Minimalismus, Nachhaltigkeit
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Konsumismus

Hauptsache Konsum. Egal ob kritisch oder unkritisch. Hauptsache wir verbrauchen und konsumieren – was auch immer. Denn eigentlich konsumieren wir ja überall bei allem. Das ist das Fatale an der Geschichte. Viel oder wenig, grün oder konventionell: Wir verbrauchen das, was uns gegeben ist, oftmals ohne im Blick zu haben, woher das alles eigentlich kommt.
Konsum hat uns dadurch vollkommen im Griff. Denn mal ehrlich: Wobei geht es heute nicht um Konsum?

By the way: Das hier wird vermutlich kein populärer Artikel. Eher ungemütlich und nicht komfortabel. Dennoch: Vielleicht macht es Sinn das ein oder andere Mal aus der gemütlichen SofaBestellShoppingLaune herauszukommen.

Was geht ohne Konsum?

Erst kürzlich wurde von einem Blogger aus der Minimalismus-Szene dieser Gedanke ähnlich aufgeworfen. Leider finde ich seine Äußerung nicht mehr und kann ihn daher nicht zitieren. Sinngemäß geht es aber um die Frage, was wir heutzutage machen (können), das ohne Konsum funktioniert? Was in unserer Freizeit ist weitestgehend frei von Konsum-, Shopping-, Trend- und Styletipps?

Eine Antwort war, mit Freunden spazierenzugehen. Im Wesentlichen mag das richtig sein. Aber was ist mit der Tatsache, dass ich eben zu jeder Tageszeit bei jedem Wetter spaziergehfähig ausgestattet bin bzw. werde? Traumschleifen werden angelegt, Wanderwege erschlossen, die robustesten WanderOutdoorSchuhe mit der neuesten wasserabweisenden Membran gekauft, getragen und durch Wanderstöcke ergänzt.

Gemeinsam einen Kaffee trinken? Coffee to Go? Oder doch im Café? Oder Zuhause mit dem neuen Kaffeevollautomat? Aus schicken, angesagten Tassen? Mit Kapsel oder Pad? Vanille oder Macadamia-Sirup? Ja, ich kann mir das alles schlecht machen. Mir selber und euch auch. Bestimmt. Wozu? Na ja, vielleicht schaffen wir es ein bisschen aus unserer Komfortzone heraus. Vielleicht. Nur vielleicht. Oder zumindest stellen wir den nächsten Kauf noch einmal mehr in Frage, bevor wir uns entschließen, einer neu geweckten Sehnsucht in uns, nachzugehen.

Weniger Zeug, mehr Freizeitgestaltung

Auch der Minimalismus-Trend kann sich Konsum nicht entziehen und ist, obwohl er sich doch gegen ihn wendet, an vielen Stellen immer wieder empfänglich und von demselben gefangen. Geht es darum weniger Zeug zu haben, entsteht die Idee, sich Kleidung zu leihen, bei wildfremden Menschen zu wohnen oder ein Auto zu mieten oder zu teilen. Hat man in den eigenen vier Wänden entrümpelt und viel Besitz reduziert, kann man sich endlich modernere, minimalistische Möbel in die Wohnung stellen oder aber die gewonnene Zeit mit aktiver Freizeitgestaltung wie dem Besuch im SPA, Fitnessstudio, einem Paläo-Kochkurs oder dem Surfen von einem Blog auf den anderen füllen.

Frei von Konsum ist das alles nicht.

Weniger unfairen Konsum,…

Wenn wir dem Konsum schon nicht entrinnen können, dann versuchen wir es eben auf faire und nachhaltige Weise. Ein faires Smartphone, faire BioLebensmittel, Geschirr aus nachhaltigem Kunststoff, weil eben aus Pflanzenfasern hergestellt. Schokolade den Bauern fair abgekauft, Spielzeug, das zu 30% aus recycelten Materialien hergestellt wurde, Möbel aus fsc – certifiziertem Holz, LEDs statt Energiesparlampen…

…mehr nachhaltigen Konsum

Wir verbrauchen und verschwenden zwar täglich. Aber eben grün. Oder fair. Zumindest nachhaltiger? Verschwendung und Verbrauch liegt zum einen in der Natur der Sache, unserem Menschsein also. Zum anderen haben wir über die Jahre hinweg ein Bewusstsein entwickelt, das uns suggeriert, dass es normal ist, mit Trinkwasser die Klospülung zu betätigen, viele Lebensmittel zu entsorgen, weil wir sie auf Vorrat gekauft und dann doch vergessen haben, nachdem das Mindesthaltbarkeitsdatum (MDH) vor zwei Tagen abgelaufen ist.

Für uns und auch unsere Kinder scheint und ist es völlig normal, dass wir jederzeit ALLES SOFORT haben können. Das ist gruselig, wenn wir es mal aussprechen und uns selber mit diesem Umstand konfrontieren. Oder nicht?

Konsumismus

Alles läuft irgendwie immer darauf hinaus, dass wir Geld ausgeben, unsere Zeit verschwenden und das immer und fortwährend. Wenn nicht auf Kosten von Menschen in Textilfabriken in Indien oder in Steinbrüchen in Afrika, um Seltene Erden zu heben, dann konsumieren wir eben grün und durch irgendwelche Siegel – vermeintlich nicht mehr auf Kosten von irgendwem. Wirklich?

Kompensation als die Lösung?

Wir verbrauchen doch eigentlich immer irgendetwas.  Vielleicht sollten wir im Umkehrschluss einfach nur zusehen an einer anderen Stelle etwas zurückzugeben. Unsere CO2-Emissionen durch eine gute Tat kompensieren. Das erleichtert das schlechte Gewissen und überhaupt, dann ist alles gut.

Wir sind ziemlich schnell darin, unser schlechtes Gewissen tot zu reden. Wenn wir nach Mallorca fliegen, dann zahlen wir eben einen CO2-Emissions-Ausgleich. Vorausgesetzt wir suchen danach. Wenn wir online was bestellen, dann wählen wir eben die grüne Versandvariante, zahlen 2 Cent mehr und haben damit was Gutes für die Umwelt getan.

1 €uro bei der Betätigung der Toilettenspülung für einen Kubikmeter sauberen Ozean. Das wäre doch auch mal was. Gibt es bestimmt auch schon längst. Wenn ich etwas verbrauche, dann versuche ich an der anderen Stelle etwas dazuzugewinnen. Aufgrund der aktuellen Lage vermutlich eher zurückzugewinnen und zu reinigen. Wie auch immer. Der Gedanke, dass es Sinn machen könnte, einfach ein bisschen weniger von allem haben zu wollen, kommt dabei nicht oder höchstens selten. Ich muss einfach fliegen, kaufen, fahren … –

Ein bisschen weniger Flugzeug fliegen. Nicht das neueste Smartphone-Modell, kein weiteres HighTech-Endgerät, keine eingepackten Biobananen, kein neues Schwedenmöbelstück. Mal drüber nachgedacht sich ein Möbelstück für mehr als fünf Jahre anzuschaffen? Vielleicht ja sogar noch für die eigenen Kinder?

