Kinder Nachhaltigkeit leben Frage der Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit mit Kindern leben

Liebe Rachel, bei deiner letzten Frage der Nachhaltigkeit wolltest du ja wissen, was ich insgesamt von “Bildung und Erziehung” als grünen Hebel der Veränderung halte. Und außerdem interessiert dich wie wir das bei uns Zuhause mit unseren Kindern umsetzen, und wie wir es schaffen mit den Kindern gemeinsam Nachhaltigkeit zu leben. Schaffen wir das denn überhaupt? Wie ich finde passt deine Frage ganz großartig in diese Zeit.

Kinder sind mit #fridaysforfuture gerade dabei riesige Veränderungen in der Gesellschaft anzustoßen.

Und das tun sie aus eigenem Antrieb und auf eigene Faust. Ganz ohne unsere Hilfe. Was für eine wunderbare Entwicklung der gesamten Klimaschutzdebatte, oder? Kinder schaffen im Moment das, was Politiker und wir Erwachsene seit Jahren und Jahrzehnten nicht zustande gebracht habe. Endlich scheint etwas in Bewegung zu geraten und die öffentliche Diskussion zum Klimawandel und zu Umweltschutz-Themen beginnt laut zu werden und Fahrt aufzunehmen.

Kinder sind die Zukunft und sie wollen mitbestimmen.

Heute mehr denn je. Und welche Rolle spielen wir Eltern dabei? Warum beginnen Kinder sich überhaupt für den Klimaschutz zu engagieren oder plastikfrei zu leben? Ich denke, dass positive Vorbilder und Leitfiguren dabei eine riesengroße Rolle spielen, ganz egal ob sie nun Greta Thunberg, Papa oder Mama heißen. Ohne Greta wären die Freitagsproteste vielleicht nie so groß geworden und Chalotte Schüler von plastikfrei leben hätte vielleicht niemals angefangen auf Plastik im Alltag zu verzichten und in der Öffentlichkeit davon zu erzählen, wenn ihre Mutter sich nicht bereits für dieses Thema stark machen würde.

Ich persönlich glaube also fest an so etwas wie grüne Erziehung und grüne Bildung. Und ich sehe jeden Tag an meinen eigenen Kindern was unsere Worte, eine ehrliche Diskussion und unser Vorbild bewirken können. Selbstverständlich wird unser Einfluss über die Jahre geringer, aber ich bin überzeugt davon, dass wir den Grundstein für ein ökologisches Bewusstsein setzen. Und diese Basis bleibt. Auch wenn die Pubertät sie vielleicht für ein paar Jahre verschütten sollte.

“Mama, warum nehmen wir denn fremden Müll mit?”

Oder “Mama, warum bekomme ich keinen bunten Eisbecher, sondern eine Waffel?” Wir werfen mit unserem eigenen Verhalten im Alltag schon früh wichtige Fragen auf und im Idealfall geben wir unseren Kindern gute Antworten. Wir stellen uns einer Diskussion, selbst wenn die manchmal ganz schön anstrengend ist. Und jetzt, liebe Rachel, hast du mich ein bisschen ertappt. Meine Kinder sind nämlich noch klein und bislang halten sich richtig anstrengende Diskussionen bei uns Zuhause noch in Grenzen.

Noch haben wir Großen relativ leichtes Spiel, wenn es darum geht mit Kindern nachhaltig zu leben. Aber das wird sich ändern…

So sicher wie das Amen in der Kirche. Die letzten Jahre haben wir das Meiste ziemlich im Alleingang und ohne großen Widerspruch entschieden. Genau so, wie wir es eben für richtig halten. Spannend wird es erst, wenn mehr und mehr Vergleiche mit dem Außen hinzukommen. Denn wir sind definitiv anders als viele. Und welches Kind möchte schon anders sein als die Anderen? Ich glaube aber dieses Schicksal teilen wir irgendwie mit allen Eltern.

Jede Familie fechtet ihren eigenen Kampf aus. Mal geht es um Fernsehen, mal um Süßigkeiten.

Und bei uns geht es eben um Plastikmüll und Verzicht.

Werden wir es schaffen immer konsequent zu bleiben?

Keine Ahnung. Wahrscheinlich nicht. Aber wir werden immer unser Bestes geben. Und wir werden versuchen so gut wie möglich das Warum zu erklären und ein Diskussionspartner zu sein.

