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Die Klimakrise nervt! MamaDenkt

Die Klimakrise nervt!

An den letzten Wochenende gab es immer jede Menge zu tun. Viele Dinge spielten sich offline in meinem ganz gewöhnlichen Alltag ab. Und auch heute, geht es um eine Thematik, die sich offline abspielt(e), nicht nur hier im Netz: Die Klimakrise nervt.

Natürlich gehört das Thema Klimaschutz in diesen Blog. Denn ja, es geht um meinen und unseren ökologischen Fußabdruck, den wir hinterlassen. Da es um Klimaschutz geht, nehme ich natürlich auch den Klimawandel ernst und die damit verbundene Klimakrise, in der wir uns befinden.

Die Klimakrise ist Fakt

Das behauptet sogar Rezo, der in seinem Video zwei Wochen vor der Wahl ziemlich deutliche Worte findet. Rezo, ein YouTuber, der plötzlich ein einstündiges Video auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht und damit für ziemlich viel Wirbel in der Politik sorgt. Wohlgemerkt, in der Politik, als Außenstehender. Keiner, der aus irgendeinem politischen Skandal es in die Schlagzeilen schafft, sondern einer, der über 60 Minuten Zeit dafür verwendet, einer Partei detailliert darzulegen, was sie verpasst hat.

Wer ist dieser Rezo?

Ich gestehe, Rezo hatte ich nur auf dem Schirm, weil das eine Kind in der Schule in den wohlverdienten Pausen mit seiner Klasse Musik hören und schauen darf. Rezo ist dabei einer der YouTuber, die schon häufiger auch zu Hause zur Sprache kamen und uns tatsächlich nicht ganz unbekannt waren. Aber zurück zur nervenden Klimakrise.

Relativ zu Anfang in seinem Video verweist Rezo auf die vielen, vielen Wissenschaftler, die seit Jahren und Jahrzehnten versuchen sich Gehör zu schaffen. Sei es in der Politik oder der Gesellschaft, den Printmedien oder sozialen Medien. Es gibt sie. Einen seriösen Wissenschaftler, der bestreitet, dass ein Klimawandel und damit einhergehend eine Klimakrise ansteht, GIBT ES NICHT. Die Tatsache, dass dieser YouTuber jede seiner Aussagen mit Quellen direkt im Video belegt, müsste ihn ja einmal mehr glaubwürdig machen. Könnte man meinen.

Doch wir sind total abgestumpft, wie mir scheint.

Nachhaltigkeit – ja. Verhaltensänderungen – bitte nein!

Erst kürzlich wohnte ich als Außenstehende einer Hochzeit bei. Sie fand zufällig an derselben Örtlichkeit statt, an der wir uns für ein Kaltgetränk getroffen hatten. Nachdem die Dunkelheit angebrochen war, kam die Hochzeitsgesellschaft auf den dazugehörigen freiliegenden Platz heraus und ließ Luftballons starten.

Die Sache mit den Luftballons

An dieser Stelle zwei Dinge vorweg:

  1. Zu meiner Hochzeit wurden wir als Hochzeitspaar auch damit überrascht, dass Wunderkerzen mit Luftballons in den Himmel geschickt wurden. Damals hoffte ich, dass kein Tier in irgendeiner Form Schaden davon trägt, habe aber nicht weiter über die Problematik nachgedacht. Heute wäre es tatsächlich so, dass ich sehr resolut im Vorfeld meiner Feierlichkeiten unterstreiche, von solchen Aktionen Abstand nehmen zu wollen. Egal, mit viel Romantik und gesellschaftlichem Konsens solche Aktionen versehen sind.
  2. Die beschriebene Situation ist ein Beispiel. Sie ist “nur” ein Beispiel dafür, wie an vielen Orten unbedacht mit diesem Planeten umgegangen wird. Denn ja, in dem Moment bin es ja nur ich. Ich als kleine Person, die ihren Partner voraussichtlich nur einmal heiraten und feiern werde.

Dann waren da noch LEDs

In den Luftballons waren LEDs, so dass die weißen Ballonkugeln den Himmel mit ihren leuchtenden Punkten durchsetzten. Mich hat das in dem Moment tatsächlich sehr unruhig gemacht. Ich stellte mir vor als Partycrasher das Brautpaar anzusprechen, durch ihre Hilfesuchenden Blicke von ihren Trauzeugen von ihnen weggedrängt zu werden und fand mich vor meinem inneren Auge in einer hitzigen Diskussion wieder, während zeitgleich ein Meer an leuchtenden Luftballons den Himmel eroberte.

Was mache ich bitte schön in so einer Situation?

Klimawandel – ja. Klimakrise – fahr du erstmal kein Auto mehr.

So gerne würde ich hier jetzt DIE Antwort liefern. Kann ich leider nicht. Das wieder einmal vorweg. Dieser Artikel dient erstmal nur der Feststellung, wie wir das aktuell so handhaben. Wie wir es tatsächlich schaffen, uns aus der Verantwortung zu stehlen.

Wir akzeptieren Klimawandel

Irgendwann und irgendwo haben wir mal entschieden, dass das mit dem Klimawandel Doch irgendwie stimmen muss. Viele haben sogar akzeptiert, dass die Menge an Wissenschaftlern nicht falsch liegen können und sich verändernde klimatische Bedingungen auf diesen Wandel hinweisen.

Wir relativieren die Klimakrise

Aber – so schlimm wir es schon nicht sein. Schnee im Mai hat es auch früher schon gegeben, das ist alles irgendwie doch noch normal und kein Zeichen von Klimawandel. Was der Klimawandel mit unserem Konsum zu tun haben soll, muss erstmal noch beantwortet werden. (Zum gefühlten 100.000sten Mal…) Und wieso immer mehr Menschen auf Plastik zu verzichten versuchen, steht ja letztlich in keinem Zusammenhang mit dem Klimawandel.

Wir richten den Blick auf die anderen

Außerdem setzen die sich immer für plastikfrei ein und haben dennoch manchmal drei gelebten Säcke vor der Tür. Die Nachbarn sprechen von Klimawandel, fahren aber doch auch Auto. Bevor du also auf irgendwas hinweist, Rachel, erreiche erstmal deine 100%. …

Wir schieben die Verantwortung für die Klimakrise weg

Produziere ich die Autos? Stelle ich die Plastikverpackung her? Verbrenne ich Kohle? Habe ich das AKW gebaut?

Ich kann für all diese Dinge gar nichts. Wieso sollte ich den Karren aus dem Dreck ziehen. Und wenn die Menschen in Sonstwo kein Geld für ihre Arbeit bekommen, hat das auch nichts mit mir zu tun.

Wir sind frei.

Dieses oben beschriebene Schema begegnet mir sehr häufig. Immer mal mit der ein oder anderen Abweichung, doch der rote Faden ist derselbe. Und er ist so einfach zu ergreifen. Denn aus diesem Leben hier – das kommt ja irgendwie erschwerend mit dazu – werden wir nicht lebend aussteigen.

Wie gehe ich denn nun damit um? Die Klimakrise besteht, aber wir sind Spezialisten und Experten im Verantwortung wegschieben.

Auch wenn es diesen etablierten Faden gibt, können wir es anders machen. Mein aktuelles verfolgtes Verhaltenssetting:

  • Ich bin die Veränderung. Mein Ziel ist es, in allen meinen individuellen Entscheidungen, in denen meine Familie und auch meinen Job betreffend, die nachhaltigste zu suchen und zu treffen. Auch wenn sie oftmals anstrengender ist.
  • Ich darf Fehler machen. Ja, ich werde es nicht immer so schaffen, wie ich es im Sinne der Nachhaltigkeit tun müsste. Aber ich gestehe mir dieses Scheitern zu. Es ist mein Scheitern und ich will es jedesmal besser machen.
  • Ich werde weiterhin den Finger in die Wunde legen. Schweigen und über Fehlschritte hinwegzusehen, wird weder bei mir noch bei meinem Gegenüber zu Veränderungen führen. Allenfalls zu einem Status Quo beitragen. Doch wir können das besser. Das will ich einfach glauben.
  • Ich lass mich von nichts und niemandem einschüchtern. Hört sich krass an. Brauche ich manchmal aber einfach, um mich davon frei zu machen, wenn andere ihre Fehler pauschalisieren, ihre Verantwortung wegschieben und plötzlich mit dem Finger auf mich zeigen.

“Fahr du erstmal kein Auto, dann kannst du ein Verbot von Luftballons einfordern.” – Ist ein Ansatz, aber nicht zielführend, weil wir dann wieder alle darauf warten, bis endlich eine*r soweit ist und absolute grüne 100% erreicht hat. Das wird so nicht kommen.

Ich musste mich mal frei schreiben, um wieder etwas freier im Kopf und von diesen Gedanken zu werden. Was sagst du dazu? Ist dir schon mal was ähnliches passiert?

Wie wir zum Beispiel in der Urlaubszeit Klimaschutz umzusetzen versuchen, findest du in diesem Artikel übers nachhaltige Reisen.

In diesem Artikel hat mich eine befreundete Mitbloggerin über nachhaltiges Familienleben interviewt. Wenn es etwas allgemeiner sein soll, kannst du dich hier ein bisschen einlesen.

Rezo war übrigens vor ein paar Tagen zu Gast bei Jan Böhmermann. Wenn euch das aktuelle Video der Sendung interessiert, dann hier entlang. (Rezo wollte anfangs in keine Live-Sendung und hat irgendwie alles erstmal zurückgewiesen. Jetzt hat er es doch umgesetzt und ist überhaupt auch ins TV gegangen. Ich muss sagen, das finde ich schon ziemlich beeindruckend.)

Sommerferien was nun MamaDenkt

Sommerferien – was tun?

