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Haare schneiden leicht gemacht. DiY

Letzten Samstag habe ich es gewagt und mich an meine langen Haare begeben. In den letzten fünf Jahren sind meine FriseurBesuche immer seltener geworden. Inzwischen sind wir bei einmal jährlich. Woran das lag kann ich euch gar nicht so genau sagen.

Vielleicht daran, dass ich sie eh nur abschneiden lassen wollte.
– Färben kam nicht in Frage.
– Dauerwelle auch nicht.
– Ganz ab auch nicht.
– Neue TrendFrisur sowieso gar nicht.

Wenn ich mal zum Friseur bin, ging es entweder darum
– Spitzen abzuschneiden und die Haare ein bisschen nach Frisur aussehen zu lassen oder
– Zuhause rauszukommen oder
– Veränderung zu erleben. (In diesem Fall lief es dann in der Regel höchstens darauf hinaus, die Haarpracht um die Hälfte ihrer Länge zu kürzen. Doch selbst dann reichte sie meist noch dazu aus, sie am Hinterkopf zusammenzubinden; als RattenSchwanz wohlgemerkt.)

Ich glaube, ich bin nicht so die HaarschneideKundin, die viel Geld abwirft.

Es sei denn: Ich lass mir nur die Spitzen schneiden, am besten alle zwei Monate und zahle dafür jedes Mal mindestens 20€. Das ist ein Stundensatz von 80€ für die Friseuse, denn das Schneiden dauert häufig nur 15 Minuten und wird außerdem trocken durchgeführt. Nicht, dass ich das einer Expertin ihres Handwerkes nicht gönnen würde. Wer weiß, wieviel von dem Geld tatsächlich in ihrer Tasche landet. Es ist eine Dienstleistung, ja. Die sollte auch bezahlt werden. Aber meinem Geldbeutel will ich das Geld wirklich nur dann zumuten, wenn mir danach ist. Und das, das tat es die letzten Wochen nicht. Dennoch wurde es Zeit. Zeit die Spitzen zu schneiden.

Ich bin dann mal selber ran. Nachdem ich von verschiedensten Leuten ermutigt wurde, sie doch einfach selber zu schneiden (Keine Ahnung, ob sie das alle wirklich ernst gemeint haben.), bin ich im Netz mal auf die Suche nach ein paar Videos gegangen und habe prompt zwei gefunden, an Hand derer ich meine Haare gekürzt habe. Und sieh an… Es hat funktioniert. Nach 30 Minuten hatte ich meine Haare auf der Länge, die ich mir vorgestellt hatte. Großartig.

Was du brauchst?
Bürste, HaarschneideSchere, Haargummis (zum Hochstecken), Stielkamm oder HaarfärbePinsel (ich hatte nur Letzteres), Wasser, Schokolade (für den Fall der Fälle)

Wie das geht? So:
– Haare anfeuchten und gut durchkämmen, glatt nach unten.
– Dann mit dem Stiel eines Stielkammes oder eines HaarFärbePinsels am Hinterkopf einen geraden Scheitel ziehen.
– Haare nach links und rechts über die Schultern fallen lassen.
– Nun werden die untersten Haare nochmal vom Rest abgetrennt – ebenfalls mit Stielkamm.- Die Seiten hochstecken. Auf der einen Seite die hinterste Strähne (am Hinterkopf) nach vorne holen, nochmal anfeuchten und durch die Finger ziehen, um an den Punkt der Haare zu kommen, an dem sie ausfransen. Schneiden. Haare weg. (Immer wieder darauf achten, dass die Haare gut feucht sind. Schneiden gelingt dann einfach besser. Und nicht einfach gerade abschneiden. Ich hab es ein bisschen zickzackmäßig gemacht. Einfach ma drauf achten, wie der Frisör die Haare zwischen die Finger nimmt und abschneidet. Das kann man eigentlich ganz gut nachahmen. ‘hihi’)
– Anhand dieser Strähne werden nun noch die restlichen Haare Strähne für Strähne abgeschnitten. Ebenso wird auf der anderen Seite verfahren.
– Bevor es an die hochgesteckten Haare geht, die Länge auf beiden Seiten kontrollieren und gegebenenfalls anpassen.
– Die hochgesteckten Haare werden nun wieder nach unten gekämmt und mittels Stielkamm vom Deckhaar abgetrennt. Das Deckhaar wieder hochstecken und erneut von hinten anfangen Strähne für Strähne an die erste Strähne anzugleichen. (Bitte weiter darauf achten, dass die Haare nass/feucht sind. Aber das werdet ihr schon merken.)
– Ganz am Ende habe ich jede Seite als Ganzes nochmal in die Hand genommen und mit der Schere von unten leicht hineingeschnitten, um die Haare etwas aus “einfach-nur-gerade-ab”-Form zu bringen.

Resultat: Ich bin begeistert! Mir gefällt richtig gut, was dabei herausgekommen ist. Allerdings muss ich gestehen, dass ich meine Haare nicht geschnitten hätte, wenn meine Haare nicht so lang gewesen wären. Bei einer KurzhaarFrisur wäre ich da doch um einiges vorsichtiger. Noch. Jetzt habe ich nicht nur Geld gespart, sondern bin um eine Erfahrung reicher geworden. Das gefällt mir gut. Ich kann also Haare schneiden, so dass es gut ausschaut.

Hast du dir schon mal die Haare selber geschnitten? Wie oft geht ihr eigentlich so zum Friseur?

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