Welchen Weg unsere Kinder einmal gehen werden?

Auch das weiß ich nicht und ich befürchte, dass wir Eltern in diesem Punkt irgendwann nur noch Loslassen können. Eines hoffe ich jedenfalls von ganzem Herzen. Dass meine Kinder mich niemals fragen müssen

“Mama, warum habt ihr nichts getan um unsere Welt zu retten!?”

***

Weil wir gerade beim Thema sind, was war dein ganz persönlicher Startschuss Nachhaltigkeit zu leben. Haben deine Eltern dich beeinflusst? Ein engagierter Lehrer*In? Wer hat deinen Grünen Samen gepflanzt?

Lust auf noch mehr Fragen in Sachen Nachhaltigkeit bekommen? Schaut mal hier, wenn es um unseren Lifestyle generell geht.

Oder hier, wenn es darum geht als Familie Auswahl im Sinne der Nachhaltigkeit zu sehen und nicht nur als Qual der Wahl zu empfinden.

Simplify your home Rezension MamaDenkt

Lesestoff: Simplify your Home. Der Minimalismus-Praxisguide von Cary Melander Fortin und Kyle Louise Quilici

(Rezension) (erschienen und freundlicher Weise zur Verfügung gestellt vom Knesebeck Verlag) Ein langer Titel – ich weiß. Und dennoch lohnt es sich ihn und auch die Namen der Autorinnen in ihrer Gänze zu nennen. Ich möchte euch heute ein Buch vorstellen, das Cary und Kyle geschrieben haben und das mich sehr inspiriert hat. Es ist so gut, dass ich meine Kräfte in den kommenden Wochen noch einmal bündeln werde, um bei uns Zuhause nochmal neu das Motto “Simplify your Home” umzusetzen.

Simplify your Home

Ein halbes Jahr nach der Geburt unseres ersten Kindes begann für uns das Leben oder auch Streben nach Minimalismus. Damals nannten wir es noch “reduziert leben” und Stück für Stück entledigten wir uns unserer Besitztümer. Stück für Stück wurde unser Wohnraum übersichtlicher, unser Verhalten freier und unsere Entscheidungen für oder gegen eine Sache oder einen Kauf immer leichter.

Seit etwa zehn Jahren setzen wir uns mit den Themen rund um Minimalismus auseinander und haben darüber auch zur Nachhaltigkeit gefunden.

Uns antreibende Motive in Sachen Vereinfachung und Minimalismus waren Gedanken, wie

  • Unabhängigkeit-Ich wollte nie ein Haus, nie eine Eigentumswohnung oder ein dickes Auto, sondern meine Freiheit.
  • Übersichtlichkeit-Inzwischen kann ich es mir gar nicht mehr anders vorstellen und leide darunter, wenn ich mal nicht den Überblick haben kann. Das betrifft sowohl die Organisation eines Projekts als auch das aufgeräumte Zuhause, das durch nur wenig Besitztümer übersichtlich bleibt.
  • innere Ruhe -Mich macht es unruhig, wenn die Kids mit ihren Plastikbausteinen die abgefahrensten Autos und Raketen bauen. Zu viele Gegenstände auf einem Haufen oder auch in einem Raum, machen mich nervös. Sie lieben es und so soll es sein.
  • Freiheit von der Instandhaltung und Pflege von Gegenständen -Ja, wir sind was das betrifft, beide ganz schön faul. Oder einfach auf das Wesentliche konzentriert.

Immer wollte ich dazu ein Buchschreiben, denn irgendwie fehlte mir in den ganzen Diskussionen, Auseinandersetzungen und Ratgebern um Minimalismus immer mindestens ein Unterthema. Entweder wurde die Nachhaltigkeit komplett ausgeblendet und alles schlichtweg auf den Müll geworfen. Oder aber es ging um irgendwelche Ordnungssysteme, die dazu beitragen sollten, dass dieses leichter Leben endlichRealitätwurde. Doch auch das blendete aus, dass Ordnungssysteme ja auch gepflegt werden wollen und wenn diese nicht wirklich einfach und leicht umzusetzen sind, bleibt auch das “Simplify your Home”schlussendlichaus.

