Getränkeflaschen. Eine Frage der Ehre

“Maaama?” – Immer wenn ich dieses Wort in dieser Betonung höre, weiß ich, dass eines meiner Kinder irgendetwas von mir will. Was das genau ist, stellt sich kurze Zeit später heraus. Unter anderem gibt es zB. die immer wieder auftretende Bitte: “Kann ich einen BikerDrink haben?”

Was ist ein BikerDrink?
Es handelt sich dabei um ein, wenn ich mich recht erinnere, mit Acesulfam oder Aspartam gesüsstes Erfrischungsgetränk, speziell für Kinder, um sie leistungsstark, hellwach und völlig von der Rolle sein zu lassen. Nicht nur die Süsse, sondern auch der vorne auf einem Etikett abgebildete Junge auf einem MountainBike verleiht dem Getränk bei uns seinen Namen.

Ich finde dieses Zeug schrecklich. Sowohl den Inhalt als auch den Behälter. Für meine Kerle ist es das Getränk. Mit Ehre und Heldentum verbunden… Keine Ahnung warum. Immer wieder wird die Bitte an uns herangetragen, doch auch nochmal einen solchen BikerDrink trinken zu dürfen. Es gab deswegen schon einige Diskussionen unter unserem Dach. Neben der Tatsache, dass ich diese Flüssigkeit für höchst ungesund halte, stört mich der Behälter aus Kunststoff. Als ich meinte, dass diese Flaschen, dadurch dass sie kein Pfand geben und nur im gelben Sack entsorgt werden können, Müll machten, hatten die Kerle natürlich DIE Idee: Sie wollten die Flaschen mehrmals nutzen. Wenn das so schon nicht ging, dann würden sie den Mehrweg selber ermöglichen. Ausgewaschen würde man die Flaschen ja ganz lange benutzen können, bis wir, Mama und Papa, ihnen mal einen neuen BikerDrink kauften. So einfach ist das. Für kleine Jungs.

Tolle Idee. Hat dann letztlich doch nicht geklappt – worüber ich eigentlich sehr froh bin – weil die Plastikflaschen sehr bald für Matsch, Regenwasser oder anderweitige FlüssigkeitsKreationen verwendet wurden. Außerdem möchte ich nicht, dass meine Kinder permanent aus Plastikflaschen mit Weichmachern trinken. Ich selber will das auch nicht und habe das viel zu lange geduldet. Seit längerem sind wir hier inzwischen auf den Wasserhahn, Glasflaschen und Edelstahlflaschen umgestiegen. Unsere neuesten Wasserflaschen haben wir bei prodana erworben. (Auch bei diesem OnlineShop heißt es für mich: Weniger ist mehr.)

Das Unternehmen stellt sich selber wie folgt vor: 
“… Prodana wurde 2004 von Florian Ackermann gegründet und konzentriert sich auf die Entwicklung, die Vermarktung und den Handel von umweltfreundlichen Produkten. Diese sind aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt, ressourcenschonend und energieeinsparend. Ökologisch bewusste Familien finden hier alles für den Alltag: Bio-Windeln und Öko-Spielzeug für die Kleinsten, schadstofffreies Geschirr und Küchenutensilien, Natur-Deko und Bastelbedarf, biologische Gartenartikel, ökologische Putzmittel und vieles mehr. Nach dem Geschäftsmotto „Think Produce Re Use“ bietet Prodana alles für ein umweltfreundliches, nachhaltiges Leben ohne Verschwendung….”

Warum kein Plastik?
1. Wir Menschen verwenden diese knappe Ressource als wenn es sich permanent neu entwickeln würde. Das ist aber nicht der Fall. Es geht zuende, im Gegensatz zu unserem Energieverbrauch
2. Plastik ist gesundheitsschädlich. Auf so vielen Ebenen. In der Produktion. Im Gebrauch und Verbrauch. Für uns Menschen und für die Tiere. Mikroplastik schwirrt durch die Luft, landet durch Bienen im Honig und wird von Fischen und Krabben geschluckt. Ich kann nicht nachvollziehen, wie wir sowas mit uns machen lassen und sogar einen weiteren Kontinent, einen PlastikKontinent (The Plastic Planet) einfach hinnehmen.
Damit wären wir bei 3.: Wir produzieren Unmengen an Müll. Verplempern Zeit, Material und Arbeit und zerstören zeitgleich den Ort, an dem wir leben.

