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Zyklusbeobachtung – das funktioniert.

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Als ich mit meinem ersten Kind schwanger war, stellte die Ärztin mir eine Reihe von Fragen rund um meinen Zyklus. Wann war die letzte Blutung? Wie lange hatte ich mit meiner Menstruation zu tun? Wie stark verlief wann die Blutung? Als wenn ich Zyklusbeobachtung betrieben hätte.

Alles Dinge, die mich zum damaligen Zeitpunkt total überforderten. Ich hatte keinen regelmäßigen Zyklus. Selbst eine Zyklusbeobachtung hätte damals erstmal nichts gebracht, da ich erst kurz vorher die Pille abgesetzt hatte. Dieser Teil meines Frau-Seins verlief absolut unregelmäßig, unabsehbar und ich war wirklich unglücklich damit. Es gab zuvor auch niemanden, der mir das nahegebracht hätte. Dass es Sinn macht, zu beobachten, aufzuschreiben und zu vergleichen, was in den verschiedenen Monaten passiert.

Zyklusbeobachtung

Zyklusbeobachtung kann ein Weg zu einem tieferen Verständnis für den eigenen Körper und die Psyche sein. Sie ermöglicht, sich mit dem eigenen zyklischen Lebensrhythmus auseinanderzusetzen (ohne Temperaturmessung oder Sensiplanregeln). Mela hat dazu Notizhefte entwickelt und designed, die das schriftliche Festhalten dessen, was in dieser Zeit passiert, ein bisschen einfacher machen. Sie laden dazu ein, mit sich selber achtsam zu sein und bewusst zu erleben, was während der Zyklen geschieht.

Interview mit Mela

Bevor ich euch einlade, diese Notizhefte näher anzuschauen und einen Kommentar zu hinterlassen, um sie zugeschickt zu bekommen, stelle ich euch Mela erst einmal vor. Ich habe sie über die Zusammenarbeit mit Petra Sood, die Gründerin und Geschäftsführerin von Kulmine kennengelernt und halte sich für eine unwahrscheinlich kreative und tiefgehende Frau, was sie mir sehr sympathisch macht. Mela von melamint

Wer bist du, Mela? Was macht dich aus?

Auf meinem Steckbrief steht: Kommunikationsdesignerin, ü40, endlich mit Lachfalten um die Augen.

In mir steckt viel Kreativität. Beruflich kommt sie besonders in Kombi mit meinem Sinn für Struktur zur Geltung. Gleichzeitig entwickelt sich gerade verstärkt das Zeichnen als Standbein bei mir, das macht mich sehr froh, denn mit Ninas Unternehmungslust und Petras Gespür zusammen fühlt sich das das erste Mal realistisch und machbar an. Dann gibt es noch das Tanzen, das ich gerade viel mit Contact Improvisation auslebe und mir große Freude macht. Im Alltag experimentiere ich gerne und hab ein Faible für DIY, das ich von meiner Familie mitbekommen habe. Und bin ich gerne draußen in der Natur, beim Wandern oder im Garten, wo es natürlich auch jede Menge „selbst zu tun“ und zu improvisieren gibt. Jetzt sind Beruf und Hobbies abgedeckt. :D Was mich ausmacht, steht immer noch nicht da. Petra sprach von Intelligenz, Liebe und Humor. Hui, große Wörter, und bei jedem einzelnen bin ich immer noch am Entdecken. Spannend.

Was hat es mit Zyklusbeobachtung auf sich?

Wie bist du auf die Idee der Notizhefte gekommen? Zyklusbeobachtung ist für mich eine positiv zugewandte Weise, mich mit meinem Körper und meiner Weiblichkeit auseinanderzusetzen. Das war eine Zeit lang, nachdem ich die künstlichen Hormone abgesetzt hatte, eine ganz wichtige Phase und auch jetzt erstaunt und bereichert mich das Einbeziehen des Zyklus in meine Lebenswelt immer wieder. Ganz wichtig ist für mich dabei auch der Kontakt über Kulmine aber auch mit Petra Sood im speziellen, die immer wieder neue Blickwinkel dazu eröffnet.
Dass Kulmine auch irgendwann Zykluskalender in irgendeiner Form anbieten wird, war also eigentlich schon lange klar (Nina und Petra haben sehnsüchtig darauf gewartet). Die „13 Monde“ sind sozusagen nur die erste Umsetzung, die fertig wurde – es gibt immer 100 Ideen, aber irgendwo muss ich ja anfangen. Bei diesem Projekt war dann der Flow da, als die Konzept endlich stimmig war für mich und ich auch noch meine Zeichnungen einbinden konnte. Und dann wurde es quasi „von alleine“ fertig, weil mir plötzlich so logisch erscheint, wie das dann am Ende aussehen wird. Zyklusbeobachtung1

Inwiefern sind Nachhaltigkeit und Minimalismus Themen für dich?

