nachhaltig leben
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5 vor 12 und doch schon 5 nach 12. zero waste

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Es ist wieder soweit: Eine neue Runde 5 vor 12 und das kurz vor Weihnachten. Bei Kerzenlicht und Weihnachtsschein, beides ist alles andere als weit. Die vergangenen Wochen bin ich immer wieder damit konfrontiert, wie sehr wir die ein oder andere Sache schleifen lassen, denn: es ist so viel los. Viele Lebensbereiche vernachlässige ich sträflich. Sei es unsere Mobilität, möglichst ohne Fahrzeug unterwegs zu sein, unsere Müllproduktion oder aber unser Stromverbrauch. Insbesondere das Thema Müll und damit einhergehend der zero waste Gedanke, lassen mich schon länger nicht mehr los.

zero waste

Der Gedanke möglichst wenig Abfall hinter mir liegen zu lassen, ist mir ein Herzensthema. Und damit meine ich nicht, dass ich mein Bonbon-Papier nicht zu Boden fallen lasse, sondern meinen Einkauf überdenke. Denn wenn ich genau hinsehe, stelle ich fest: Alles, fast alles wird in irgendeiner Form von Plastik zusammengehalten. Seien es die Bio Dinkel-Cerealien oder das Six-Pack-Wasser. Letzteres besteht nicht nur aus Plastikflaschen, sondern wird zusätzlich mit einer speziellen Folie zusammengehalten. So ist das Paket leicht, komfortabel und gut transportierbar. Denn dasitzt es was wir wollen. Schnelle und komfortable Bedürfnisbefriedigung ohne vorher selber große Rechercheleistungen und Analysen vorgenommen zu haben.

Leben ohne Müll will gelernt sein

Auf den Gedanken, Leitungswasser zu trinken, bin ich persönlich erst vor acht Jahren gekommen. Es kam mir vorher einfach nicht in den Sinn. Ich stillte meine Bedürfnisse, mit dem, was mir im Supermarkt angeboten wurde. So hatte ich es gelernt: Beim Kauf von Tütensuppen und Soßen, genauso wie bei Getränkeflaschen aus Kunststoff. Gelernt habe ich nicht nur von meinen Eltern, wie man meinen könnte. Wir lernen auch im Supermarkt. Wir lernen, wo was steht. Wir lernen wie wir welche Bedürfnisse, verursacht durch Licht und Geruch, befriedigen. Schnell, unmittelbar, durch kaufen. Es scheint mir manchmal eine Art Lebensphilosophie geworden zu sein. Das in meinen Augen Dumme: Wir haben verlernt unser Verhalten zu überdenken. Ich gehe so weit zu mutmaßen, dass wir den Kontakt zu unserem Inneren verloren haben oder immer wieder verlieren, um nachzufragen: Was ist das für ein Bedürfnis, das mir sagt: “Kauf dies, konsumier das!” Wir haben aus den Augen verloren, unsere Außenwirkung, die Folgen unseres Handelns zu bedenken. Vielleicht haben wir das aber auch noch nie gemusst. Vielleicht war es bislang nicht erforderlich, dass wir uns diese Frage überhaupt stellen. Wir waren nie so viele. Wir waren nicht so schnell. Wir waren noch nie so unersättlich nach Fortschritt und Wachstum.

zero waste ist eine Antwort

Ich bin ein Kind der Generation, das von seinen Großeltern noch gesagt bekam: “Trink kein Leitungswasser. Davon kriegst du Läuse im Bauch.” Heute denke ich, welches Lebensmittel ist stärker überprüft, kontrolliert und qualitätsgesichert? Natürlich trinken wir dieses Wasser. Ich wurde groß mit Gedanken darüber, wie wir unseren Planeten retten können. Die Umwelt nicht noch mehr verschmutzen. In den 80ern ging es dabei in erster Linie, um die Luft- und Gewässerverschmutzung, aber auch schon die gigantischen Müllberge, die wir tagaus, tagein seitdem anhäufen. Heute haben wir neue Worte dafür gefunden: plastikfrei, Klimawandel, unverpackt und vegan. Transformation, Flexitarier, Nachhaltigkeit, Postwachstumsökonomie, Fair Fashion, eco-mobility, eco, fair und sustainable, zero waste, less waste, ökologisch, biologisch oder biodynamisch.

