AlltagsAbenteuer, Projekte
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Ohne Zucker. (7)

Etwas verspätet. Entschuldigt. Daher befinden wir uns auch gerade schon mitten in der siebten Woche unseres „Ohne Zucker“- Experiments.

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Wie es so gelaufen ist? Sehr gut. Ich merke, dass ich Zucker wirklich nicht mehr unbedingt brauche. Es ist total in Ordnung und angenehm auf ihn zu verzichten. Manchmal ist da der Wunsch, sich etwas Gutes zu tun, indem ich mich nach einem Stück Kuchen oder vormittags einem Schokoriegel sehne. Gemacht habe ich das bislang noch nicht… außer am Wochenende.

Ausrutscher: Geburtstagswochenende

Seit Freitag haben wir hier Geburtstage gefeiert. Es gab natürlich Kuchen. Ich wusste Freitag schon, dass wir am Nachmittag „ausrutschen“ würden, also nutzte ich im Café die Gelegenheit und stieß mit meinem Mann und einem Glas Nougat-Moccacino auf unsere Kerle an. Nun ja, wie das Nougat schon erklärt, war dieses Getränk nicht wirklich zuckerfrei. Und ich gestehe: Ich habe mich riesig darauf gefreut und gedacht:

„Endlich! Endlich mal KaffeeGeschmack mit etwas Zucker und einer NougatNote.“

Enttäuschend. Das ist das einzige, was mir gerade dazu einfällt. Und mal abgesehen von den unnötigen Kalorien, war es echt doof dafür schon vormittags den Zuckerverzicht zu brechen.

Nachmittags der Kuchen hingegen, … ja, das hat sich gelohnt. Es gibt hier einen Geburtstagskuchen, den es eigentlich zu jedem Geburtstag gibt. Er ist schnell, einfach, gelingt meistens, lässt sich zu Zitronen-, Nuss, Schokoladen- und auch Vanillekuchen oder „FrankfurterKranz“-Miniversion abwandeln. Nicht zu vergessen: Er sieht einfach gut aus!

Zuckerfreie Kuchenalternativen

Neben diesem zuckerhaltigen Allrounder hatte ich jedoch auch vorgesorgt. Nachdem ich Strudel- und Brandteig als mögliche zuckerfreie Alternativen genannt bekommen hatte, versuchte ich mich in letzterem. Der erste Versuch ging völlig in die Hose: Ich weiß nicht woran es tatsächlich gelegen hat. Ich denke, dass ich während der Zubereitung das Abbrennen nicht hinbekommen habe. Der zweite Versuch am Vorabend des Geburtstags glückte außerordentlich gut!! Meine Windbeutel waren großartig. Ohne Zucker. Wir boten dann gleich vier verschiedene Versionen an:

  • echte Windbeutel aus dem Gefrierfach mit MascarponeVanilleCreme
  • Windbeutel aus dem Kühlschrank mit MascarponeQuittenMarmeladenCreme
  • Windbeutel ohne alles mit etwas Puderzucker
  • MiniHäubchen an einem Kräuterdip

Dazu gab es dann noch kleine Apfelzimtrosen aus Blätterteig. Bevor die ersten Gäste eintrafen streute ich auch hierüber noch ein wenig Puderzucker. Genauso wie über den SchokoGeburtstags- und ZitronenGeburtstagskuchen. Schließlich sollten unsere Gäste das Geburtstagskaffeetrinken auch genießen… Mit dem bisschen Puderzucker, im Vergleich zu all den anderen zuckerhaltigen Kuchen konnten wir alle sehr gut leben. Am Ende des Nachmittages war fast alles verputzt. Ein Drittel des Schokoladenkuchens war übrig geblieben, weil keiner mehr was essen konnte. Dem widmeten mein Mann und ich uns am Sonntag, so dass wir die letzten drei Tage das Experiment nicht so ganz konsequent fortführen konnten.

Umgehen mit Ausrutschern

Jetzt ist Montag und der komplette Verzicht auf Zucker setzt wieder ein. Ich bin gespannt, wie es uns heute ergehen wird. Ein schlechtes Gewissen hatten und haben wir nicht. Wenn es wirklich nur noch an Geburtstagen Kuchen geben sollte, mit dem wir Zucker zu uns nehmen – hach, das ist eine Riesenveränderung zu letztem Jahr.

Ein Tipp aus dem Buch von Sarah Wilson lautet: Sich mit einer warmen Mahlzeit zu erden. Das war bislang nicht wirklich notwendig. Der eine Zuckerkonsum war wie gesagt recht unzufriedenstellend und daher schnell abgehakt.

Was mir persönlich bei diesem „Ausrutschen“ wichtig ist, auch erst in den letzten Jahren wichtig geworden ist: So eine Verhaltensänderung darf eigentlich gar nicht bis mit nur wenig Druck verbunden sein. Schließlich wünsche ich mir eine langfristige und nachhaltige Veränderung unseres Lebensstils an dieser Stelle.

Zuguterletzt: Ich will doch freundlich mit mir sein. Ihr erinnert euch an mein Jahrsmotto? Das findet sich natürlich auch im Umgang mit solchen geplanten Ausrutschern wieder.

Rezept

Hier noch mein Rezept der Woche: Seit Beginn der Challenge werkel ich an meinem persönlichen Müsli.

Die Version, die mir bislang am besten schmeckt, findet ihr hier:

2 Tassen Haferflocken oder Basismüsli (ohne Zucker)
2 El geschmolzenes Kokosöl
1 Tasse Kokoschips (wenn du Kokos magst)2 Tassen Nüsse (deiner Wahl)
1 Tasse Kerne (Kürbis-, Sonnenblumenkerne)
3-4 El Leinsamen
1 El Chiasamen
2 zermatschte Bananen

Das Ganze wird gut vermengt und auf zwei Backblechen (ohne irgendwas) verteilt. Für 35min bei 150-175° (Umluft) im Backofen rösten. Ich mag mein Müsli dunkel. Komplett abkühlen lassen und dann erst umfüllen.

Vorsicht: Bei den Zeiten und Temperaturen musste ich ein wenig ausprobieren. Das ist immer auch vom Ofen abhängig. Also besser: Im Auge behalten!

2 Kommentare

  1. Yvonne sagt

    Cool ihr seid bei Woche 7!!! Ich bin gespannt wie ihr langfristig damit umgeht …. Ich reduziere gerade Zucker und merke das körperlich sehr…das volle Experiment möchte ich auch noch machen und dann mal sehen… Bei der Überlegung zum Jahresmitto kam nichts wirklich hoch…aber an dein Sanftmut Motto muss ich oft denken und lasse es wirken 😉 Schöne Woche noch 🙂 lg Yvonne

  2. Wow! 7 Wochen und als langfristiges Projekt angelegt, ich zolle Respekt! Ich habe gerade 2 Wochen ohne Zucker hinter mir. Es war allerdings unfreiwillig, da ich einen schlimmen Virus hatte und wirklich nur Tee getrunken habe + Diätkost. Als es mir besser ging und ich das erste Mal wieder ein Müsli gegessen habe, habe ich seit langem erst wieder gemerkt, wie süß es ist. Mittlerweile schmecke ich es leider nicht mehr. Aber es fühlte sich eigentlich gut an, ohne Zucker auszukommen. Dein Beitrag ist inspirierend. Hoffentlich schaffe ich bald wieder eine (fast) zuckerfreie Phase 🙂
    Liebe Grüße, M. Mama

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