Nachhaltigkeit und Minimalismus sind von den vorangegangenen Themen quasi vorbereitet worden. Der Blick auf den Körper hat bei mir auch ein Blick auf mein gesamtes Leben geworfen: was brauche ich wirklich, was ist Ballast, den ich mal über Bord gehen lassen kann? Was macht das Leben leichter? Wie komme ich aus der Entfremdung wieder mehr zu mir und meiner Natur? Und da ist es für mich logisch, auch meine Umgebung immer mehr miteinzubeziehen. Wenn ich meinen Körper nicht zumüllen will, will ich das doch auch nicht mit dem Ort wo ich lebe, zum Beispiel. Vielleicht kann man generell auch von natürlichem Respekt reden, der sich immer mehr entwickelt.
Und es ist auch eine Frage der Ästhetik und Sinnlichkeit. Aus einer Edelstahlflasche zu trinken finde ich schöner als aus der Plastikflasche – von den Geräuschen her und wie das in der Hand liegt und wie es schmeckt. Nachhaltigkeit und Minimalismus sind deshalb für mich keine Askese sondern eher Grundlagen für ein reiches Leben.
Ein dritter Aspekt – da haben Petra und ich vorhin telefoniert und nach einem passenden Wort gesucht: konsumsouverän. Mal gucken, ob sich das Wort bewährt.

Welcher Glaubenssatz, welches Motto, welcher Gedanke leiten dich?

Wie geht das, meinen eigenen Weg zu gehen und ich selbst sein?

Auf welches Ereignis in der Zukunft schaust du vorfreudig hinaus?

Oh, das kann ich gar nicht so auf eines eingrenzen … auf die erste Ernte meiner eigenen Speisepilze, auf die Veröffentlichung der „13 Monde“ bei Kulmine zum Menstrual Hygiene Day uuund auf gutes Wetter für die erste größere Wandertour dieses Jahr. Und natürlich auf deine Verlosung!

Notizhefte zur Zyklusbeobachtung

13 Monde – Notizhefte zur Zyklusbeobachtung, die gibt es heute zu verschenken. Dieses Set aus fünf Heften lädt dazu ein, sich mit dem eigenen zyklischen Lebensrhythmus auseinanderzusetzen (ohne Temperaturmessung oder Sensiplanregeln).
14 sensible Zeichnungen und begleitende Fragen inspirieren zur achtsamen Auseinandersetzung mit dem eigenen Zyklusgeschehen und machen Lust auf Experimente. 92 Seiten mit 13 Zyklusblättern und viel Raum für ausführliche Notizen, Begleitheft. 140x200mm, geeignet für den Roten Faden Taschenbegleiter, melamint design  (P.S.: die Hefte sind eine Beta-Version, die Hauptauflage wird ab Ende Mai bei Kulmine im Shop erhältlich sein)

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Wie funktioniert’s?

Hinterlasse einen Kommentar mit dem Hinweis, wie du deinen Zyklus erlebst. Schwierig, ich weiß. Aber wertvoll. Bis morgen Abend, den 26.04.2017  um 23:59Uhr läuft diese Aktion. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. (Du kennst das.) Mach mit, wenn du mindestens 18 bist. (Wobei ich hier gerne mal das Alter runtersetzen würde, weil ich es insbesondere für Mädchen wichtig finde, sich mit diesem Teil ihres Frau-Seins auseinanderzusetzen. Über den Kauf von Tampons hinaus. Vielleicht will ja jemand älteres eine jüngere Frau beschenken? Mit den nötigen Infos, wo ihr in Zukunft diese Notizhefte mit ihren wunderschönen Zeichnungen erhalten könnt, seid ihr durch diesen Artikel bestens ausgestattet.)

Auszahlen kann ich dir nix. Verschickt wird innerhalb Deutschlands. Auf geht’s!

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  1. Pingback: 13 Monde – Portfolio von Mela

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