AlltagsAbenteuer
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WWOOF

Das Buchstabenkürzel bedeutet so viel wie: World-Wide Opportunities on Organic Farms. Manchmal findet sich auch die Bedeutung: Willing Workers on Organic Farms.

Idee:
WWOOFing ist die Chance gegen Kost und Logis auf ökologischen Höfen in aller Welt mitanzupacken, den natürlichen ArbeitsRhythmus auf einer Farm mitzuerleben und ein Gefühl für JahresZeiten, Regionen und die Arbeit der Besitzer zu entwickeln. In der Regel erlebt man was für landwirtschaftliche To-Dos auf einem Hof, der ökologisch arbeitet, anfallen, lernt neue Menschen kennen und begibt sich auf ein kleines Abenteuer. Entstanden ist die Idee in England in den 70er Jahren. (Wer Lust hat, liest einfach mal selber im Netz nach.)

Organisation:
WWOOF ist sowas wie ein Netzwerk, das sich über die ganze Welt spannt und in jedem Land speziell organisiert wird. Im Netz findet man daher in der Regel Websiten, die den jeweiligen Ländern zugeteilt sind: www.wwoof.de, www.wwoof.it und so weiter. Auf diesen speziellen Seiten finden sich entsprechend des Landes sogenannte Hosts, die gerne freiwillige Helfer aufnehmen. Während meiner Suche sind mir zwei Seiten begegnet, auf denen sich einige allgemeine Hinweise oder eine Auflistung der einzelnen länderspezifischen Websites finden. Für Letzteres hier entlang.

WWOOFing ist dem Travel and Work sehr ähnlich – nur grün. Soll heißen: Es handelt sich um Höfe, die ökologisch arbeiten. Die Arbeitsbereiche können unterschiedlich aussehen. Denn mal gehört zum Hof ein Bed&Breakfast, mal ist es ein Hof, der von einer jungen Familie gerade erst übernommen wurde, mal gibt es StreuObstWiesen, mal werden Schafe gehütet oder Pferde gehalten. Die Möglichkeiten und Höfe können unterschiedlicher nicht sein, habe ich während unserer Suche, Recherche und Planung häufig gedacht. Genauso, wie auch die Hosts und WWOOFer sehr unterschiedlich sind. Doch dazu kann ich euch an dieser Stelle noch gar nicht so viel erzählen, da wir bislang erstmal nur unseren Sommer verplant haben.

Wir werden (wahrscheinlich) WWOOFen gehen. Die Vorbereitungen hierauf waren bislang schon sehr aufregend und für uns mit der ein oder anderen eigentlich untypischen Entscheidung verbunden. Als Familie ist das Ganze nochmal ein bisschen anders, als wenn ich als Studentin oder einzelne Person losgezogen wäre. Das macht den Kontakt zu den Hosts nochmal anders und jeder HofBesitzer ist auch gegenüber dem Einsatz einer jungen Familie verschieden eingestellt.

Für uns ist es nochmal die Gelegenheit:
1. vor weiteren starren Verpflichtungen (Schule …) eine lange Zeit am Stück unterwegs zu sein.
2. Dinge zu lernen, die wir gerne lernen würden. (Tierhaltung, GemüseGärten anlegen, Scheunen reparieren, Samen aus Pflanzen fürs nächste Jahr gewinnen)
3. konkrete Selbstversorgung kennenzulernen.
4. Menschen zu begegnen, deren Herz für eine mehr oder weniger ähnliche Sache wie unseres schlägt.

Jetzt seid ihr dran. Habt ihr schon Erfahrungen mit dem WWOOFen gemacht? Wenn ja, dann gebt sie uns bitte weiter. Wir sind dankbar über jede Info, jedes Erlebnis… 

3 Kommentare

  1. Vor etwa einem Jahr habe ich darüber nachgedacht, es mit WWOOF zu versuchen. Damals war mein Interesse an ökologischer Landwirtschaft noch ganz frisch und ich habe nach einer Alternative zu “Work and Travel” gesucht, denn ich wollte wieder für wenig Geld für längere Zeit nach Japan (auch als Teil meines Studiums), hatte aber das “Working Holiday Visum”, das man nur einmalig beantragen kann, schon vor dem Studium genutzt.
    WWOOF klang daher nach der perfekten Lösung: für Kost und Logis eine Sprache üben und Erfahrungen sammeln, während ich etwas mache, das mich bereits sehr beschäftigt (Landwirtschaft).
    Die gewünschte Reise kam dann tatsächlich vor einem halben Jahr zustande, aber nicht durch das WWOOF-Netzwerk, sondern durch eine neue Bekanntschaft. Im Grunde habe ich aber für 3 Monate nichts anderes gemacht. Dazu kam noch, dass ich viele Landwirte kennengelernt habe, von denen einige auch bereits Teil des Netzwerkes sind.
    Ich finde es unglaublich spannend, dass ihr das als Familie angeht. Als Einzelperson ist es sicherlich einfacher und man kann sich Zeit nehmen und sich wirklich auf die Arbeit konzentrieren. Aber als Familie hat man andere Pflichten. Für die Jungs ist das sicherlich eine tolle Erfahrung. Ich freue mich schon sehr über deinen Bericht dazu!

    • Danke @Nikuscha. Ich bin gespannt wie es wird. Mit Kerlen. Was es zu erzählen geben wird…
      Schön… Ein Blog. Ich bin gespannt auf deine Veränderungen. Dein Ankommen. Hello.

      • Danke für das herzliche Willkommenheißen!
        Und auch während meines Mit(er)lebens auf dem Hof fühlte ich mich stets willkommen. Allein schon dadurch, dass eine helfende Hand immer gebraucht wird ;)
        Ihr werdet sicherlich viel lernen (das scheint ja auch dein Wunsch zu sein) und bekommt die Möglichkeit, so viele Fragen stellen zu können, wie ihr wollt. Schön ist auch, dass man immer bei diesem Experten ist, den man spontan aufkommende Fragen zuwerfen möchte. Das ist ein tolles Gefühl!
        Ich war zeitweise ein bisschen überfordert mit all dem Input. Zu viele Informationen. Aber wenn man etwas neu gelerntes direkt ausüben kann, bleibt das länger im Kopf.

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