Jetzt brauche ich keines dieser Bücher mehr zu schreiben, denn Cary und Kyle haben ein großartiges, inspirierendes Buch geschaffen, das ich nur jedem weiterempfehlen kann, der sich mit Minimalismus und Einfachheit (simplicity) auseinandersetzen möchte.

Der Minimalismus-Praxisguide. Das Buch

Das Buch hat 195 Seiten und ist in zwei große Teile gegliedert. In Teil 1 geht es um die Philosophie, die hinter dem Gedanken “Simplify your Home” steckt. In vier Kapiteln entfalten die beiden Autorinnen, wie Grundlagen geschaffen werden können, was der Sinn des Aussortierens ist und welche vier Archetypen es gibt, die ich euch weiter unten im Blogartikel etwas ausführen mag. Dabei gegen aussortieren und gestalten Hand in Hand.

Die Philosophie von “Simplify your Home”

Die beiden Autorinnen haben ein Gespür dafür, dass es eben nicht nur beim Ausmisten und Entrümpeln bleiben kann. Ich würde mal behaupten, dass genau das bei uns persönlich, meinem Mann und mir, passiert ist. Wir haben vieles damals reduziert, aber wenig darüber nachgedacht, wie wir die neugewonnene Fläche und den damit verbundenen Raum neu gestalten könnten. Dann übernahmen wir ein voll möbliertes Haus. Das Reduzieren begann erneut und wir befinden uns aktuell an einem ähnlichen Punkt. Das Reduzieren und Aussortieren ist noch nicht abgeschlossen, aber ich fühle mich völlig überfordert damit, über neue Gestaltungsmöglichkeiten überhaupt nachzudenken.

Ein Praxisguide zum leichter Leben

Im Teil 2 des Buches werden wir mitgenommen in die Praxis und damit auch mit den Herausofrderungen konrfontiert, die uns begegnen werden. Wie beginne ich mit dem Prozess des Aussortierens und diesem ominösen “Simplify your Home”? Ein der Tipp aus dem Buch: Beginne bei der Kleidung. (Cary Telander Fortin & Kyle Louise Quilici: Simplify your Home, S.76ff)

Das Thema Kleidung begleitet uns durch den ganzen Tag: Morgens beim Aufstehen, für den Weg zur Arbeit und wieder zurück, für die Zeit des Sportmachens oder Entkleidens, wenn es abends ins Bett geht.

Das Aussortieren wird uns herausfordern – so oder so. Die Frage ist nur, in welcher Art. Was wird uns besondere Schwierigheiten bereiten?

Welcher Archetyp bist du?

In ihre Arbeit mit vielen Klienten, die sich nach einem übersichtlichen und einfachen Zuhause gesehnt haben, sind die beiden Autorinnen immer wieder denselben Verhaltensweisen und von Menschen geäußerten Gefühlen begegnet. Daraus lassen sich vier Archetypen ableiten, die sich durch eine besondere Stärke auszeichnen, die sich jedoch schnell zur Blockade umwandeln kann. Vor allem im Prozess des Reduzierens und Vereinfachens hat jede Stärke auch eine sogenannte Schattenseite. Im Buch wird diesen Archetypen ein aussagekräftiges Adjektiv zugeordnet, das für den jeweiligen Persönlichkeitszug besonders charakteristisch ist.

Zu nennen sind hier:

  • der emotionale,
  • der praktische,
  • der dynamische
  • und der genügsame Archetyp.

Alle vier sehen ihren Besitz aus unterschiedlichen Perspektiven und haben ein davon abhängiges Empfinden, wenn es um das Loslassen geht. Dieses Empfinden kann sich zur Schwäche umkehren, indem es uns davon abhält loszulassen und uns im Gegensatz dazu animiert festzuhalten. Ich knalle mir also stattdessen die Bude mit Gegenständen oder Projekten voll und verliere mich irgendwann selbst.

Das hört sich krass an, aber ja, so habe ich das damals empfunden.

Schritt für Schritt zu mir zurück finden

Mit der Zeit hat sich ein sehr sensibles Bewusstsein dafür herausgeschält, das mich heute schon viel eher innehalten lässt, wenn es darum geht, bei mir zu sein und zu bleiben. Ohne Besitz.

