Frage der Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeit
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Kann Lifestyle grün sein?

Eine Frage der Nachhaltigkeit Grüner Lifestyle

Weiter geht’s! Herzlich willkommen, liebste Alex auf MamaDenkt. Der Anfang dieses Jahres hatte es in sich und wir haben den Beginn unserer wunderbar grünen Blogreihe etwas nach hinten verschoben. Aber das Leben geht weiter und gerade herrscht ganz viel positive Stimmung in einer schmutzigen Zeit. Das Wort Lifestyle hat es so auf diesem Blog noch nicht gegeben, glaube ich. Danke, dass du mal Karten auf den Tisch legst und wieder zu Besuch bist.

Lifestyle in grün?!?

Ein wunderschönes neues Jahr euch allen und vielen Dank liebe Rachel, dass ich wieder bei dir zu Gast sein darf. Du wolltest wissen, ob grüner Lifestyle überhaupt nachhaltig sein kann. Hhhmmmm… dazu muss ich ehrlich gesagt zuerst einmal überlegen, was ich persönlich unter grünem Lifestyle verstehe. Ganz einfach übersetzt bedeutet Lifestyle ja eigentlich nichts anderes als Lebensstil. Also alles, was wir in unserem Alltag so treiben und wie wir unser Leben gestalten.

Lifestyle ist die Art wie wir uns kleiden, wie wir essen und wie wir reisen. Schlicht die Art wie wir leben.

Wenn ich es nun eng verstehe, dann muss meine Antwort natürlich Ja sein. Klar kann unser Lebensstil nachhaltig und klimaschonend sein. Der Schlüssel dazu ist Information, Achtsamkeit und Bewusstsein. Wenn wir wissen wie unsere Lebensmittel, Kleidung und Alltagsgegenstände produziert werden, dann können wir eine bewusste Kaufentscheidung treffen. Oder wir können ebenso bewusst entscheiden auf etwas zu verzichten. Das gilt selbstverständlich auch für die Art wie wir uns fortbewegen oder welcher Strom aus unserer Steckdose fließt. Hier wären wir also bei der vielbeschworenen Macht des Verbrauchers.

Aber so einfach ist es dann doch nicht, denn Lifestyle ist mehr als das.

Lifestyle ist auch Mode und Trend, und eng mit Werbung und der bunten Medienwelt verknüpft.

Und schon wird es ein bisschen komplizierter. Wir Menschen lieben nämlich die bunte Glitzerwelt und präsentieren uns gern mit allem, was gerade angesagt ist. Zumindest gilt das für viele von uns und dieses Präsentieren können wir tagtäglich und millionenfach in den Sozialen Medien beobachten. Und wie bekommt man die meisten Likes? In dem man sich cool, jung, dynamisch, trendy und modern zeigt. Vielleicht merkt ihr ja schon was? All diese Begriffe sind kurzlebig und dem steten Wandel unterworfen. Ganz genau wie Mode und Trends, und das gilt nun für normalen Lifestyle genauso wie für den grünen. Und hier beginnt das Problem.

Wenn wir grünen Trends folgen bedeutet das oftmals mehr zu konsumieren als wir tatsächlich brauchen.

Wer will schon out sein? Und na klar, ist das schicke, fair produzierte Shirt aus Bio-Baumwolle besser als das für 2€ aus dem Textildiscounter. Wenn es allerdings das 30te Tshirt im Schrank ist, dann sieht echte Nachhaltigkeit trotzdem anders aus. Es ist also nicht so einfach mit dem Lifestyle und wir müssen aufpassen nicht von außen durch Werbung und bunte Bilder ferngesteuert zu werden.

Natürlich gibt es beim grünen Lifestyle auch Trends, die das Weniger fördern. So wird immer mehr geliehen, getauscht und gebraucht gekauft und das ist großartig! Auch Minimalismus ist ein echter Trend. Und was ist nun mein Fazit? Kann grüner Lifestyle nun wirklich nachhaltig sein, oder nicht?

Ich denke ja, wenn wir unserem eigenen gesunden Menschenverstand folgen.

Überfluss, Verschwendung und zu viel kann nie nachhaltig sein.

Selbst mit grünem Label.

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Und was ist meine neue Frage der Nachhaltigkeit an MamaDenkt? Neulich habe ich mir ja Gedanken darüber gemacht, ob wir alle nicht viel mehr für den Klimaschutz und die Nachhaltigkeit erreichen könnten, wenn wir uns gemeinsam engagieren würden. Und damit meine ich nicht, dass jeder selbst einen grünen Stammtisch gründet (oder einen Blog ;-), sondern dass wir Netzwerke nutzen, die schon bestehen, wie Parteien, Verbände und große Vereine. Wie stehst du denn dazu?

Worum es in den vergangenen Fragen der Nachhaltigkeit ging? Um Kleiderschränke, das Pflanzen von Tomaten in Joghurtbechern oder auch um Politik.

4 Kommentare

  1. Ja, Livestyle kann grün sein. Hier trällert ein Jungvogel ab 5.30 Uhr. Er nervt. Trotzdem setze ich mich bei den Dachdeckern für ihn ein. Weil ich das Vögelchen wichtig finde. Weil ich in der grünsten Stadt Deutschlands lebe. Dafür höre ich hier kein Auto mitten in der Stadt. Es sind die kleinen Dinge …

  2. Pingback: Nachhaltigkeit mit Kindern leben | MamaDenkt.de

  3. Die Möglichkeiten der Konsumkritik scheinen mir nur sehr bedingt wirksam zu sein in einer Wirtschaftsordnung, der das Wachstum und der Profit der Einen zu Ungunsten der Anderen systemimmanent eingeschrieben ist. Konsumkritik kann auf grundsätzliche Misstände aufmerksam machen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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