AlltagsAbenteuer
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In Sachen Erschöpfung.

Erschöpfungssituationen

Als Mutter dreier Kinder gab es bislang viele solcher Momente der mehr oder weniger großen Erschöpfung.

Ich denke zurück an die Geburt des zweiten Kindes: Nach 24h die Klinik verlassen und in den ganz normalen Alltag eingestiegen. Wenn nicht zu dritt, dann eben zu viert. Der Mann hatte zwei Wochen Urlaub angemeldet, das sollte zum Einstieg in das neue Familienleben reichen. Der Gedanke, dass ich in nur wenigen Tagen alleine Zuhause sitzen würde, ohne jegliche Unterstützung von Großeltern, Verwandten und Freunden, brachte mich letztendlich mit einer Brustentzündung zurück ins Krankenhaus. (Entstehungsgrund von MamaDenkt) Wir hatten einfach nicht vorausschauend geplant und gedacht.

Dann der Moment als das zweite Kind so seltsam still war, während ich – hochschwanger – in der Küche das Mittagessen zubereitete. Nach einem Blick ins Esszimmer das böse Erwachen, was ein Zweijähriger mit einer bekackten Windel und einem Sofa fabrizieren konnte… Ich beschreibe es euch nicht weiter.

Oder der Moment, in dem der Schularzt im Kindergarten die Gesundheits- und Schultauglichkeitsprüfung mit den Wackelzahnkindern durchführte. Eine Ärztin, die mir vehement einbläuen wollte, dass mein Kind nicht schultauglich sei und man abwarten müsse. Schließlich wären graphomotorische Mängel und nicht ausreichendes Hüpfen zu verzeichnen. Mein „Ok, warten wir ab.“, war ihr nicht genug und so hielt sie mich über die geplanten 30 Minuten fast eine weitere Dreiviertelstunde vom Verlassen des Raumes ab. Die sich anschließende Konfrontation mit einer der Erzieherinnen aufgrund dieser Verzögerung fiel letztendlich auf mich zurück. Ich könne nicht über das Personal des Kindergartens verfügen, was ja gar nicht von mir verursacht worden und schon gar nicht meine Absicht gewesen war. Ich verließ sichtbar aufgebracht, da schluchzend, und zutiefst verletzt die Räumlichkeiten.

All diese Dinge können schon mal zu Momenten der Erschöpfung führen. Und dann ist es gut, wenn es Menschen gibt, die einem zuhören, an deren Schulter wir uns ausheulen und auch mal nach Kräften beschweren können. Manchmal reicht das allerdings nicht aus.

Das Leben als Mutter oder Vater ist nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen. Als Kinder derselben leider auch nicht, so sehr wir diese Illusion auch verfolgen und zu verwirklichen versuchen.

Was tun, wenn die Erschöpfung in der Familie oder bei einem der Elternteile Überhand nimmt? Wenn sie ausufert und plötzlich das Leben bestimmt, den Alltag zum Erliegen bringt oder gesundheitliche und psychische Einschränkungen mit sich bringt?

Unsere akute Erschöpfung

Wir befinden uns augenblicklich in genau so einer Situation. Und obwohl die nachfolgenden Gedanken, Wege und Vorschläge nur bruchstückhaft sein können, da wir mittendrin stecken, halte ich diese Gedanken fest. Denn oft genug ist es äußerst beruhigend zu wissen:

  1. Ich bin mit diesem Moment und dieser Erfahrung nicht allein.
  2. Dinge entwickeln sich, das Leben entwickelt sich und Momente gehen vorüber. Es geht weiter.
  3. Innehalten ist das Gebot der Stunde.

