Omas Eingemachtes. Mal anders. Lebensmittel Luftlinie ≤50km

Inzwischen sind vier Tage vergangen, in denen wir versucht haben uns ganz und gar von Produkten zu ernähren und Lebensmittel zu verarbeiten, die in einem Radius von 50km rund um unseren Wohnort entstanden sind. Puh! Erstaunlicherweise läuft das Ganze wirklich gut. Damit hätte ich so gar nicht gerechnet. (Zumal aus unerfindlichen Gründen unsere Nächte immer kürzer werden, weil kleinere Kerlchen schlecht schlafen.)

Klar, ein bisschen unvorbereitet und nicht ganz bis auf den letzten Punkt bedacht war und ist das Experiment. Denn, wäre ich im Sommer auf diese Aktion vorbereitet gewesen… Leute, ich hätte Birnen, Kirschen, Pflaumen und was weiß ich nicht eingekocht. Ich hätte Nüsse gesammelt und Weintrauben getrocknet. Aber für dieses SpontanProjekt wäre das auch zu übertrieben gewesen, oder?!? Jedenfalls stelle ich fest: Aha! Deshalb haben unsere Omas eingekocht, gehamstert und getrocknet. Sie haben sich auf die Zeit nach November vorbereitet, um gut durch den Winter zu kommen. Jetzt, habe ich wirklich Respekt davor.

Was mir außerdem auffällt: Bei unserer Suche nach heimischen Produkten muss man mindestens zweimal nachfragen. Ja, die ältere Dame auf dem WochenMarkt hat sogar DinkelVollkornMehl aus ihrer eigenen GetreideMühle. Allerdings bezieht sie das Getreide aus Bayern. Das ist weit über die 50km Grenze hinaus. Und eine ZweitWohnung habe ich dort auch nicht, so dass ich vielleicht an zwei Wohnorten diesen Radius anwenden könnte. Trotzdem. Man kommt mit den Menschen ins Gespräch. Natürlich, ich habe so einige schräge Blicke geerntet. Ich würde auch seltsam schauen, wenn jemand zweimal nachfragt, woher denn bitte schön der HartweizenGrieß seiner Spirellis kommt? Und die Eier? Eigene Hühner? Von Zuhause? Aber die Gespräche und die Infos, die sich dann plötzlich wie aus Zauberhand zusammentragen lassen, sind beeindruckend. Jeder weiß plötzlich von jemandem, der Käse, Koriander, Eier, NussSchinken, Honig oder Gemüse anbaut, herstellt und verkauft.

Doch bei der Frage: Ja, wieso machen Sie das denn? Da wird’s mir komisch. Ja warum eigentlich? Mal was anders machen. Ja, das passt. Das ist für mich persönlich die Antwort auf diese Frage. Aber auch nicht mehr. Unsere kleine Familie versucht es für einen Zeitraum mal anders zu machen. Und es ist motivierend so vielen Menschen zu begegnen, die es auch mal anders machen oder gerne machen wollen. Ich bin mir ganz sicher, unser Speiseplan wird nach den zwei Wochen wieder anwachsen. Aber die ein oder andere Sache, werden wir beibehalten. Denn teurer ist das alles nun wirklich nicht. Aber dazu in zwei Tagen mehr.

Bist du vorbereitet auf den Winter? Komische Frage, ich weiß. Aber was wäre wenn? Hast du Marmelade? Irgendein Chutney? Ein paar wertvolle Rezepte aus Erfahrung? Her damit… ‘zwinker’

2 Gedanken zu „Omas Eingemachtes. Mal anders. Lebensmittel Luftlinie ≤50km“

    1. Oh lecker!! Davon würd ich auch gleich ein Glas nehmen! Bei uns steht gerade JohannisHimbeerMarmelade mit weißen Schokoladenstücken ganz hoch im Kurs. Die Vorratskammer hat aber auch nur noch ein Glas davon zu bieten… schluck!

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