3.Türchen: Zu gut für die Tonne!

In den vergangenen Wochen hat sich bei uns ernährungstechnisch viel getan. Die ein oder andere hat das mitbekommen. Nicht nur, dass wir aktuell mit dem Zufüttern begonnen haben und sich unser Plastik enorm reduziert hat. Unser Experiment nur aus der Region zu essen und uns an einen LuftlinienRadius von 50km zu halten, liegt inzwischen schon wieder einige Wochen zurück.

Allerdings hat das Projekt Kreise gezogen. Große Kreise, kleine Kreise. Eine ganze Kirchengemeinde hat unser Projekt beobachtet und viel positives Feedback gegeben. Natürlich. Es gab auch Belächler. Gutmütige Lächler für scheinbare Gutmenschen… Aber egal! Uns hat es gut getan. Wir haben begonnen weiterzudenken. Überhaupt nachzudenken. Was für einen Wert haben Lebensmittel eigentlich? Und ich sage euch, Butter bekommt erst dann einen wirklichen Wert, wenn es sie nicht mehr gibt. Natürlich auch nicht die Alternativen. Ich kann nur für mich schreiben. Und für mich hat Essen eine ganz neue Bedeutung gewonnen.

Ich habe schon immer gerne gegessen. Die Einrichtung des Frühstücks … Ich liebe sie. Heute liebe ich sie noch mehr. Wenn ich mich heute an den Tisch setze, dann sehe ich viele kostbare Schätze vor mir liegen. Das war vor drei Monaten noch nicht so. Diese Kostbarkeiten mit anderen zu teilen, finde ich noch großartiger. Diese Schätze gelangen viel zu häufig auf den Müll. Beim Endkonsument in die graue Tonne. Im Supermarkt in den AbfallContainer, sobald sich das MindesthaltbarkeitsDatum nähert oder die Lebensmittel scheinbar zwei Tage überfällig sind. Ich finde das katastrophal. Umso besser, dass immer mehr Aufklärung passiert. Menschen, zu denen ich leider nicht zähle, die sich schon viel früher Gedanken gemacht haben. Daraus sind Filme entstanden, wie Taste the Waste oder Bücher mit dem Titel Die Essensfälscher: Was uns die Lebensmittelkonzerne auf die Teller lügen von Thilo Bode.

Mich hat unser Projekt nachdenklich gemacht. Das ist mein ganz persönlicher Nutzen dieser zwei Wochen, der tatsächlich sogar Einfluss auf mein Verhalten  nach dem Projekt hat. Ich hinterfrage mehr, suche und entdecke interessante Dinge. Hier zum Beispiel eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV): Zu gut für die Tonne! Das Schöne: Es gibt ein entsprechendes App gratis im AppShop. Natürlich, es setzt erstmal beim kleinen Mann, ich meine, der großartigen Hausfrau.

Was gegen das große ‘IndieTonneKloppen’ der Supermärkte getan werden kann? Ich weiß es noch nicht. Ihr vielleicht? Doch ein Anfang ist es allemal. Oder? Wie siehst du das?

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