Das alles sind Gedanken, mit denen ich mich seit meinem Hamburg-Wochenende wieder auseinandersetze. Vermehrt auseinandersetze. Denn ich gestehe: Irgendwie hatte das alles für mich und uns gerade nicht mehr so die hochrangige Bedeutung. Die von Apfelmädchen und sadfsh ausgerufene #Konsumauszeit kommt mir dzbgl. gerade sehr recht und ich denke, wir sind dabei.

Können wir was verändern durch unser Konsumverhalten?

Darum geht es mir in diesem Beitrag eigentlich gar nicht. Was mich am meisten an der Problematik beschäftigt, ist die Vorstellung, dass Konsum mich gefangen hält. Ich fühle mich in der Tat in meiner Freiheit etwas eingeschränkt und möchte das gerne wieder vollends selber entscheiden. Mir von Marketing und Werbung keine Sehnsüchte implizieren lassen. Frei sein.

Wie seht ihr das denn?

44 Kommentare

  1. Liebe Rachel, danke für den nachdenklichen Artikel. Erinnert mich etwas an die Diskussion zum Thema „Man kann nicht nicht kommunizieren“. Wir gehen nachher Fallobst sammeln und in übriggebliebenen Schraubgläsern einmachen. Ohne schick gekaufte stylische Aufkleber, Thermomix oder so. Aber auch da lässt sich sicher auch etwas an Kritik finden. Bin da ja ähnlich gestrickt wie Du…Liebe Grüße zum Wochenstart, Christina von der Reisemeisterei

    • Na ja, die Sache mit dem Fallobst… Es ist Konsum, der irgendwie aus etwas Liegengebliebenem etwas macht. natürlich esst ihr dann nachher die Marmelade. Aber es ist in dem Sinne ja keine Verschwendung, sondern Nutzung.

  2. Hallo Rachel,

    ich befinde mich da in einer ähnlichen Schleife. Für mich sind das größte Problem Flugreisen. Ich fliege nicht mal gern, und ziehe die Reise auf dem Landweg definitiv vor.

    Im Fall von Israel bringt mich das in die Bredouille, weil es keine andere Möglichkeit gibt als den Luftweg. Ich möchte aber auch nicht meine Beziehungen und Projekte dort beenden.

    Lieber Gruß,
    Philipp

  3. Wie du schreibst: man kann sich alles schlecht reden, der Mensch neigt jedoch eindeutig zum Gegenteil: sich alles gut und sich aus der Affäre zu reden. Was ich gar nicht begreifen kann ist der Trend zum Ausmisten. Jeden Tag fliegt was raus, die Hälfte der Besitztümer fliegt raus oder gar für jede Neuanschaffung muss was raus. Wie pervers ist das eigentlich?! Wenn etwas tatsächlich kaputt ist bleibt mir immer noch genügend Zeit zu überlegen, ob und wie ich es ersetze. Glg

    • Hallo Tagpflueckerin,

      Es kann auch sein das Ausmisten ein Anfang von Simplifikation ist. Ausmisten und Inventar nehmen… auf vielen Ebenen. Mein persönliches Ausmisten findet auch täglich statt indem ich Gegenstände, Beziehungen, Aktivitäten, usw., die nicht gebraucht werden oder gar nicht geliebt werden, weitergeschenkt, nicht weiter gepflegt oder gespendet werden. D.h. nicht das Neues diese ersezten. Dieser Prozess ist sehr individuell. Begreifen muss man nicht alles aber akzeptieren das es bei einem auch anderes geht ist auch evtl. wichtig zu annehmen. So eine Haltung ist immer im Sinne der Simplifikation, nicht wahr?
      Glg an

  4. Hallo Rachel!

    Ich beschäftige mich ja auch seit langem mit dem Thema „Konsum“ und habe schon viele sehr konsumkritische Beiträge geschrieben. Erst vor kurzem über das Märchen vom grünen Wachstum.

    Meine Entgegnung ist mit dem Zufrieden zu sein, was ich bereits habe. Meine Kreativität einzusetzen um Dingen mehr Funktionen zuzuschreiben. Auf das zurück zu greifen, was schon besteht. Das zu nutzen, was andere nicht haben wollen. Das zu verwenden, was die Natur uns schenkt (gestern habe ich gerade wieder Apfelschalen getrocknet um daraus Tee zu trinken).

    Bei allem – nicht perfektionistisch sein. Nicht alles alleine machen. Nicht alles selbst machen. Da das sonst leicht in Richtung ausgebrannt fühlen geht.

    lg
    Maria

    • maybee sagt

      Schön!

      Das habe ich gelesen und mir gedacht: So könnte ein Ergebnis dieser Selbstreflexion aussehen (s.u.) 😉

      Was war bei dir das/die Konsummotive – früher – wenn ich so dreist fragen darf? Wie hat sich das entwickelt beim Zurückfahren?

      Bei mir ist das von Anfang an relativ radikal gewesen. Ich hatte einfach keine Lust mehr Sachen zu kaufen oder geschenkt zu bekommen, die dann irgendwann im Schrank liegen und sonst nix tun. Auf der nicht Konsum Seite habe ich irgendwie so ein „Ich muss benutzen was ich habe, sonst brauch ich es nicht haben“-Gefühl.

      • Hallo Maybee!

        Gute Frage – meine Konsummotive früher waren sehr vielschichtig, kamen aber oft einfach aus einem Gefühl von „Füllen von innerer Leere“ oder „Belohnung“.

        Irgendwann habe ich entdeckt, dass ich genug – besser gesagt >zu viel< – von allem habe. Bewusst diese Wortwahl. Genug von allem. Von der Art wie mein Leben abläuft. Davon, wie es in meiner Wohnung aussieht. Davon wie es auf dieser Welt aussieht.

        Von einem Tag zum anderen habe ich dann beschlossen, dass sich das ändern muss. Seitdem kaufe ich so gut wie nichts Neues mehr und setze mich für die Umwelt ein. Schreibe meinen Blog, engagiere mich bei foodsharing und habe den Kostnixladen gegründet.

        Geholfen hat zu sehen, wie Herr Widerstand das macht. Schon sein Leben lang. Und wie wenig man wirklich braucht um glücklich zu sein.

        Nur vieles, was es braucht um glücklich zu sein, hat bei mir gefehlt! Deshalb habe ich konsumiert. Nur das, was wirklich gefehlt hat, war nicht dabei… Daher konnte der Konsum dieses Loch auch nicht füllen.

        Der Weg ging daher darüber zu schauen, was mich glücklich macht abseits von Konsum.

        lg
        Maria

        • maybee sagt

          Anderen Leuten bei diesem Lebenswandel zuzusehen finde ich durchaus sehr hilfreich, WENN sie da keinen Missionierungsdrang haben, sondern eben einfach ihr Ding durchziehen. Da kann man viel lernen.

          Diese Glück-Lückenfüller Sache ist glaube ich was, was mit dieser Ziellosigkeit zusammenhängt. Oder vielleicht auch mit dem Glück außerhalb des selbst zu suchen? Hm. Das ist schon krass, wie weit sich die Kreise ziehen, wenn man über Konsum und Motive redet.