Jeder sagt und meint, er brauche keinen Besitz, um zu sein. Das hört sich toll an und ich freue mich, wenn dem tatsächlich so ist. Oft stelle ich es jedoch in Frage. Wir leben nicht danach. Werbung und Alltag, gesellschaftliche Vorgaben und projizierte Sehnsüchte etwas zu kaufen, begegnen mir in meinem Umfeld viel häufiger. Die Präsentation meiner Person durch Eigentum ist “normal”. Nach innen und nach außen. Wir meinen ihn zu benötigen, um unsere Persönlichkeit zu unterstreichen. Doch der Grat ist schmal, dass wir uns überladen und überfrachten. Uns in all diesen Dingen verlieren.

Im Buch werde ich an die Hand genommen, mich Schritt für Schritt jeder Kategorie zuzuwenden. Dabei geht es nicht wie damals von Zimmer zu Zimmer, sondern Räumlichkeiten übergreifend an typische Gegenstandkategorien. Kleidung & Accessoires, Küche & Esszimmer oder Erinnerungsstücke & Andenken werden zusammengefasst. Mich hat das System so neugierig gemacht, dass ich eine Entscheidung getroffen habe.

Fazit: Leichter leben

Ich werde mich dem Aussortieren und Entrümpeln die kommenden drei Monate wieder etwas konzentrierter zuzuwenden.

Mein Kopf und mein Herz, mein Terminplan und meine Begeisterung für Themen und Projekte sind so angefüllt. Die mich umgebenden Gegenstände, der hoffnungslos mit Papierkram überladene Ecktisch im Wohnbereich oder der Ausbau des Speichers saugen Energie und lassen mich abends erschöpft auf dem Sofa einschlafen. Mein Bloggen und mein Herzschlag für Themen, die mir wichtig sind, kommen fortwährend zu kurz und ich glaube, ich benötige dazu ein wenig mehr Klarheit, Übersicht und Freiheit von den Dingen.

Das Buch hat mich nochmal mehr ausgebremst und ich freu mich schon aufs Aussortieren und Neugestalten. Vor allem Letzteres macht mich neugierig. Absolute Leseempfehlung dieses Buches!!

Im Blog geht es also wieder los. Dieses Mal mit dem Loslassen von Dingen. Nochmal alles auf Anfang. “Gehe zurück auf Los!” Wer ist mit dabei? Ich freu mich über eure Kommentare und vielleicht ja auch Begeisterung mit mir zusammen loszulegen. Habt ihr Lust?

Weitere Leseempfehlungen

Wenn euch diese ausgiebige Leseempfehlung gefallen hat, dann interessiert euch vielleicht ja auch dieses Buch vom Knesebeck Verlag, in dem ihr eine Vielzahl an Menschen und Projekten wiederfindet, die sich mit leichterem und minimalistischem Leben auseinandersetzen.

Vor Jahren habe ich auch mal meinen persönlichen Minimalismus Leitfaden entwickelt, der euch darin begleitet Dinge auszusortieren.

Polarstern Biogasanlage Kambodscha

(Werbung) Echte Veränderung fängt in der Wirtschaft an

(Werbung aus Überzeugung) (*bezahlte Werbelinks) Von überall tönt es: Fridays for Future (#FridaysforFuture). SchülerInnen machen mobil. Seit Wochen gehen sie auf die Straßen. Eltern (#ElternforFuture)schließen sich an und stärken ihren Kindern den Rücken. Blogger rücken zusammen und bekennen Farbe. (#BloggersForFuture) Meist grün. So sollte es in diesen Zeiten sein. Auch Unternehmen, wie zum Beispiel Polarstern, *sind dabei, nutzen den Freitag und gehen mit. (#EntrepreneursforFuture)

Irgendwie sitzen wir ja doch alle im selben Boot. Und irgendwie haben wir alle gemeinsam Verantwortung für diesen Planeten. Zumindest sickert diese Erkenntnis mehr und mehr durch. Und mal ehrlich: Wenn nicht wir losgehen, wer dann?

Denn Hand aufs Herz: Wie ernst meinen es Blogger und sogenannte Influencer, wenn sie plötzlich auf den grünen Zug aufspringen? Was sagen Unternehmen, wenn sie ihre neuen grünen Produkte anpreisen und unter die Leute bringen wollen? Was bereitet den Menschen, denen ich begegne, so große Probleme, wenn es darum geht auf bestimmte Produkte zu verzichten? Wie ernst ist es den Menschen?