Die Sommerferien stehen vor der Tür und das Wetter lädt zu viel Sonne, Spaß und Wasser ein. Dennoch begegnen mir immer wieder Menschen, denen es vor den langen Ferien in der Mitte des Jahres graut. Sommerferien – topp oder Flop?

Sommerzeit – Urlaubszeit – Orgazeit

Doch was, wenn der Geldbeutel es nicht hergibt als große Familie in den Urlaub zu brausen? Was, wenn es viel zu heiß ist, um Tagesausflüge zu machen, die längerer Anfahrtszeiten bedürfen? Was, wenn es nur regnet? Was, wenn ich arbeiten muss und gar keine Möglichkeit habe, meinen Job woanders zu erledigen als im Büro, Kaufhaus, den Geschäftsräumen oder in der Tageseinrichtung?

Sommerferien – Zeit der großen Erwartungen

Zunächst einmal: Ich bin ziemlich froh darüber, dass wir in dieser oft heißen Zeit morgens nicht um 6:00 Uhr aufstehen müssen, um pünktlich in Schule und Kindergarten zu sein.

Dennoch: Mir scheint, dass wir auch weiterhin ziemlich gut im Organisieren sein müssen, damit “jede*r auf seine Kosten kommt”. Die Kinder wollen Spiel, Spaß und Action. Eltern suchen entspannte Beschäftigungen, um sich vom anstrengenden Alltagsgeschäft zu erholen, oder müssen arbeiten.

Schule und Kindergarten schließen ihre Türen, um auch dem Lehrpersonal ein Zeitfenster der Erholung zu geben. Natürlich mit der Bitte auch weiterhin dran zu bleiben. Regelmäßiges, tägliches Lesen, Kopfrechnen und Schreiben bitte nicht vernachlässigen, um nach den Sommerferien nicht wieder bei Null zu beginnen. Irgendwie ja auch verständlich, meine Einstellung dazu hat sich jedoch nicht geändert und ist dieselbe wie damals.

Der Grund unserer Projektpläne

Obwohl viele früher oder später Routinen entwickeln und finden, um die Ferienzeit auch zu genießen, gibt es jedes Jahr auch diejenigen, die sich ein bisschen vor dieser Zeit fürchten. Gelangweilte Kinder, die “ruhig gestellt” werden müssen. Selbst im Home Office kann das bisweilen dem Job eines Zirkusdirektors ähneln.

Vier Jahre ist es her, das ich mich selber sehr vor diesen sechs Wochen mit drei kleinen Kindern sehr gefürchtet habe. Ich hatte wahnsinnig große Bedenken davor, wie ich diese Tage überstehen sollte. Damals arbeitete mein Mann fast Vollzeit, ich bloggte hier auf MamaDenkt und blieb sehr bewusst zu Hause. Meine Lösung damals: Ich entwickelte einen Sommerplan, um all die verschiedenen Bedürfnisse, die da in der Luft hingen, aufzufangen.

Ideen für die Sommerferien

Ich habe mich an diesem Sonntagnachmittag mal hingesetzt und überlegt, welche unserer Ideen sich hier gut zusammentragen lassen.

Projektpläne für jeden einzelnen

Dieses Jahr hat jeder von uns am ersten Ferientag einen kleinen Projektplan für die nächsten sechs Wochen zusammengestellt. Auf diesem Projektplan befinden sich zwei bis vier größere Projekte, an denen wir “arbeiten” bzw. dran bleiben wollen.

Das schöne an der Idee, wir entscheiden bewusst, was wir uns für die Sommerferien vornehmen und wie wir diese Zeit gestalten wollen. K1 will unbedingt mehr zu Löwen, Alpakas und Pfauen erforschen. K2 hat sich für ein Bastelprojekt entschieden, dessen Idee er in einem unserer Bücher aus dem Wandschrank gefunden hat, und K3 will alle duplo-Bausteine zu einer riesigen Stadt im Wohnzimmer verbauen.

Irgendwie hat es mich dann auch überkommen und ich habe mich zu drei eigenen Projekten entschieden, die ich ebenfalls auf einem selbstgestalteten Plakat festgehalten habe: 30-Tage-Yoga-Challenge, mein eigener Lesesommer UND diesen Blog wieder zu meinem Ort des Austausches zu machen. Vielleicht kommt auch noch ein handwerkliches Projekt dazu, das weiß ich noch nicht und wird spontan entschieden.

Das Tolle an diesen Plänen: Die Kids sagen, worauf sie Lust haben und wir stimmen uns schon an diesem Punkt gemeinsam ab. Ich hab schon soooo großen Bock darauf, alle Legosteine zu verbauen oder mir die ein oder andere Tierdoku mit den Kids anzuschauen.

Freie Zeit zur freien Verfügung

Dennoch bieten diese Pläne die Möglichkeit freie Zeiten mit anderen Aktivitäten zu füllen. Wenn der Job es zulässt gemeinsam mal einfach so in den Tag hineinzuleben, noch besser.

Zu den Projektplänen gibt es auch besondere Herausforderungen, so was wie Brot backen, den Frühstückstisch decken oder aber ein Buch zum Lesesommer ganz durchzulesen. Dafür gibt es Punkte, die es möglich machen, sich ein besonderes Ausflugsziel auszusuchen, das gemeinsam als Familie angesteuert wird. Oder aber sich einen Wunsch wie einen Kinobesuch mit Mama oder Papa zu erfüllen.

Das wilde Abenteuer suchen

Einfach mal mit Isomatte und Schlafsack auf dem Garagendach übernachten, ein verstecktes Baumhaus bauen und darin schlafen oder aber beim nächsten Sommerregen sich tanzend unter die dicken Tropfen stellen. Oder wir ziehen als Familie in der Dämmerung los, um schön angelegte Waldpfade entlang zu reden.

Ideen gibt es viele. Wir müssen dafür nur unsere Grenzen im Kopf erkennen und den Mut sammeln sie zu überspringen oder zumindest hinüber zu klettern.

Lesesommer

Seit ein paar Jahren nehmen die Kids am Lesesommer in Rheinland-Pfalz teil. Ich finde dieses Event ganz großartig. Es ist toll, dass der Weg in die Bücherei dadurch auch in den Sommerferien regelmäßig erfolgt. Die Kids bleiben dran, das Lesen zu üben und und in gewisser Weise was fürs Hirn zu tun. Susanne von ichlebejetzt! hat dazu vor vier Jahren einen Blogartikel verfasst, der ein paar Alternativen zusammenstellt, um das Lernen in den Ferien auf spannende Art und Weise umzusetzen.

Weil ich diese Idee so toll finde, sie aber nicht für Erwachsene gilt, sondern nur für Schüler*Innen, habe ich entschiedenen meinen eigenen kleinen Lesesommer umzusetzen. Und vielleicht habt ihr ja Lust dabei zu sein und mitzumachen?

#MeinLeseSommerStoff lautet der Hashtag, unter dem ich die Bücher, die ich gelesen habe, gerne für euch vertagge. Vielleicht habt ihr ja auch Lust eure Sommerlektüre auf diese Weise zu markieren und wir sammeln die richtig guten Bücher zum Beispiel auf Instagram. Der Nutzen dieser Sommeraktion:

  • eine bunte Sammlung guter Literatur, konkreter Buchtipps
  • Austausch und Vernetzung

Wer hat Lust mitzumachen und dabei zu sein?

Scheinbar Verrücktes einfach mal machen

Ob im Alltag oder in den Sommerferien: Einfach mal machen ist zu einem Motto geworden, das mir lange Zeit gefehlt hat. Gesellschaftliche Konventionen, wie “So macht man das aber…” oder “Aber das macht man doch nicht…” und die damit verbundene Angst aufzufallen oder einfach irgendetwas scheinbar “falsch zu machen”, haben mich lange Zeit total eingeschränkt in dem, wonach mein Herz sich gesehnt hat.

Daher mag ich diesen älteren Blogartikel bei Wildling auch heute noch und er spricht mir aus der Seele; wenngleich ich dieses Flüstern weiterhin oft überhöre. Die Stimme von außen, wie Urlaub oder Sommerferien sein müssen sind einfach viel, viel lauter.

Trotzdem lohnt es sich aufmerksam nachzuspüren und sich zu fragen: Wonach sehne ich mich? Dann geht es nicht mehr darum, ob es verrückt ist, sondern, ob mein wildes Herz sich danach sehnt.

Eure Ideen für die Sommerferien?!

Ich glaube, es gibt noch sehr viel mehr Ideen, wie sich aus den Sommerferien eine Zeit der Abenteuer und des Genießens machen lässt. Jede Anregung, jedes Experiment empfinde ich als kleine Perle und würde mich freuen, wenn wir gemeinsam einen kleinen Schatz an Sommerferien-Tipps zusammentragen.

Von daher: Unter dem Hashtag #SommerJETZT werden ein paar Ideen zusammengetragen, die dazu beitragen, diesen Sommer zu einer traumhaften Zeit zu machen. Wer macht mit? Ich freu mich auf euch.

Tipps für die Sommerferien MamaDenkt Pin

Die Fortsetzung unseres Sommerplans 2015 findet sich in diesem Artikel.

Wie wilde Abenteuer auch auf nachhaltige Art und Weise funktionieren, findet ihr hier.

Mit Alex stehe ich in ständigem Austausch über Fragen in Sachen Nachhaltigkeit. Eine davon befasste sich mit Nachhaltigkeit im Urlaub. Die funktioniert nämlich auch, wenn man nur will.