          Bei mir hat sich das rückblickend total langsam entwickelt. Ich war aber auch nie der große Einkäufer rückblickend,

          Ich find das immer spannend, nach den Triggern zu suchen, die dann die Richtung ändern, die man so läuft im Leben 😉 Das hilft beim Suchen ungemein !

          Danke dir!

  5. maybee sagt

    Können wir was verändern durch unser Konsumverhalten?

    Die Frage finde ich komisch.

    Mein Ausgangsgedanke in diesem Problemfeld ist eigentlich nicht: Hat was ich tue einen Effekt und welchen und ist das gut genug. Sondern der Gedanke geht eher so: Ist das was ich tue richtig, stehe ich dahinter und wo kämen wir hin, wenn das jeder so handhaben würde.

    Hintergrund dazu: Den Effekt einer Handlung kann man extrem schwer einschätzen. Auch bei einfachen Dingen. Erst recht bei komplexen. Daher ist es naheliegend bei der Einschätzung von Handlung nicht auf deren (gesehene und ungesehene) Ergebnisse abzustellen, sondern möglichst auf die Qualität der Handlung.

    Wie macht man das? Schwer, weil man ganz oft doch wieder bei Ergebnissen der Handlung landet.

    Noch grundsätzlicher: Der Gedanke etwas verändern zu wollen (als Individuum in der Gesellschaft) ist glaube ich gar nicht besonders zielführend. Der baut Druck auf beim Veränderer, dass was passieren muss und das wiederrum führt zu verhalten, das kontraproduktiv ist – ganz häufig. (Stichwort: Kampfveganer, die Vegetarier doof anmachen, weil die ja jetzt immer noch Tierleid verursichen. U know the drill)

    Ich glaube es ist gerade in diesem Feld ein erheblicher Vorteil, wenn man sich von Anfang an (hahahahahah!) oder (realistisch) im Laufe des Prozesses bewusst wird, dass
    1) man egal wie gut man es macht immer noch einigen Unfug anstellt
    2) man mit seinem Tun selten bis nie der Weisheit letzten Schluss gefunden hat, weil es eben Situationsbedingt entstanden ist und so ein Verhalten in anderen Situationen für andere Leute gar nicht oder schlecht funktioniert
    3) man infolge von 1 und 2 nicht den Anspruch an andere stellen sollte sich so zu verhalten wie man selbst.

    Das gilt freilich auch jenseits des Konsums.

    Die Freiheitsfrage finde ich interessant: Die kann man auch umdrehen. Wenn man ran geht und sagt: Ich konsumiere nicht, ist das auch eine Form von Unfreiheit, weil man sich eben diese Möglichkeiten, die der Konsum bietet, weg nimmt. Die Unfreiheit hat aber eine andere Qualität, weil sie bewusst selbst auferlegt ist. Und dann landen wir wieder oben bei der Handlungsqualität.

    Ich denke Mal als Synthese, sollten wir nicht unbedingt Konsum hinterfragen. Der ist erst Mal einfach. Das ist nur Symptom, nicht das eigentliche Problem. Sicher ein Symptom dessen auftreten weitere Folgeerscheinungen nach sich zieht – bestreite ich nicht.
    Hinterfragt werden sollte eher, was den Konsum motiviert (oder bei Marketing usw triggert). Dort liegt glaube ich der Hund begraben.

    Warum tue ich das? Da ist (viel) Selbstreflexion gefragt.

    PS: Unter dem Wort Konsum verstehe ich nicht das Kaufen und Verbrauchen von existenziellem, wie Lebensmitteln, sondern das Kaufen und Verbrauchen von all jenem, das man sich kauft, ohne das man aber existieren/leben könnte.

    • Ok… Kann ich mitgehen. Aber was steckt denn dahinter? Warum sind wir so empfänglich dafür neue Sehnsüchte zu adaptieren?

      • maybee sagt

        Keine AHnung 😀

        Aber ein paar Vermutungen, die bis dato jeder Überprüfung Stand gehalten haben (Kritik daher sehr willkommen):

        A) Die Gesellschaft, in der wir groß werden bietet uns nichts anderes.
        Wenn man sich für Lebenswege entscheidet, die off mainstream sind, gibts (mehrheitlich) dumme Sprüche. Kenne jemanden, der in einen Orden gegangen ist. Die ganze Familie fand das scheiße. Null Verständnis, null Unterstützung. Sein Brude spekuliert mit Nahrungsmitteln und verdient endlos Geld, indem er Menschen das Essen wegkauft. Probleme mit der Familie? Nö, wieso? Verdient doch gutes Geld.

        Schau dir Lebensläufe an, die sich nicht um Geld und den Unfug drum rum scheren, sondern nach was (für sie) wichtigerem streben im Leben. Außenseiter. Oder Leute aus dem Gesundheits-/Sozialsektor. Und ganz häufig (sicher nicht immer, sicher nicht alle) a) völlig überarbeitet und! b) unerwartet glücklich und zufrieden mit dem Leben.

        Sowas lebt kaum einer vor. Das kommt einfach nicht bei den kleinen Menschen als Weg an. Und wenn die nur Hedonismus und egozentrische Bedürfnisorientierung kennen lernen, dann fällt das Entwickeln von Alternativen schwer.

        Überspitzt: Heute stellen Kids in der Pubertät nicht mehr Werte und grundsätzliches in Frage. Wenn der Papa ein Iphone hat, wollen sie Android! Revolution!!!!!!!!!!! (Glaubt ihr nicht? Wahre Begebenheit in der Bekanntschaft. Hab das auch nicht für möglich gehalten bis ich es gesehen und gehört habe.)

        Geld ist irgendwie zum Selbstzweck geworden. Es geht nicht mehr um den Menschen. Beides bezogen auf das Individuum.

        B) Sich diesen Lebensweg aneignen ist einfach. Bequem. Nichts zu hinterfragen und ein Weltbild schlüsselfertig vorgesetz zu bekommen ist unglaublich toll. Keine Widersprüche, keine ernsthaften existenziellen Probleme mit der Frage nach dem Sinn des Lebens.
        Aber jede Menge Sonderangebote und 1Euro Läden.

        Der Weg irgendwohin jenseits von dem was man vorgelebt bekommt ist (hier widerspricht mir im Zweifel niemand dabei, oder?;-) ) wahnsinnig anstrengend. Ziele gibts nicht, müsste man selbst definieren und erarbeiten.
        Viel Geld verdienen, viel davon ausgeben für Sachen, die [place whatever is up to date here] sind. Klares Ziel. Klare Regeln.

        Das ist im Kern auch der Grund, warum Sekten so super funktionieren.
        Die befriedigen dieses Menschliche Bedürfnis nach Antworten auf ganz umfassende Art und Weise. Aber sie stellen halt einfach (imho) ganz dumme und erbärmliche Fragen.

        • Hallo maybee!

          Zu Deinem Kommentar ist mir noch – in Hinblick auf Heranwachsende – eingefallen, aus vielen Gesprächen mit Jugendlichen – es fehlt das Ziel im Leben und das macht haltlose Suchende.