Social Business macht den Unterschied.

Wichtig ist für mich, dass die Unterstützung ernst gemeint ist und Unternehmen nicht nur den dicken Malerpinsel in der Hand haben und die Fassade grün anstreichen, sondern nachhaltige Werte auch leben! Social Business beispielsweise sehen ihren Unternehmenszweck in der Lösung einer gesellschaftlichen Herausforderung. Es steht nicht alleine die Profitmaximierung im Vordergrund, vielmehr haben soziale und ökologische Ziele den gleichen Wert. Ein gesunder Dreiklang entsteht: Werte, wie Menschenwürde, Solidarität und ökologische Nachhaltigkeit machen das greifbar.

Ich finde das großartig und bin froh, dass sich Menschen auch in Unternehmen zusammentun, mutig sind und wirkliche Veränderung leben. Nicht nur in ihrer Freizeit, nein. Auch der berufliche Alltag lässt sich auf tragenden Werten aufbauen und leben.

Polarstern – ein Unternehmen, das Nachhaltigkeit lebt. Wirklich.

Es liegt schon einige Zeit zurück, da habe ich euch das oben erwähnte Unternehmen hier im Blog vorgestellt. Polarstern begeistert mich immer wieder in seiner Herangehensweise an Themen der Zukunft und, ja, es überrascht mich auch. Hier der Artikel von damals.

Polarstern Team
Bildquelle: © Copyright Polarstern

Ich finde es erstaunlich, dass ein Unternehmen, das für grüne Energie wirbt und diese zur Verfügung stellt, nicht nur einfach ein grünes Produkt verkauft, sondern seinen kompletten Wirkungsbereich darauf ausrichtet, Werte wie die der Gemeinwohlökonomie zu leben.

Diese Werte heißen übrigens:
• Solidarität und Gerechtigkeit
• ökologische Nachhaltigkeit
• Menschenwürde
• Transparenz und Mitentscheidung

Allerdings sind es nicht nur schön formulierte Werte, die mir dieses Unternehmen so sympathisch machen. Um ihre Umsetzung geht es.

Die Vision: Mit Energie die Welt verändern. Wirklich.

Und dass es sich hierbei um eine gelebte Vision handelt, zeigt nicht nur, dass sich Mitarbeiter von Polarstern auf der bundesweiten #FridaysforFuture – Demonstration wiederfinden und mit Bildern und Infos durch meine Social Media – Feeds gespült werden.

Interviewantworten der beiden Gründer Florian und Simon, aus denen hervorgeht, dass die Suche nach einem Sinn stiftenden Job und der Wunsch nach Mitgestaltung der Zukunft zur Gründung eines Energieunternehmens beitrugen, machen Polarstern so sympathisch und nahbar. Sowieso, wenn “die Unternehmenswerte und das Ziel, zum Gemeinwohl beizutragen, sich eben nicht nur auf Produkte beschränken”, dann merkt man das. Genauso wie sich erkennen lässt, wenn dieselben “fest in der Unternehmens-DNA verankert sind.”

Die Tatsache, dass ohne Energie nichts läuft und hier ein enormer Hebel vorliegt, die Welt zu verändern, kommt hinzu und unterstreicht die Sinnhaftigkeit der Vision mit Energie die Welt zu verändern.

Gelebte Nachhaltigkeit im Unternehmensalltag von Polarstern. Wirklich.

Wie sich gelebte Nachhaltigkeit innerhalb eines Unternehmens umsetzen lässt, zeigt Polarstern an vielen Beispielen im Unternehmensalltag. Kaum einer fährt mit dem Auto zur Arbeit. Es sei denn, … es regnet. Dann lassen sich mal gerade 5% der Mitarbeiter dazu hinreißen, das Auto klarzumachen. Der Rest, etwa 95%, nutzt öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad oder den Fußweg.

Mitarbeiter bekommen monatlich einen Gutschein als Arbeitgeberprämie für eine Biomarktgemeinschaft, um einen gesunden und ökologischen Lebensstil zu fördern. Gearbeitet wird fast ausschließlich mit gebrauchten Computern. Diese bekommt Polarstern von einem lokalen, inhabergeführten Anbieter, der die Geräte direkt selbst repariert.