Lesestoff. Eine Rezension eines Rätselabenteuers über Die Legende der Star Runner auf MamaDenkt.de

LeseStoff: Die Legende der Star Runner. Ein Lüfte-das-Geheimnis Rätselabenteuer von J.I.Wagner

(Rezension) (erschienen und freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ullmann Medien GmbH) Drei Freunde, ein altes Haus, das dem Opa gehört unter den Hammer fallen soll und ein Schiff. Nur die Entdeckung dieser legendären und geheimnisumwobenen Star Runner, könnte noch zum Erhalt von Opas Wohnsitz beitragen. Das Beste an diesem Abenteuer: Du bzw. ich sind an der Lösung beteiligt und jagen dem Geheimnis um die Legende der Star Runner hinterher.

Die Legende der Star Runner

Immer mal wieder lese ich selber ja auch Kinderbücher. Warum? Nun ja, es gibt einfach Perlen in der Kinderbuchliteratur, die ich hoffe für und mit meinen Kindern zu entdecken. Außerdem will ich wissen, was der Buchmarkt unseren Kindern heute so zu bieten hat.

Das Buch

Ehrlich, “Die Legende der Star Runner” hätte ich mir damals als Neunjährige gewünscht. Auf 168 Seiten nimmt Jens I. Wagner seine womöglich meist jungen Leser ab acht Jahren mit auf die Suche nach DEM Schiff.

Das Buch besitzt 31 Kapitel, von denen jedes mit einem Rätsel drei unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade endet. Dabei geht es nicht nur darum, den Text gelesen und verstanden zu haben, sondern auch die detailreichen, ganzseitigen Illustrationen von Cindy Fröhlich ganz genau unter die Lupe zu nehmen und entsprechende Rückschlüsse zu ziehen.

Das Geheimnis der Star Runner

Worum es geht? Gemeinsam mit …, … und … beginnt eine Haarsträubende Jagd durch die Stadt. Immer einen kleinen Schritt dem merkwürdigen Unbekannten voraus, der ebenfalls auf der Suche nach der Star Runner ist. Doch sind ihm die drei Freunde tatsächlich voraus? So ganz sicher sind sie sich nicht. Spätestens in dem Augenblick nicht mehr, in dem die Falltür zufällt und sie gefangen sind unter der Stadt, umgeben von Wasser. Der Sauerstoff wird knapp und die Anspannung der Kinder nimmt zu. Wie gut, dass der Schatzjäger … nicht zum Rivalen, sondern zu einem Verbündeten wird, der den Dreien nicht nur dabei hilft dem legendären Schiff näher zukommen. Auch zur Rettung in letzter Sekunde und an der Lüftung eines Familiengeheimnis hat er Anteil.

Fazit: Aufregend. Spannend.

Ja, ich gebe zu, wir lieben die ??? und all ihre Abenteuer und spannenden Verfolgungsjagden. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um die ersten Fälle oder die am nächsten zurückliegenden Fälle handelt, wir kennen nahezu alle Hörspiele. Es sind aber eben nur Hörspiele. Den Zugang zu den dazugehörigen Büchern haben meine Kinder noch nicht gefunden.

Diese Geschichte “Die Legende der Star Runner” als Timmi Tobbson Rätselabenteuer, bietet Kindern einen wunderbaren Einstieg in diese Art spannender Leseabenteuer. Das Buch ist rundum gespickt mir Rätseln, die sind Kapitel übersichtlich kurz gehalten und enden alle mit einer Zeichnung, die das erwähnte jeweilige Rätsel enthält. Dadurch wird dieses Abenteuer so interaktiv, dass es fesselt und eine ähnliche Wirkung besitzt, wie die Hörspiele der ???: Das Abenteuer MUSS weitergehen.

Absolute Leseempfehlung.

Pin Lesestoff Die Legende der Star Runner MamaDenkt

Weitere Bücher aus der Ullmann Medien GmbH sind zum Beispiel die Bände rund um Fini und ihr Einhorn. Diese Comic-Reihe von Dana Simpson kannte ich vorher noch gar nicht. Wir durften den 5. und damit neuesten Band dieser Comic-Helden lesen und waren begeistert.

Mit Kinder Nachhaltigkeit leben Frage der Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit mit Kindern leben

Liebe Rachel, bei deiner letzten Frage der Nachhaltigkeit wolltest du ja wissen, was ich insgesamt von “Bildung und Erziehung” als grünen Hebel der Veränderung halte. Und außerdem interessiert dich wie wir das bei uns Zuhause mit unseren Kindern umsetzen, und wie wir es schaffen mit den Kindern gemeinsam Nachhaltigkeit zu leben. Schaffen wir das denn überhaupt? Wie ich finde passt deine Frage ganz großartig in diese Zeit.

Kinder sind mit #fridaysforfuture gerade dabei riesige Veränderungen in der Gesellschaft anzustoßen.

Und das tun sie aus eigenem Antrieb und auf eigene Faust. Ganz ohne unsere Hilfe. Was für eine wunderbare Entwicklung der gesamten Klimaschutzdebatte, oder? Kinder schaffen im Moment das, was Politiker und wir Erwachsene seit Jahren und Jahrzehnten nicht zustande gebracht habe. Endlich scheint etwas in Bewegung zu geraten und die öffentliche Diskussion zum Klimawandel und zu Umweltschutz-Themen beginnt laut zu werden und Fahrt aufzunehmen.

Kinder sind die Zukunft und sie wollen mitbestimmen.

Heute mehr denn je. Und welche Rolle spielen wir Eltern dabei? Warum beginnen Kinder sich überhaupt für den Klimaschutz zu engagieren oder plastikfrei zu leben? Ich denke, dass positive Vorbilder und Leitfiguren dabei eine riesengroße Rolle spielen, ganz egal ob sie nun Greta Thunberg, Papa oder Mama heißen. Ohne Greta wären die Freitagsproteste vielleicht nie so groß geworden und Chalotte Schüler von plastikfrei leben hätte vielleicht niemals angefangen auf Plastik im Alltag zu verzichten und in der Öffentlichkeit davon zu erzählen, wenn ihre Mutter sich nicht bereits für dieses Thema stark machen würde.

Ich persönlich glaube also fest an so etwas wie grüne Erziehung und grüne Bildung. Und ich sehe jeden Tag an meinen eigenen Kindern was unsere Worte, eine ehrliche Diskussion und unser Vorbild bewirken können. Selbstverständlich wird unser Einfluss über die Jahre geringer, aber ich bin überzeugt davon, dass wir den Grundstein für ein ökologisches Bewusstsein setzen. Und diese Basis bleibt. Auch wenn die Pubertät sie vielleicht für ein paar Jahre verschütten sollte.

“Mama, warum nehmen wir denn fremden Müll mit?”

Oder “Mama, warum bekomme ich keinen bunten Eisbecher, sondern eine Waffel?” Wir werfen mit unserem eigenen Verhalten im Alltag schon früh wichtige Fragen auf und im Idealfall geben wir unseren Kindern gute Antworten. Wir stellen uns einer Diskussion, selbst wenn die manchmal ganz schön anstrengend ist. Und jetzt, liebe Rachel, hast du mich ein bisschen ertappt. Meine Kinder sind nämlich noch klein und bislang halten sich richtig anstrengende Diskussionen bei uns Zuhause noch in Grenzen.

Noch haben wir Großen relativ leichtes Spiel, wenn es darum geht mit Kindern nachhaltig zu leben. Aber das wird sich ändern…

So sicher wie das Amen in der Kirche. Die letzten Jahre haben wir das Meiste ziemlich im Alleingang und ohne großen Widerspruch entschieden. Genau so, wie wir es eben für richtig halten. Spannend wird es erst, wenn mehr und mehr Vergleiche mit dem Außen hinzukommen. Denn wir sind definitiv anders als viele. Und welches Kind möchte schon anders sein als die Anderen? Ich glaube aber dieses Schicksal teilen wir irgendwie mit allen Eltern.

Jede Familie fechtet ihren eigenen Kampf aus. Mal geht es um Fernsehen, mal um Süßigkeiten.

Und bei uns geht es eben um Plastikmüll und Verzicht.

Werden wir es schaffen immer konsequent zu bleiben?

Keine Ahnung. Wahrscheinlich nicht. Aber wir werden immer unser Bestes geben. Und wir werden versuchen so gut wie möglich das Warum zu erklären und ein Diskussionspartner zu sein.

Welchen Weg unsere Kinder einmal gehen werden?

Auch das weiß ich nicht und ich befürchte, dass wir Eltern in diesem Punkt irgendwann nur noch Loslassen können. Eines hoffe ich jedenfalls von ganzem Herzen. Dass meine Kinder mich niemals fragen müssen

“Mama, warum habt ihr nichts getan um unsere Welt zu retten!?”

***

Weil wir gerade beim Thema sind, was war dein ganz persönlicher Startschuss Nachhaltigkeit zu leben. Haben deine Eltern dich beeinflusst? Ein engagierter Lehrer*In? Wer hat deinen Grünen Samen gepflanzt?

Lust auf noch mehr Fragen in Sachen Nachhaltigkeit bekommen? Schaut mal hier, wenn es um unseren Lifestyle generell geht.

Oder hier, wenn es darum geht als Familie Auswahl im Sinne der Nachhaltigkeit zu sehen und nicht nur als Qual der Wahl zu empfinden.

Simplify your home Rezension MamaDenkt

Lesestoff: Simplify your Home. Der Minimalismus-Praxisguide von Cary Melander Fortin und Kyle Louise Quilici

(Rezension) (erschienen und freundlicher Weise zur Verfügung gestellt vom Knesebeck Verlag) Ein langer Titel – ich weiß. Und dennoch lohnt es sich ihn und auch die Namen der Autorinnen in ihrer Gänze zu nennen. Ich möchte euch heute ein Buch vorstellen, das Cary und Kyle geschrieben haben und das mich sehr inspiriert hat. Es ist so gut, dass ich meine Kräfte in den kommenden Wochen noch einmal bündeln werde, um bei uns Zuhause nochmal neu das Motto “Simplify your Home” umzusetzen.