Was ist meine Antwort?

Diese Frage ergibt sich für mich, wenn ich mich mit diesen Begrifflichkeiten und den Themen auseinandersetze, die dahinterstehen. Was mache ich mit unserem Bulli? Was mache ich mit meiner Kleidung? Was mache ich mit meinem Müll? Ich versuche das mal auf den Punkt zu bringen und zu füttern, mit meinen 5 vor 12 im Dezember.

Zahl des Monats

Vier oder 16 Mio. Tonnen. Ich weiß nicht, was ich jetzt gerade schöner finde. 16 Mio Tonnen ist die Zahl, die beschreibt, wieviel Verpackungsmüll wir Deutschen jährlich produzieren. (Dazu zählt noch nicht der Abfall aus der grauen Tonne!) Das ist ein Zug, dessen Wagonkette so lange wäre, wie die Transsibirische Eisenbahn. Ein Zug, von Wladiwostok bis Moskau und von dort bis nach Berlin. Vier Säcke Verpackungsmüll standen heute Morgen vor unserer Haustür und ich habe gedacht: “Diesen Monat hat es irgendwie so gar nicht geklappt…” Woran liegt das? Wodurch hat sich unser Verpackungsmüll in diesem Monat mehr als verdoppelt? Das ist immerhin jede Woche ein Sack Verpackungsmüll.

Upcycling-Idee

Also habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was ich mit dem mache, was ich da sonst wegwerfe? Denn, expandiert ist dieser Verpackungsmüll u.a. durch die von uns getrunkenen Apfelsaftkartons. Wofür könnten sich die denn noch verwenden lassen? Ich habe zwei Ideen hier im Netz und ein paar besonders schöne in einem Buch gefunden. (Eine werde ich euch mal auf meinem YouTube-Channel vorstellen. Das dauert aber noch was.) Wer von euch noch keinen Adventskranz hat, dafür aber Getränkekartons, die sonst im Müll landen würden, schaut mal hier.

Food

Ein Keksrezept, das aktuell noch viel Verpackungsmüll bei uns verursacht hat, aber in Zukunft durch den Einkauf im Unverpackt Laden hoffentlich sehr viel weniger bis gar keinen Abfall mehr nach sich ziehen müsste, ist folgendes: 3 Eier trennen und Eischnee schlagen. Löffelweise 150g Zucker hinzufügen. Danach 175g Rosinen, 400g gehackte Mandeln, 100g gemahlene Haselnüsse und 50g Haferflocken dazugeben, verrühren und mit einem Teelöffel auf einem Blech verteilen. Im Backofen bei 180° für 15 Minuten backen. zero waste 5vor12 02

Anno Domini

Ich schreibe gerade an meinem Interview mit Sauberkasten, das ich im Sommer führen durfte. Das Unternehmen hat in den vergangenen Wochen seine ersten Sauberkästen verschickt und ich muss immer an die Tipps und Tricks meiner Oma denken, die ja auch mit sehr viel weniger Mitteln ihre Wohnstube sauber gehalten hat. Das könnt ihr am Wochenende neben  einer weiteren kleinen Überraschung hier nachlesen. Das Geniale an diesen Tricks: Sie kommen meist mit viel weniger bis gar keinem Müll aus. Zitronensaft oder Essig, um Glaskaraffen zu reinigen. Buttermilch, um Flecken aus der Matratze zu bekommen. Grießbrei rührst du besser nur mit einem Holzlöffel an. Mit dem Schneebesen wird es ein Debakel.

Entdeckung

Entdeckt habe ich in den vergangenen Wochen sehr viele Dinge, Start-Ups, engagierte Menschen. Zwei Kampagnen möchte ich an dieser Stelle Raum geben, weil bei beiden in den kommenden Tagen die Crowdfunding-Aktion ausläuft. Zum einen habe ich Konstantin Neumann und seine Mitstreiter von eatapple entdeckt. Sie haben das Ziel Apfelreste so aufzubereiten, dass sie als essbare Strohhalme wiederverwendet werden können. Um die von ihnen erfundenen essbaren Trinkhalme herzustellen, brauchen sie deine und meine Unterstützung. In Amerika werden pro Tag 500 Mio Plastikstrohhalme entsorgt, das musst du dir mal vorstellen. Wir haben vor ein paar Wochen tolle Ideen auf meiner Facebookseite gesammelt, wie sich dieses Strohhalm-Gefühl denn anders für die Kids schaffen ließe. Dabei kam einiges an Ideen zusammen. Strohhalme aus Glas, Edelstahl, Nudeln, Papier. eatapple ist eine weitere Idee, ich persönlich finde sie toll. Ganz im Sinne von zero waste. Außerdem vorstellen möchte ich euch die Idee von Sprossbox. Es handelt sich dabei um eine weitere Crowdfunding Kampagne, diesmal initiiert durch das Unternehmen heimgruen.de. Für Schulen, die keine Schläfchen besitzen, um einen eigenen Schulgarten anzulegen eine mögliche Variante, die damit zusammenhängenden Kompetenzen an Kindergarten- und Schulkinder weiterzureichen.