          Sie besitzen alles, haben schon fast die ganze Welt gesehen, nie auf etwas sparen müssen um es zu kaufen… Es gibt (fast) nichts, was auf der Wunschliste als wirklicher innerer Wunsch steht. Es fehlt das Ziel. Wohin soll man sich entwickeln? Was will man künftig erreichen, wenn schon alles da ist?

          Das macht haltlos.

          Die Werbung gaukelt über das Wecken von Wünschen vor, dass es Ziele gibt. Das neueste XY. Oder die Reise nach …

          Aber den Sinn im Leben wird man nicht über Konsum finden. Die Freude nicht durch Kauf von … fühlen.

          Ich glaube, dass der Minimalismus und die Verweigerung von Konsum auch einen Gegenbewegung ist, um wieder Halt zu bekommen in dieser orientierungslosen Welt, die scheinbar zu wenig Perspektiven bietet.

          lg
          Maria

          • maybee sagt

            Ja, das meine ich trifft es sehr gut! Danke für deine Ergänzung!

            Es gibt da nichts wofür man was tut. Das ist einfach hohl, was viele Leute leben. Hat keine Substanz.
            Und aber! Ich denke viele merken das selbst gar nicht, das sie eigentlich kein Ziel haben, Oder besser?: dass sie ihr ziel nicht gefunden haben, sondern nehmen dann das was andere tun als Ziel und dann landen wir wieder beim Konsum 🙂

            Auf die Frage „warum“ man etwas tut, ist die Antwort irgendwie fern ab von einem tiefergehenden Zweck. Selbstzwecke noch und nöcher.

          • Vielleicht ist es tatsächlich das, was mich so stört: Dass wir uns so schnell zufrieden geben. Wie gesagt, ich und wir als Familie konsumieren auch. Wie gesagt, es liegt vermutlich am Mensch sein. Ja, es kann sein, dass es viel mehr darauf ankommt, warum ich etwas tue. Denn genau dorthin führt mich meine Unzufriedenheit und mein Kritisieren in/mit diesem Post.
            Ich finde, wir stellen einfach nicht mehr in Frage. Es gibt alle möglichen Dinge, die man heute essen kann. Ich nenne sie mal bewusst nicht Nahrungsmittel, weil ich finde, dass es etwas ganz Komisches ist, bunte, chemische Zusatzstoffe vor allem in Süßigkeiten für Kinder, als Nahrung zu bezeichnen. Wir stellen auch nicht in Frage, dass alles eingepackt wird. Mit Plastik. Wir machen uns keine Gedanken darüber, wie es entstanden und hergestellt wurde. Es ist einfach da und wir gehen davon aus, dass es wieder weg ist, sobald wir es entsorgt haben, spätestens wenn das Müllauto da war,… aller spätestens, wenn es verbrannt wurde.
            Dass ich mitunter keine Küchenmaschine brauche, auch wenn sie mir noch so viel Arbeit abnimmt, das verstehen heute nicht mehr allzu viele Menschen in meinem Umkreis. Sei es hier oder im echten Leben. Das finde ich befremdlich. Und das Problem ist ja durchaus, dass dieses „Ich hab keine Ahnung, aber es ist halt so. Ich mach es auch so.“ ganz oft viele negative Konsequenzen hat. Und in dem Moment frage ich mich schon, wie sollen meine Kinder hier leben, wenn ich ihnen meinen Müll hinterlasse. Und es stört mich, wenn wir uns heute einfach keine Gedanken machen. Ein bisschen mehr Geld fürs Fliegen zahlen?? Wirklich? Ich kann mich daher nicht damit zufrieden geben, dass es so ist, wie es ist. Ich will keine Kampfkonsumkritikerin sein. Nichtsdestotrotz wünsche ich mir, dass wir uns insgesamt mehr Gedanken machen würden. Und leider komme ich immer nur wieder an den Punkt: Ok, ich versuche es anders. Dass ich auch mal scheiter, weiß ich. Ich kann gut damit leben, denn es macht mich zufrieden nach Alternativen zu suchen und zu sehen: „Boar, wie gut! Wie gut mir und uns das tut!“ Doch das wird in der Tat nicht die Welt verändern. 🙁

  6. Chris sagt

    Du hast zu viel Langeweile oder wie kommt man sonst auf solche Gedanken 😛

    Nein ernsthaft, ich habe mich aus diesen ganzen Diskussionen etwas ausgeklinkt, da es mitunter weltfremd wird. Klar klingt Zero Waste toll, aber dann müsste man schon auf sehr viel verzichten, weil heute leider so gut wie alles eingepackt ist. Genauso ist plastikfrei leben zwar theoretisch toll, aber praktisch unmöglich.

    Man kann das ganze Thema wie im Blogbeitrag natürlich philosophisch diskutieren, nur bringt einen das praktisch wenig weiter.
    Besser wäre, das alles mehr pragmatisch zu sehen und die Möglichkeiten die es gibt zu nutzen, um unnötige Umweltbelastungen zu vermeiden.
    Auch die Dinge die im Unverpacktgeschäft angeboten werden, kamen sicher nicht lose dort aus der LKW-Luke.
    Konsumieren liegt nun mal in der Natur der Sache. Auch deine Freunde verkonsumieren deine selbst gemachte Marmelade. An dem Begriff ist erst einmal nichts negatives. Was kritisch gesehen werden muss, ist ausufernder, über die Bedürfnisse hinausgehender Konsum oder Konsum als reiner Selbstzweck. Ansonsten müssen wir alle mehr oder weniger konsumieren. Anders geht es nicht in einer Gesellschaft, die auf Arbeitsteilung beruht.

    Vielleicht erklärst du auch mal, warum es verschwendete Zeit ist im Café einen Kuchen zu essen oder mit der Familie ins Spa zu gehen.
    Das mag sich mir irgendwie nicht erschließen.
    Ich habe den Eindruck, dass für dich der Konsumbegriff viel zu negativ besetzt ist, was er aber wie oben beschrieben gar nicht ist. Konsum ist völlig natürlich, seitdem es den Menschen gibt.

    • Oh ich habe Vieles, nur keine Langeweile. 😉

      Meine Definition von Konsum hat maybee oben ganz gut auf den Punkt gebracht: „Unter dem Wort Konsum verstehe ich nicht das Kaufen und Verbrauchen von existenziellem, wie Lebensmitteln, sondern das Kaufen und Verbrauchen von all jenem, das man sich kauft, ohne das man aber existieren/leben könnte.“
      Und ja, meine Ausführungen oben sind weitreichender und alles Tun umfassend. Müsste ich mich festlegen, würde ich jedoch diese Definition hier nutzen.

