1. Adventskalender

Die vergangenen Wochen war auf meinen Social Media Kanälen ein Auf und Ab hinsichtlich dieser gängigen Gepflogenheit zu beobachten. Die einen fühlten sich endlich wahrgenommen, als in Frage gestellt wurde, ob selbstgemachte Adventskalender mit Jojo, Seifenschaum und Flummi wirklich die sinnvolle Alternative zum Schokoladentürchenkalender sein konnte. Andere wiederum plädierten für die Herzlichkeit und Leidenschaft, die in die allabendliche Herstellung dieser Kalender gesteckt wurden.

Nun ja, ich mag diese Zeit des Wartens und auch dieser Vorbereitung. Als Kind konnte es mir nie schnell genug gehen, bis endlich das große letzte Päckchen geöffnet wurde. Als Schulkind versuchte ich mir den Zauber des Adventskalender zu erhalten, indem ich erst jedes bislang geöffnete Türchen dem sichtbaren Bild zuzuordnen versuchte. Als Studentin freute ich mich wie ein kleines Kind, wenn mein Freund oder auch meine Eltern an mich dachten und mir einen zuschickten.

Jetzt sitze ich hier und bastel Jahr für Jahr einen anderen Adventskalender für die wilden Kerle. Dieses Jahr gehe ich sogar soweit und veröffentliche auf MamaDenkt wieder einmal einen Kalender. Durch Prokrastination sitze ich außerdem erst jetzt hier und habe tatsächlich doch wieder einiges an Arbeitsschritten für diesen digitalen Kalender nachzuholen. (Der Magendarminfekt, der uns seit Sonntagnacht im Griff hat, war da bisher auch nicht wirklich zuträglich.)

Warum einen Adventskalender?

Wie gesagt, ich mag den Zauber, der dahinter steckt, als Kind diese kleinen Säckchen, Schachteln oder Türchen aufzupfriemeln. Ich mag es, dass diese Zeit des Wartens eine ganz besondere Atmosphäre hinterlässt, die es so im Rest des Jahres einfach nicht gibt. Ich mag das. Und als meine Kinder ihre Kalender heute entdeckt haben, konnte ich sehen, dass auch sie sich freuten und es mögen. Darum geht es mir. Weihnachtsfreude.

Weihnachtsfreude geht auch ohne

Auch ohne Adventskalender. Ohne Konsum. Ohne Schokolade. Das mag sein. Vielmehr geht es mir auch um das Besondere. Der Jüngste hat in seinem Kalender ein, zwei Spielzeugautos und eine Packung Stifte, die für seine kleinen Händchen ganz perfekt sind.

Die beiden Großen haben viele Dinge, die ich sonst so nicht besorge, die sie sich in meinem Kreativschrank ab und an mal ausleihen dürfen. Seien es Stanzer, Stempel oder auch besondere Süßigkeiten. Ich sammel diese Kostbarkeiten ab September und im November wird gepackt, gebastelt und überlegt.

Meisten springt dann auch noch ein Kalender für die Freundin oder Nachbarin ab. Das kommt vor und bislang hat sich noch nie jemand beschwert oder gesagt, “Nein! Auf gar keinen Fall will/kann/möchte ich das annehmen.”

Seit letztem Jahr gibt es für unsere Besucher und Gäste, Freunde und Nachbarn, Briefträger und Verwandte einen Adventskalender an unserem Haus. Direkt an der Eingangstür. Ja, mag sein, dass ich Adventskalender doch sehr besonders mag. Zumindest die dahinter stehende Freude und der Überraschungseffekt für andere machen mir das Herz leicht. Weil sie eben nicht damit rechnen, noch ein Türchen aufmachen zu können.

Ein Adventskalender auf MamaDenkt

Für meinen Blog habe ich folgende Idee: Ich möchte euch gerne teilhaben lassen an den Ideen, Aktivitäten und Momenten, die wir in dieser Zeit als Familie erleben. Kriterien hierfür sind, dass sie einfach, auch mit kleineren Kindern leicht umsetzbar und wenn möglich nachhaltig sind. Sollte mal keines der Kriterien eurer Ansicht nach erfüllt worden sein, dann verbucht es unter: Besonderes. Das soll in dieser Zeit des kribbeligen Wartens ja auch nicht zu kurz kommen.

Adventskalender

Zu einer dieser Ideen zählt für mich auch der Adventskalender.

Eigentlich war mein Plan für dieses Jahr, an der Haustür einen Adventskalender in Form eines Weihnachtsbaumes wachsen zu lassen. Das sollte so aussehen, dass ich in meiner Vorbereitung für diese Idee fleißig leere Pappschachteln, Joghurtbecher und Zeitschriften (mit dickem Papier) gesammelt habe.

Der Plan war, gemeinsam mit den Jungs jeden Tag eine kleine Schachtel zu gestalten, gar nicht mal unbedingt zu füllen. Lediglich schön machen, kreativ werden, der Phantasie freien Lauf lassen. An eine zuvor präparierte Stelle wollte ich sie die Schachteln mittels doppelseitigem Klebeband befestigen lassen.

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Aussehen sollte das in etwa so:

Als Probeexemplar entstand dieser Adventskalender für eine Freundin auf einer bemalten großen Leinwand.

Doch als K2 gesehen hatte, wie mein Plan aussah, was das mal werden sollte, war es sich ziemlich sicher, dass es genau so einen Adventskalender auch haben wollte. Brauchte. Haben musste.

Nach zweien von diesen Adventskalendern war mein Kontingent an aufbewahrten Schachteln erschöpft.

Was ihr braucht:

  • leere und/oder selbstgefaltete Schachteln (Anleitungen findet ihr hier)
  • Kleber
  • Material zum Aufhübschen (Schnüre, Geschenkanhänger, Stifte, WashiTape, Federn, Aufkleber…)
  • Muße (ein bisschen)

Habt ihr 24 Schachteln und Becher zusammen, könnt ihr gemeinsam mit euren Kindern jeden Tag eine von diesen farbenfroh und prächtig gestalten und an die vorbereitete Stelle in der Wohnung anbringen.
Wir hatten an die Form eines Weihnachtsbaumes gedacht, den wir am 24. als Familie bewundert wollten. Bei uns dann vielleicht nächstes Jahr.

Ein Gedanke zu „1. Adventskalender“

  1. Vielen Dank dass du dir die die Mühe machst uns teilhaben zu lassen!!
    Ich wünsche euch einen gemütlichen Advent, mit Zeit füreinander und dem ein oder anderen Moment ur für dich!
    Gruß von Sandra

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