AlltagsAbenteuer, bewusst:er leben
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#mehr in der Fastenzeit

Jetzt ist schon fast eine Woche dieser besonderen Zeit des Fastens vergangen und ich habe noch an keiner Stelle einen umfassenden Blick auf mein Fasten geworfen. Ich werde die Gelegenheit an dieser Stelle nutzen und trage zusammen.

Warum ich faste?

Zunächst ist es ein Teil des christlichen Glaubens und als Christ sollte man blablabla!! (So seh ich das. Vor allem das blablabla…) Woran mich diese Zeit jedoch tatsächlich jedes Jahr immer und immer wieder erinnert:

Jesus hat auch gefastet. 40 Tage in der Wüste. Gandhi hat gefastet, um eine Aussage zu machen. Ein statement zu setzen. Und, … ich weiß nicht, was ihr jetzt von mir denkt. Ich denke, dass mir beides reicht. Beides motiviert mich so sehr, dass ich dieses Jahr auch wieder dabei sein will.

Ich möchte meinen Blick neu ausrichten.
Ich möchte die Zeit nutzen, innerlich (und auch körperlich) klarer und ausgeglichener zu sein.
Ich möchte es anders und die Welt damit was bunter und leichter machen.
Aus Tradition Rebell.

Wie ich faste?

Dieses Jahr läuft es auf fünf Dinge hinaus, die meine Art des Fastens bestimmen:

  1. Zucker
  2. abends nichts essen
  3. #mehr
  4. Beschwerden
  5. #wirmmistaus

Insgesamt muss ich feststellen, dass ich nur langsam meinen Fastenzielen näher komme. Ich möchte die oben genannten Punkte nicht nur bis Ostern umsetzen, sondern hoffe auf Lebensstilanpassung. Daher wird nichts übers Knie gebrochen. Beim Ausmisten nutze ich Zeitfenster, in denen ich Lust dazu habe. Beim Zucker verzichte ich erstmal nur auf raffinierten Zucker, außer im Kaffee. Keine Sorge, ich belüge mich nicht selber und trinke nicht nur noch Kaffee.

Auf Zucker verzichte ich, weil er einfach nicht gesund ist und krank macht, wie jetzt auch die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten vor kurzem noch einmal zusammengestellt haben. Ich werde auch nicht vergessen, wie klar und vital ich mich letztes Jahr gefühlt habe, nachdem ich zwei Wochen auf Süß verzichtet hatte.

Abends nicht mehr zu essen, wird hoffentlich dazu beitragen, dass ich die Nächte wieder etwas entspannter verbringe. Ohne ständiges Erwachen, zu spätes Insbettgehen, Völlegefühl oder schreckliche Träume.

#mehr ist das Wort, mit dem mein Mann mich vor kurzem hat ein Brainstorming machen lassen. Das war total positiv und hat mir besser gefallen als zu seinem Pendant, dem #weniger mein Hirn arbeiten zu lassen. Dem #mehr auf der Spur sind auch Hanna und Mara, die in der Fastenzeit Bilder und Texte hierzu zusammenstellen wollen. #mehr Positives, Gutes, Schönes und Leichtes.

Beschwerden möchte ich im gleichen Zug lieber abschaffen und darauf die kommenden Wochen verzichten. Was die Alternative dazu ist? Das weiß ich auch noch nicht so genau. Das wird sich herausstellen. Denn auf das Negative den Finger zu setzen, halte ich weiterhin für wichtig. Wie sollten wir sonst Änderungen herbeiführen. Vielleicht sollten wir uns aber angewöhnen gleich mit positiven Alternativen zu beginnen und zu experimentieren. Mehr noch als zu jammern und Beschwerde einzureichen.

#wirmistenaus – schon seit langem. Aber gerade wird mir dieser ganze Kram auch wieder zu viel. Hier steht ein Schrank, in dem eine Nähmaschine eingebaut ist. Will die jemand von euch haben? Wenn ja, dann schreibt mich an, ich werde sie gerne los. Das Zimmer, das irgendwann mal ein Gäste-WC werden soll, ist voll gemüllt mit Papier, Kartonage, Pappe… Den gestrigen Sonntag habe ich dazu genutzt unseren Kreativschrankbereich auszumisten. In den Schrank hineingeschaut hab ich erstmal nicht. Das wird verschoben auf eine der kommenden Wochen. Aber alte Kataloge haben wir in dem Zuge upgecycelt und uns Singvögel für die Fenster gebastelt. Birgit und Judith haben also zu einer Challenge aufgerufen, die genau unter diesem Motto steht.

Womit füllt ihr eure Fastenzeit? Kennt ihr eine Fastenzeit? Wovon befreit ihr euch in den kommenden sieben Wochen? Ich bin sehr gespannt, von euch zu hören.