      „Konsum ist völlig natürlich, seitdem es den Menschen gibt.“ – Ja. Seh ich auch so. Was ich jedoch so gar nicht als natürlich empfinde, ist die Tatsache, dass mir Marketing und Werbung Sehnsüchte einverleiben, die ich sonst gar nicht hätte. Kaffee und Kuchen im Café? Ich bin die erste, die hier schreit. Ich genieße diese Zeit des Ausstiegs aus meinem vollen Alltag. Aber jedes Mal, wenn sich doch ein Werbeblättchen in den letzten drei Jahren in unserem Briefkasten verirrt hat, dann merkte ich, wir strange es ist, dass es JEDES Jahr zu jeder Saison schon wieder neueste Christbaumdeko, neue Karnevalskostüme, mitunter dieselben Angebote gibt. Ein bisschen ergänzt um neue Gelüste, je nach Trendansage. Und DAS, finde ich schwierig und auch nicht in Ordnung, wenn ich mir überlege, mit was für krassen Schwierigkeiten wir als Gesellschaft (globaler Gesellschaft) klarzukommen haben. Mit Müllbergen, weil man eben schnell wegwirft und nächstes Jahr wieder neu einkaufen kann. Noch. Weil es vermeintlich viel, viel einfacher ist. Was für ein Herstellungs- und Entsorgungsapparat dahinter steht, wissen wir im Detail ja schon gar nicht mehr.

      Es wird produziert, gebaut (das neue SPA um die Ecke oder auch ein neues Lager, um sich selber aus den jeweiligen Dingen ein eigenes SPA im Haus einzurichten).

      Ich möchte für mich und meine Familie auf möglichst viel gerne verzichten. Weil es möglich ist, weil ich nicht fremdbestimmt sein mag und weil ich es durchaus auch als Pflicht gegenüber meinen Kindern empfinde. Zumal daraus ein viel bewussterer Umgang mit den Ressourcen entsteht, die mir gegeben sind. Dabei möchte ich nicht diesen Druck entstehen lassen, den Maria Widerstand erwähnt hat.

      Wir verzichten auf Plastik, wo es für uns als Familie möglich ist. Noch immer gibt es den Saft aus der Packung, nicht aus der Flasche. Das liegt zum Beispiel an immer wieder kaputten Glasflaschen am Flaschenhals. So what? Dennoch bleiben wir dran und ich für mich stelle in Frage, was neu in unseren Haushalt dazu kommt.

      • Chris sagt

        Danke für deine Antwort.
        Dann liegen wir ja nicht so weit auseinander.
        Mit Werbung umzugehen, kann man sich wohl nur selbst aneignen. Zu widerstehen ist aber nicht immer einfach. Es werden ja schließlich Leute sehr gut bezahlt, um bei uns vorher nicht vorhandene Begehrlichkeiten zu wecken.
        Ich fahre am besten, indem ich sämtliche Werbung direkt ignoriere. Keine Prospekte, kein TV, Werbeblocker im Internet. Spart auch gleich noch Zeit, da man sich mit den ganzen Angeboten nicht beschäftigen muss.

        Ansonsten kann ich nur empfehlen, wann immer möglich gebraucht zu kaufen. Dabei wird nichts extra produziert und man erhöht die Nutzungsdauer der bereits vorhandenen Produkte. Nebenbei spart man auch noch Geld.

        Grüße

  7. Großes Thema: Was kann man mit den Kindern unternehmen, das kein Geld kostet? Ja, Spielen auf dem Spielplatz, aber irgendwann möchte man doch mal ein bisschen Abwechslung oder die Kinder sind zu groß dafür. Vielleicht noch Spaziergang (erinnert Ihr Euch, wie toll Ihr „Spazierengehen mit den Eltern“ als Kinder fandet?), Radtour – bei der man dann im Vorfeld eine Menge packen und bedenken muss, damit man am Ende oder am Wendepunkt der Tour nicht doch im Café endet.

    Das Einzige, was da bisher sicher funktioniert, ist die Bücherei.

    Für neue Ideen bin ich sehr empfänglich, gern her damit.

    • Oh, darüber musste ich die Tage jetzt nachdenken: Wieviel Spaß haben meine Kinder eigentlich an unseren Spaziergängen? Wie ernst nehme ich das Gemaule im Vorfeld?

      Ich habe inzwischen aber ein paar tolle Bücher, in denen wir uns ab und an auch Anregungen suchen. Ich kann dir gerne ein paar Titel zusammenstellen?

  8. Sehr interessante Fragen die du da aufwirfst.
    Bei der Klospüllung mit Trinkwasser rebbelliert es bei mir schon so lange ich denken kann.
    Es wäre eine Kleinigkeit das in jedem Haushalt umzustellen. Sei es in Mietwohnungen oder im Eigenheim. Sicher müsten die Besitzer in diesem Augenblick konsumieren für den Umbau 🙂 aber
    es wäre ein großer Schritt in die richtige Richtung. Das ist dann wohl guter Konsum.

    In den Kommentaren sagst du das du nicht durch Werbung verführt werden möchtest, das sie dir nicht irgendwelche Konsumwünsche suggerieren soll bzw. in dir wecken soll. Da wird es schwierig, denn das kannst du nur für dich selber abstellen. Es kann ein langer Prozess werden, aber es geht.

    Denn Werbung generell komplett abschaffen, damit niemand verführt wird, ist ein utopischer Wunsch. Da kaum noch jemand völlig autark lebt, braucht man als Mensch ja die Information wo man das Lebensnotwendige bekommen kann. Auch der Bauer der noch an der Tür klingelt und dir die Kartoffeln anbietet, macht in dem Augenblick ja Werbung damit du konsumierst.
    Sicherlich könnte man auf die ganze Werbung die nichts Lebenswichtiges anpreist verzichten. Ob damit aber dann die ganze Überproduktion an total überflüßigen Dingen gestoppt wäre?
    Ich denke nicht. Das wirklich in ein erträgliches Maß zu bekommen wird wohl noch ein langer Weg und es braucht jede Menge mehr Menschen die aufwachen und sich nicht mehr verführen lassen. Je mehr dazu übergehen die Werbung zu ignoriren und nur noch Lebensnotwendiges zu konsumieren umso mehr bleibt der Handel und damit die Produzenten auf ihrem Kram sitzen. Dann beginnt eventuell dort auch ein Umdenken. Aber noch ist alles auf Wachstum und Gewinnmaximierung ausgelegt und die meisten machen ohne nachzudenken mit.

    Danke für den anregenden Text
    Liebe Grüße
    Aurelia

  9. Ich konsumiere zuviel (Stichwort Impulskäufe), und denke aktuell auch darüber nach, wieso ich das tue.

    Ich würde Konsum allerdings tatsächlich in die Kategorien „Dinge“ und „Erlebnisse“ teilen. Bei Dingen sollte man genau aufpassen, was man sich ins Haus holt – eben, wie du sagst, auch bzgl. der Produktion etc. Bei Erlebnissen bin ich hingegen unschlüssig. Natürlich muss man nicht ständig essen gehen oder absurd teure Kurse belegen. Aber ich liebe es sehr, ins Kino zu gehen, oder ins Theater. Das macht mich wirklich glücklich und holt mich aus der Grübelmaschine raus.

    Die Frage ist also vermutlich die nach dem Warum. Warum konsumiert man xy? Will man sich betäuben? Will man sich „belohnen“? Ist man gerade einfach faul? Oder macht einen das, wofür man da Geld ausgibt, wirklich, ehrlich glücklich?

    • Ja, vielleicht trifft es das. Wie gesagt: Wir gehen auch ins Café. Erst gestern. Aber nicht jeden Tag und manchmal bewusst am Esszimmertisch.
      Ich liebe es, zur Massage zu gehen. Oder mit den Jungs in die Kletterhalle.