Achtsame und wertvolle Reaktionen

Ich kann hier nur davon berichten, was mir gut tut und gut getan hat. Dass verschiedene Dinge unterschiedlich gut bei Betroffenen ankommen, ist mir bewusst. So manchem mag es ausreichen, wenn das Gegenüber im Gespräch schweigt und nickt. Nichtsdestotrotz gibt es einen Unterschied zwischen aktivem Zuhören und Nicken oder aber dem mitleidigen Zuhören und Nicken, das mich persönlich nur stresst und unter Druck setzt. Warum Letzteres so ist, kann ich gar nicht so genau zu sagen. Es ist meine Feststellung.
Vielleicht vergrößert es das Gefühl, allein zu sein. Einer Situation ausgeliefert zu sein und keine Chance des Entfliehens zu besitzen. Dabei sehnt sich ein Anteil meiner Persönlichkeit so sehr danach, in all der Erschöpfung, Niedergeschlagenheit und Verzweiflung, frei zu sein, gestalten zu können und nicht gefangen zu sein von … von dem „Nicht-mehr-können“.

Was mir wirklich gut tut
An dieser Stelle halte ich also fest, was mir an Reaktionen von außen gut tut und bislang sehr gut getan hat:

  • Ein Paket voll gepackt mit selbstgemachter Marmelade und Holundersirup
  • wohltuende Worte von Bloglesern und Twitterfollowern
  • motivierende und wertschätzende Worte: „Du bist stark. Gib gut auf dich Acht!“
  • Informationen zu Hilfsangeboten, jedoch – und das ist jetzt wichtig!!! – ohne ein „Mach‘ mal. Das musst du tun.“
  • „Ich kann dir die Kinder mal abnehmen.“
  • „Soll ich K2 nach dem Kiga mitnehmen? Die zwei spielen doch so gerne. Ich bring es dir abends wieder vorbei. Du musst es nicht abholen.“
  • „Den Satz: Es muss halt weitergehen. streichen Sie unbedingt aus Ihrem Sprachgebrauch. Sie müssen gar nichts!“
  • „Was brauchst du? Soll ich dir einen Kuchen backen? Ich bring dir die Bierbänke für den Kindergeburtstag ‚rüber, ok? …“
  • „Ich muss den Strauchschnitt irgendwie aus der Hofeinfahrt entsorgen, aber ich habe keinen Anhänger. Mein Mann ist erstmal nicht da …“ – „Klar, ich komm mit dem Traktor und stell dir den Anhänger hin. Wie lange brauchst du zum Befüllen?…“
  • „Du bist nicht für das Glück des Anderen verantwortlich!“ – „Aber,…“ – „DU. Bist nicht. Für das Glück. Des anderen. Verantwortlich.“ (Der einzige Moment in den vergangenen Wochen, in dem ich mich gerne habe unterbrechen lassen.)
  • „Wie kann ich euch helfen? Braucht ihr mal ein paar Hände, um im Garten anzupacken? Oder die Terrasse fertigzustellen? Was steht an? Ich komme gerne mit ein paar Leuten vorbei.“ Angebote, auf die ich nur mit „Ja! Gerne! Danke!!“ antworten muss.
  • Angebote von eigentlich völlig Unbekannten – zumindest würde der Rest der Welt das so sehen – nämlich gut bekannten Bloglesern, für eine gewisse Zeit als Haushaltshilfe vorbeizukommen. (Wie krass ist das denn bitte schön?? Danke!)

Vielleicht gefallen mir diese Reaktionen, Hilfsangebote und Ideen so gut, weil ich auch schon ähnliche ausgeübt habe. Für andere Menschen. In anderen Situationen. Ich weiß nicht. Aber diese Punkte da oben, die haben mich in den vergangenen Wochen getragen und mir das Gefühl der Einsamkeit in meiner Erschöpfung genommen. Ein bisschen zumindest.

