LeseStoff: 2084. Noras Welt. von Jostein Gaarder

Klimawandel. GenerationenGerechtigkeit. Der blaue Planet. Verantwortung. Jugendliche. Das sind die fünf Worte, die mir (nach zwei Wochen) zu diesem Buch einfallen. Ich habe es zu Weihnachten geschenkt bekommen und sofort angefangen zu lesen. Allerdings stellte ich schnell fest, dass es eines der Bücher ist, von denen ich am liebsten einen Exzerpt anfertigen würde. Einfach weil es so voll ist mit guten und wertvollen Gedanken und Infragestellungen. Ich mag Infragestellung.

Worum es geht: Nora ist 15 und wird in ein paar Tagen 16. Sie hat eine sehr große Phantasie und VorstellungsKraft. Ihre Träume am Tag und in der Nacht, ihre Imagination führt letztlich dazu, dass sie einen Psychologen aufsuchen soll. Nora stellt sich vor, wie 2084 aussehen wird? Sie verspürt Verantwortung für das Leben, das ihre vermeintlichen Nachkommen auf diesem Planeten leben werden. Wenn sie denn noch hier leben können. In ihren Träumen erlebt sie die Welt 2084 und ihre zukünftige Enkelin hält ihr vor, wie und was sie getan hat. Heute.

Schwierig: An manchen Stellen erscheint mir die Geschichte holprig. Das mag aber auch an ihrem philosophischen Inhalt liegen. Philosophie lag mir noch nie, würde ich mutmaßen. Ein bekanntes Werk von Jostein Gaarder ist Sofies Welt. Ich habe es damals und bis heute noch nicht gelesen. (Kann es mir jmd empfehlen?) Es fiel mir schwer und hat mich bislang nie so interessiert. Interessant fand ich dieses Buch, weil es den Klimawandel, GenerationenGerechtigkeit und Nachhaltigkeit ins Visier nimmt.

Gut: Die Auseinandersetzung einer Jugendlichen mit der Thematik Klimawandel und unsere nachfolgenden Generationen. Eigentlich sind es doch die 30-60Jährigen, die entsprechende Entscheidungen für ihre Nachkommenschaft treffen sollten. In dem Buch sind es die Jugendlichen, denen plötzlich der Zeigefinger auf die Brust gesetzt wird: Was hast du getan? Damals. Heute!
Die Träume von Nora fand ich erschreckend und aufrüttelnd. Ich wünschte, dass es noch mehr Menschen so gehen würde. Wir könnten uns zusammen tun. Als große Masse und die Welt fairändern. Für unsere Enkel und UrEnkel. Die Tiere. Die PflanzenWelt.

Fazit: Unmittelbar nach dem Buch hatte ich diverse heftige Diskussionen mit Menschen über den Klimawandel. Ich bin schockiert, was Menschen glauben, denken und meinen zu wissen. Daher wäre es gut, wenn mehr sich mit der Thematik und dem Leben auseinandersetzen. Dieses Buch ist eines von vielen, dass man sich mal gönnen sollte. Wer sich zuerst meldet, bekommt es von mir zugeschickt. Natürlich mit der Bitte um baldige Weitergabe an weitere Leser.

8 Gedanken zu „LeseStoff: 2084. Noras Welt. von Jostein Gaarder“

  1. Hej Du, das Buch hört sich echt interessant an. Würde es gerne lesen und weitergeben. :-) Ich hab einige Bücher von Jostein Gaarder. Kann sie Dir gerne schicken, wenn die Umzugskisten ausgepackt sind. Ich melde mich dann. Liebe Grüße an alle! Möhre

    1. Gebongt! Schickst du mir deine Adresse per Mail? Dann geht das Buch diese Woche auf Reise. Gerne kannst du mir nach dem Auspacken mal ein Buch schicken, das ich von ihm außerdem unbedingt gelesen haben sollte. Das wäre toll!! Liebe Grüße zurück!

  2. Hallo Rage,

    was sagen denn die Leute in den Diskussionen? Denken sie, das ist alles noch zu retten oder sind sie sowieso an der Welt desinteressiert? Ich hatte auch so meine unfassbaren Sekunden, als ein Nachbar sonntags mit Auto zur Bäckerei fuhr (3 Minuten Fußweg) oder wieder neues Plastik hier im Haus angeschafft wurde. Eigentlich wissen doch alle, dass es Krebs erzeugt. unfruchtbar macht, im Meer landet, uns vergiftet. Soviel, wie ich davon geredet hab. Seufz! Wenn ich meinen Freundeskreis so durchgehe, haben fast alle mittlerweile 2 Autos. Das wird dann als Fortschritt gesehen. Geht bestimmt ein halbes Gehalt drauf. Krass auch, wenn ich ‘ne 2-fache Mutter (2 Autos) sehe, die mir erzählt, das Auto hätte sie jetzt extra stehen lassen wegen dem schönen Wetter. Ich laufe den Weg immer. Bei plus 32° C und minus 18° C. Da weiß ich auch nix zu sagen.

    Liebe Grüße
    Tanja

    1. Liebe Tanja, ich weiß es nicht. Langsam wundert mich aber auch nichts mehr. Als ich gestern im Netz eine namentliche Abstimmung im Bundestag gesehen habe, in der es um gentechnisch veränderten Mais ging und die meisten EntscheidungsTräger dafür gestimmt haben, ist mir das nochmal bewusster geworden: Mich wundert langsam gar nichts mehr. Nichtsdestotrotz bin ich fassungslos. Erschüttert.

      Ich merke an meinem eigenen Verhalten wie schnell ich manchmal dazu neige, Entscheidungen nur anhand meiner Bedürfnisse abzuwägen. Der Blick auf die Zukunft und auch der Einsatz für radikale Menschlichkeit oder VerantwortungsÜbernahme ist uns vielleicht nicht in die Wiege gelegt. Oder wir haben gelernt beides abzustellen? Zu ignorieren. Per Schalter auszublenden. Keine Ahnung.
      Die Diskussionen sind unterschiedlich. Ich denke nicht, dass diese Menschen desinteressiert sind. Vielleicht in dem Moment nur zu sehr auf ihre persönliche Situation fixiert? Dass zum Beispiel der Klimawandel ein ganz natürliches Phänomen ist, zum Leben auf dieser Erde dazugehört und sich von den vergangenen nicht wirklich unterscheidet, höchstens milder ist als zuvor, höre ich nicht zum ersten Mal. Dass die Wirtschaft, der Inhalt des Geldbeutels und das eigene behagliche Leben oft mehr zählen, fällt mir seit letztem Jahr auch häufiger vor die Füße. …

      Keine Ahnung, Tanja. Echt. Keine Ahnung.

  3. Pingback: Flüchtlinge | MamaDenkt.de

  4. Hallo,
    Wir haben das Buch in der schule gelesen und wir bereuen es zutiefst. Dieses Buch is ungefähr so interessant wie ein Sack Mehl. Es hat keine wirkliche Handlung, die Hauptperson Nora ist unsympathisch und eigentlich ist es nur als Informationsvermittlung zu gebrauchen! Da hätte man sich genauso gut eine Zeitung kaufen können (billiger und interessanter)
    Der Autor sollte sich lieber Gedanken machen wie auch er zum Klima Schutz beitragen kann anstatt so etwas zu erschaffen!
    Reine zeitverschwendung!

  5. Obwohl es ja im Laufe der Zeit auch ohne die Einmischung des Menschen immer wieder Temperaturschwankungen gegeben hat, ist das Buch schon allein deshalb wichtig, weil es dazu auffordert, sich über dieses Thema zu informieren.

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