6 Kommentare

  1. Tanja Heller sagt

    Hallo Rage,

    ich habe einen Tennisarm abzugeben und eine entzündete Schulter. War doch kein Bruch. Nach der Diagnose hab ich erst mal den Sperrmüll angerufen. Wie immer alles zusammenhängt. Komisch, gell. Jetzt bin ich am Ausmisten. Ergonomischer Arbeitstisch muss her. Zucker hat mich am Leben gehalten die letzten Wochen. Sonst wäre ich noch dünner geworden. Wenig Fettzellen im Ultraschall. Von graziler Natur. Ich will mal auf nix verzichten. Arbeite an einer Malschublade. Hab wieder die Pinsel ausgepackt. Überlege ob ich noch eine zweite Papiertonne besorge fürs Haus. Der Papiermüll nervt mich. Meine Tochter wird 500 km näher ziehen. Ich freu mich. Ins gleiche Land. Ich freu mich noch mehr!!! Im Herbst. Das mit dem Zeitfenster muss ich noch lernen. Geduld.

    lg – Tanja

  2. Hey,
    Breakfast-Fastenbrechen…jeden Morgen
    ansonsten Fasten, wegen nach Karneval und ab dann bis Ostern!?
    Richtig Fasten muss man wissen wie! Gemüsebrühe,Einlauf usw.lach ne ernst..
    5 Äpfel am Tag,oder so geht auch—> Ernährung schon wichtig, verstehen wie das ist mit der Körperchemie
    und was ich m ir da so reintu täglich…ja Zucker weg,das ganze Jahr komplett..es ist genug in anderen Süssigkeiten, im Kaffee am besten nicht und Kaffee nicht filtern, die Fermente belassen! ja ja
    Wenigstens bischen Prüt wieder reintun…Magen freut sich! Honig immer gut, kann auch der kaputte sein, am besten der nicht warm gemachte… Am liebsten keine de-naturierten Lebensmittel..hahaha ..gibts die noch…im Herbst hängen die Äppel immer noch an den Bäumen und im Supermarkt ja da werden paar gekauft..hmmm,- aber gut Fasten—warum wie die Horden..warum nicht wenn man merkt, es wird Zeit sich zu entgiften und neu zu starten…..kann ja auch im Sommer sein…Luft und Liebe Sonnenschein…aber okay…wie ist das Säufersprichwort zur Rechtfertigung des Spiegeltrinkens „Intelligenz trinkt“ Dummheit frisst“, oder sind wir immer noch blöd genug um auf alles aufzulaufen was irgendwie cool ist oder im Volkssport der Ablass von Lachzwangpartys ist hahaha, Verkleiden mir und Kindern macht es täglich Spass…….Fasten, abgeben toll….wenn es passt! hej langes Leben,Körper werden älter, woww….Geist und Fülle für Inhaltleere……….gebe Zeit ab…..grüße wild mit Um die Ecke prosa lg Ecki

  3. tolitha sagt

    Liebe Rage,
    auch ich faste u.a. aus religiöser (christlicher/katholischer :-)) Motivation. Das gehört einfach zu meinem Lebensrhythmus, Jahresrhythmus dazu. Und dient ja auch im religiösen Sinne der körperlichen und geistigen Reinigung, Klärung – wie auch immer man es nennen mag. Ich finde auch den Zeitpunkt für diese ausgiebige Fastenzeit ideal – denn genau jetzt, um diese Zeit habe ich das Bedürfnis, mich wieder neu zu sammeln, auf das Wesentliche zu konzentrieren, Klarheit zu gewinnen, was darf bleiben in Körper und Geist, was nicht. Auch die Natur erwacht genau jetzt wieder zum Leben.
    Für mich steht das körperliche Fasten (kein Abendessen, kein raffinierter Zucker, wenig Fleisch) heuer im Mittelpunkt. Das kam in den letzten Jahren auf Grund der Schwangerschaften und Stillzeiten zu kurz. Vor drei Wochen hat sich auch meine Jüngste endgültig abgestillt … dadurch ist diese Fastenzeit für mich sehr wichtig. Ein wehmütiger, endgültiger Abschied vom Stillen, von der Babyzeit. Aber auch ein Neuanfang – der Körper ist wieder meiner, kein kleiner Mensch mehr davon abhängig.
    Mein Mann und ich fasten übrigens gemeinsam, das finde ich sehr schön. Auch die Kinder verzichten manchmal auf irgendwas – aus freien Stücken, wenn es ihnen gerade einfällt („Ich hab dem Briefträger gesagt, dass ich kein Zuckerl mag, weil ja Fastenzeit ist!“ Sehr süß!)

    • rage sagt

      Stimmt, das mit dem Neuanfang und dem Reinmachen, das geht mir auch so. Hier fragen die Jungs auch die ganze Zeit, was sie denn mal fasten könnten. Dabei kommen dir verrücktesten Vorschläge: Hausaufgaben, sich streiten… 😀

    • rage sagt

      Jaaaaaa. Unser Haushaltsbuch. Es ist immer noch aktuell. Ich versuche weitehrin meine Ausgaben aufzuschreiben. Mir fehlt da sonst so schnell der Überblick. Aber ich gestehe, dass der Mann da gerade viel mehr dran bleibt. Bei mir fällt das vor lauter Arbeit im Beruf und der Sehnsucht danach, Normalität zu erleben, z.B. durch das pflegen von Beziehungen zu lieben Menschen, immer hinten runter. Wir sind also noch dabei das mehr zu installieren. Aber die Basis ist gelegt. Wie kommst du gerade an dieser Stelle darauf?

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