IMG_0174Bei prodana habe ich zwei weitere EdelstahlFlaschen entdeckt, damit wir als Familie, wenn wir wieder einmal sehr lange unterwegs sind, genügend leichte, innen unbeschichete und komplett schadstofffreie Trinkflaschen dabei haben. Sowohl die Großen als auch die Kleinen, sogar das Baby hat eine Trinkflasche. Zum Turnen, unterwegs, im Urlaub oder auf dem Weg nach Buxtehude.

Btw: Was mir am OnlineShop von prodana besonders gut gefällt, ist die obere Box in der linken WidgetLeiste. Dort lassen sich Kriterien einstellen, die für die Auswahl einer Entscheidung und damit eines Kaufs bedeutend sind. Will ich eine Flasche, die in Deutschland hergestellt wurde oder ist auch die EU als Herstellungsort in Ordnung? Ist es mir wichtiger, dass das Produkt fair hergestellt worden ist, oder dass man es schadstofffrei produziert hat?

Vielleicht gelingt es mir ja mit diesen farbig gestalteten und schicken Trinkflaschen, die kleinen Kerle von der Notwendigkeit zu überzeugen, keinen weiteren Müll durchs Trinken zu produzieren.

Wie macht ihr das, wenn ihr als Familie oder auch allein unterwegs sei? Wie transportiert ihr euren Getränkevorrat oder das Lunchpaket für eure Wanderungen?

6 Gedanken zu „Getränkeflaschen. Eine Frage der Ehre“

  1. Hallo,

    bei uns ist es das gleiche: Wir haben Edelstahlflaschen mit Edelstahldeckeln für alle angeschafft, ebenso Schalen für Brot und Dosen für Obst oder sowas. Rein kommt Leitungswasser und sonst nichts.
    Das klappt hier (noch) ganz gut.

    Grüße,
    Lamasus

  2. Ich habe seit einiger Zeit eine Klean Kanteen Reflect (empfohlen von Maria), und bin zufrieden. Ich stehe selbst total auf fritz limonade oder kola (die es nur in Glasflaschen gibt). Kann die Leidenschaft deiner Jungs für das BikerGetränk teilweise nachvollziehen :o) Hoffe, dass wir unserem Kind später möglichst lange nur Leitungswasser geben können und der nicht so schnell merkt, dass es noch andere Sachen gibt. Wir trinken auch viel Tee, gerne Früchte- oder Kräuter…
    Den Onlineshop muss ich mir mal angucken.
    LG Nanne

  3. Ich trinke ja auch fast nur Wasser und Tee …

    Seit ein paar Jahren schon haben wir Edelstahlflaschen diverser Marken angeschafft, nur zum Radfahren haben wir teilweise noch Plastikflaschen weils einfach besser passt.
    Was Frischhaltedosen angeht bin ich dabei schritt für schritt auf glas umzusteigen.

  4. Ich bin vor paar Wochen auch endlich auf Wiederverwendungs-Trinkflaschen umgestiegen.
    Aufgrund eines Kindheits-Aluflaschen-Traumas habe ich aber diese bpa freien Flaschen von aladdin für alle angeschafft.
    Nachteil: sie sind doch recht schnell verkratzt
    Breithalsflasche war mir wichtig. Und dass man einfach überall seine Flasche auffüllen kann ist super.
    Mama und Kind sind zufrieden. Der Papa kann auf Sprudel bisher nicht verzichten. ;-)

    Zum Thema Brotdosen bin ich sehr gespannt auf Eure Erfahrungen!

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