gebana – Weltweit ab Hof bestellen: Bananen, Orangen…

WAW_gebana bei MamaDenkt

(Werbung) Ich habe euch auf diesem Blog schon immer Unternehmen vorgestellt, die für mich eine besondere Bedeutung haben. Vor allem waren das Menschen, deren Arbeit und Purpose, deren Werte und Vision ich sehr geschätzt habe. Bei den meisten ist das bis heute so, wie zum Beispiel bei den Menschen von Shift, die sich mit ihrem #lovephone für eine nachhaltige und faire Technologie stark machen. Oder auch Kulmine, eine Stoffbinde, mit der Petra Sood eine nachhaltige Monatshygiene geschaffen hat. Heute möchte ich euch gebana vorstellen und eines der vielen Projekte dieses Unternehmens, bei dem es sich von seinem Motto “We are changing the rules” leiten lässt.

Mit gebana die Welt verändern

Was mich von Anfang an begeistert und nicht mehr in Ruhe gelassen hat, war der Gedanke, mit gebana Menschen direkt vor Ort zu unterstützen. 

Der Gedanke, dass die Lieferkette viel kürzer ist und damit mehr Geld am Beginn dieser Kette, bei den Bauernfamilien ankommt, hat mich nicht mehr losgelassen. Denn immer wieder heißt es, dass eine Transparenz der Lieferkette schwierig oder gar nicht möglich ist. Verhaltenes Schweigen ist leider oft die Reaktion, wenn es um die Umsetzung eines Lieferkettengesetzes geht.

Gerade deswegen fand und finde ich die Wege von gebana so spannend. In all dem, was ich an Informationen zu und Erfahrungen mit gebana zusammentragen konnte, wurde ich mit folgender Aussage immer wieder konfrontiert: We are changing the rules. You are changing the rules.

Tja, und genau das ist es, woran ich mitwirken möchte. Dieses bessere Leben für alle – ich glaube fest daran und will daran Anteil haben, mich mit dafür stark machen und zwar auf so vielen Ebenen und Wegen wie möglich.

We are changing the rules

Bevor ich euch in das aktuelle Projekt von gebana mitnehme, möchte ich euch das Unternehmen kurz vorstellen und erzählen, was sie denn anders machen.

gebana – Weltweit ab Hof

gebana ist 1973 als Bewegung für einen gerechteren Welthandel entstanden und betreibt seit 1998 selbst fairen Handel. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in der Schweiz und arbeitet mit den Bauernfamilien direkt vor Ort, sei es in Griechenland, Burkina Faso oder Togo. Dabei geht es darum über Mindeststandards von „bio“ und „fair“ hinaus zu gehen und neue Regeln des Handels mitzugestalten. Die Mitarbeitenden von gebana haben sich auf die Fahne geschrieben zugunsten von Bauernfamilien, der lokalen Wirtschaft und der Umwelt, globalen Handel neu zu denken und zu verändern. Weitere Informationen findet ihr auf jeden Fall hier.

Meine Story mit gebana: Eine Kiste grüner Bananen

Ich bin vor zwei Jahren auf gebana aufmerksam geworden. Die Orangen von gebana und die grünen Bananen erschienen durch eine geschätzte Bloggerin auf meinem Radar. Doch genauso schnell, wie ich sie entdeckte, vergaß ich sie wieder, weil wir uns plötzlich inmitten einer Pandemie befanden. Diese Pandemie, in der wir uns immer noch befinden und auf die Menschen mit krassen Hamsterkäufen reagierten. Es gab keine Nudeln, kein Klopapier und tatsächlich waren wir immer zu spät, wenn das Obstregal mit Bananen aufgefüllt worden war.

In diesem Moment entdeckte ich erneut die grünen Bananen bei Schritte ins Grüne. Das war DER Moment. Wir bestellten den ersten Karton grüne Bananen. Ich gebe zu, unser unmittelbares Bananen-Kaufproblem bekamen wir damit nicht gelöst. Nachbarn brachten uns dann irgendwann mal welche mit. Jiiipiiieh! Kurzer Hinweis: Im Sommer gibt es keine Bananen bei gebana, da die Außentemperaturen zu hoch sind. „Zwar gibt es nicht immer alles, aber alles zu seiner Zeit“ – das liebe ich!

Einige Wochen später lieferte uns die Briefträgerin unsere erste Kiste grüne Bananen und das war richtig cool. Der Clou: Die Früchte sparen sich den unnötigen Weg über eine Bananenreiferei, wo sie sonst künstlich begast werden, um perfekt gelb im Supermarkt zu landen. Ja, es war herausfordernd diese 18kg “leer zu kriegen“. Vorratshaltung, Verarbeitung und Verzehr von Nahrungsmitteln bekommt in solchen Mengen eine völlig andere Bedeutung. Doch da uns die Pandemie sowieso in unserem sonst schon bewussten Einkaufsverhalten nochmal mehr unterstützt hat, trug auch der Kauf dieser ersten Kiste grüne Bananen dazu bei.

Wie lagere ich grüne Bananen? Was kann ich damit eigentlich alles kochen?