Simplify your Home

Ein halbes Jahr nach der Geburt unseres ersten Kindes begann für uns das Leben oder auch Streben nach Minimalismus. Damals nannten wir es noch “reduziert leben” und Stück für Stück entledigten wir uns unserer Besitztümer. Stück für Stück wurde unser Wohnraum übersichtlicher, unser Verhalten freier und unsere Entscheidungen für oder gegen eine Sache oder einen Kauf immer leichter.

Seit etwa zehn Jahren setzen wir uns mit den Themen rund um Minimalismus auseinander und haben darüber auch zur Nachhaltigkeit gefunden.

Uns antreibende Motive in Sachen Vereinfachung und Minimalismus waren Gedanken, wie

  • Unabhängigkeit-Ich wollte nie ein Haus, nie eine Eigentumswohnung oder ein dickes Auto, sondern meine Freiheit.
  • Übersichtlichkeit-Inzwischen kann ich es mir gar nicht mehr anders vorstellen und leide darunter, wenn ich mal nicht den Überblick haben kann. Das betrifft sowohl die Organisation eines Projekts als auch das aufgeräumte Zuhause, das durch nur wenig Besitztümer übersichtlich bleibt.
  • innere Ruhe -Mich macht es unruhig, wenn die Kids mit ihren Plastikbausteinen die abgefahrensten Autos und Raketen bauen. Zu viele Gegenstände auf einem Haufen oder auch in einem Raum, machen mich nervös. Sie lieben es und so soll es sein.
  • Freiheit von der Instandhaltung und Pflege von Gegenständen -Ja, wir sind was das betrifft, beide ganz schön faul. Oder einfach auf das Wesentliche konzentriert.

Immer wollte ich dazu ein Buchschreiben, denn irgendwie fehlte mir in den ganzen Diskussionen, Auseinandersetzungen und Ratgebern um Minimalismus immer mindestens ein Unterthema. Entweder wurde die Nachhaltigkeit komplett ausgeblendet und alles schlichtweg auf den Müll geworfen. Oder aber es ging um irgendwelche Ordnungssysteme, die dazu beitragen sollten, dass dieses leichter Leben endlichRealitätwurde. Doch auch das blendete aus, dass Ordnungssysteme ja auch gepflegt werden wollen und wenn diese nicht wirklich einfach und leicht umzusetzen sind, bleibt auch das “Simplify your Home”schlussendlichaus.

Jetzt brauche ich keines dieser Bücher mehr zu schreiben, denn Cary und Kyle haben ein großartiges, inspirierendes Buch geschaffen, das ich nur jedem weiterempfehlen kann, der sich mit Minimalismus und Einfachheit (simplicity) auseinandersetzen möchte.

Der Minimalismus-Praxisguide. Das Buch

Das Buch hat 195 Seiten und ist in zwei große Teile gegliedert. In Teil 1 geht es um die Philosophie, die hinter dem Gedanken “Simplify your Home” steckt. In vier Kapiteln entfalten die beiden Autorinnen, wie Grundlagen geschaffen werden können, was der Sinn des Aussortierens ist und welche vier Archetypen es gibt, die ich euch weiter unten im Blogartikel etwas ausführen mag. Dabei gegen aussortieren und gestalten Hand in Hand.

Die Philosophie von “Simplify your Home”

Die beiden Autorinnen haben ein Gespür dafür, dass es eben nicht nur beim Ausmisten und Entrümpeln bleiben kann. Ich würde mal behaupten, dass genau das bei uns persönlich, meinem Mann und mir, passiert ist. Wir haben vieles damals reduziert, aber wenig darüber nachgedacht, wie wir die neugewonnene Fläche und den damit verbundenen Raum neu gestalten könnten. Dann übernahmen wir ein voll möbliertes Haus. Das Reduzieren begann erneut und wir befinden uns aktuell an einem ähnlichen Punkt. Das Reduzieren und Aussortieren ist noch nicht abgeschlossen, aber ich fühle mich völlig überfordert damit, über neue Gestaltungsmöglichkeiten überhaupt nachzudenken.

Ein Praxisguide zum leichter Leben

Im Teil 2 des Buches werden wir mitgenommen in die Praxis und damit auch mit den Herausofrderungen konrfontiert, die uns begegnen werden. Wie beginne ich mit dem Prozess des Aussortierens und diesem ominösen “Simplify your Home”? Ein der Tipp aus dem Buch: Beginne bei der Kleidung. (Cary Telander Fortin & Kyle Louise Quilici: Simplify your Home, S.76ff)

Das Thema Kleidung begleitet uns durch den ganzen Tag: Morgens beim Aufstehen, für den Weg zur Arbeit und wieder zurück, für die Zeit des Sportmachens oder Entkleidens, wenn es abends ins Bett geht.

Das Aussortieren wird uns herausfordern – so oder so. Die Frage ist nur, in welcher Art. Was wird uns besondere Schwierigheiten bereiten?

Welcher Archetyp bist du?

In ihre Arbeit mit vielen Klienten, die sich nach einem übersichtlichen und einfachen Zuhause gesehnt haben, sind die beiden Autorinnen immer wieder denselben Verhaltensweisen und von Menschen geäußerten Gefühlen begegnet. Daraus lassen sich vier Archetypen ableiten, die sich durch eine besondere Stärke auszeichnen, die sich jedoch schnell zur Blockade umwandeln kann. Vor allem im Prozess des Reduzierens und Vereinfachens hat jede Stärke auch eine sogenannte Schattenseite. Im Buch wird diesen Archetypen ein aussagekräftiges Adjektiv zugeordnet, das für den jeweiligen Persönlichkeitszug besonders charakteristisch ist.

Zu nennen sind hier:

  • der emotionale,
  • der praktische,
  • der dynamische
  • und der genügsame Archetyp.

Alle vier sehen ihren Besitz aus unterschiedlichen Perspektiven und haben ein davon abhängiges Empfinden, wenn es um das Loslassen geht. Dieses Empfinden kann sich zur Schwäche umkehren, indem es uns davon abhält loszulassen und uns im Gegensatz dazu animiert festzuhalten. Ich knalle mir also stattdessen die Bude mit Gegenständen oder Projekten voll und verliere mich irgendwann selbst.

Das hört sich krass an, aber ja, so habe ich das damals empfunden.

Schritt für Schritt zu mir zurück finden

Mit der Zeit hat sich ein sehr sensibles Bewusstsein dafür herausgeschält, das mich heute schon viel eher innehalten lässt, wenn es darum geht, bei mir zu sein und zu bleiben. Ohne Besitz.

Jeder sagt und meint, er brauche keinen Besitz, um zu sein. Das hört sich toll an und ich freue mich, wenn dem tatsächlich so ist. Oft stelle ich es jedoch in Frage. Wir leben nicht danach. Werbung und Alltag, gesellschaftliche Vorgaben und projizierte Sehnsüchte etwas zu kaufen, begegnen mir in meinem Umfeld viel häufiger. Die Präsentation meiner Person durch Eigentum ist “normal”. Nach innen und nach außen. Wir meinen ihn zu benötigen, um unsere Persönlichkeit zu unterstreichen. Doch der Grat ist schmal, dass wir uns überladen und überfrachten. Uns in all diesen Dingen verlieren.

Im Buch werde ich an die Hand genommen, mich Schritt für Schritt jeder Kategorie zuzuwenden. Dabei geht es nicht wie damals von Zimmer zu Zimmer, sondern Räumlichkeiten übergreifend an typische Gegenstandkategorien. Kleidung & Accessoires, Küche & Esszimmer oder Erinnerungsstücke & Andenken werden zusammengefasst. Mich hat das System so neugierig gemacht, dass ich eine Entscheidung getroffen habe.

Fazit: Leichter leben

Ich werde mich dem Aussortieren und Entrümpeln die kommenden drei Monate wieder etwas konzentrierter zuzuwenden.

Mein Kopf und mein Herz, mein Terminplan und meine Begeisterung für Themen und Projekte sind so angefüllt. Die mich umgebenden Gegenstände, der hoffnungslos mit Papierkram überladene Ecktisch im Wohnbereich oder der Ausbau des Speichers saugen Energie und lassen mich abends erschöpft auf dem Sofa einschlafen. Mein Bloggen und mein Herzschlag für Themen, die mir wichtig sind, kommen fortwährend zu kurz und ich glaube, ich benötige dazu ein wenig mehr Klarheit, Übersicht und Freiheit von den Dingen.

Das Buch hat mich nochmal mehr ausgebremst und ich freu mich schon aufs Aussortieren und Neugestalten. Vor allem Letzteres macht mich neugierig. Absolute Leseempfehlung dieses Buches!!

Im Blog geht es also wieder los. Dieses Mal mit dem Loslassen von Dingen. Nochmal alles auf Anfang. “Gehe zurück auf Los!” Wer ist mit dabei? Ich freu mich über eure Kommentare und vielleicht ja auch Begeisterung mit mir zusammen loszulegen. Habt ihr Lust?

Weitere Leseempfehlungen

Wenn euch diese ausgiebige Leseempfehlung gefallen hat, dann interessiert euch vielleicht ja auch dieses Buch vom Knesebeck Verlag, in dem ihr eine Vielzahl an Menschen und Projekten wiederfindet, die sich mit leichterem und minimalistischem Leben auseinandersetzen.

Vor Jahren habe ich auch mal meinen persönlichen Minimalismus Leitfaden entwickelt, der euch darin begleitet Dinge auszusortieren.

