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5 nachhaltige zero waste Adventskalender – Ideen

Es ist Mitte November und auch wir sind jetzt so richtig in der vorweihnachtlichen Stimmung angekommen. Neben dem ersten Honigkuchen schnabulieren wir Weckmänner, machen es uns nachmittags gemütlich, haben Wunschzettel geschrieben und das Christkind hat dieselben sogar schon abgeholt. Seit ein paar Tagen, immer wenn die Erkältung gerade nicht allzu schlimm ist, arbeiten wir an unseren Adventskalendern. Dieses Jahr starten wir den Versuch, unsere zero waste Adventskalender – Ideen in die Tat umzusetzen. (Hier mein Video auf YouTube.)

zero waste Adventskalender

Die Idee kam mir vor ein paar Wochen als ich in der Drogerie Katzenfutter besorgen wollte. Das erste, was mich an diesem Vormittag im Eingangsbereich empfing, waren drei pyramidenartig aufgeschichtete Berge Adventskalender. “Einer schöner als der andere!” – ging es mir erst durch den Kopf. Doch dann machte es klick!

Es reizte mich überhaupt gar nicht, sie mir näher anzuschauen. Denn

a) anhand der Verpackung wusste ich genau was drin war. Kosmetik für sie, Süsses für es und Letzteres in zweifacher Ausführung.

b) Das ganze ist doch wieder nur Müll. Gelber Verpackungsmüll, weil der Karton zum einen in Plastik eingeschweißt war und zum anderen die Tübchen und Döschen innen, mit großer Wahrscheinlichkeit weder aus Holz noch aus Glas und schon gar nicht wiederverwendbar waren. Müll für die blaue Tonne, sobald das 24. Türchen geöffnet wurde, und im schlimmsten Fall auch Müll für die graue Tonne, weil der Inhalt nicht gefiel.

Aber hübsch sah es aus. Wünsch gestalteter Müll sozusagen.

Adventskalender – Grinch

Mutierte ich jetzt also doch irgendwie zum Grinch? Ihr Lieben, ich will euch das Fest überhaupt gar nicht vermiesen. Weihnachten und die Zeit davor, sie sind kostbar, wertvoll und besinnlich. Das ist eine Zeit der Wunder, des zur Ruhe Kommens. Ich mag diese Zeit und ich liebe Adventskalender. Allerdings mit Bedacht. Und, die aktuelle Situation dieses Planeten bewusst vor Augen. Erst heute waren da wieder zig Nachrichten auf meinen SocialMedia-Kanälen, in denen darauf hingewiesen wurde, dass wir täglich bis zu 70% mehr an Ressourcen verbrauchen, als wir eigentlich zur Verfügung haben. Auf Pump. Auf Kosten der anderen. Jetzt und in Zukunft.

Ich glaube, dass das auch anders geht. Daher haben wir dieses Jahr mal ein Paar Adventskalender gesammelt, die ich euch guten Gewissens vorstellen mag.

Unser zero waste Adventskalender

Wir haben 24 Schraubgläser gesammelt und sie mit ganz unterschiedlichen Dingen befüllt. Dieser Adventskalender war und ist ein bisschen aufwendiger, da er meine Freundin durch die Adventszeit begleiten soll und gleichzeitig mein Weihnachtsgeschenk an sie ist.

Erstmal was zur Machart

24 Schraubgläser, deren Deckel wir mit Kreidefarbe bemalt haben. Zuerst hatte ich darüber nachgedacht auch die Gläser von außen zu verzieren. Sei es sie mit Transparentpapier und Kleister zu bekleben oder mit Fingerfarbe anzumalen.

Letztlich haben wir uns aufgrund zweier Punkte dagegen entschieden.

  1. Die Gläser sollen auch nach dem Adventskalender als solche weiterverwendet werden können. Zum Beispiel für den weiteren Einkauf im Unverpackt Laden. Bemalt ist das immer ein bisschen schwierig, weil die Farbe – ohne Lack – ja doch abkratzbar ist.
  2. Fingerfarbe kann zwar abgewaschen werden. Allerdings konnte ich nicht in Erfahrung bringen, wie es sich damit verhält, wenn die Farbe ins Abwasser gespült wird. Ist sie komplett löslich? Was geschieht damit? Weil ich in meiner Recherche nicht weitergekommen bin, lassen wir die Gläser jetzt so wie sie sind.

Von außen werden sie entweder mit einem größeren oder kleineren Etikett beklebt. Abhängig davon, was drin ist. Denn die Ideen zum Inhalt dieses müllfreien Adventskalenders sind sehr unterschiedlich und betreffen alle Lebensbereiche.