Auch zu erwähnen ist der Polarstern Isar Clean Up. Ein Event bei dem Polarstern-Mitarbeiter, Kunden und Interessierte zusammen kommen und die Isarauen in München aufräumen. Bis zu 700kg Müll wurden bei dieser Aktion schon aufgesammelt.

Geschichten im Polarstern-Alltag. Wirklich.

Die Vorstellung, dass es in den Räumlichkeiten von Polarstern eine große Glocke gibt, die ertönt, wenn ein neuer Kunde telefonisch den Weg zu wirklicher Ökoenergie gefunden hat, lässt mich schmunzeln. Kuchen und Topfpflanze, die als Dankeschön von Kunden ihren Weg ins Büro finden, zeugen von gegenseitiger Wertschätzung.

Der Einblick, den Polarstern gewährt, wenn es um eine weltweite Energiewende geht, lässt mein Herz vor Freude hüpfen. Es geht nicht nur um uns, im reichen Europa, sondern um diesen Planeten und alle Menschen, die auf diesem leben. Klar, wir können nicht alles gleichzeitig verändern. Aber wir können die Hebel bedienen, die uns zur Verfügung stehen, ähnlich wie die Gründer von Polarstern es anstreben.
Polarstern investiert seit seiner Gründung für jeden Kunden pro Jahr zusätzlich in den *Ausbau der Energiewende in Entwicklungsländern wie Kambodscha und Mali – und zeigt auch, was sie dort unterstützen.

Ich finde es daher gar nicht verwunderlich, dass sich die Zahl der Mitarbeiter von drei Personen 2011 auf 30 Personen inklusive 7 Kinder im Jahr 2018 erhöht hat. Wer will nicht in einem solchen Social Business beheimatet sein und daran mitwirken, die Welt zu verändern?

Meine Sehnsucht nach echter Veränderung

So… und wie authentisch bin ich? Zum Glück halten mir meine Kinder immer mal wieder den Spiegel vor die Nase. Manchmal bewusst, manchmal unbewusst, wie zum Beispiel in diesem Gespräch:

“Jetzt gehen die Schüler wieder alle auf die Demo, Mama.”

  • Absolut! Und das ist gut!
    “Aber die schwänzen dann ja schon auch Schule.”
  • Ja, das mag sein. Aber für eine gute Sache. (Und ich hoffe, dass sie es solange tun, bis sich in Politik und Wirtschaft Veränderungen absehen lassen. Was mache ich eigentlich?)
    “Aber dann lernen sie da ja nix.”
  • Oh doch! Sie lernen so viel. Sie werden laut und haben eine Stimme. Sie stehen für etwas ein, was schon längst überfällig war. (Werde ich laut?)
    “Findest du das gut?”
  • Ja! Und wenn du magst, sind wir bei der nächsten Demo dabei. (Wo ist der Kalender?)

Es ist ermutigend, wenn sich ein Unternehmen von Anfang an immer und immer wieder vor so einen Spiegel stellt. Wie genial, wenn wirtschaftliche Akteure aufstehen und nicht nur grüne Produkte auf den Markt bringen, sondern fordern, dass sich das Wirtschaften an sich ändern muss. Denn wenn Unternehmensziele Werte orientiert definiert werden, stellt sich ganz natürlich ein nachhaltigeres unternehmerisches Handeln ein, so eine Polarster-Mitarbeiterin. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Außer eins …

Mein Fazit…

Ich freue mich gerade sehr, dass ich mit Polarstern zusammenarbeiten darf. Denn ja, wir stehen auf derselben Seite und echte Veränderung treibt uns beiderseits an und um. Was kann es Kraftvolleres geben, als wenn wir uns zusammentun und gemeinsam Nachhaltigkeit leben?! Hier findet ihr einen Blick in die Themen, die * Polarstern als Social Business ausmachen.

Welche Fragen habt ihr an ein solches Unternehmen? Was treibt euch aktuell in Sachen gelebte Nachhaltigkeit um?

Echte Veränderung fängt in der Wirtschaft an_MamaDenkt mit Polarstern-Energie_Pin
Das Polarstern Team auf einen Blick. © Copyright Polarstern

Bildquelle Beitragsbild: © Copyright Polarstern

Plastikfasten MamaDenkt 01

#Plastikfasten – Plastik fasten bis Ostern?