      Nur diese großen Entertainingorte, das stelle ich tatsächlich in Frage. Sowohl die Tatsache, dass jede Stadt sowas braucht als auch das Phänomen, dass es irgendwann alles für Zuhause und den eigenen Haushalt zu kaufen gibt.

      Ich bin gespannt, wann wir endlich nochmal ins Kino gehen. Das finde ich nämlich auch toll.

  10. Pingback: Konsumauszeit im November – Waldgängerin

  11. maybee sagt

    Mal eine kurze „Was ist hängen geblieben“ von diesem Kommentargespräch hier. Oder: passend zu „vermutlich kein populärer Artikel“ ein vermutlich nicht populärer Kommentar.

    Vereinfacht aus obigem: Die Gesellschaft bietet keine anderen überzeugenden Perspektiven, jenseits von Konsum.

    Folgt: Wir müssen uns überlegen, was unsere Perspektiven sind, warum die überzeugend sind (und gewinnbringend [nicht finanziell ;-)] für den Einzelnen) bzw. warum die nicht besser aber zumindest vorzugswürdiger sind als Konsum als Perspektive. Warum ist unser Weg gehenswert?

    Selbstrelfexion zum Weg so far (darf man nicht nur von anderen fordern, muss man auch selbst dann und wann mal machen 😉 ): Wir haben mit dem was wir tun keine Antwort auf viele Fragen. Wir haben mit dem was wir tun keinen einfachen Weg eingeschlagen und keinen bequemen Weg. Wir haben einen Weg eingeschlagen, der dann und wann in gewissen Formen von sozialer Ausgrenzung landet. Wir haben einen Weg eingeschlagen, der uns abnötigt die meisten sozialen Konventionen anhand von Kriterien zu hinterfragen, die unter dem Strich nur eine Minderheit interessiert – spätestens, wenn Handlung gefragt ist und das Reden aufhört.

    Ist bis jetzt nicht so überzeugend, oder? Wenn wir das nicht schon tun würden, wen würde das da oben überzugen?
    xD
    Wir haben den Glauben(! Wissen können wir es nun schlicht nicht, auch wenn die eine oder andere Forschung klar auf unserer Seite ist), dass unser Weg irgendwie besser ist – jedenfalls für unseren Nachwuchs [Warum sollte das jemanden interessieren, der gar keine Kinder will?]. Wir haben die persönliche Erkenntnis, dass dieser Weg, weg vom Konsum, ganz viel Freiheit mit sich bringt, die uns gut tut. (Freiheit heißt auch Verantwortung. Wer will die schon als reinen Selbstzweck oder als reine Bürde, weil die Alternative ist den Planeten kaputt zu machen.)

    Kommt mir gar nicht so ansprechend vor bisher. Vielleicht sind wir nur hier gelandet, weil wir das Glück/Pech hatten, an einer Stelle den Mainstream doof zu finden und dann eben das Gegenteil zu tun? Oder weil wir kein/nicht genug Geld haben, um diesen Konsumterror mit zu machen? Vielleicht sind wir also nur neidisch xD

    Wir bieten NICHTS positives als Alternative an. Wir bieten nach außen nur negatives DAGEGEN.

    Wieso also sollte man mit dem Konsumieren aufhören?! Noch dazu bei der Alternative?!

    gez. Advocatus Diaboli

    PS: Wir könnten uns mehr auf das positive ANDERS machen konzentrieren?

    • maybee sagt

      Noch eins oben Drauf: Wo ist der Unterschied zwischen einer Konsumauszeit für die Minimalisten und dem Wellnessurlaub für die Konsumisten?!
      I dont see any!
      Das wirkt ähnlich hilflos beides.
      Eine Gewissensberuhigung für den einen und eine Möchtegernerholung für den anderen.

      gez. Advocatus Diaboli

      Ich glaube wirklich, diese positive Perspektive, die wir gefunden haben für uns mit dieser Sache, hält einer kritischen Überprüfung durch Ungläubige nicht stand, je mehr ich gerade die Perspektive wechsle.

      Jetzt zerreißt mal die Argumente bitte 🙂

    • maybee sagt

      Ha. Also die Idee mit dem Positiven kann ich gleich mal anwenden: Bezogen auf das Artikelthema.
      Tenor vereinfacht „Konsum ist schlecht“. Wir bräuchten eine Antwort auf „Was ist gut?“.

      Was können wir denn tun was gut ist und kein Konsum? Da müssen wir hindenken. Hin zu diesem Positiven whatever. Weg von diesem „Das ist schlecht, weil …“. Mehr von „Das kann man machen und das ist gut weil …“
      Diese kritische Auseinandersetzung mit dem Status Quo ist „schön“, gut und wichtig, aber da sollten wir -einmal angekommen- weitergehen und uns nettere Plätze zum Verweilen suchen. Das dürfte der schwere Part sein, denn die Kritik ist glaube ich nachvollziehbar auf vielen Ebenen.
      Was aber ist die Alternative (Perspektive, die wir bieten können)?

      Inspiriert durch die Frage von Kirsten: Man könnte einen Spaziergang upgraden und eine Interaktive Geschichte erzählen. Sachen und Orte einbauen. Schatzsuche? Monsterjagd? Da findet sich was. Kostet auch nur ein paar graue Zellen und das Luxusgut Nr. 1 dieser Generation. Zeit.

      PS: Mein lieber Freund Advocatus Diaboli meint, ich würde hier nichts anderes als einfache Werbestrategien anwenden, um die selbe doofe Sache schmackhaft zu machen. Möglicherweise hat er recht…

      • Monsterjagd… ja?!! 😀

        Coole Idee. Ja, das Positive razsstellen hat manchmal durchaus einen größeren Effekt, als das Kritisieren. Daraus ist bei mir die Idee entstanden, es dieses Jahr tatsächlich nochmal mit einem Adventskalender der anderen Art zu versuchen. Mal schauen, ob ich das im November gemanaged bekomme. Wer Ideen hat, darf sie mir gerne per Mail zukommen lassen. Ich freu mich über Team- und Zusammenarbeit.

      • Hallo maybee,

        danke für deine tollen Kommentare. Sie bringen so wunderbare auf den Punkt, warum ich selber (als Erfinderin dieser speziellen Konsumauszeit) das Konzept nur bedingt mag: Es fokussiert so auf den zeitlich begrenzten Verzicht ohne Alternativen aufzuzeigen. Ich finde dieses Spannungsfeld zwischen notwendigem Verzicht und fehlenden Positivbeispielen sehr interessant und frage mich zunehmend, warum mir in unserer Gesellschaft so wenig Raum für Utopien zulassen.

        „Wir haben einen Weg eingeschlagen, der uns abnötigt die meisten sozialen Konventionen anhand von Kriterien zu hinterfragen, die unter dem Strich nur eine Minderheit interessiert – spätestens, wenn Handlung gefragt ist und das Reden aufhört.“

        Neulich fragte mich jemand, was Minimalismus denn für mein Leben gebracht hätte. Also an positivem. Und ich war total baff, weil ich Nachhaltigkeit und Minimalismus nie als etwas „für mich“ gesehen habe, sondern als notwendigen Schritt für alle. Aber die Unterhaltung (und der Alltag) hat mir gezeigt, wie leicht wir uns selber in eine Art Filterblase denken und dazu neigen, unsere Motive auch in anderen zu sehen. Eine Gefahr, die ich eigenlich als (angehende) Psychologin besser kennen sollte…

        In jedem Falle (und damit schließe ich den Kommentar dann auch ab) sind deine Gedanken ganz nah an dem, was auch uns gerade beschäftigt und uns dazu gebracht hat, unseren Blog Apfelmädchen & sadfsh zu überdenken.