Polarstern Biogasanlage Kambodscha

(Werbung) Echte Veränderung fängt in der Wirtschaft an

(Werbung aus Überzeugung) (*bezahlte Werbelinks) Von überall tönt es: Fridays for Future (#FridaysforFuture). SchülerInnen machen mobil. Seit Wochen gehen sie auf die Straßen. Eltern (#ElternforFuture)schließen sich an und stärken ihren Kindern den Rücken. Blogger rücken zusammen und bekennen Farbe. (#BloggersForFuture) Meist grün. So sollte es in diesen Zeiten sein. Auch Unternehmen, wie zum Beispiel Polarstern, *sind dabei, nutzen den Freitag und gehen mit. (#EntrepreneursforFuture)

Irgendwie sitzen wir ja doch alle im selben Boot. Und irgendwie haben wir alle gemeinsam Verantwortung für diesen Planeten. Zumindest sickert diese Erkenntnis mehr und mehr durch. Und mal ehrlich: Wenn nicht wir losgehen, wer dann?

Denn Hand aufs Herz: Wie ernst meinen es Blogger und sogenannte Influencer, wenn sie plötzlich auf den grünen Zug aufspringen? Was sagen Unternehmen, wenn sie ihre neuen grünen Produkte anpreisen und unter die Leute bringen wollen? Was bereitet den Menschen, denen ich begegne, so große Probleme, wenn es darum geht auf bestimmte Produkte zu verzichten? Wie ernst ist es den Menschen?

Social Business macht den Unterschied.

Wichtig ist für mich, dass die Unterstützung ernst gemeint ist und Unternehmen nicht nur den dicken Malerpinsel in der Hand haben und die Fassade grün anstreichen, sondern nachhaltige Werte auch leben! Social Business beispielsweise sehen ihren Unternehmenszweck in der Lösung einer gesellschaftlichen Herausforderung. Es steht nicht alleine die Profitmaximierung im Vordergrund, vielmehr haben soziale und ökologische Ziele den gleichen Wert. Ein gesunder Dreiklang entsteht: Werte, wie Menschenwürde, Solidarität und ökologische Nachhaltigkeit machen das greifbar.

Ich finde das großartig und bin froh, dass sich Menschen auch in Unternehmen zusammentun, mutig sind und wirkliche Veränderung leben. Nicht nur in ihrer Freizeit, nein. Auch der berufliche Alltag lässt sich auf tragenden Werten aufbauen und leben.

Polarstern – ein Unternehmen, das Nachhaltigkeit lebt. Wirklich.

Es liegt schon einige Zeit zurück, da habe ich euch das oben erwähnte Unternehmen hier im Blog vorgestellt. Polarstern begeistert mich immer wieder in seiner Herangehensweise an Themen der Zukunft und, ja, es überrascht mich auch. Hier der Artikel von damals.

Polarstern Team
Bildquelle: © Copyright Polarstern

Ich finde es erstaunlich, dass ein Unternehmen, das für grüne Energie wirbt und diese zur Verfügung stellt, nicht nur einfach ein grünes Produkt verkauft, sondern seinen kompletten Wirkungsbereich darauf ausrichtet, Werte wie die der Gemeinwohlökonomie zu leben.

Diese Werte heißen übrigens:
• Solidarität und Gerechtigkeit
• ökologische Nachhaltigkeit
• Menschenwürde
• Transparenz und Mitentscheidung

Allerdings sind es nicht nur schön formulierte Werte, die mir dieses Unternehmen so sympathisch machen. Um ihre Umsetzung geht es.

Die Vision: Mit Energie die Welt verändern. Wirklich.

Und dass es sich hierbei um eine gelebte Vision handelt, zeigt nicht nur, dass sich Mitarbeiter von Polarstern auf der bundesweiten #FridaysforFuture – Demonstration wiederfinden und mit Bildern und Infos durch meine Social Media – Feeds gespült werden.

Interviewantworten der beiden Gründer Florian und Simon, aus denen hervorgeht, dass die Suche nach einem Sinn stiftenden Job und der Wunsch nach Mitgestaltung der Zukunft zur Gründung eines Energieunternehmens beitrugen, machen Polarstern so sympathisch und nahbar. Sowieso, wenn “die Unternehmenswerte und das Ziel, zum Gemeinwohl beizutragen, sich eben nicht nur auf Produkte beschränken”, dann merkt man das. Genauso wie sich erkennen lässt, wenn dieselben “fest in der Unternehmens-DNA verankert sind.”

Die Tatsache, dass ohne Energie nichts läuft und hier ein enormer Hebel vorliegt, die Welt zu verändern, kommt hinzu und unterstreicht die Sinnhaftigkeit der Vision mit Energie die Welt zu verändern.

Gelebte Nachhaltigkeit im Unternehmensalltag von Polarstern. Wirklich.

Wie sich gelebte Nachhaltigkeit innerhalb eines Unternehmens umsetzen lässt, zeigt Polarstern an vielen Beispielen im Unternehmensalltag. Kaum einer fährt mit dem Auto zur Arbeit. Es sei denn, … es regnet. Dann lassen sich mal gerade 5% der Mitarbeiter dazu hinreißen, das Auto klarzumachen. Der Rest, etwa 95%, nutzt öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad oder den Fußweg.

Mitarbeiter bekommen monatlich einen Gutschein als Arbeitgeberprämie für eine Biomarktgemeinschaft, um einen gesunden und ökologischen Lebensstil zu fördern. Gearbeitet wird fast ausschließlich mit gebrauchten Computern. Diese bekommt Polarstern von einem lokalen, inhabergeführten Anbieter, der die Geräte direkt selbst repariert.

Auch zu erwähnen ist der Polarstern Isar Clean Up. Ein Event bei dem Polarstern-Mitarbeiter, Kunden und Interessierte zusammen kommen und die Isarauen in München aufräumen. Bis zu 700kg Müll wurden bei dieser Aktion schon aufgesammelt.

Geschichten im Polarstern-Alltag. Wirklich.

Die Vorstellung, dass es in den Räumlichkeiten von Polarstern eine große Glocke gibt, die ertönt, wenn ein neuer Kunde telefonisch den Weg zu wirklicher Ökoenergie gefunden hat, lässt mich schmunzeln. Kuchen und Topfpflanze, die als Dankeschön von Kunden ihren Weg ins Büro finden, zeugen von gegenseitiger Wertschätzung.

Der Einblick, den Polarstern gewährt, wenn es um eine weltweite Energiewende geht, lässt mein Herz vor Freude hüpfen. Es geht nicht nur um uns, im reichen Europa, sondern um diesen Planeten und alle Menschen, die auf diesem leben. Klar, wir können nicht alles gleichzeitig verändern. Aber wir können die Hebel bedienen, die uns zur Verfügung stehen, ähnlich wie die Gründer von Polarstern es anstreben.
Polarstern investiert seit seiner Gründung für jeden Kunden pro Jahr zusätzlich in den *Ausbau der Energiewende in Entwicklungsländern wie Kambodscha und Mali – und zeigt auch, was sie dort unterstützen.

Ich finde es daher gar nicht verwunderlich, dass sich die Zahl der Mitarbeiter von drei Personen 2011 auf 30 Personen inklusive 7 Kinder im Jahr 2018 erhöht hat. Wer will nicht in einem solchen Social Business beheimatet sein und daran mitwirken, die Welt zu verändern?

Meine Sehnsucht nach echter Veränderung

So… und wie authentisch bin ich? Zum Glück halten mir meine Kinder immer mal wieder den Spiegel vor die Nase. Manchmal bewusst, manchmal unbewusst, wie zum Beispiel in diesem Gespräch:

“Jetzt gehen die Schüler wieder alle auf die Demo, Mama.”

  • Absolut! Und das ist gut!
    “Aber die schwänzen dann ja schon auch Schule.”
  • Ja, das mag sein. Aber für eine gute Sache. (Und ich hoffe, dass sie es solange tun, bis sich in Politik und Wirtschaft Veränderungen absehen lassen. Was mache ich eigentlich?)
    “Aber dann lernen sie da ja nix.”
  • Oh doch! Sie lernen so viel. Sie werden laut und haben eine Stimme. Sie stehen für etwas ein, was schon längst überfällig war. (Werde ich laut?)
    “Findest du das gut?”
  • Ja! Und wenn du magst, sind wir bei der nächsten Demo dabei. (Wo ist der Kalender?)

Es ist ermutigend, wenn sich ein Unternehmen von Anfang an immer und immer wieder vor so einen Spiegel stellt. Wie genial, wenn wirtschaftliche Akteure aufstehen und nicht nur grüne Produkte auf den Markt bringen, sondern fordern, dass sich das Wirtschaften an sich ändern muss. Denn wenn Unternehmensziele Werte orientiert definiert werden, stellt sich ganz natürlich ein nachhaltigeres unternehmerisches Handeln ein, so eine Polarster-Mitarbeiterin. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Außer eins …

Mein Fazit…

Ich freue mich gerade sehr, dass ich mit Polarstern zusammenarbeiten darf. Denn ja, wir stehen auf derselben Seite und echte Veränderung treibt uns beiderseits an und um. Was kann es Kraftvolleres geben, als wenn wir uns zusammentun und gemeinsam Nachhaltigkeit leben?! Hier findet ihr einen Blick in die Themen, die * Polarstern als Social Business ausmachen.

Welche Fragen habt ihr an ein solches Unternehmen? Was treibt euch aktuell in Sachen gelebte Nachhaltigkeit um?

Echte Veränderung fängt in der Wirtschaft an_MamaDenkt mit Polarstern-Energie_Pin
Das Polarstern Team auf einen Blick. © Copyright Polarstern

Bildquelle Beitragsbild: © Copyright Polarstern

Plastikfasten MamaDenkt 01

#Plastikfasten – Plastik fasten bis Ostern?