Ein neuer Trend? Sowas wie Ploggen – das neue Joggen? Nach Karneval, also zu Beginn der Fastenzeit, hat der BUND dazu aufgerufen, bis Ostern auf den Konsum von Plastik zu verzichten, sogenanntes #Plastikfasten. Kennt ihr die Aktion oder habt ihr schon mal davon gehört?

#Plastikfasten – auf Plastik verzichten

Nur eine Woche lang auf all die Dinge zu verzichten, die aus Kunststoff hergestellt sind – vorstellbar? Ehrlich gesagt, das ist nahezu unmöglich: Unser Smartphone, das Notebook, die Lunchbox und auch unsere Kleidung enthält in den meisten Fällen Anteile von Plastik. #Plastikfasten erscheint da gar unmöglich.

Es macht auch keinen Sinn Plastik von Grund auf zu verteufeln. In der Medizin stellen Plastikutensilien einen wahren Segen dar.

Einwegplastik, Plastikverpackungen wie wir sie inzwischen überall finden, nicht nur im Müll, sondern auch auf der Straße, im Wald, an Stränden und in Tieren, sind das, worauf das Hauptaugenmerk während der Aktion des #Plastikfastens, gelegt wird.

40 Kilogramm Plastikmüll …

Wer von euch hat Zuhause eine digitale Küchenwaage? Ich leider nicht, aber habt ihr mal gewogen, wie viel Gramm eine Plastiktüte wiegt? Eine Plastiktüte Reis, ein Gefrierbeutel oder meinetwegen eine Plastiktüte an der Kasse?

Nicht sehr viel. Ein paar Gramm vielleicht. 

Habt ihr schonmal einen eurer gelben Säcke gewogen? Nicht? Ich schon. Geht ganz einfach. Gelben Sack mit auf die Waage nehmen (A), die Waage euer Gewicht ausspucken lassen und sich danach ohne gelben Sack (B) auf das Gerät stellen. 

Danach subtrahiert ihr (A) – (B) und erhaltet (C). 

.. in einem Wal.

So, und jetzt stellt euch vor, wie häufig (C) in 40 Kilogramm passen? Vielleicht geht es einfacher, wenn ihr in Gramm rechnet: 40 000 : (C).

Warum dieses ganze Rechenexempel? Nun ja, vor kurzem, so wie andauernd, stranden tote Meeressäuger an den verschiedensten Stränden dieser Welt. In einem angespülten Jungwal haben Meeresforscher nun 40 Kilogramm Plastikmüll entdeckt. 40 000 Gramm. Wenn ich mir vorstelle, wie viele Einwegplastiktüten die Tiere der Ozeane verschlucken, absichtlich oder versehentlich, um auf diese 40 Kilogramm zu kommen, dann wird mir ganz schlecht.

Die Plastiktüte an der Kasse – erste Möglichkeit #Plastikfasten auszuprobieren

Umso erschütternder das Bild, das vor meinem inneren Auge aufblitzt. Es ist gar nicht lange her, liegt höchstens ein paar Tage zurück dun zeigt mir die beiden Menschen, denen ich auf einem Parkplatz begegnet bin. Beide mit Plastiktüten, um ihre Einkäufe zum Auto zu tragen.

Kann es wirklich sein, dass es Menschen gibt, die bewusst und willentlich eine Plastiktüte kaufen? Jedes Stück Einwegplastik, in das eines unserer Lebensmittel verpackt ist, schnürt mir die Kehle zu. Ich will das einfach nicht und dennoch sind die gelben Säcke, die wir einmal im Monat rausstellen, Beweis genug, wie sehr wir uns als Familie noch immer von Bequemlichkeiten leiten und lenken lassen.

Tote Tiere, vermüllte Strände

Seit drei Jahren entwickle ich Vorträge und Workshops, um an Schulen und außerschulischen Bildungsorten (Achtung: langweiliger wird’s nicht!!) mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Oft bin ich erstaunt, was diese jungen Menschen schon alles wissen. Manchmal leider auch erschüttert, was sie nicht wissen. Und noch erschrockener, was das Lehrpersonal nicht weiß.

Bildmaterial, wie zum Beispiel das von Greenpeace führt regelmäßig dazu, dass ich wieder neu das Bedürfnis habe, die Welt zu retten und laut zu werden. Vermüllte Strände sind inzwischen die Regel und niemand fühlt sich verantwortlich.