        Liebe Grüße, Svenja (Apfelmädchen)

  12. Ich habe die Frage nach dem Konsum vor ca. drei Wochen in einer Facebookgruppe gestellt und war ein bisschen über die Reaktionen erstaunt:
    Viele Gedanken der Antworter waren nicht sonderlich weit oder zu Ende gedacht.
    Interessanter fand ich aber, dass nach ein paar Antworten, sich die Teilnehmer nur noch für ihren Konsum rechtfertigten. Ganz nach dem Motto: „Ich kann ja gar nicht nicht konsumieren. Ich bin in der Falle und muss es einfach. Was ist so schlimm daran“?
    Als ich merkte, dass es in diese Richtung ging, habe ich das Thema gelöscht. Ich habe aber mir aber Screenshots für mich gemacht. Falls die dich noch interessieren sollten, dann meld dich einfach.
    Liebe Grüße
    Daniel

  13. Unsere Gesellschaft ist aufgebaut auf den Glauben am Wirtschaftswachstum. Eine nette Illusion da ein ewiger Wachstum nicht funktioniert.
    In diesem Glauben wurden Menschen verachtende Gesetze gegen Arbeitslose entlassen die sie zu Geiseln eines Systems machen.
    Nun wird in den nächsten Jahren die Automatisierung noch weitere Jobs abschaffen und die Zahl der Geiseln erhöhen. Doch ein Grundeinkommen ohne Sanktionen können die meisten immer noch nicht denken. Nein man erschafft Teilzeitarbeit auf Abruf, also Teilzeit arbeiten und den Rest zur Vollzeit warten auf einen Anruf.
    Ich denke weniger Konsum funktioniert wenn wir das Grundeinkommen erschaffen und die Armut abschaffen, und nicht die Armen bekämpfen. Letzteres machen wir seit Jahren. Und verschieben für alle die noch dazu gehören die Armut ins Alter. Schräge neue Welt. Da muss vieles neu gedacht werden. Sonst ist nach dem jetzigen Motto Verzicht ein weiterer Weg Menschen als Geiseln ins Arbeitslosen Meer zu versetzen.

  14. Konsumauszeit mache ich das ganze Jahr über. Kaufe nur, was ich brauche und das nach Priorität. Minimiert auch die Fehlkäufe. Wachsen durch Schrumpfen finde ich reizvoll. Kleiner wohnen wäre mein nächstes Ziel. Im Verhältnis leider unangemessen teuer. Zumindest in einer (mittlerweile) Studentenstadt. Welcher Konsum ist dir denn konkret zu viel?

    Erwischt. Warte auf Ikeasachen. Wenn ich noch lange warten muss, kommt das mit den 5 Jahren hin. Aus meinem ersten Jugendregal von Ikea hab ich später einen Sandkasten gebaut.

  15. Ich habe mir Anfang des Jahres vorgenommen, 365 Tage den Konsum gegen Null zu schrauben – soweit eben möglich. Die letzte größere Ausgabe war ein Schwung Umzugsboxen von http://www.turtle-box.de im Februar – unser Kompromiss für den Umzug, da mir Umzugskartons irgendwie schon immer gegen den Strich gehen, aber die Sachen halt doch irgendwie verpackt werden müssen. Da fand ich die Idee mit den Leihboxen irgendwie besser. Ansonsten bin ich weitgehend hart geblieben: Keine neuen Klamotten für mich oder das Kind und keine Freizeitklamotten für den Mann (für die Arbeit muss er leider immer wieder was Neues anschaffen, das kann man nicht ganz vermeiden). Ausgemistet habe ich bei mir sehr viel, damit allerdings in erster Linie neue Outfits für die Kleine genäht, da sie doch noch ziemlich wächst. Aber ich war selbst überrascht, wie gut das ohne Neukäufe klappt. Und sie ist happy damit und wir bekommen im Kindergarten sogar oft Komplimente für ihre Outfits. Jetzt wo es so kalt wird, müssen wir uns aber wohl umschauen wegen einer Winterjacke. Wobei wir da wahrscheinlich eine „erben“ können.
    Spielzeug war mit Abstand das Einfachste, da gibt es aktuell gar nichts Neues mehr – dafür wird viel mehr gebastelt, gemalt etc. Mein Kind fragt nicht danach, neue Sachen zu bekommen. Sie liebt das, was sie hat.
    Wir sind Mitglieder im Kartoffelkombinat und ich habe angefangen, in unserem Mini-Garten Gemüse anzupflanzen. Lebensmittel machen aber nach wie vor den größten Teil unseres Konsums aus.
    Ich finde, dieses Experiment klappt bisher ganz gut. Aber auch nur, weil wir in den letzten Jahren eben exzessiv konsumiert haben und jetzt von diesem „Überschuss“ zehren. Klamotten umnähen, Spielzeug, Küchengeräte, Möbel … es ist ja alles da.

  16. maybee sagt

    Vielen Dank für das Feedback zu Advocatus Diaboli’s Punkten.

    Nachdem sich das jetzt etwas setzen konnte, möchte ich einen – imho den entscheidenden – Gegenpunkt anbringen, der seine Argumentation vollständig zu fall bringt. Ich finde diesen nächsten Schritt zwingend, daher wollte ich den auch hier artikulieren.

    Wenn wir (zunächst ganz banal als Einzelpersonen) das nicht jetzt machen, wer macht es denn wann dann? Es gibt in dieser Sache kein später und keinen anderen.
    Wir. Jetzt.
    Dieser Zug wartet nicht. Auf niemanden.

    Es gibt momentan ein Buch, dessen Grundthese ist, dass diese ganze Veränderung politisch (durch Gesetze) passieren muss und nur so passieren kann. Imho ist das Unfug. Die Problematik Klimawandel und jedenfalls die Problematik Ressourcenverbrauch ist seit Club of Rome bekannt. Club of Rome hat seine erste Studie zu dem Thema meiner Erinnerung nach Anfang der 70er des letzten Jahrhunderts veröffentlicht. Das ist dann mal gut über 40 Jahre her. Geändert hat sich seit dem grundlegend nichts. Mal ernsthaft: Einige die hier mitlesen und schreiben waren da noch nicht geboren, da wussten die Entscheider von dem Kernproblem, über das wir hier diskutieren.
    Und ich behaupte mal (wenig mutig, wenn man in die Geschichte blickt), dass das politische System viel zu träge ist, um hier irgendwas ernsthaftes zu erreichen. (Wäre echt schön, wenn ich mich hier irren würde)

    Daher bleibt hier niemand außer wir selbst, um uns um das Problem zu kümmern. Bei aller Anstrengung, empfundenen Nutzlosigkeit, bei allem Scheitern, das ist der Weg, der zu gehen bleibt.