Ein neuer Trend? Sowas wie Ploggen – das neue Joggen? Nach Karneval, also zu Beginn der Fastenzeit, hat der BUND dazu aufgerufen, bis Ostern auf den Konsum von Plastik zu verzichten, sogenanntes #Plastikfasten. Kennt ihr die Aktion oder habt ihr schon mal davon gehört?

#Plastikfasten – auf Plastik verzichten

Nur eine Woche lang auf all die Dinge zu verzichten, die aus Kunststoff hergestellt sind – vorstellbar? Ehrlich gesagt, das ist nahezu unmöglich: Unser Smartphone, das Notebook, die Lunchbox und auch unsere Kleidung enthält in den meisten Fällen Anteile von Plastik. #Plastikfasten erscheint da gar unmöglich.

Es macht auch keinen Sinn Plastik von Grund auf zu verteufeln. In der Medizin stellen Plastikutensilien einen wahren Segen dar.

Einwegplastik, Plastikverpackungen wie wir sie inzwischen überall finden, nicht nur im Müll, sondern auch auf der Straße, im Wald, an Stränden und in Tieren, sind das, worauf das Hauptaugenmerk während der Aktion des #Plastikfastens, gelegt wird.

40 Kilogramm Plastikmüll …

Wer von euch hat Zuhause eine digitale Küchenwaage? Ich leider nicht, aber habt ihr mal gewogen, wie viel Gramm eine Plastiktüte wiegt? Eine Plastiktüte Reis, ein Gefrierbeutel oder meinetwegen eine Plastiktüte an der Kasse?

Nicht sehr viel. Ein paar Gramm vielleicht. 

Habt ihr schonmal einen eurer gelben Säcke gewogen? Nicht? Ich schon. Geht ganz einfach. Gelben Sack mit auf die Waage nehmen (A), die Waage euer Gewicht ausspucken lassen und sich danach ohne gelben Sack (B) auf das Gerät stellen. 

Danach subtrahiert ihr (A) – (B) und erhaltet (C). 

.. in einem Wal.

So, und jetzt stellt euch vor, wie häufig (C) in 40 Kilogramm passen? Vielleicht geht es einfacher, wenn ihr in Gramm rechnet: 40 000 : (C).

Warum dieses ganze Rechenexempel? Nun ja, vor kurzem, so wie andauernd, stranden tote Meeressäuger an den verschiedensten Stränden dieser Welt. In einem angespülten Jungwal haben Meeresforscher nun 40 Kilogramm Plastikmüll entdeckt. 40 000 Gramm. Wenn ich mir vorstelle, wie viele Einwegplastiktüten die Tiere der Ozeane verschlucken, absichtlich oder versehentlich, um auf diese 40 Kilogramm zu kommen, dann wird mir ganz schlecht.

Die Plastiktüte an der Kasse – erste Möglichkeit #Plastikfasten auszuprobieren

Umso erschütternder das Bild, das vor meinem inneren Auge aufblitzt. Es ist gar nicht lange her, liegt höchstens ein paar Tage zurück dun zeigt mir die beiden Menschen, denen ich auf einem Parkplatz begegnet bin. Beide mit Plastiktüten, um ihre Einkäufe zum Auto zu tragen.

Kann es wirklich sein, dass es Menschen gibt, die bewusst und willentlich eine Plastiktüte kaufen? Jedes Stück Einwegplastik, in das eines unserer Lebensmittel verpackt ist, schnürt mir die Kehle zu. Ich will das einfach nicht und dennoch sind die gelben Säcke, die wir einmal im Monat rausstellen, Beweis genug, wie sehr wir uns als Familie noch immer von Bequemlichkeiten leiten und lenken lassen.

Tote Tiere, vermüllte Strände

Seit drei Jahren entwickle ich Vorträge und Workshops, um an Schulen und außerschulischen Bildungsorten (Achtung: langweiliger wird’s nicht!!) mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Oft bin ich erstaunt, was diese jungen Menschen schon alles wissen. Manchmal leider auch erschüttert, was sie nicht wissen. Und noch erschrockener, was das Lehrpersonal nicht weiß.

Bildmaterial, wie zum Beispiel das von Greenpeace führt regelmäßig dazu, dass ich wieder neu das Bedürfnis habe, die Welt zu retten und laut zu werden. Vermüllte Strände sind inzwischen die Regel und niemand fühlt sich verantwortlich.

Die Unternehmen nicht, weil sie ja nur verkaufen und sich nicht in der Verantwortung sehen, dem “Kunden hinterher zu räumen”.

Der Kunde nicht, weil ja nicht er die Verpackung des Müsliriegels in den Ozean geworfen hat. Ganz sicher nicht.

Die Politiker nicht, weil sie ja für beides nichts können. Weder für die Skrupelosigkeit großer Unternehmen noch für das Verhalten des unwissenden, dummen Verbrauchers.

Fall abgehakt. Denkste.

Lebensmittel, Hygiene- und Haushaltsartikel

Wir sind diejenigen, die entscheiden. Wir entscheiden, was wir kaufen und ob wir mit dem toten Strom an toten Fischen und schmutzigen Plastiktüten mitschwingen wollen.

Ich finde, ein #Plastikfasten kommt uns da sehr gelegen. Probiert es doch mal aus. Entweder, indem ihr mal eine Woche ganz auf jegliches Einwegplastik oder jeglichen Verpackungsmüll (auch Karton und Pappe) verzichtet. Vielleicht wollt ihr euch aber auch die Mühe machen, mal auszumessen, wieviel Müll ihr tatsächlich produziert.

Um sich gemeinsam als Familie dieser Herausforderung zu stellen, kann ich euch dieses Buch hier empfehlen. Im dazugehörigen Blogartikel erhaltet ihr alle Infos, rund um dieses Buch.

Ideen für dieses #Plastikfasten

Wie kann ein Verzicht auf Kunststoffe jeglicher Art, ein sogenanntes #Plastikfasten also konkret aussehen?

  1. Ich stelle mir beim Einkauf von Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Haushaltsgegenständen inzwischen immer die Frage: Brauche ich das wirklich? Sind zehn verschiedene Putzmittel notwendig, wenn allein Essig, Natron und Kernseife ausreichen, um Küche und Bad hygienisch rein zu kriegen? Ja, ich gebe zu: Es bedeutet ein wenig Recherche, es erscheint etwas schwieriger, da unbekannt und nicht gewohnt und es braucht Zeit, bis sich dieses neue Muster eingespielt hat. Aber es funktioniert. (Ich nehme euch die nächsten Wochen gerne mal mit in unser Bad, das ich so sehr liebe, weil es so schön reduziert ist…)
  2. Getränke in Glasflaschen besorgen. Ja, es ist schwerer und zwei Kisten Wasser lassen sich nicht mal eben im Bus transportieren. Aber, es bedeutet eine Reduktion von Müll und ganz oft von Plastik. Und ja, Physiker, Biologen und Menschen, die wissen, wie das Recycling von PET – Flaschen verläuft, trinken in den seltensten Fällen aus solchen Behältern. Dass sie gesundheitlich bedenklich sind, ist spätestens seit der Doku “Plastic Planet” eindeutig. Auch Joghurt und Milch lassen sich hervorragend in Glas kaufen. Auch hier stellt sich die Frage, wie viel Milch und Käse muss es denn sein?
  3. Obst und Gemüse gibt es auch unverpackt. Das Problem hier: Bioware wird häufig zusätzlich verpackt und das mit einer der unlogischsten Argumentationen, die mir je begegnet ist. Daher habe ich vor Ort gesucht und einen Biohof entdeckt, bei dem ich nicht verpackte Bioware kaufen kann. Vorbereitet sein, ist hier entscheidend. Leinenbeutel und Einkaufskiste dabei haben sorgt für weniger Verpackungsmüll.
  4. Recherchieren und entdecken. So bin ich auf den Biohofladen gekommen, so entstand mein Kontakt zum Unverpackt-Laden.
  5. Nachfragen. Das ist auch ein Tipp, der mir unglaublich dabei geholfen hat, Plastikverpackungen einzusparen. So weise ich Unternehmen immer wieder darauf hin, dass ich gerne weniger Verpackungen haben möchte. Die so hoch angepriesene Kaufentscheidung des Verbrauchers kommt hier zum Tragen.

Das sind meine fünf konkreten Tipps, um die Flut an Plastikverpackungen einzudämmen. Vielleicht hast du selber ein paar weitere Ideen und Versuche entwickelt, um Plastik zu fasten? Wie macht ihr das bei euch zuhause?

Plastikfasten plastikfrei MamaDenkt
Eine Frage der Nachhaltigkeit Grüner Lifestyle

Kann Lifestyle grün sein?

Weiter geht’s! Herzlich willkommen, liebste Alex auf MamaDenkt. Der Anfang dieses Jahres hatte es in sich und wir haben den Beginn unserer wunderbar grünen Blogreihe etwas nach hinten verschoben. Aber das Leben geht weiter und gerade herrscht ganz viel positive Stimmung in einer schmutzigen Zeit. Das Wort Lifestyle hat es so auf diesem Blog noch nicht gegeben, glaube ich. Danke, dass du mal Karten auf den Tisch legst und wieder zu Besuch bist.

Lifestyle in grün?!?

Ein wunderschönes neues Jahr euch allen und vielen Dank liebe Rachel, dass ich wieder bei dir zu Gast sein darf. Du wolltest wissen, ob grüner Lifestyle überhaupt nachhaltig sein kann. Hhhmmmm… dazu muss ich ehrlich gesagt zuerst einmal überlegen, was ich persönlich unter grünem Lifestyle verstehe. Ganz einfach übersetzt bedeutet Lifestyle ja eigentlich nichts anderes als Lebensstil. Also alles, was wir in unserem Alltag so treiben und wie wir unser Leben gestalten.