zero waste. Ein Schritt nach dem anderen

zero waste oder zumindest less waste – lass uns gemeinsam kleine Schritte in die richtige Richtung gehen. Bei uns gibt es ab nächster Woche wieder Glasflaschen für unseren Apfelsaft. Ähnlich mit der Milch und dem Joghurt. Das macht viel aus. Worauf verzichtest du in deiner “Müllproduktion”? Was kannst du dir vorstellen?

Ich will dabei sein – bei #5vor12

Dir hat der Artikel gefallen? Dann mach mit. Komm dazu, tausch dich mit mir und der Community aus. Hier findest du den ersten Artikel zu #5vor12.

Schreib einen eigenen Blogpost zu den fünf Themen und veröffentliche ihn auf deinem Blog. Mit Bildern oder ohne, bleibt dir überlassen. Füge deinen Link ab 5 vor 12:00 Uhr am 7. eines Monats unter meinen veröffentlichten Post zu 5 vor 12. Die Verlinkung geschieht per Inlinkz. Bis zum 11. des Monats um 5 vor 12:00 Uhr wird das möglich sein. Verlinke innerhalb deines Beitrags auf meinen aktuellen Blogartikel zum „5 vor 12“, damit deine Leser auch einen Einblick in die Entdeckungen, Experimente und Rezeptideen von den anderen Teilnehmenden gewinnen können. Vergiss nicht den hashtag #5vor12 und MamaDenkt bei deiner Verlinkung zu erwähnen, um in die Linkliste aufgenommen zu werden.

Mit dabei:

livelifegreen – Upcycling-Geschenkpapier

13 Kommentare

  1. Und wieder habe ich es nicht geschafft mitzumachen. Aber vielen Dank für deinen tollen Beitrag und die Anregungen und Tipps! Es ist so ein wichtiges Thema. Was mich im Moment aber sehr beschäftigt ist der Glyphosat-Skandal und das Bienensterben. Ich habe schon lange überlegt darüber einen Beitrag zu schreiben, weiß aber noch nicht wie ich es in meinen Blog einbinden soll.
    Liebe Grüße,
    Lila

    • Aber natürlich kannst du noch mitmachen!!! Bis morgen Mittag um 5 vor 12, ist der Link freigeschaltet. Ich freu mich, wenn wir mehr werden und habe beschlossen, eure Beiträge über meine SocialMediaKanäle zu schicken.

      Es lohnt sich auch für euch!

  2. Aeris sagt

    Hallo, liebe Rachel,
    “Minimal Waste”, wie ich es nenne, wird in den nächsten drei Monaten mein großes Thema sein. Ich habe mir vorgenommen, 80 % des Mülls, den ich verursache, zu vermeiden, vor allem Plastik(verpackungs)müll. 2016/17 habe ich schon Einiges verändert, besonders im Bad und begonnen, minimalistisch zu konsumieren und nur(möglichst gebraucht und/oder verpackungsfrei) zu kaufen/anderweitig zu bekommen, was ich wirklich brauche oder mir wirklich wichtig ist. Steckengeblieben bin ich beim Verpackungsmüll bei Lebensmitteln. Das gehe ich jetzt an. Es wird beinhalten, auf Manches zu verzichten, mehr auf dem Markt einzukaufen, längere Wege und mehr Umstände in Kauf zu nehmen und selbst zu kochen statt Verarbeitetes zu kaufen. Leider habe ich in meiner Stadt weder einen Bioladen, der mir bekannt wäre noch einen Unverpacktladen. Für beides muss ich in jeweils eine andere Stadt fahren. Das wird wohl auch öfter als jetzt (2 x/Jahr) eingeplant werden müssen.
    Ich habe mir 80 % vorgenommen, damit es noch Spaß macht. 100 % sind unrealistisch, da gebe ich auf, weil ich sehe, das ist nicht zu schaffen.
    Euch und allen anderen weiterhin viel Erfolg!
    Aeris