Unvorteilhafte Reaktionen

Ich weiß nicht, ob solche Erschöpfungszustände zu individuell sind, als dass sich gewisse Verhaltensweisen und Reaktionen der Umwelt als positiv zusammenfassen lassen. Was ich aber mit Sicherheit behaupten mag: Es gibt ein paar Dinge, die irgendwie nicht so wirklich hilfreich sind. Sie tragen nicht dazu bei, dass ich Wege aus meiner Erschöpfung finde, mich weniger allein oder auch weniger unter Druck gesetzt fühle. Zwei davon erlebe ich immer wieder.

a) Du solltest das tun, du solltest das tun … – ungefragte Ratschläge.
Ratschläge sind sehr unterschiedlicher Natur. Häufig empfinde ich Ratschläge jedoch als Schläge, die – auch wenn noch so lieb gemeint – nicht selten einfach Schläge ins Gesicht sind. Seelisch können sie zu Wunden führen, die von meinem Gegenüber meist nicht gewollt,  dennoch unbedacht verursacht wurden. Vor allem ungefragte Ratschläge bringen das mit sich. Es ist etwas anderes, wenn ich um einen Rat bitte oder aber ungefragt mit einer Reihe von fertigen Lösungsvorschlägen konfrontiert werde.

Denn es ist doch so: Nicht selten habe ich diese Lösungsideen meist schon hin und her gewälzt, ausprobiert und als „aktuell nicht brauchbar“ zur Seite geschoben. Selten ist was Neues dabei. Ungebeten der Fähigkeit des anderen ausgeliefert zu sein, dass er für alles eine supereasy Lösung weiß und parat hat, führt zwangsläufig erstmal zu Frustration, Verletzung und Distanz.

b) Wenn du was brauchst, dann melde dich. – Wenn’s denn sein muss.
So kommt dieses Hilfsangebot oftmals bei mir an: leer, nichtssagend und oft mit dem Gefühl, es möglichst sein zu lassen. Selbst wenn Letzteres nicht unbedingt so gemeint ist. Befinde ich mich im Gespräch oder aber das Gegenüber möchte irgendwie auf meine schwierige Lebenssituation angemessen reagieren, ist das einer der denkbar ungünstigsten Sätze.

Habe ich also den Mut gefunden, mit meiner schwierigen Lebenslage nach außen zu treten, habe ich mich zu meiner Schwäche bekannt, schaffe ich es momentan nicht, ein weiteres Mal den Mut aufzubringen und um konkrete Hilfen zu bitten. Denn oft weiß und wusste ich die letzten Wochen nicht einmal, was ich brauche, geschweige denn was uns gut tut oder wie diese Hilfen aussehen könnten.

Es kostet Kraft mit meiner derzeitigen Hilflosigkeit offen umzugehn. Sei es gegenüber Freunden, Bekannten und Verwandten oder gegenüber Behörden, Krankenversicherungen und Nachbarn. Oder auch gegenüber starken Elternbloggern im Netz, Menschen auf meinen diversen Social Media Kanälen oder gegenüber euch, meinen Bloglesern. Personen, die mir ihre Hilfe anbieten, ohne konkrete Ideen zu äußern, werde ich jedenfalls nicht erneut ansprechen.

Mein Plan

Für die folgenden Wochen habe ich diesen persönlichen Plan im Kopf erstellt:

  1. aus der Erschöpfung rauskommen. Ich muss nichts schaffen. Ich lasse bewusst alles liegen. In kleinen Schritten erfrage ich Hilfen: In meinem Netzwerk, bei Behörden. Erst danach, wenn die Kraft wieder da ist:
  2. verändernde Maßnahmen einleiten. Wer von uns arbeitet wieviel? Inwiefern müssen wie unser Netzwerk erweitern? Ist eine Haushaltshilfe von Vorteil? Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird dann erst wieder Thema. (Punkt 1 und 2 sind miteinanderverwoben – ich weiß)
  3. Infolge des Erlebten habe ich für mich entschieden, dass ich meine Hilfe nur noch so konkret wie irgendmöglich anderen Menschen anbieten möchte. Damit sie wissen, dass ich es a) ernst meine und b) mein Hilfsangebot so niedrigschwellig wie nur möglich daherkommt. Ich hoffe, es gelingt.