Lifestyle ist die Art wie wir uns kleiden, wie wir essen und wie wir reisen. Schlicht die Art wie wir leben.

Wenn ich es nun eng verstehe, dann muss meine Antwort natürlich Ja sein. Klar kann unser Lebensstil nachhaltig und klimaschonend sein. Der Schlüssel dazu ist Information, Achtsamkeit und Bewusstsein. Wenn wir wissen wie unsere Lebensmittel, Kleidung und Alltagsgegenstände produziert werden, dann können wir eine bewusste Kaufentscheidung treffen. Oder wir können ebenso bewusst entscheiden auf etwas zu verzichten. Das gilt selbstverständlich auch für die Art wie wir uns fortbewegen oder welcher Strom aus unserer Steckdose fließt. Hier wären wir also bei der vielbeschworenen Macht des Verbrauchers.

Aber so einfach ist es dann doch nicht, denn Lifestyle ist mehr als das.

Lifestyle ist auch Mode und Trend, und eng mit Werbung und der bunten Medienwelt verknüpft.

Und schon wird es ein bisschen komplizierter. Wir Menschen lieben nämlich die bunte Glitzerwelt und präsentieren uns gern mit allem, was gerade angesagt ist. Zumindest gilt das für viele von uns und dieses Präsentieren können wir tagtäglich und millionenfach in den Sozialen Medien beobachten. Und wie bekommt man die meisten Likes? In dem man sich cool, jung, dynamisch, trendy und modern zeigt. Vielleicht merkt ihr ja schon was? All diese Begriffe sind kurzlebig und dem steten Wandel unterworfen. Ganz genau wie Mode und Trends, und das gilt nun für normalen Lifestyle genauso wie für den grünen. Und hier beginnt das Problem.

Wenn wir grünen Trends folgen bedeutet das oftmals mehr zu konsumieren als wir tatsächlich brauchen.

Wer will schon out sein? Und na klar, ist das schicke, fair produzierte Shirt aus Bio-Baumwolle besser als das für 2€ aus dem Textildiscounter. Wenn es allerdings das 30te Tshirt im Schrank ist, dann sieht echte Nachhaltigkeit trotzdem anders aus. Es ist also nicht so einfach mit dem Lifestyle und wir müssen aufpassen nicht von außen durch Werbung und bunte Bilder ferngesteuert zu werden.

Natürlich gibt es beim grünen Lifestyle auch Trends, die das Weniger fördern. So wird immer mehr geliehen, getauscht und gebraucht gekauft und das ist großartig! Auch Minimalismus ist ein echter Trend. Und was ist nun mein Fazit? Kann grüner Lifestyle nun wirklich nachhaltig sein, oder nicht?

Ich denke ja, wenn wir unserem eigenen gesunden Menschenverstand folgen.

Überfluss, Verschwendung und zu viel kann nie nachhaltig sein.

Selbst mit grünem Label.

***

Und was ist meine neue Frage der Nachhaltigkeit an MamaDenkt? Neulich habe ich mir ja Gedanken darüber gemacht, ob wir alle nicht viel mehr für den Klimaschutz und die Nachhaltigkeit erreichen könnten, wenn wir uns gemeinsam engagieren würden. Und damit meine ich nicht, dass jeder selbst einen grünen Stammtisch gründet (oder einen Blog ;-), sondern dass wir Netzwerke nutzen, die schon bestehen, wie Parteien, Verbände und große Vereine. Wie stehst du denn dazu?

Worum es in den vergangenen Fragen der Nachhaltigkeit ging? Um Kleiderschränke, das Pflanzen von Tomaten in Joghurtbechern oder auch um Politik.

#fridaysforfuture 001 MamaDenkt

Liebes Tagebuch – #fridaysforfuture

Über einen Monat ist es jetzt schon her, dass ich mich hier nicht mehr gemeldet habe. Viele Blogger haben auf oder in ihren Blogs diese Phasen des Nichtschreibens. Bei ihnen fällt das meist dann nicht auf, wenn der Blog schön aufgeräumt und thematisch eng gehalten ist. Dieser hier ist es nicht. Hier geht es um so vieles. Es geht um alles, aber vor allem, ums Welt retten und verändern. #fridaysforfuture (Was das ist? Schaut mal hier) spielen hierbei eine genauso große Rolle, wie unsere erneuten Versuche Tomaten zu pflanzen oder als Familie auf dem Land autofreie Tage einzurichten.

Was ist denn da los bei euch – an einem #fridaysforfuture?

“Warum hört man denn nichts mehr von dir, Rachel?” – Ich habe schon wieder seit über einem Monat nicht mehr gebloggt und was soll ich sagen, mir war einfach nicht danach. Ihr könnt euch nicht vorstellen, durch wie viele Redaktionsschleifen allein dieser Artikel gegangen ist …

Doch viele fragen: “Was ist da los bei euch? Warum schreibst du nicht mehr? Geht es euch gut?” – Es geht uns gut. Und es rührt mein Herz, dass ihr so interessiert daran seid, was hier los ist. Doch auf diese letzte Frage kann ich euch tatsächlich nicht mehr antworten als oben schon gemacht.

Ich weiß nicht, was hier los ist. Beim Rausgehen aus der Haustür, meinte der Mann eben, ich soll es fließen lassen. Der Moment wird zeigen, was dran ist. Ja, ich weiß, und irgendwie ist es tatsächlich das Nichtstun, das dran ist, denn ich bin müde.

Was lohnt es überhaupt?

Ich bin müde und stelle in Frage. Fortwährend. Auch #fridaysforfuture. Leider.Ich stelle in Frage, in meinem Alltag, wenn ich die Nachhaltigkeit nicht so umgesetzt bekomme, wie ich das gerne hätte. Sei es beim Nachdenken und Antreiben von Projekten, (wie Gutes auf den Teller) die ich so gerne fortsetzen würde, oder aber Zusammenarbeiten, wie mit Alex von livelifegreen. Immer wieder ist da der lähmende Gedanke: “Aber wozu?”

Ich zweifel an, wenn immer mehr Blogger plötzlich über Nachhaltigkeit schreiben. Auf der einen Seite denke ich: ENDLICH! Lasst uns gemeinsam das Thema mehr als nur salonfähig machen und in die Küchen, Badezimmer und auf die Smartphones der Menschen bringen.

Auf der anderen Seite: Wie schade und falsch, wenn plötzlich offenkundig ist und wird, dass Blogger für alles schreiben und ihre Stimme erheben, wenn nur das Geld oder das Image zum Trend stimmt. “Der Zweck heiligt die Mittel.” Oargh.

Und während ich das hier schreibe, überkommt mich wieder diese Sehnsucht, die ich so vermisst habe. Erst diese Woche wurde ich gefragt, was denn ein unverpackt Laden sei? Also gut, ich werde weiterhin dazu schreiben. Ich sammel noch ein wenig die Energien, aber dann geht es wieder los. Denn…

Mein Herz an einem dieser #fridaysforfuture schlägt grün

In diesem Blog geht es um gelebte Nachhaltigkeit und Minimalismus. Das sind meine Themen, die ich als Frau, Mutter und mit meiner Familie dokumentieren möchte. Themen, wie soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Achtsamkeit spielen da immer wieder mit hinein.

Voller Ideen…

Ich bin voller Ideen, grüner Ideen und eigentlich gibt es keinen günstigeren Zeitpunkt als jetzt, mich auch weiterhin für Nachhaltigkeit stark zu machen. Trotz Müdigkeit. Manchmal habe ich den Eindruck immer wieder dieselben Kamellen zu schreiben, ja. Vielleicht kommt es mir aber oft auch nur so vor. Gerade an einem dieser #fridaysforfuture.

So viele Gedanken habe ich schon gedacht, vielleicht wird es langweilig immer wieder dasselbe Gebetsmühlenartig hier zu lesen? Vielleicht hab ich es aber auch noch gar nicht geschrieben? Ich weiß es manchmal tatsächlich nicht. Und wenn ich dann bei einmal den Parkplatz eines Einkaufszentrums mindestens zwei Menschen entdecke, die mit einer Plastiktüte das Geschäft verlassen, dann sehe ich: Ich bin noch lange nicht fertig und es gibt einfach noch unglaublich viel zu tun, bis wirklich überall angekommen ist, dass es 5 vor 12 ist.

… aber machen sie auch Sinn?

Macht das hier noch Sinn? – Komisch, wie oft ich mir diese Frage hinsichtlich meines Blogs schon gestellt habe. Aber, ja, ES MACHT SINN! Die letzten Wochen trugen diese Gedanken dazu bei, mich abends nicht mehr hinzusetzen und zu schreiben, sondern schlafen zu gehen, Fernseh zu schauen, mit meinen Kindern zu spielen und zu kuscheln oder aber essen zu gehen. Alles hat seine Zeit. Doch langsam regt sich da wieder ein Widerstand. Der Widerstand und das Verlangen den Mund aufzumachen, laut zu werden und mich hinter diese 10 000 jungen Menschen zu stellen, die für unseren Planeten auf die Straßen gehen.

Wir sind junge Eltern. Lasst uns gemeinsam aufstehen und der jungen Generation den Rücken stärken.

#fridaysforfuture – auch im Rest der Woche

#fridaysforfuture sind kein Trend. Dahinter steckt eine Generation, die sobald der Teil, der versteht und weiß, worum es geht, größer geworden ist, sich auch stark machen wird. Doch noch scheint nicht flächendeckend durchgedrungen sein, worum es geht. Dass der Klimawandel auch unsere eigene Existenz betrifft, wird in einer Welt, die charakterisiert ist von Konsum, Kaufrausch und Technologie vernebelt.