    • Krass. Ja, gerade das Bad hat sich bei uns auch sehr gut angepasst! Uns reißen der Apfelsaft und mögliche Milchtüten dann doch immer mal wieder ins tiefe Müllloch. Das wird die nächsten vier Wochen hoffentlich anders und besser laufen!

  3. Bei uns und in den Familien unserer Kinder, gibt es immer nur Leitungswasser. Auf keinen Fall gibt es Wasser aus Kunststoffflaschen (Weichmacher), Saft aus Kartons (innen beschichtet mit ???) und Fettiges (Wurst, Käs, Fischkonserven) in Kunststoff oder Dosen. Fett löst Weichmacher raus… alles nicht gut für Kinder, besonders kleine Jungen. Die ca. 1.000 Chemikalien wirken schon in ganz kleinen Mengen wie Hormone. Deshalb gibt es bei uns Dinge entweder im Glas (das kann recycelt werden oder gar nicht. Saft gibt es zu Feiertagen aus der Pfandflasche, Joghurt gibt es Pfandglas oder nicht usw. Deshalb gibt es bei uns automatisch höchstens pro Monat eine kleine Menge für die gelbe Tonne. Das stammt aber nicht aus Lebensmitteln. Mit Gläsern und Beuteln kann ich beim vietnamesischen Gemüseladen, bei Edeka und auf unserem Markt einkaufen. Das funktioniert sehr gut.

    • Ja. Du hast recht. Es sich neu anzulernen geschieht nur nicht von heute auf morgen. Wir sind dran und ich bin immer sehr froh, wenn wir es schaffen Joghurt und Milch, Apfelsaft und “Konserven” eben aus dem Glas und letzteres lieber frisch zu kaufen. Im Winter fällt uns das zumindest deutlich schwerer. Auch wenn wir auf Kohlsorten aller Art ausweichen.

  4. Katharina sagt

    Wenn ich mich zurück erinnere, hatte meine Mama viele ähnliche Themen, wie wir sie heute auch haben. Das finde ich frustrierend, denn wer sagt mir denn, dass ich mich nicht im Moment in einer großen Blase befinde, in der man sich damit auseinander setzt z. B. Müll zu reduzieren, ich mich selbst damit total stresse und im Endeffekt hat es null Auswirkungen auf irgendwas?
    Und mir fehlt auch total oft ein realistischer Vergleich. Deine vier gelben Säcke, wie groß sind die? Ich bekomme hier wegen Großfamilie immer extra große Säcke und davon brauchen wir aber dann unter zwei pro Monat (aber mehr als einen) und das kommt mir total viel vor. Ich würde gern auf einen Sack kommen.
    Reduziert habe ich unseren Müll als letztes dadurch, dass ich 10kg Großgebinde Getreide (im Papiersack) gekauft habe statt 500g Plastikpäckchen zu kaufen. Volumenmäßig machen diese Verpackungen aber kaum etwas aus, wenn man dagegen die Joghurteimer hält…

    • Aeris sagt

      Hallo, Katharina,
      jede*r muss wohl selbst wissen, was für ihn*sie zu viel oder vertretbar ist.
      Auswirkungen hat jedes Stück Müll, das wir einsparen und jeder Impuls, den wir Anderen geben. Und wenn es nur auf uns selbst ist, dass wir das positive Gefühl haben, wir tun das RICHTIGE! Vielleicht retten wir aber auch durch ein eingespartes Plastikteil tatsächlich ein Tier vor einem qualvollen Tod. Und wenn nicht ein paar wenige Menschen anfangen, das Richtige zu tun, wie sollen wir dann eine kritische Masse erreichen, die irgendwann in Gesellschaft und Politik etwas ändert?
      Viele Grüße,
      Aeris

    • Wow!! 10kg-Gebinde? Wie lagerst du dieses Getreide denn? Und: Mahlst du dir dein Getreide selber?

