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13. Kekse backen

Ganz oft hatte ich in den ersten Jahren als Mama unglaublichen Stress, was das Backvergnügen rund um Weihnachten und Geburtstage für und mit den Jungs betraf.

Backen mit Kindern

Es sollte schön und gleichzeitig schnell wieder aufgeräumt sein. Es sollte eine zauberhafte Stimmung beim Backen herrschen, während gleichzeitig Mehl und Teigstücke zwischen die Holzdielen gequetscht wurden. Es sollte zimtig weihnachtlich duften, während ich gleichzeitig eines der Plätzchenbleche im Ofen vergessen hatte. Es sollte eine Keksvielfalt geben, wie sie einem aus gängigen Zeitschriften, rund ums fancy-hippe Backvergnügen, bekannt war. Obwohl die Kerle gleichzeitig meist nach kurzer Zeit noch nicht einmal zum Ausstechen genügend Lust hatten.

Backbegeisterung bei Kindern

Wobei das heute auch je nach Kind unterschiedlich ist. K2 macht alles in der Küche mit. K3 würde auch, doch das hielten meine Nerven niemals nicht aus und K1 reicht es, einmal den Teig angeschaut zu haben. Na gut, zehn Kekse ausstechen geht – aber das reicht. That’s enough!

Unsere Kinder sind, was das Backen und alle anderen Dinge angeht, eigenständige Persönlichkeiten. Der eine mag das, der andere das. Ich finde Haushalt furchtbar und ja, kochen geht, wenn mein Essen auch gemocht wird. Häufig habe ich keine Lust zu kochen, was sich damit erklären lässt, mit wieviel Begeisterung meine Mahlzeiten bei meinen Kerlen ankommen… Anderes Thema.

Backen also.

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Einfache Backrezepte

Um doch irgendwie mit meinen Kindern Spaß beim Backen zu haben, dabei war wichtig, dass der Spaß auf Gegenseitigkeit beruhte, machte ich mich auf die Suche nach einfachen Rezepten.

Einfache Rezepte zeichnen sich dadurch aus, dass

a) alle Zutaten weitestgehend vorfindbar sind. Pottasche oder Hirschhornsalz gehören nicht dazu, genausowenig Safran oder Anis. Obwohl ich Anis mag.

b) die Butter mit dem Zucker nicht erst schaumig geschlagen werden muss bzw. wenn ich es beide einfach nur gut miteinander vermenge, trotzdem köstliche Kekse dabei herauskommen. Arbeitsschritte müssen für mich und auch für Kinder durchführbar sein.

c) sie auch vegan der Knaller sind. Das bedeutet nämlich den Verzicht auf Ei und macht mir ein gutes Gefühl, wenn ein Drittel des Teiges doch mal im Kinderbauch als auf dem Blech im Ofen landen sollte.

Inzwischen habe ich einige Rezepte zusammengetragen und auch schon an unser Backen in der Küche angepasst. Backen macht hier, auch mit Kindern, wieder Spaß und ist relativ entspannt. Auch wenn weiterhin ich diejenige bin, die den Teigrest aufbraucht und das Esszimmer reinigt. Aber auch das Ordnung machen danach ist viel leichter, seitdem wir nicht mehr so viel Zeug rumstehen und auch nur  noch das an Backutensilien haben, was wir wirklich brauchen und benutzen.

Ein Rezept möchte ich euch gerne mitgeben. Vielleicht kennt das auch schon der ein oder andere. Ich habe es jetzt schon in einem Kalender entdeckt, genauso bei chefkoch und habe es inzwischen etwas angepasst. Sie funktionieren immer. An Ostern, an Weihnachten und auch im Sommer – wem es noch nicht heiß genug ist, der schmeißt einfach den Backofen an. Aber Achtung: hoher Energieverbrauch! Nicht nachhaltig.

Unsere Allrounder

Zutaten: 500g Mehl, 250g Zucker, 250g Butter, etwas geriebene Vanille, 2 Eier, 2 Tl Backpulver, nach Belieben: Zimt und Kardamom

Alles zu einer glatten Teigkugel verkneten. Ich leg sie dann für 30 Minuten eingepackt in Butterbrotpapier in den Kühlschrank. (Ja, das geht nämlich auch, statt Plastikfolie.)

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Dann wird der Teig auf einer bemehlten Fläche etwa 0,5cm dick ausgerollt. Wenn ihr zum Bemehlen der Tischplatte Vollkornmehl verwendet, erhalten die Kekse mit der Zeit einen leckren Knuspergeschmack. Ich kann’s nicht anders ausdrücken.

Die Kekse kommen 8-12 Minuten bei 180°C in den vorgeheizten Ofen. Golden gebacken, holt ihr sie raus und lasst die Köstlichkeiten abkühlen. Danach wird verziert, wie euch der Sinn danach ist: mit Schokolade oder Zuckerguss. Der Kreaitivität sind keine Grenzen gesetzt.

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Lecker!

Inzwischen habe ich auch ein ganz einfaches leckres Rezept für Pfefferkuchen entdeckt und ausprobiert. Die sind mindestens so gut wie die aus dem schwedischen Möbelhaus. Und vegan. Und kinderleicht.

Das mal nur am Rande.

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  1. Tiny Häuser haben wir mal für die Schulklasse gemacht. Ein Minihaus aus 3 Butterkeksen, Zucker, Wasser und Zitronensaft als Kleber angerührt. Gummibärchen als Bewohner, Kokosraspeln als Schneeflocken und andere Deko. Das machte richtig Spaß und die Klasse hat sich gefreut.

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