Ich glaube, es liegt in unserer Verantwortung, dass wir diese Menschen unterstützen. Dass wir ihnen nicht nur zuhören, sondern mit ihnen gemeinsam auf die Straßen gehen und sie ermutigen, Politikern deutlich zu machen, dass es um mehr geht als Wirtschaft und freien Handel. Lasst uns ihnen Raum geben, wo auch immer möglich und ebenfalls unsere Stimmen erheben.

Eine Schülerin gewinnt das Gehör der Welt

Eine Greta Thunberg, wird berühmt und motiviert junge Menschen sich für diesen blauen Planeten stark zu machen. Sie inspiriert und macht Mut nicht weiterhin hinzunehmen, dass Menschen wie wir oder die Generation unserer Politiker nicht hinschauen.

Und doch frage ich mich, was passiert? Was geschieht über den weltweiten Protest hinaus? Wann sind Politiker soweit, sich von wirtschaftlichen Interessen zu lösen, um gesamtgesellschaftlichen, globalen und existentiellen Vorrang zu geben. Ohne mit flapsigen Kommentaren daher zu kommen. – Das macht mich müde.

Drogerien und Supermärkte werden grün

Das Sortiment in den verschiedensten Supermärkten und Drogerien wird “scheinbar” immer grüner. Die Verpackung ist weiß und grün und alles lässt darauf schließen, dass jetzt, JETZT wirklich alles wieder gut wird. Aber ein Mehrwegboxen – System überhaupt in Erwägung zu ziehen, geschieht erstmal nicht.

Einzig und allein der Umstand, dass unser Druck den Widerstand des Geschäfts schon nach drei Monaten hat einbrechen lassen, macht mich tatsächlich ein wenig stolz und hoffnungsvoll. Zwar hätte ich das alleine NIE im Leben hinbekommen, doch weil wir uns hier vor Ort zusammengetan haben und die Notwendigkeit vor Augen geführt haben, besteht nun seit ein paar Wochen die Möglichkeit Müll einzusparen und ein tolles Mehrwegboxen – System zu nutzen. Yeay.

Ja, auch das hat Energie, Zeit und auch Frust bedeutet. Aber zusammen haben wir etwas bewirkt und die Zukunft verändert, positiv auf sie Einfluss genommen. Ja, das macht müde, aber auch sauglücklich.

Wie sieht dein #fridaysforfuture in dieser Woche aus?

Was hast du diese Woche vor? Vielleicht ja schon morgen? Vielleicht hast du dir für die Fastenzeit ja etwas vorgenommen, das dein Leben nachhaltiger sein lässt? Wen kennst du in deinem Umkreis, der sich für den Klimaschutz stark macht? Was machst du?

Keine Zeit fuer die Umwelt MamaDenkt

Keine Zeit für die Umwelt!

Geschichten aus dem Leben. Die kann mein Mann gefühlt viel besser in Worte fassen als ich. Dabei heraus kam zuletzt dieser Text zu unserem Umgang mit dem Auto und dem Planeten auf dem wir leben. Es geht um Umwelt, ums Fahrrad fahren und nichtzuletzt unser Leben in einer Gesellschaft, die gerne eine Schlafmaske auf den Augen trägt. Aber lest selbst.

Freitag Morgen. Ein Morgen wie jeder andere. K1 und ich stehen auf und kümmern uns darum, dass er den Schulbus bekommt. Kurz darauf tappert K3 verschlafen ins Esszimmer und wir tun alles dafür, dass er den Bus zum Kindergarten nicht verpasst. Auch Mama und K2 sind mittlerweile unter den Lebenden, kurieren aber ihren Magen-Darm-Infekt auf unserer roten Familien-Couch aus. Achtung, es geht um Umwelt!

Die Umwelt auf der Strecke

Ich beschließe schnell in den Ort zu fahren, die Post wegzubringen, den Kranken etwas leicht Bekömmliches zu besorgen und ein paar ergänzende Dinge für die nächsten Mittagessen einzukaufen. Auf dem Weg aus unserem beschaulichen Hunsrückdörfchen hinaus, überhole ich unsere Nachbarin. Es verwundert mich nicht, dass sie bei Schnee, Minusgraden und stellenweise sicher auch glatten Fahrbahnen, auf ihrem Fahrrad sitzt. Denn eigentlich, sehe ich sie ausschließlich auf dem Fahrrad. Ja, sie hat auch ein kleines rotes Auto. Aber das bewegt sie – so vermute ich zumindest – nur dann, wenn die Wetterverhältnisse anzeigen, dass uns jeden Moment der Himmel auf den Kopf fallen wird.

… bleibt auf der Strecke

Ich bin keine hundert Meter an ihr vorbei und schon ärgere ich mich. Warum kann ich es ihr nicht gleichtun? Einfach zurückfahren, eine Tasche suchen, raus aufs Rad und zack. Schnell wird mir klar, dass das meinen Zeitplan rücksichtslos sprengen würde. Die Erledigungen mit dem PKW zu tätigen, kostet mich eine halbe Stunde. Das gibt mir im Anschluss Zeit für ein wenig Hausarbeit und zwei knappe Arbeitsstunden, bevor K1 und K3 aus Schule und Kindergarten zurückkehren. Mit dem Fahrrad zu fahren hätte bedeutet, dass ich vermutlich zeitgleich mit K1 und K3 Zu Hause gewesen wäre. Ohne Hausarbeit, ohne Arbeitszeit.

Von Alternativen und Voraussetzungen

Also verzichte ich auf das sehr viel gesündere und umweltbewusstere Fahrradfahren, weil mein streng durch-getakteter Zeitplan diese Variante schlichtweg nicht zulässt oder mich in Alternativen zwingt (bspw. die verlorenen Arbeitszeiten nachts nachzuholen), die weitaus anstrengender sind. Und hier wird mir bewusst, dass die Aspekte diverser Umwelt- und Klimaschutzdebatten oft nicht die Ursache fehlender technischer Voraussetzungen, sondern vielmehr auf fehlende gesellschaftliche Veränderungen zurückzuführen sind.

Ein Beispiel

Beispiel: Ich mag es wirklich sehr, mich fortzubewegen. Jedoch frustriert mich die zunehmende Debatte rund um Verbrenner- oder Elektromotoren. Beide Varianten scheinen keine wirkliche Alternative zur Rettung des Planeten zu sein. Was allerdings einen Rettungsplan vorantreiben würde, wäre eine Lösung dafür, dass ich weder Verbrenner-, noch E-Motor nutzen, sondern ausreichend Zeit dafür hätte, meine Besorgungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen zu können.

Lösungen hierfür gibt es bereits. Spontan fällt mir die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens ein, das es mir theoretisch ermöglicht eine geringere Arbeitsstundenzahl mit meinem Arbeitgeber zu vereinbaren, um die eingesparte Zeit in Gesundheit und umweltbewussteres Fortbewegen zu investieren. Sozusagen eine Win-Win-Win-Situation. Es gewinnt die (Um)Welt, meine Gesundheit, der Staat (gesündere Menschen, bessere Klimabilanzen).

Solange allerdings nicht wir diejenigen sind, die diese Bedürfnisse äußern und einfordern, wird es seitens Wirtschaft und Politik keine Veränderungen geben. Dummerweise signalisieren wir, dass wir uns gerne um jede Arbeitsstunde reißen, um unsere Häuser abbezahlen, das dritte neue Auto in den Hof stellen oder den nächsten Südseeurlaub finanzieren zu können. Einmal mehr wird mir klar, dass der Masterplan für die Rettung unseres Planeten oder die Bewahrung dieser so kostbaren Schöpfung in unseren Händen liegt. Das wir im Einzelnen die Veränderung sein müssen, die andere inspiriert, begeistert und mit gutem Beispiel voran geht.

Es ist kurz vor 12

Kurz vor zwölf. Am Vormittag haben sich weitere Dinge ergeben, die dringend auf den Postweg gebracht werden müssen. Ich starte erneut das Auto und brumme in die Stadt. Praktisch: Auf dem Rückweg hole ich Schul- und Kindergartenkind am Kindergarten ab, dann müssen sie nicht mit dem Bus zurück, der heute, dank 4-Stunden-Schultag zwecks Zeugnisvergabe, ohnehin übervoll sein wird. Auf dem Weg aus unserem beschaulichen Hunsrückdörfchen kommt mir eine Fahrradfahrerin entgegen. Natürlich ist es besagte Nachbarin. Ich winke freundlich, fahre extra langsam und lasse ihr auf der schmalen Straße viel Platz, um sie in ihrem umweltbewussten und gesunden Fortbewegen nicht zu gefährden.

Hundert Meter weiter spüre ich erneut aufsteigenden Ärger. Ich wünsche mich kurz vors Rentenalter mit erwachsenen und selbständigen Kindern, um meinen Alltag endlich ebenso gesund und umweltbewusst gestalten zu können, wie die geschätzte Person auf dem Zweirad. Doch dann besinne ich mich eines Besseren, bin unglaublich dankbar für unsere familiäre Situation und beschließe, mich am Nachmittag zu den anderen auf die rote Familiencouch zu setzen, nach vielen Monaten wieder einen Blogartikel zu schreiben und darüber nachzudenken, wie wir dieses Jahr endlich einen Urlaub ganz ohne Auto und stattdessen mit den Fahrrädern verbringen können.

Keine Zeit für die Umwelt MamaDenkt Pin

Weitere Lektüre zum Thema findest du zum Beispiel in einem der letzten Blogartikel zum Klimawandel, hier.

Oder auch hier, wenn es um die Frage geht, wie nachhaltiger Konsum überhaupt aussehen kann?

Könnten wir nicht alle viel mehr Fahrrad fahren und uns einsetzen für ein funktionierendes Mehrwegboxensystem, ohne uns dagegen zu wehren? Bäume würden Fahrrad fahren und Plastik meiden.