      Die Frage, ob es null Auswirkungen auf irgendwas hat, stellt sich mir so inzwischen nicht mehr. Ich finde es traurig, dass wir noch nicht so viele sind, wie ich mir das wünsche. Aber wir sind mit dafür verantwortlich, dass die Industrie meint, sie müsse jetzt alles in bio und grün verkaufen. So ganz ohne Einfluss scheinen wir nicht zu sein. Mal abgesehen davon, um die Argumente und Infos von Inez noch mal ins Feld zu führen: Es hat ja nun einmal auch Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Dazu hatte ich auch mal irgendwann einen Artikel verfasst. Ich werde den mal raussuchen. Das sehe ich in der Tat immer noch so.

      • Katharina sagt

        Da hast du natürlich Recht, nur, wenn ich mir dann gleichzeitig angucke, dass hier im Supermarkt das Sortiment umgestellt, sodass einzelner Knoblauch nun nur noch im Plastiknetz verkauft wird, ist das schon zum verzweifeln.

        Wir mahlen Getreide und quetschen Flocken selbst. Dabei verbrauchen wir vor allem Hafer und Buchweizen. Ich habe mal grob überschlagen, dass wir mindestens ein 500g Päckchen pro Sorte pro Woche brauchen. Und die Großgebinde sind stabile Papiersäcke. Mangels Alternativen stehen die nun in der Abstellkammer im Regal. Hin und wieder schüttel ich sie mal kräftig. Bisher war noch nichts schlecht.

  5. Tanja Heller sagt

    Die Müllberge auf dem Wochenmarkt sieht man nicht. Nur wenn man bis zum Schluss bleibt. Verstehe gar nicht, dass ich überall lese, das Einkaufen da würde Müll sparen. Bergeweise Spankisten. Regionales gibt es da auch kaum. Wasser trinke ich aus Tetrapacks seit den Legionellen. Blei- und Aluvergiftung hatte ich auch schon. Auch da bin ich anderer Meinung. 1 gelben Sack in 1 Woche habe ich auch. Ich sammle nur einen in 2 Wochen. Es wird eh das meiste verbrannt. Verwertet nennt sich das. Ich sehe das so mit dem Bulli wie mit meiner Wohnung: Ob ICH hier ungedämmt wohne oder ein anderer die Straße mitheizt, ist egal. Wird das Haus saniert, kann ich die Miete nicht mehr zahlen. Müll sparen ist so lebensverändernd, da braucht man dann echt Durchhaltevermögen. Ich breche da in 30 Jahren immer wieder ein. Diejenigen wollen es aber wirklich. Da geht es dann auch nicht mehr um Apfelsaft. Jeder Lebensbereich wird dem Ja-Keinen-Müll-produzieren untergeordnet. Oft wird nicht dahinter geschaut: Das frische Dinge lose kaufen von Bea Johnson produziert ja gerade Müll in den Frischetheken. Und wie transportiert sie die schweren Gläser? Bestimmt per Auto. Sie fliegt ja auch gerne durch die Welt als Zero Waste Ikone. Kann sie nicht ernst nehmen.

    • Die besondere Herausforderung sehe ich immer wieder darin sich für das zu entscheiden, was insgesamt am nachhaltigsten ist. Mit dem Flugzeug durch die Welt zu fliegen, kann ich an so einer Stelle auch nicht ernst nehmen. Allerdings muss gestehen: Ich habe ein “neues” altes gebrauchtes Handy von einer Freundin abgekauft. OBWOHL ich hätte verzichten müssen, um echte Nachhaltigkeit umzusetzen. Miene Tätigkeit hier, im Netz, würde dann in der Tat jedoch ganz anders aussehen, Instagram gäbe es für mich gar nicht mehr, Austausch und Weitergeben von neuen Entdeckungen auch nicht…

      Ich sehe es so: Es ist und bleibt schwierig.

  6. Hallo Rachel!

    Deine Aktion habe ich durch meine Blogpause ganz verpasst. Gerade eben erst entdeckt :-)

    Zu einem eigenen Beitrag dazu geht es sich nun nicht mehr aus, aber vielleicht passt es ein anderes Mal.

    Wenn Du Interesse hast, Deine 5 vor 12 Aktion noch mehr Menschen näher zu bringen, könntest Du Deinen Beitrag sehr gerne auch bei EiNaB verlinken :-)

    lg
    Maria

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