In all dem halte ich inne, um den Überblick zu behalten, Ruhe zu bewahren und mich nicht unter Druck zu setzen oder setzen zu lassen.

Ich habe nicht den Anspruch, dass man für mich aus der Krise herausgeht. Ich weiß, dass es meine Aufgabe ist. Dafür dieser Plan. Dennoch hilft es mir, wenn andere Menschen mir ihre Zeit, ihr Ohr, ihre Aufmerksamkeit und manchmal auch ihre konkreten Hilfsangebote in aller Echtheit schenken.

18 Kommentare

  1. Zwillingsmama sagt

    Ich bin zum Arzt und das war auch ganz gut so. War nämlich eine mittlere Depression.
    Mir geht es jetzt schon etwas besser.

    Mir machte wenig noch Spaß. Dauermüde bei Schlaflosigkeit. Fehlende Energie bei normal eher Hyperaktiv etc.

  2. Manchmal sind es Freunde, die man um 4 Uhr morgens anrufen kann, welche von Bedeutung sind.

    (Marlene Dietrich)

    PN <3

  3. Katja sagt

    Vielen Dank für diesen Post!
    Konkrete Hilfsangebote sind eine sehr gute Sache. Ich werde es auch mir zum Vorsatz machen.

  4. Mama von F. sagt

    Hallo, ich hoffe dass es bei dir wieder aufwärts geht und dass du deinen Weg findest. Meine Gedanken waren: Wenn du denkst es hilft dir wenn jemand bei der Terasse hilft, dann denkst du noch „Die Terasse soll fertig werden“. Oder „der Garten soll ok ausschauen“. Das ist auch ein Druck den du dir machst. DIR muss es gut gehen, nicht der Terasse.
    Wir leben knapp 3 Jahre mit einem Hirntumor (unser Kind ist 3 Jahre). Was das heißt, kann man sich kaum vorstellen (und das ist gut so). Das Kind wird realistisch seinen Papa innerhalb eines Jahres verlieren, eher schneller. Und ja, „es MUSS weitergehen“. Ich werde alleinerziehende Witwe sein. Ich hoffe dass ich es ohne Burn Out schaffe. Ich hab bisher alles gemanagt, Chemos, Bestrahlung, einen Umzug, eine neue Arbeit für mich, etliches Rehas, Arztgespräche, Termine. War immer Vollzeit arbeiten. Aber jetzt haben wir Pflegestufe. Es geht nicht mehr. Ich bin zu Hause. VOR dem Burn out.
    Und deswegen lass ich den Garten sein, die Terasse, ich lass so viel sein. Ich schaue dass wir genug Kleidung haben, dass das Kind jetzt gut im KiGa ankommt und ich füttere meinen Mann.
    Ich nehme auch Hilfe an. Aber ich prüfe welche Hilfe wirklich wichtig ist. Klar hätt ich gerne nen topaufgeräumten Garten, aber dass einfach mal jemand für mich kocht, oder einkauft, ist gerade wichtiger.
    Vielleicht habt ihr ja schon eine Haushaltshilfe (wir haben keine bekommen, aufgrund unserer Grenzgängersituation), oder Familienpfleger(in).
    Ich finde die „generellen“ Hilfsangebote auch schwierig, aber denke dass es oft einfach Unwissenheit ist, was man brauchen könnte. Aber ich denke es ist einfach „gut gemeint aber nicht gut gemacht“ und dass man trotzdem nachfragen könnte, wenn man etwas braucht.
    Alles Gute euch.

    • Das tut mir so unendlich leid!

      Du hast recht. Der Garten ist scheißegal! Aber sowas von… Und ich fühle mich furchtbar schlecht, wenn ich deine Worte lese. Du hast allen Grund den Kopf über meine Worte zu schütteln. Es tut mir leid, sollten sie dich verletzt haben!

