Tagebucheintrag 22.01.2013

Wenn es hier abends losgeht Richtung Bett, dann steht in der Regel noch eine kleine, aber feine UnterhaltungsShow an. Haben wir es nach dem Abendessen erst einmal ins Schlafzimmer aufs Ehebett geschafft, dann endet der so ernstgemeinte Versuch ‘Heute doch mal was früher FeierAbend zu machen.’ in wildem Getobe und Gekämpfe. Getobe, denn Mama versucht die Kerle in Schach zu halten und ein bisschen davon abzulenken, dass ihnen die Zähne geputzt und die Schlafanzüge angezogen werden. Gekämpfe, denn meist durchschauen die Kerle Mamas gutgezieltes AblenkungsManöver… und den Rest könnt ihr euch ja denken.

Jedenfalls, irgendwann haben wir es geschafft und liegen alle total erledigt nebeneinander auf dem Bett. Entweder es gibt dann noch eine GuteNachtGeschichte, selbst erdacht oder vorgelesen – je nachdem, oder die Spieluhr wird einmal aufgezogen und gekuschelt. Danach begibt sich der Papa auf die Reise ins Kinderzimmer. Mal als SchneePflug, mal als FlugZeug, mal als Lokomotive, selten als Dino, oft als RennAuto. Heute als Lokomotive.

Papa: Ich fahr jetzt rüber.
Großer Kerl schaut ihn mit großen, glänzenden müden Augen an.
Papa: Ich fahr als Lokomotive. Als Zug. Und du? Als Winston?
Ich muss dazu sagen, wir haben eine ChuggingtonFolge, die mein Mann mal aufgenommen hat. In dieser KinderSerie geht es um Züge, u.a. um einen Winston. Die haben wir heute nach langer Zeit nochmal gesehen.
Großer Kerl: Nein. Ich nicht. (Die Empörung ist bis ins nächste Dorf zu hören.)
Papa: Nein? Als was denn?
Großer Kerl hüpft stampfend auf der Stelle: Ehm, ehm, ehm, …
Mama: Als RennAuto? (Sie will doch lediglich die Situation retten, denn auf einmal ist der große Kerl den Tränen nahe…)
Großer Kerl schüttelt den Kopf und hüpft weiter stampfend auf der Stelle.
Papa: Als Winston? Als Zug?
Großer Kerl steht plötzlich still, denkt nach, strahlt und sagt: Ja!

So schaut’s aus, Leute! Jetzt schlafen sie, als kleine ZugWagons auf ihren Gleisen.

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