Frage der Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeit
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Nachhaltigkeit mit Kindern leben

Mit Kinder Nachhaltigkeit leben Frage der Nachhaltigkeit

Liebe Rachel, bei deiner letzten Frage der Nachhaltigkeit wolltest du ja wissen, was ich insgesamt von “Bildung und Erziehung” als grünen Hebel der Veränderung halte. Und außerdem interessiert dich wie wir das bei uns Zuhause mit unseren Kindern umsetzen, und wie wir es schaffen mit den Kindern gemeinsam Nachhaltigkeit zu leben. Schaffen wir das denn überhaupt? Wie ich finde passt deine Frage ganz großartig in diese Zeit.

Kinder sind mit #fridaysforfuture gerade dabei riesige Veränderungen in der Gesellschaft anzustoßen.

Und das tun sie aus eigenem Antrieb und auf eigene Faust. Ganz ohne unsere Hilfe. Was für eine wunderbare Entwicklung der gesamten Klimaschutzdebatte, oder? Kinder schaffen im Moment das, was Politiker und wir Erwachsene seit Jahren und Jahrzehnten nicht zustande gebracht habe. Endlich scheint etwas in Bewegung zu geraten und die öffentliche Diskussion zum Klimawandel und zu Umweltschutz-Themen beginnt laut zu werden und Fahrt aufzunehmen.

Kinder sind die Zukunft und sie wollen mitbestimmen.

Heute mehr denn je. Und welche Rolle spielen wir Eltern dabei? Warum beginnen Kinder sich überhaupt für den Klimaschutz zu engagieren oder plastikfrei zu leben? Ich denke, dass positive Vorbilder und Leitfiguren dabei eine riesengroße Rolle spielen, ganz egal ob sie nun Greta Thunberg, Papa oder Mama heißen. Ohne Greta wären die Freitagsproteste vielleicht nie so groß geworden und Chalotte Schüler von plastikfrei leben hätte vielleicht niemals angefangen auf Plastik im Alltag zu verzichten und in der Öffentlichkeit davon zu erzählen, wenn ihre Mutter sich nicht bereits für dieses Thema stark machen würde.

Ich persönlich glaube also fest an so etwas wie grüne Erziehung und grüne Bildung. Und ich sehe jeden Tag an meinen eigenen Kindern was unsere Worte, eine ehrliche Diskussion und unser Vorbild bewirken können. Selbstverständlich wird unser Einfluss über die Jahre geringer, aber ich bin überzeugt davon, dass wir den Grundstein für ein ökologisches Bewusstsein setzen. Und diese Basis bleibt. Auch wenn die Pubertät sie vielleicht für ein paar Jahre verschütten sollte.

“Mama, warum nehmen wir denn fremden Müll mit?”

Oder “Mama, warum bekomme ich keinen bunten Eisbecher, sondern eine Waffel?” Wir werfen mit unserem eigenen Verhalten im Alltag schon früh wichtige Fragen auf und im Idealfall geben wir unseren Kindern gute Antworten. Wir stellen uns einer Diskussion, selbst wenn die manchmal ganz schön anstrengend ist. Und jetzt, liebe Rachel, hast du mich ein bisschen ertappt. Meine Kinder sind nämlich noch klein und bislang halten sich richtig anstrengende Diskussionen bei uns Zuhause noch in Grenzen.

Noch haben wir Großen relativ leichtes Spiel, wenn es darum geht mit Kindern nachhaltig zu leben. Aber das wird sich ändern…

So sicher wie das Amen in der Kirche. Die letzten Jahre haben wir das Meiste ziemlich im Alleingang und ohne großen Widerspruch entschieden. Genau so, wie wir es eben für richtig halten. Spannend wird es erst, wenn mehr und mehr Vergleiche mit dem Außen hinzukommen. Denn wir sind definitiv anders als viele. Und welches Kind möchte schon anders sein als die Anderen? Ich glaube aber dieses Schicksal teilen wir irgendwie mit allen Eltern.

Jede Familie fechtet ihren eigenen Kampf aus. Mal geht es um Fernsehen, mal um Süßigkeiten.

Und bei uns geht es eben um Plastikmüll und Verzicht.

Werden wir es schaffen immer konsequent zu bleiben?

Keine Ahnung. Wahrscheinlich nicht. Aber wir werden immer unser Bestes geben. Und wir werden versuchen so gut wie möglich das Warum zu erklären und ein Diskussionspartner zu sein.

Welchen Weg unsere Kinder einmal gehen werden?

Auch das weiß ich nicht und ich befürchte, dass wir Eltern in diesem Punkt irgendwann nur noch Loslassen können. Eines hoffe ich jedenfalls von ganzem Herzen. Dass meine Kinder mich niemals fragen müssen

“Mama, warum habt ihr nichts getan um unsere Welt zu retten!?”

***

Weil wir gerade beim Thema sind, was war dein ganz persönlicher Startschuss Nachhaltigkeit zu leben. Haben deine Eltern dich beeinflusst? Ein engagierter Lehrer*In? Wer hat deinen Grünen Samen gepflanzt?

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Oder hier, wenn es darum geht als Familie Auswahl im Sinne der Nachhaltigkeit zu sehen und nicht nur als Qual der Wahl zu empfinden.

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