Nachhaltigkeit
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Liebes Tagebuch – #fridaysforfuture

#fridaysforfuture 001 MamaDenkt

Über einen Monat ist es jetzt schon her, dass ich mich hier nicht mehr gemeldet habe. Viele Blogger haben auf oder in ihren Blogs diese Phasen des Nichtschreibens. Bei ihnen fällt das meist dann nicht auf, wenn der Blog schön aufgeräumt und thematisch eng gehalten ist. Dieser hier ist es nicht. Hier geht es um so vieles. Es geht um alles, aber vor allem, ums Welt retten und verändern. #fridaysforfuture (Was das ist? Schaut mal hier) spielen hierbei eine genauso große Rolle, wie unsere erneuten Versuche Tomaten zu pflanzen oder als Familie auf dem Land autofreie Tage einzurichten.

Was ist denn da los bei euch – an einem #fridaysforfuture?

“Warum hört man denn nichts mehr von dir, Rachel?” – Ich habe schon wieder seit über einem Monat nicht mehr gebloggt und was soll ich sagen, mir war einfach nicht danach. Ihr könnt euch nicht vorstellen, durch wie viele Redaktionsschleifen allein dieser Artikel gegangen ist …

Doch viele fragen: “Was ist da los bei euch? Warum schreibst du nicht mehr? Geht es euch gut?” – Es geht uns gut. Und es rührt mein Herz, dass ihr so interessiert daran seid, was hier los ist. Doch auf diese letzte Frage kann ich euch tatsächlich nicht mehr antworten als oben schon gemacht.

Ich weiß nicht, was hier los ist. Beim Rausgehen aus der Haustür, meinte der Mann eben, ich soll es fließen lassen. Der Moment wird zeigen, was dran ist. Ja, ich weiß, und irgendwie ist es tatsächlich das Nichtstun, das dran ist, denn ich bin müde.

Was lohnt es überhaupt?

Ich bin müde und stelle in Frage. Fortwährend. Auch #fridaysforfuture. Leider.Ich stelle in Frage, in meinem Alltag, wenn ich die Nachhaltigkeit nicht so umgesetzt bekomme, wie ich das gerne hätte. Sei es beim Nachdenken und Antreiben von Projekten, (wie Gutes auf den Teller) die ich so gerne fortsetzen würde, oder aber Zusammenarbeiten, wie mit Alex von livelifegreen. Immer wieder ist da der lähmende Gedanke: “Aber wozu?”

Ich zweifel an, wenn immer mehr Blogger plötzlich über Nachhaltigkeit schreiben. Auf der einen Seite denke ich: ENDLICH! Lasst uns gemeinsam das Thema mehr als nur salonfähig machen und in die Küchen, Badezimmer und auf die Smartphones der Menschen bringen.

Auf der anderen Seite: Wie schade und falsch, wenn plötzlich offenkundig ist und wird, dass Blogger für alles schreiben und ihre Stimme erheben, wenn nur das Geld oder das Image zum Trend stimmt. “Der Zweck heiligt die Mittel.” Oargh.

Und während ich das hier schreibe, überkommt mich wieder diese Sehnsucht, die ich so vermisst habe. Erst diese Woche wurde ich gefragt, was denn ein unverpackt Laden sei? Also gut, ich werde weiterhin dazu schreiben. Ich sammel noch ein wenig die Energien, aber dann geht es wieder los. Denn…

Mein Herz an einem dieser #fridaysforfuture schlägt grün

In diesem Blog geht es um gelebte Nachhaltigkeit und Minimalismus. Das sind meine Themen, die ich als Frau, Mutter und mit meiner Familie dokumentieren möchte. Themen, wie soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Achtsamkeit spielen da immer wieder mit hinein.

Voller Ideen…

Ich bin voller Ideen, grüner Ideen und eigentlich gibt es keinen günstigeren Zeitpunkt als jetzt, mich auch weiterhin für Nachhaltigkeit stark zu machen. Trotz Müdigkeit. Manchmal habe ich den Eindruck immer wieder dieselben Kamellen zu schreiben, ja. Vielleicht kommt es mir aber oft auch nur so vor. Gerade an einem dieser #fridaysforfuture.

