MamaSein
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Mama, du bist sooo schön!

Es ist noch gar nicht so lange her.

FullSizeRenderIch stand in den Verkaufsräumen einer größeren Supermarktkette und man, ich meine, frau fragte mich, ob es denn schon wieder so weit sei? Der Blick ging von meinem Gesicht über meine Brust hin zu den Rückständen meiner letzten Schwangerschaft. Man muss dazu sagen, dass ich bei jeder meiner Schwangerschaften meinen Bauch komplett nach vorne getragen habe. Halt! Muss man das? Muss ich das sagen?

Mein Blick folgte dem ihren.
Meine Hand tastete peinlich berührt diesen “Rest”, diesen durchaus großen Rest an Bauch und ich schluckte. Innerlich merkte ich, wie eine Tür zu ging und ich einfach nur noch fort wollte.

Immer wieder erwische ich mich, wie ich vor mir oder dem Rest der Welt rechtfertige, warum ich so aussehe, wie ich nun einmal aussehe. “Von hinten hat man mir mein Schwangersein nie angesehen. Doch wenn ich mich dann innerhalb eines Türrahmens umdrehte, kam kein anderer vorbei und ich war das Doppelte, wenn nicht sogar das Dreifache meiner selbst.” – Die Standardentschuldigung für mein Äußeres.

Das ist doch bescheuert.

Entschuldigt diese Ausdrucksweise. Ich finde es total blöd und schäme mich, so zu denken.

Hej! Mein Körper – ja, meiner – hat die schönsten Kinder auf diese Welt gebracht, die es je gegeben hat. (Genauso wie deiner.)
Genau!
Und dein Körper, meine Liebe, die du das hier liest und schwanger bist oder warst, hat dieses kleine Wesen auf die Welt gebracht bzw. versorgt.
Neun Monate lang.
Sehr, sehr intensiv.
Du hast einen ganz großartigen Job geleistet!
Großartig!
Genial!

MamaDein Körper ist schön! Er mag anders sein. Anders aussehen. Sich anders anfühlen. Er hat sich verändert. Genauso, wie du dich verändert hast. Du bist jetzt Mutter. Ein Geschenk des Himmels, wie ich finde.

Es gibt ein Buch, das sich gerade auf der Reise befindet und unter anderem hier bei mir halt gemacht hat. Es ist von Jade Beall und trägt den Titel: The Bodies of Mothers: A Beautiful Body Project. Ramona von jademond hat es mir zukommen lassen. Ich danke dir sehr!

Ich werde es die nächsten Tage ebenfalls weitersenden und kann es euch Mamas da draußen, die ihr ähnlich ab und an mit den körperlichen Veränderungen eures  Mamaseins konfrontiert werdet, nur wärmstens empfehlen. Es hat hier vor Ort die Runde gemacht, zum Staunen gebracht, das ein oder andere Tränchen laufen lassen und nun geht es weiter. Lasst euch überraschen.

Einer meiner Söhne, als ich ihn am selben Abend ins Bett brachte und er noch seine Kuscheleinheiten einforderte, streckte mir seine kurzen Ärmchen entgegen, sah mich an und meinte: “Mama. Du ist sooo schön! Wunder-, wunderschön!”

In diesem Sinne: DU bist sooo schön! Wunder-, wunderschön, meine Liebe!

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