DiY & Projekte, Projekte
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31x30min Sport

Ein Experiment. Mal wieder. Anfang des Jahres, nachdem der Schnee und die EisesKälte ausblieben, nahm ich mein LaufTraining wieder auf. Irgendwann vor ein paar Jahren habe ich beschlossen, jedes Jahr einen HalbMarathon zu laufen. Aufgrund der Erlebnisse Ende letzten Jahres war mir nicht nach Laufen. Zurückgezogenheit und Geborgenheit in den eigenen vier Wänden reichten mir für meine “freien” Zeiten vollkommen aus.

Jedenfalls: Ich lief wieder los. Ich lief und lief und lief. Irgendwann dachte ich: “Wie wäre es, mit dem Laufen Geld zu verdienen? Was, wenn mir jemand pro gelaufenen Kilometer 0,50€ zustecken würde. Das wären bei einem 8km Lauf immerhin 4€. Wenn ich dann gleich 10 Leute finden würden, die mir das zahlten, würde ich 40€ während eines Runs verdienen. Nicht schlecht. Ich würde nicht so viel wie Dean Karnazes verdienen, der ja immerhin auch UltramarathonMan sein muss, um sich und seine Familie zu ernähren. Aber ein wenig nebenbei im GeldBeutel für Projekte wie das WWOOFen, das wär schon toll.”

Ich nickte mir zufrieden für die mental erbrachten Leistungen durch die zehn fiktiv angenommenen Sponsoren zu. Schließlich kam mir in den Sinn, dass ich ja auch für wen anders laufen könnte. Nicht nur während eines SpendenLaufs, sondern meine gesamte LaufSaison 2014 hindurch. Mit eingerichtetem SpendenKonto, Tracking auf meinem Blog und haste nicht gesehen.

Die Idee hat mich noch nicht ganz losgelassen. Aber umgesetzt bekommen, habe ich sie auch noch nicht. Denn schließlich stehen so viele andere Projekte an, obwohl wir doch nur für ein paar Monate ins Ausland wollten.

* Ein neues Dach überm Kopf für danach
* SelfPublishing der fertigen Bücher
* WWOOFen

Dabei das Laufen nicht aus dem Blick zu verlieren und überhaupt 30Minuten am Tag unterwegs zu sein und Sport zu machen, ist manchmal herausfordernd genug. Zumindest für mich als Mama. Mir kommen dann so Aktionen, wie das tägliche Laufen ( = Streak Running) in Erinnerung. Das habe ich vor einigen Jahren mal probiert. Aber die Tatsache aufs Laufen fixiert zu sein, hat zu einem jähen Ende des damaligen Projekts geführt. Oder Frau DingDongs SportGedanken fielen mir vor zwei Wochen auch wieder ein. Wie wird Sport ein fester, ganz normaler Bestandteil des Alltages?

Ich versuch’s jetzt so:
30Minuten einzubauen; zwischen KinderVerabredungen wahrnehmen, SportvereinVeranstaltungen, kochen, waschen, Freunde treffen, einkaufen, BankTermine, schlafen und Ruhe ausstrahlen. Sport wird zwar am ehesten von der ToDo-Liste gestrichen, aber mal schauen.

Um dem entgegenzuwirken, ließ ich mich dazu hinreißen im Netz zu einem 31x30minSport Projekt aufzurufen. Die Resonanz war zunächst gering. Doch schließlich erklärten sich drei weitere Ladies dazu bereit, mit mir durch diesen Monat zu powern.

Unser Ziel: 31 Tage lang (die hat nämlich der Mai) 30Minuten am Tag Sport zu machen.

Sport bedeutet: Laufen, hüpfen, Powerworkout, schnell spazierengehen, Fahrradfahren, Yoga… Der Körper soll ins Schwitzen kommen, einen Puls von mind. 140 haben oder irgendwelche anderen Anzeichen von Anstrengung ausgesetzt sein. (Staubsaugen ist dabei nicht erlaubt oder sowas wie Haushalt führen.)

Regeln – es gibt nur drei:
* Jeden Tag 30 Minuten. Egal was, möglichst am Stück – aber nicht zwingend erforderlich.
* Ausfall nur: Bei Krankheit. Selber oder die Kinder, Partner…
* Wer mitmacht, muss motivieren. Schlechtes Gewissen machen gilt nicht!

Was ist, wenn aus irgendeinem Grund die 30Minuten doch nicht möglich sind, obwohl keine Krankheit vorliegt? Ist die Challenge damit verloren? Nein.

Worum es geht (zumindest  mir): So viel Sport und Bewegung wie möglich im Alltag unterzubekommen; mit dem nachhaltigen Ziel beides zu einer festen Konstanten im AlltagsGeschäft werden zu lassen. Vor allem über den Mai hinaus. Von daher ist ein nicht geschaffter Tag kein Ende des Projekts, sondern Gelegenheit am nächsten Tag wieder voll dabei zu sein.

Meine Erfahrungen der letzten acht Tage: Als Mama werde ich erfinderisch. Ich bemerke schon morgens, wie realistisch diese 30Minuten am Tag sind. Wenn das Risiko zu groß ist, es nicht zu schaffen, fahr ich mit Rad und Fahrradanhänger meine Kerle zu den diversen TagesInhalten und integriere meine 30minütige Bewegung auf diese Weise. Dabei reduziere ich meinen ökologischen Fußabdruck, werde ein noch geschickteres Organisationstalent und stelle außerdem fest, wie schnell mir Bequemlichkeit und andere Prioritäten den Sport nach hinten rutschen lassen. Doch ICH bin diejenige, die sich für oder gegen diese 30Minuten entscheidet.

Wie integriert ihr euren Sport? Macht ihr noch mit? Wir sind offen für QuerEinsteigerInnen! Schon mal was von StreakRunning gehört? Irgendwelche Sponsoren da draußen? Ich muss los. Die 30Minuten – ihr wisst schon.

2 Kommentare

  1. Prot sagt

    Hallo rage,
    Hast du mal daran gedacht deine Kilometer an eine Crowdfounding Seite zu verkaufen? Ich denke so etwas ginge wenn deine Kilometer immer einen guten Zweck beigebracht werden. Für dich wäre es eine Motivation zu laufen, vielleicht auch mehr als geplant. Und Leute wie z.B. Herr Fellmer, Leben ohne Geld profitieren. Wenn es um eigen Gewinn geht lass mich nachdenken, ich liefere dannn eine Lösung.
    Aber aus der Grundidee lässt sich immer etwas machen!

    LG
    Prot

  2. Pingback: Komplett zuckerfrei - unvorstellbar! | MamaDenkt.de

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