    @Apfelmädchen
    Die Konsumauszeit ist schlau. Der Kritikpunkt den ich machen würde ist die „zeit“.
    Nimm die Idee, lass die zeitliche Beschränkung weg und kuck wo wir landen.
    Konsumaus.
    Hm. Da müssen wir an der obigen Definition arbeiten, damit wir was praktisch verwendbares bekommen. Lebensnotwendig – Zimt? Ingwer? Orangen? Alles Essen. Alles nicht besonders regional hier 😉 Was tun?
    Und aber, bevor wir uns in Detailfragen verrennen: Die Definition taugt für den Einstieg jedenfalls. Daran kann man sich grob orientieren und loslegen mit dem aufhören.
    Wie lebt es sich ohne oder mit reduziertem Konsum? Ich finde gut und ich mache das eigentlich dauernd. Vielleicht sollte ich das mal verbloggen xD. Das was du als Konsumauszeit beschreibst versuche ich als Standardmodus zu leben. Durchaus erfolgreich über längere Strecken und trotz der Tatsache, dass mir niemand erklären kann, wie das geht, weil einfach niemand das wirklich noch weiß.

    „warum mir in unserer Gesellschaft so wenig Raum für Utopien zulassen.“ Weil damit das Lebensmodell der Mehrheitsgesellschaft in Frage gestellt wird. Dieses in Frage stellen ist aber gar nicht gut für den Selbstwert der gemeinen Leute (pun intended).

    Vielleicht sollten wir diese Gedanken mal in Ruhe weiter denken – unbekannter Weise xD

    @rage
    „Ich finde, wir stellen einfach nicht mehr in Frage. Es gibt alle möglichen Dinge, die man heute essen kann. Ich nenne sie mal bewusst nicht Nahrungsmittel, weil ich finde, dass es etwas ganz Komisches ist, bunte, chemische Zusatzstoffe vor allem in Süßigkeiten für Kinder, als Nahrung zu bezeichnen. Wir stellen auch nicht in Frage, dass alles eingepackt wird. Mit Plastik. Wir machen uns keine Gedanken darüber, wie es entstanden und hergestellt wurde. Es ist einfach da und wir gehen davon aus, dass es wieder weg ist, sobald wir es entsorgt haben, spätestens wenn das Müllauto da war,… aller spätestens, wenn es verbrannt wurde.
    Dass ich mitunter keine Küchenmaschine brauche, auch wenn sie mir noch so viel Arbeit abnimmt, das verstehen heute nicht mehr allzu viele Menschen in meinem Umkreis. Sei es hier oder im echten Leben. Das finde ich befremdlich. Und das Problem ist ja durchaus, dass dieses „Ich hab keine Ahnung, aber es ist halt so. Ich mach es auch so.“ ganz oft viele negative Konsequenzen hat. “

    Imho selbes Problem, wie die fehlenden Utopien: Das ist unangenehm. Da will doch keiner hin. Wieso soll ich was, was im Regal im Supermarkt liegt denn hinterfragen? Das ist doch unsinn. Liegt doch ohnehin da. Wenn ich es nicht kaufe kauft es ein anderer irgendwann (oh dieses Argument mag ich – das ist so herrlich zynisch).
    Die Komfortzone, oder deren Filterbubble, muss ganz weiträumig verlassen sein, damit die sich diese Gedanken überhaupt machen.

    Und da haben wir glaube ich ein weiteres Kernproblem: Unsere Filterbubble und deren Filterbubble haben wohl kaum noch Berührungspunkte, oder?

    „„Boar, wie gut! Wie gut mir und uns das tut!“ Doch das wird in der Tat nicht die Welt verändern. “
    Vielleicht nicht, aber die Kinder, denen du das mit auf den Weg gibst, die werden das machen 😉
    Und selbst wenn nicht und selbst wenn ohne Kinder gedacht: Was ist denn die Alternative? Ich bin kein Fan von „Popcorn kaufen und der Welt wie wir sie kennen beim Untergehen zuschauen.“ Vorallem, weil wir ja ganz gute Ideen haben, wie wir das Problem angehen können.

    Ich meine wir sollten uns auch zugestehen, dass wir mehr verändern als wir selbst unmittelbar sehen. Als ich angefangen habe kein Fleisch mehr zu essen, habe ich ne menge Leute sprachlos gemacht. Inzwischen haben mir zwei gesteckt, dass ich sie dazu gebracht habe auch keines mehr zu essen.
    Nichts gemacht außer: 1)Kein Fleisch mehr gegessen 2) auf Rückfrage gerne Rede und Antwort zum Warum gestanden. That’s it. Wie Exponentialfunktionen funktionieren wissen wir alle;-)
    Noch eines: Ich habe mir irgendwann Edelstahlflaschen zugelegt. Plastikfreier und billiger als die Alternativen. Hier entsprechend oben 1) und 2). Drei Leute nach etwa einem Jahr haben es mir gleich getan.
    Kleinvieh macht ne Menge mist. Die gesparte Menge Plastik ist damit im Kilogramm-Bereich angekommen. Fleisch noch deutlicher ebenso. Und das war nur ich. Jetzt kann mal jeder bei sich und in seinem Umfeld auf solche Ansteckungseffekte achten.

    tl;dr: Die Art wie wir die Dinge bewegen ist langsam, ja. Aber es gibt keine bessere, die uns zur Verfügung steht und funktioniert. Also nicht frustrieren lassen. Erfolgserlebnisse sind genug da 😉

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  18. Pingback: Linksammlung 19 – 16.12.2016 – patrickwillms.de

  19. Wie ich 20 000 Euro sparte. Mich hat dein Blogbeitrag diesen Monat echt zum Sparen animiert. Ohne groß was zu tun. 9 Euro hab ich gespart, da ich „Gutscheincode“ bei Google eingegeben habe (Kauf in einem Shop). Für 9 Euro hab ich auch schon eine Dreiviertelstunde gearbeitet, ein Kaufhausregal befüllt. 5 Euro gespart, indem ich diesen besonderen Shoppingfreitag genutzt habe. Binden aus einer Jogginghose geschnitten: 1,45 € gespart. Bewerbungsfrist war schon abgelaufen an einer Schule. Gefragt, ob wir noch dürfen. Die Bewerbung ist draußen. Das mache ich jetzt weiter so.

  20. liebe konsumreduzierer
    bin bildende künstlerin u habe jede menge zeugs,auch wg der arbeit.schon seit langem bekämpfe ich mein messie-syNdrom-erfolgreich. resultat: von drohenden voll-messietum zum mini-messie.habe in den letzten 10 jahren ca 10 entrümplungsbücher angeschafft.
    da ich jetzt endlich mein grundexistenz/finanzproblem gelöst habe,ist zeit da,um das weitere entsorgen u eventuell auswandern anzupacken.
    bin jetzt zum teil auf konsum-entzug.kann mich noch schwer von zeugs trennen.habe verhältnismässig schon viel geschafft, jedenfalls schon vieles überlebt.
    würde gern einen eigenen blog machen,weiss bloss noch nicht,wie das geht.

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