So viele Gedanken habe ich schon gedacht, vielleicht wird es langweilig immer wieder dasselbe Gebetsmühlenartig hier zu lesen? Vielleicht hab ich es aber auch noch gar nicht geschrieben? Ich weiß es manchmal tatsächlich nicht. Und wenn ich dann bei einmal den Parkplatz eines Einkaufszentrums mindestens zwei Menschen entdecke, die mit einer Plastiktüte das Geschäft verlassen, dann sehe ich: Ich bin noch lange nicht fertig und es gibt einfach noch unglaublich viel zu tun, bis wirklich überall angekommen ist, dass es 5 vor 12 ist.

… aber machen sie auch Sinn?

Macht das hier noch Sinn? – Komisch, wie oft ich mir diese Frage hinsichtlich meines Blogs schon gestellt habe. Aber, ja, ES MACHT SINN! Die letzten Wochen trugen diese Gedanken dazu bei, mich abends nicht mehr hinzusetzen und zu schreiben, sondern schlafen zu gehen, Fernseh zu schauen, mit meinen Kindern zu spielen und zu kuscheln oder aber essen zu gehen. Alles hat seine Zeit. Doch langsam regt sich da wieder ein Widerstand. Der Widerstand und das Verlangen den Mund aufzumachen, laut zu werden und mich hinter diese 10 000 jungen Menschen zu stellen, die für unseren Planeten auf die Straßen gehen.

Wir sind junge Eltern. Lasst uns gemeinsam aufstehen und der jungen Generation den Rücken stärken.

#fridaysforfuture – auch im Rest der Woche

#fridaysforfuture sind kein Trend. Dahinter steckt eine Generation, die sobald der Teil, der versteht und weiß, worum es geht, größer geworden ist, sich auch stark machen wird. Doch noch scheint nicht flächendeckend durchgedrungen sein, worum es geht. Dass der Klimawandel auch unsere eigene Existenz betrifft, wird in einer Welt, die charakterisiert ist von Konsum, Kaufrausch und Technologie vernebelt.

Ich glaube, es liegt in unserer Verantwortung, dass wir diese Menschen unterstützen. Dass wir ihnen nicht nur zuhören, sondern mit ihnen gemeinsam auf die Straßen gehen und sie ermutigen, Politikern deutlich zu machen, dass es um mehr geht als Wirtschaft und freien Handel. Lasst uns ihnen Raum geben, wo auch immer möglich und ebenfalls unsere Stimmen erheben.

Eine Schülerin gewinnt das Gehör der Welt

Eine Greta Thunberg, wird berühmt und motiviert junge Menschen sich für diesen blauen Planeten stark zu machen. Sie inspiriert und macht Mut nicht weiterhin hinzunehmen, dass Menschen wie wir oder die Generation unserer Politiker nicht hinschauen.

Und doch frage ich mich, was passiert? Was geschieht über den weltweiten Protest hinaus? Wann sind Politiker soweit, sich von wirtschaftlichen Interessen zu lösen, um gesamtgesellschaftlichen, globalen und existentiellen Vorrang zu geben. Ohne mit flapsigen Kommentaren daher zu kommen. – Das macht mich müde.

Drogerien und Supermärkte werden grün

Das Sortiment in den verschiedensten Supermärkten und Drogerien wird “scheinbar” immer grüner. Die Verpackung ist weiß und grün und alles lässt darauf schließen, dass jetzt, JETZT wirklich alles wieder gut wird. Aber ein Mehrwegboxen – System überhaupt in Erwägung zu ziehen, geschieht erstmal nicht.

Einzig und allein der Umstand, dass unser Druck den Widerstand des Geschäfts schon nach drei Monaten hat einbrechen lassen, macht mich tatsächlich ein wenig stolz und hoffnungsvoll. Zwar hätte ich das alleine NIE im Leben hinbekommen, doch weil wir uns hier vor Ort zusammengetan haben und die Notwendigkeit vor Augen geführt haben, besteht nun seit ein paar Wochen die Möglichkeit Müll einzusparen und ein tolles Mehrwegboxen – System zu nutzen. Yeay.

Ja, auch das hat Energie, Zeit und auch Frust bedeutet. Aber zusammen haben wir etwas bewirkt und die Zukunft verändert, positiv auf sie Einfluss genommen. Ja, das macht müde, aber auch sauglücklich.

Wie sieht dein #fridaysforfuture in dieser Woche aus?

Was hast du diese Woche vor? Vielleicht ja schon morgen? Vielleicht hast du dir für die Fastenzeit ja etwas vorgenommen, das dein Leben nachhaltiger sein lässt? Wen kennst du in deinem Umkreis, der sich für den Klimaschutz stark macht? Was machst du?

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