      Du hast keine Haushaltshilfe bekommen? Das finde ich unfassbar. Am liebsten würde ich dich fragen, wo du wohnst? Ob du meine Hilfe gebrauchen kannst? Ich würde dir gerne was kochen und vorbeibringen. Vielleicht magst du mir ja deine Adresse mailen und würdest dich über Post freuen? Es ist keine Hilfe. Ich weiß. Aber das Wissen, dass jemand weiteres in Gedanken bei dir und deiner Familie ist.

      Du hast recht: Die Angebote und das Nachfragen sind gut gemeint!! Das sage ich mir auch immer wieder. Jedoch schlecht gemacht. Ich wusste bis vor kurzem einfach nicht, wie ich mit diesem Nachfragen umgehen sollte. Es hat mich zusätzlich belastet, bis ich dann entschied, diese Angebote schiebe ich zur Seite und komme eher auf die konkreten der anderen zurück.

      • Mama von F. sagt

        Nein, du hast mich gar nicht verletzt. Über deine Worte hab ich auch nicht den Kopf geschüttelt. Ich weiß wie es ist, kurz vor dem Limit zu sein….deswegen kann ich mir auch (zumindest ein bisschen) vorstellen wie es euch geht.
        Ich habe das Schicksal angenommen. Es ist wie es ist. Und jeder hat seine Probleme, es ist kein Wettbewerb, und für jeden können die eigenen Probleme echt schlimm sein.
        Lass deinen Garten sein. 🙂 Diese Woche war Besuch da, und der meinte wie schön „gewachsen“ unser Garten ausschaut. Und ich dachte „da hat er eigentlich recht“…
        Ich fühle mich gut aufgefangen, wir haben zwar keine Familie und kaum Freunde am Ort, aber ein gutes Netzwek aus Ärzten, Palliativ-Pflegedienst und Psychologen. Deshalb geht es noch gut, und wenn es wirklich brennt setzt sich sowohl meine Familie als auch Schwiegers ins Auto und kommen.
        Alles alles Gute euch!! Das wird wieder, ich bin mir sicher. Wenn du schon wieder träumst und so, ist das echt gut! 🙂

  5. Ulrike sagt

    Ja man ist oft erschöpft und dauernde ABER das offen zu sagen „mir ist alles zu viel“ ist gar nicht so einfach. Man hat das Gefühl man sagt „ich habe versagt, ich bring s nicht auf die reihe“.
    Irgendwie bring man einen tag um den anderen Rum und dann sieht man die Leute relaxen die doch zu beschäftigt sind mal einem die Kinder abzunehmen. Eigentlich traurig.

    Mmmh auch wenn es hart ist. Ich bin froh um meine Kinder und mit jedem Tag werden sie größer und es wird leichter – hoffentlich.

  6. Erschöpfung zwingt einen alles zu vereinfachen und zu minimalisieren, nur noch das Wichtigste zu machen. Das finde ich wieder gut. Ein Leben aus einfachen Handlungen. Style jetzt alles auf schwarz weiß weil einfacher für die Augen damit alles mal in 30 qm passt. Ringelsocken waren mir schon zu anstrengend. Hab ich wieder abgeschafft. Waren eh kaputt. Haltet durch! Du hast ja jetzt deine Trainers (so nennen Kids Sportschuhe in London). Gönnt euch was! Terrasse hat Zeit. Macht lieber ein Feuer und schaut in die Glut. Mein Schal riecht noch nach dem Samstagsfeuer.
    Liebe Grüße – Tanja

    • Ich brauch die Terrasse aktuell auch gar nicht. Das war das Angebot des lieben Menschen. Aber momentan: Ich will einfach nur mit meinen Kindern spielen, mich mit meinem Mann über das Leben unterhalten, träumen (die Momente kommen gerade wieder) und laufen gehen.