Inhalte des zero waste Adventskalenders

Wir haben Dinge für den Haushalt hineingefüllt, wie zum Beispiel Spüli, Kastanien mit Waschanleitung und Bienenwachstücher. Ebenfalls zero waste sind das selbstgemachte Trockenshampoo aus Kakao und Speisestärke oder das Kokosdeo (Hier findet ihr meine diY- Anleitung).

zero waste Adventskalender MamaDenkt 1

zero waste Adventskalender MamaDenkt 2

Einige Inhalte für unseren zero waste Adventskalender waren ganz einfach zu beschaffen und mit einem Besuch im Unverpackt Laden von Judith abgehakt: Maulbeeren, Gummibärchen, Schokolade, Nudeln, Reis oder rote Linsen.

zero waste Adventskalender MamaDenkt 4

Ebenfalls als “Türchen” bzw. Gläschen wird es an einem Tag selbstgemachten Quittenaufstrich geben oder auch vier verschiedene Mahlzeiten im Glas: Curry, Milchreis mit Kakao oder unser Lieblings-Porridge.

Im Regal habe ich auch immer noch meinen aufgesetzten Quittenlikör stehen, der noch an sich arbeitet. Kuchen im Glas, handgemachte Pralinen und getrocknete Blumensamen werden ebenfalls kurz vor der Übergabe dazu gepackt.

zero waste Adventskalender MamaDenkt 3

Neben einem Ausschnitt hier, konntet ihr ein paar Bilder die Tage auf Instagram sehen. Es ist wirklich einfach ohne (viel) Verpackungsmüll auszukommen.

Weitere zero waste Adventskalender – Ideen

Es muss ja gar nicht immer so aufwendig sein. Wie gesagt, dieser hier ist eine besondere Idee für eine liebenswerte Freundin. Was mir ebenfalls total gut gefällt als zero waste Adventskalender – Idee:

Es gibt ein Buch von Hanna Buiting, das den Titel “Von Lichtgestalten und Sterneguckern” trägt. (Hier der Link zur Rezension.) Dieses Buch mit 24 Geschichten stammt aus vergangenem Jahr. Ich wollte es euch schon längst mal vorgestellt haben. Denn: Die Geschichten und Momente, die Hanna in diesem Buch zusammenstellt, gehen unter die Haut, ins Herz und öffnen den Blick für die Sterne. Wir werden selber zu Sterneguckern und haben das Potential Lichtgestalt zu sein, so dass es knistert und das Innerste berührte wird. Absolute Leseempfehlung!

Wir befallen auch immer wieder gerne Adventskalender, die sich jedes Jahr neu befallen lassen. Seien es die Säckchen oder Streichholzschachteln. Hauptsache: Nicht neu gekauft für die Tonne!

Zeit statt Zeug. Eine meiner Leserinnen hat außerdem die Idee mit uns geteilt, dass es jeden zweiten tag eine Schatzkiste für alle Kinder gibt, in der etwas drin ist, das sie gemeinsam nutzen und bespielen können. Wieso eine solche Schatzkiste oder auch Feentür nicht nutzen und jeden Tag “Zeit” vor die Tür legen. Dazu wird es auf Instagram demnächst auch ein paar Ideen geben. Vorlesezeit, Kinokarten, ein Abenteuer im Wald, ein Nachmittag bei der Nachbarin, ein Weihnachtsbäckerei-Nachmittag, einen Tag im Repair-Café, um den defekten Kassettenrekorder zu reparieren. Zusammen. Zu zweit. Ein Kochduell mit der besten Freundin und ihrer Tochter, Boote bauen und Eiskübel mit bunten Blütenblättern einfrieren … Es gibt so viele Ideen und Möglichkeiten, um unseren Lieben Zeit zu schenken.

Weihnachtsglück im Fenster. Ich kann mich in meiner Kindheit noch daran erinnern, dass wir in der Adventszeit regelmäßig in die Stadt gelaufen sind. Dort gab es ein großes Kaufhaus, dass pünktlich um 16:00 Uhr eines der 24 Fenster öffnete, aus dem ein “Wichtel” Schokolade und Bonbons auf die Menschen vor den Fenstern geworfen hat. Das war damals ein Spaß. Für mich als Kind war das Zauberhafteste, dass dieses Fenster fortan geöffnet war und ein buntes Bild zu sehen war. Daher beginnen wir am 1.Dezember auch gerne damit, jeden Tag einen unserer gebastelten Sterne ans Fenster zu kleben. Am 24. sind dann alle Fenster mit unseren bunten Sternen beklebt und leuchten in den buntesten Farben, wenn das Licht im Wohnzimmer angeht. Diese Sterne sind aus Papier und Karton, richtig. Aber sie halten jetzt schon seit vier Jahren.

Das sind meine zero waste Adventskalender – Ideen. Vielleicht habt ihr Lust das ein oder andere nach zu machen. Vielleicht habt ihr noch ganz andere Ideen? Erzähl mal. 

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