AlltagsAbenteuer, MamaSein
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Ein Brief für dich, Mama.

Liebe Mama,

du machst das toll! Dein Job ist hart und du machst ihn großartig! Nachts alle zwei Stunden auf der Matte zu stehen, wenn das Baby weint, Hunger hat oder das Kleinkind einen ganz fürchterlichen Albtraum hatte. Standing Ovations!

Wenn das Kind seine ersten Zähnchen kriegt oder “einfach so” schreit. Applaus!! Es braucht deine Nähe, deine Wärme, deine Zuneigung und du gibst ihm alles, was du hast. Komm her, ich drück dich!

Bis an den Rand der Erschöpfung und noch einen Schritt weiter. Selbstopferung par excellence. Du kümmerst dich ums Essen, um den Haushalt, ums Kuscheln, ums Spielen, darum, dass euer Tag einen für euch runden Ablauf hat.

Du entscheidest, was gut für deine Kinder ist (Impfen, Windeln, Essen lernen…) und obwohl das Kleinkind die vollgekackte Windel irgendwie aufgekriegt und den Inhalt im Wohnzimmer verteilt hat, bleibst du ruhig, wischst alles sauber und ihr entdeckt weiter die Welt.

Vielleicht kommt dir das alles schrecklich ungerecht vor. Vielleicht hast du das Gefühl, keine Kraft mehr zu haben. Auf weiter Flur ganz alleine dazustehen. Vielleicht fragst du dich, wie das mit noch mehr Kindern funktionieren soll? Wie soll das gehen? Mit noch einem zweiten Kind? Oder einem dritten oder vierten? Niemals!

Wenn ich mir meine Zeiten mit meinen Kindern vor Augen führe, dann stelle ich fest, dass es jetzt gerade, mit dreien von dieser Sorte, am entspanntesten ist. Ja, es gibt viele Dinge, die mich stören. Dass meine Arbeit, mein Zeitmanagement, mein Organisations- und Administrationstalent nicht wirklich anerkannt wird. Dass ich immer wieder auch mal in diese BrüllFalle tappe, doch schon viel seltener als damals. Zu Beginn. Zu Beginn unserer Zeit zu fünft.

Ich habe vieles mit den Monaten gelernt. Vor allem in diesem ersten Jahr mit dreien:

  • Wie ich mich noch besser organisieren kann, um die Kerle pünktlich von einem Termin zum anderen zu befördern.
  • Wie ich Umstände angehe, um noch entspannter im gemeinsamen Leben zu sein; wenn die Haferflocken gerade in der gesamten Küche verstreut wurden, der zweite im Flur die Hose vollgepinkelt hat und der Große gleichzeitig um Hilfe bei den Hausaufgaben schreit. Ich habe gelernt, weiterzuatmen.
  • Wie ich freundlich zu mir selber bleibe. In all dem. Denn ich darf Fehler machen. Ich darf Dinge falsch angehen, es erkennen und mich korrigieren. Trotz meiner Fehltritte, liebe ich meine Kinder, wie kein anderer und mache einen wirklich guten Job! Der durchaus Anerkennung finden sollte. Sehr viel mehr Anerkennung als gegenwärtig der Fall ist.

Hierbei bringt es überhaupt nichts, sich mit anderen Müttern, die vielleicht mehr Kinder haben, zu vergleichen. Sich schlecht zu machen, weil man nicht so entspannt ist oder wirkt oder sich fühlt. Denn ganz ehrlich: Ab dem 3ten, wird alles leichter. Ich weiß nicht, woran das liegt. Habe mich anfangs nicht getraut es in meinem Umfeld auszusprechen.

Ich wusste nicht, wie das mit dem 3ten werden würde. Damals war ich mit Aussagen konfrontiert, wie: “Wie wollt ihr das schaffen? Noch ein Kind?” oder auch “Boar, einer kommt immer zu kurz. Selbst wenn wir zu zweit sind, einer ist immer allein.” oder “Manchmal würde ich gerne zuschlagen.”

Diese Eindrücke, die ich von anderen vermittelt und entgegengebracht bekommen habe, trafen bei uns nicht zu. Keiner davon. Ich will nicht sagen, dass alles easypeasy ist. Das stimmt nicht und wäre gelogen. Doch der Vergleich mit unserer Zeit mit einem oder mit zwei Kindern läuft immer darauf hinaus, dass es jetzt stimmig ist und auch am entspanntesten läuft.

Daher habe ich großen Respekt vor deinem Einsatz. Das, was du leistet ist genauso, wenn nicht sogar viel mehr als ich es hier täglich umsetze.

Lass dich nicht unterkriegen.
Finde deinen und euren Weg. Ohne den Druck von außen.
Mit all der Zeit, die du brauchst.

Lass dich nicht entmutigen. Du bist eine großartige Mama!

Pass auf dich auf! rage

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