Die Unternehmen nicht, weil sie ja nur verkaufen und sich nicht in der Verantwortung sehen, dem “Kunden hinterher zu räumen”.

Der Kunde nicht, weil ja nicht er die Verpackung des Müsliriegels in den Ozean geworfen hat. Ganz sicher nicht.

Die Politiker nicht, weil sie ja für beides nichts können. Weder für die Skrupelosigkeit großer Unternehmen noch für das Verhalten des unwissenden, dummen Verbrauchers.

Fall abgehakt. Denkste.

Lebensmittel, Hygiene- und Haushaltsartikel

Wir sind diejenigen, die entscheiden. Wir entscheiden, was wir kaufen und ob wir mit dem toten Strom an toten Fischen und schmutzigen Plastiktüten mitschwingen wollen.

Ich finde, ein #Plastikfasten kommt uns da sehr gelegen. Probiert es doch mal aus. Entweder, indem ihr mal eine Woche ganz auf jegliches Einwegplastik oder jeglichen Verpackungsmüll (auch Karton und Pappe) verzichtet. Vielleicht wollt ihr euch aber auch die Mühe machen, mal auszumessen, wieviel Müll ihr tatsächlich produziert.

Um sich gemeinsam als Familie dieser Herausforderung zu stellen, kann ich euch dieses Buch hier empfehlen. Im dazugehörigen Blogartikel erhaltet ihr alle Infos, rund um dieses Buch.

Ideen für dieses #Plastikfasten

Wie kann ein Verzicht auf Kunststoffe jeglicher Art, ein sogenanntes #Plastikfasten also konkret aussehen?

  1. Ich stelle mir beim Einkauf von Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Haushaltsgegenständen inzwischen immer die Frage: Brauche ich das wirklich? Sind zehn verschiedene Putzmittel notwendig, wenn allein Essig, Natron und Kernseife ausreichen, um Küche und Bad hygienisch rein zu kriegen? Ja, ich gebe zu: Es bedeutet ein wenig Recherche, es erscheint etwas schwieriger, da unbekannt und nicht gewohnt und es braucht Zeit, bis sich dieses neue Muster eingespielt hat. Aber es funktioniert. (Ich nehme euch die nächsten Wochen gerne mal mit in unser Bad, das ich so sehr liebe, weil es so schön reduziert ist…)
  2. Getränke in Glasflaschen besorgen. Ja, es ist schwerer und zwei Kisten Wasser lassen sich nicht mal eben im Bus transportieren. Aber, es bedeutet eine Reduktion von Müll und ganz oft von Plastik. Und ja, Physiker, Biologen und Menschen, die wissen, wie das Recycling von PET – Flaschen verläuft, trinken in den seltensten Fällen aus solchen Behältern. Dass sie gesundheitlich bedenklich sind, ist spätestens seit der Doku “Plastic Planet” eindeutig. Auch Joghurt und Milch lassen sich hervorragend in Glas kaufen. Auch hier stellt sich die Frage, wie viel Milch und Käse muss es denn sein?
  3. Obst und Gemüse gibt es auch unverpackt. Das Problem hier: Bioware wird häufig zusätzlich verpackt und das mit einer der unlogischsten Argumentationen, die mir je begegnet ist. Daher habe ich vor Ort gesucht und einen Biohof entdeckt, bei dem ich nicht verpackte Bioware kaufen kann. Vorbereitet sein, ist hier entscheidend. Leinenbeutel und Einkaufskiste dabei haben sorgt für weniger Verpackungsmüll.
  4. Recherchieren und entdecken. So bin ich auf den Biohofladen gekommen, so entstand mein Kontakt zum Unverpackt-Laden.
  5. Nachfragen. Das ist auch ein Tipp, der mir unglaublich dabei geholfen hat, Plastikverpackungen einzusparen. So weise ich Unternehmen immer wieder darauf hin, dass ich gerne weniger Verpackungen haben möchte. Die so hoch angepriesene Kaufentscheidung des Verbrauchers kommt hier zum Tragen.

Das sind meine fünf konkreten Tipps, um die Flut an Plastikverpackungen einzudämmen. Vielleicht hast du selber ein paar weitere Ideen und Versuche entwickelt, um Plastik zu fasten? Wie macht ihr das bei euch zuhause?

Plastikfasten plastikfrei MamaDenkt