  7. Pingback: #12von12 im August 2016 – MamaDenkt.de

  8. Falls Du mal Lust auf Besuch hast und Dir das nicht noch mehr Stress bereitet, dann packe ich die Kinder ein (und vielleicht den Mann, damit mehr Zeit für uns da ist?) und wir lernen uns mal kennen und quatschen?
    Vielleicht jetzt zu viel? Vielleicht später? Ich würde mich sehr freuen.
    Ich drück Dich.
    Julia

  9. Konstanze sagt

    Guten Tag Rage,
    ich verfolge deinen Blog schon einige Zeit. Es tut mir leid, dass es euch momentan mental so schlecht geht. Nun will ich auch mal meinen Senf dazu geben. Es ist nur so eine Idee.
    Hast du mal deinen Mineralstoffwechsel überprüfen lassen? Vitamine, Elektrolyte u.s.w. ?
    Es ist nicht selten, dass hinter solchen depressiven Episoden genau das steckt.
    Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Bei mir war es ein Burn-Out mit Akuteinweisung ins KH wegen Verdacht auf Herzinfarkt. Zum Schluss stellte sich ein massiver Magnesiummangel und B12 -Mangel heraus. Damals war ich noch ein ganz normaler “ Allesesser “ mit Fleisch, Wurst, Käse , Joghurt . Was halt alle so essen. Wenn irgendwo eine Tüte Gummibärchen lag, war die dann meine. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen wo das herkam.
    Ich habe dann erstmal suplimentiert und die Ernährung umgestellt. Danach wurde es besser. Jetzt geht es mir wieder gut.
    Bevor man vielleicht vom Arzt Psychopharmaka verordnet bekommt, die ja auch heftige Nebenwirkungen haben können , wäre eine Abklärung in diesem Bereich überlegenswert.

    Liebe Grüße und gute Besserung

  10. Marlen sagt

    Hallo,

    du bist nicht allein. Ich habe ebenfalls drei Kinder und bin nun inzwischen mit einem ausgewachsenem Burnout-Syndrom seit 7 Monaten zuhause. Ich hab zwei Jahre die reichlich vorhandenen Anzeichen ignoriert bis zum absoluten Zusammenbruch. Ebenfalls zuerst die Verdachtsdiagnose Herzinfarkt gehabt. Meine Blutwerte waren wohl in Ordnung, aber auch ich nehme Magnesium. Ich habe tolle Hausärzte und eine sehr gute Psychologin gefunden, es geht langsam wieder aufwärts, aber es dauert.

    Nimm jede Hilfe an, die du bekommen kannst.

    Ganz liebe Grüße

  11. Marlen sagt

    Was ich noch vergessen habe zu schreiben:

    Ich bin sehr offensiv mit meiner Erkrankung umgegangen und ich hab nur positive Reaktionen geerntet. Ich habe unendlich viele Telefonate mit Freunden geführt, habe die weltbesten Nachbarn. Ich kann dir nur sagen, zusammen ist man weniger allein.

    Wenn du Fragen hast, kannst du dich gerne melden. Ich weiß genau, wie es dir geht.

    Ganz liebe Grüße

  12. Heinz sagt

    Es ist immer kein gutes Zeichen, wenn man Ratschläge nicht annehmen will bzw. sie als Eingriff in die Privatsphäre sieht. Das Gegenüber weiß das nämlich alles nicht und will nur Hilfe anbieten.
    Diese Verhaltensweise sollte man dringend überdenken, damit man nicht irgendwann alleine dasteht. Dann braucht man sie nämlich, die Rat-„Schläge“, aber eventuell hat plötzlich niemand mehr Lust darauf, diese zu geben. Man hat es schließlich zu oft vergeblich versucht.

    Alles Gute!

  13. Wahnsinnsartikel!!!! Vielen Dank dafür! Es ist so unfassbar selten das Frauen genauso etwas offen ausdrücken! Ich danke dir! Ich habe auch 3 Kinder und ja ich kann das so gut nachvollziehen!! Danke!

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