Ich muss gestehen, dass ich mir zur Lagerung der grünen Bananen nicht wirklich viele Gedanken gemacht hatte. Mein Ziel war es, das irgendwie hinzukriegen und ich wusste ja, dass wir einiges an Bananen gegessen bekommen würden. Ehrlicherweise setzte ich auch darauf, einen Teil der Bananen an Menschen aus meinem Umfeld zu verschenken – was leider nicht wirklich gelang. Die einen waren der Sache grundsätzlich skeptisch gegenüber eingestellt. Andere mochten einfach keine grünen Bananen und trauten dem Experiment nicht, dass die Bananen gelb würden. Wieder andere konnten sich nicht darauf einlassen, dass Bananen mindestens genauso lecker waren, wenn sie nicht ganz so quittegelb wurden, wie die aus dem Supermarkt.

Unterstützung von gebana – Rezeptideen, Lagerungshinweise

Eine super Unterstützung in diesem Experiment für uns Newbies war, dass die Kiste Bananen sowohl Informationen zur Lagerung und Vorratshaltung enthielten (Temperaturangaben oder auch, wie es gelingt die Bananen in Teilen schneller zur Reifung zu bringen) als auch einen Zettel mit möglichen Verarbeitungs- und Rezeptideen. Darüber hinaus gibt es auch Rezepte im Blog von gebana, wie zum Beispiel Bananen-Pommes, Bananen-Curry oder schön angerichtetes Frühstücks-Porridge.

Unsere Geschichte mit gebana als Familie ging weiter. Im Herbst probierten wir uns im Kauf von Orangen. Wir erhielten Ende letzten Jahres und Anfang dieses Jahres die besten Orangen ever. Vor zwei Wochen haben wir uns zusammengetan und unsere zweite Crowd-Order aufgegeben. Mit dieser Sammelbestellung erhielten wir getrocknete Mangos aus Burkina Faso, die wir unter uns aufgeteilt haben. Auf die frischen Mangos warten wir noch und ich freue mich auf dieses Experiment, eine Kiste, diesmal gemeinsam mit anderen, zu teilen und neue Rezepte auszuprobieren.

WALLS AGAINST WALLS – gebana in Burkina Faso

Das Mango-Experiment finde ich mega spannend. Nicht nur hier vor Ort und mit der Fragestellung, schaffen wir es eine gute Vorratshaltung sicherzustellen? Auch der Ursprung und der Weg der Mango nach Deutschland ist aufregend. Gepflanzt, geerntet und verarbeitet werden diese Mangos nämlich in Burkina Faso. 2017 wurde die Fabrik von gebana Burkina Faso durch den Vorverkauf von Cashews und Mangos saniert. Mit 2800 Bauernfamilien arbeitet gebana dort heute zusammen und beschäftigt 670 Mitarbeitende. Diese verarbeiten 660 Tonnen Bio-Mangos und 300 Tonnen Bio-Cashews im Jahr.

Eine neue gebana Fabrik

Inzwischen stößt die dortige Fabrik in Bobo-Dioulasso an ihre Kapazitätsgrenzen. Der nächste sinnvolle Schritt ist also der Bau einer neuen Fabrik, allerdings auch der risikoreichste. Burkina Faso gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Kriminalität und Terrorismus bestehen und die politische Lage ist instabil. Das führt leider zu einem oft falsch gezeichneten Bild von Burkina Faso in den Medien, was dieses Land wiederum ungünstig als Investitionsort erscheinen lässt.

Mit der Unterstützung einiger namhafter internationaler Künstler:innen entstand das Projekt WALLS AGAINST WALLS. Informationen dazu und welche Künstler:innen sich beteiligen, findet ihr hier. Das Ziel mit dieser neuen Fabrik ist es, 1000 neue Arbeitsplätze zu schaffen, die für viele der dortigen Menschen die Existenz sichern und neue Perspektiven ermöglichen. Mit einer Spende von 70€ darf ich mir als Dankeschön eine Reproduktion eines Kunstwerks der diversen Künstler:innen aussuchen und unterstütze damit zeitgleich ein sinnvolles Projekt. Auf der Seite mit allen Infos rund ums Walls Against Walls Projekt findet ihr auch ein Video, das euch mitnimmt vor Ort und zeigt, um welchen Flecken Erde es geht.

You are changing the rules

Ihr seht: gebana hat ziemlich gute Ideen und gemeinsam mit uns die Power Dinge ins Positive zu verändern. Ein Teil davon zu sein, macht mir einfach Mut. Wenn euch die Idee hinter Walls against Walls gefällt, dann folgt diesem Link. Hier habt ihr die Möglichkeit gebana dabei zu unterstützen 1000 neue Jobs zu schaffen, eine Fabrik in Burkina Faso zu bauen, eine Plattform für lokale Kunst zu ermöglichen und Menschen eine Perspektive zu geben.

Ein Gedanke zu „gebana – Weltweit ab Hof bestellen: Bananen, Orangen…“

  1. Ein wirklich tolles Nachhaltiges Produkt, prinzipiell und aus der DDR kommend finde ich es aber auch gar nicht schlimm wenn man nicht immer, alles zu jeder Jahreszeit bekommt. Sondern mehr auf saisonale Gemüse und Obstsorten setzt. Aber natürlich habe ich auch Bock auf Mangos und Bananen, deshalb werde ich mir dieses Projekt mal näher anschauen. Die Schweiz ist ohnehin in vielen Dingen weiter als wir :) Apropos Lieferketten, falls du dich schon mal mit Krypto auseinander gesetzt hast, da kommen in Zukunft viele spannende Projekte auf uns zu. Mittels Blockchain (Projekt Vechain) ist es dann nämlich einfacher die Lieferketten nachzuvollziehen. Lg

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