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LeseStoff: 7 Wochen mit großartigen Kleinigkeiten” von Ines Emptmeyer

(erschienen und freundlicherweise zur Verfügung gestellt von neukirchener aussaat) Ich gestehe: Inzwischen habe ich nicht mehr allzu viel mit der Karnevalszeit zu tun. Früher, als ich zur Schule gegangen bin, sind wir im Umzug als Klasse mitgefahren. Da wurden Kostüme gebastelt, genäht und angemalt. Rollschuhe an die Füße gezogen, Süßigkeiten in Umhängebeutel gepackt und los ging’s. Denn danach, danach würde ja die Fastenzeit beginnen. Eigentlich hatten wir als Kinder nur den Montag bis Mittwoch, um uns über die montags gesammelten Süßigkeiten herzumachen. Denn dann, wurde gefastet.

Aschermittwoch

Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Alles Glück, alle Freude. Das triste Leben hat uns wieder… Ich übertreibe, ja. Ich weiß. Nichtsdestotrotz versuche ich mir die Hemmungslosigkeit an den Karnevalstagen zu erklären.

Ich mag das Verkleiden und das Bunte von Karneval. Ich mag nicht die Hemmungslosigkeit, den Alkoholkonsum, die Verschmutzung von Straßen und Städten und auch nicht das, was wir unseren Kindern an diesen Tagen vormachen und als normal (er)leben. Die Assoziation, dass die sich anschließende Fastenzeit traurigen und obligatorischen Verzicht bedeutet, finde ich total sinnfrei.

Fastenzeit und Verzicht

Immer wieder begegnet uns die Frage, ob wir unter dem selbst auferlegten Verzicht auf Unterhaltungselektronik, Spielzeug oder ähnlichem leiden? Ob es uns schwer fällt? Wieso wir so etwas machen?

Für jeden Verzicht gibt es für uns eine Reihe von Gründen, mal abgesehen davon, dass mancher Verzicht eher einer Einschränkung gleicht kommt. Viele Dinge, auf die ich “verzichte”, erlebe ich nicht als Verzicht. Die Tatsache keinen Fernseher zu haben, kein TV-Programm zu kennen, fällt mir absolut gar nicht als Verzicht auf. Ich bemerke es in der Regel gar nicht.

Der geplante Verzicht auf Zucker diesen und nächsten Monat, fällt mir tatsächlich schwer. Ich gehe sogar so weit festzustellen, dass es mir jetzt im Februar noch nicht wirklich gelungen ist, zu verzichten. Aber es fordert mich heraus und ich habe damit ein Ziel. Damit geht es nicht in erster Linie um Gewichtsreduktion. Letztes Jahr haben wir erlebt, wie klar wir im Kopf plötzlich gewesen sind, nachdem wir zwei Wochen zuckerfrei gekocht und gegessen haben. Der Alltag wurde klarer und energiegeladener. Ich habe mich wirklich, wirklich reich beschenkt gefühlt in diesem Verzicht. Und das ist es, worum es mir in der Fastenzeit grundsätzlich geht.

Egal, ob ich darauf verzichte in dieser Zeit

  • Süsses zu essen
  • Fernseh zu schauen
  • essen zu gehen
  • Auto zu fahren
  • mich zu beschweren
  • shoppen zu gehen

Der Verzicht auf nur einen der obigen Punkte, bringt auf der anderen Seite einen großen Gewinn für jmd oder etwas anderes. Wenn ich mich selber zudem durch großartige, passende Kleinigkeiten auf Dankbarkeit konzentriere, wird sich daraus eine sehr gesegnete, wertvolle Fastenzeit ergeben. Davon bin ich überzeugt.

7 Wochen mit großartigen Kleinigkeiten

Ines Emptmeyer hat sich in ihrem Buch “7 Wochen mit großartigen Kleinigkeiten. Reich beschenkt durch die Fastenzeit” die Mühe gemacht, Ideen und Gedanken für diese 7 Wochen zusammenzutragen, die verdeutlichen, wie reich beschenkt wir sind. Das Ziel, das sie mit ihrem Buch verfolgt, ist ein Austauschen von unguten Gefühlen und schlechtem Gewissen, gegen innere Freude und Freiheit. Fastenzeit nicht mit negativem Verzicht assoziieren, sondern bewusst zu erleben, was das Leben als Christ bedeutet. Jesusähnlicher zu werden.

Das Buch besteht aus sieben Kapiteln mit einer kurzen Einführung, bevor es an Aschermittwoch richtig losgeht:

1. Woche: Mit Detailblick … weil‘s so schön ist!
2. Woche: Mit Optimismus … weil‘s die Seele umdreht!
3. Woche: Mit Ermutigung … weil‘s so gut tut!
4. Woche: Mit Leckereien … weil‘s so ein Geschenk ist!
5. Woche: Mit Herzenslust … weil‘s Gott entspricht!
6. Woche: Mit Kinderaugen die Welt betrachten … weil‘s oft genug zu ernst ist!
7. Woche: Mit Querdenken … weil‘s “einfach” nicht so spannend ist!

Es ist ein dünnes Büchlein mit täglichen Impulsen für die Fastenzeit. Inhaltlich wird jede Woche unter ein bestimmtes Thema gestellt, um sich mit sich und Gott und der Welt auseinanderzusetzen. Zu manchen Tagen gibt es Platz eigene Gedanken festzuhalten, an manchen ein Gebet und an wieder anderen gibt es ganz konkrete praktische Ideen, zu deren Umsetzung die Autorin einlädt: tanzen, Muffins backen…

Fazit

Ich habe das Buch schon letztes Jahr hier liegen gehabt, um es zu rezensieren, bin aus verschiedenen Gründen, jedoch nicht dazu gekommen. Weil mir die Idee dieses Buch so gefallen hat und ich die Hauptintention, Fastenzeit mit Bewusstsein, innerer Freude und Freiheit zu verbinden für so wichtig erachte, habe ich meine Rezension auf dieses Jahr verschoben. Dieses Mal möchte ich euch schon bevor es richtig losgeht mit Karneval und dem sich anschließenden, scheinbar tristen Verzicht, dieses Buch nennen.

Ein paar wenige Tage und Ideen haben mir persönlich aus nachhaltigen und bewussten Gründen nicht ganz so gut gefallen. Mir sind aber genau diese Gründe erst in diesem Zusammenhang und durch die Lektüre des Buches nochmal sichtbar geworden, und selbst da hat sich das Lesen gelohnt.

Euch möchte ich heute die Möglichkeit geben mein Exemplar geschenkt zu bekommen. Wie das geht? Hinterlasse einen Kommentar mit deiner Antwort auf folgenden Frage: Was fastest du in den kommenden sieben Wochen und warum? Die Verschenkaktion geht bis Donnerstag, den 23.02.2016 um 23:59h. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. (Du kennst das.) Mach mit, wenn du mindestens 18 bist. Auszahlen kann ich dir nix. Verschickt wird innerhalb Deutschlands und ich bin total gespannt, was für eine Sammlung an Ideen hier zusammenkommt.

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