Alle Artikel mit dem Schlagwort: Familie

Ich habe einen Job

Nein, ich bin nicht unter die Perlensammler gegangen. Aber genauso bunt wie der Inhalt dieses Döschens, ist auch mein Job und unsere derzeitige Lebenssituation. Was meinen Job angeht: So schnell kann’s gehen. Denn unverhofft, kommt oft. Zumindest würde ich das gerne sagen können, doch ich weiß, dass das zweifelsohne nicht der Realität entspricht. Ich wünschte es nur jeder/m. Jobsuche Ich glaube, in den selteneren Fällen gelingt es tatsächlich nach einer mehrjährigen Berufspause und einer anderthalbwöchigen Jobsuche die Stelle zu finden, die sich gut mit Familie und gesundheitlich eingeschränkter Familiensituation verbinden lässt. Ein Job, der mich herausfordert und gleichzeitig Spaß macht. Zumindest lässt sich das nach knapp einem Monat so sagen. Dass uns genau das tatsächlich vor vier Wochen passiert ist, erscheint mir, ebenfalls wie die Sache mit meinem Text in der family total strange. Es ist kurios und ich weiß nicht, wie und wieso uns das so widerfahren ist. Wenngleich ich unsagbar dankbar für dieses Geschenk bin. Denn nach all den mittleren, großen und kleinen Katastrophen der vergangenen Wochen und Monate ist es schön und …

#qualitytime

Ich habe schon Anfang des Jahres darüber nachgedacht, einen Artikel zu diesem obskurren Wort zu verfassen. Es kam mir damals aber irgendwie nicht richtig vor und ich wollte nicht wütend um mich schreien. Jetzt kommt es vielleicht doch zu sowas in der Art. Zumindest ein Infragestellen. Ein kritisches Betrachten. Aktuell lese und höre ich dieses Wort an jeder Ecke. Vielleicht liegt es an den gemeinhin stattfindenden Ferien. Kein anderes Wort erinnert mich mich so sehr an “Quality Street”. So heißen diese Karamell – Bonbons in pinker Dose, ihr erinnert euch?!! #qualitytime vs. ? Das Wort an sich nervt mich ganz fürchterlich. Ich finde es ernüchternd und gleichzeitig zutiefst traurig, dass wir unterscheiden zwischen #qualitytime und, ja was ist denn das andere? Alltag? Job? Was denn eigentlich? Dann kommen Schlagwörter wie Work-Life-Balance hinzu und … ich verlasse Kopfschüttelnd die Bühne. Definitionsversuch Qualitytime: Qualitätszeit, die – bedeutet so viel wie die bedeutungsvolle Zeit, die ein Mensch oder eine Menschengruppe in der jeweiligen Lebenszeit oder seinem Alltag verbringt. Sei es beim Kaffeetrinken, bei sommerlichen Freizeitaktivitäten oder den gemeinsamen …

In Sachen Erschöpfung.

Erschöpfungssituationen Als Mutter dreier Kinder gab es bislang viele solcher Momente der mehr oder weniger großen Erschöpfung. Ich denke zurück an die Geburt des zweiten Kindes: Nach 24h die Klinik verlassen und in den ganz normalen Alltag eingestiegen. Wenn nicht zu dritt, dann eben zu viert. Der Mann hatte zwei Wochen Urlaub angemeldet, das sollte zum Einstieg in das neue Familienleben reichen. Der Gedanke, dass ich in nur wenigen Tagen alleine Zuhause sitzen würde, ohne jegliche Unterstützung von Großeltern, Verwandten und Freunden, brachte mich letztendlich mit einer Brustentzündung zurück ins Krankenhaus. (Entstehungsgrund von MamaDenkt) Wir hatten einfach nicht vorausschauend geplant und gedacht. Dann der Moment als das zweite Kind so seltsam still war, während ich – hochschwanger – in der Küche das Mittagessen zubereitete. Nach einem Blick ins Esszimmer das böse Erwachen, was ein Zweijähriger mit einer bekackten Windel und einem Sofa fabrizieren konnte… Ich beschreibe es euch nicht weiter. Oder der Moment, in dem der Schularzt im Kindergarten die Gesundheits- und Schultauglichkeitsprüfung mit den Wackelzahnkindern durchführte. Eine Ärztin, die mir vehement einbläuen wollte, dass …

Minimalismus. Haushaltskasse. (3)

Also gut. Anfang Juli haben wir mit diesem Projekt begonnen. Wirklich erfolgreich waren wir nicht. Unser Einkaufen und Geld ausgeben war total durcheinander und wüst. Das liegt vermutlich auch an unserer aktuellen, chaotischen Lebenssituation. Normalerweise bin ich diejenige, die das Geld für Lebensmittel und Körperpflegeprodukte besorgt.  Da wir aufgrund unserer akuten Erschöpfungssituation beide Zuhause sind und der Mann sich ab und an “unbedingt nützlich machen” möchte,  gibt er eben auch mal Geld für Windeln oder Brot vom Bäcker aus. #Haushaltskasse im August Diesen Monat versuchen wir es anders. Das Abheben von soviel Geld ist diesen Monat ungünstig, weil wir viel unterwegs sein werden. Also muss was anderes her. 500,- € für 5 Mann? Seit dem 01.08. tippe ich sehr diszipliniert jegliche Ausgabe in mein Handy.  Das ist meistens aus, aber ich habe es immer dabei, wenn mal was sein sollte und da ich fortwährend Fotos und Momente festzuhalten versuche. Der Taschenrechner und auch die Notizen lassen sich auch ohne Empfang bedienen. Mein Ziel ist, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie schnell wir als fünfköpfige Familie …

Das Problem der Erschöpfung

Das Problem der Erschöpfung ist ja leider nicht nur die Erschöpfung an sich. Dabei ist sie es, die einem Kraft, Energie, positive Gedanken raubt und mitunter körperliche, psychische und seelische Probleme verursacht. Probleme neben der Erschöpfung Hinzukommen Aspekte, die erstmal gar nicht so offensichtlich auf dem Schirm sind. Dinge und Umstände, die erst dann bewusst werden, wenn es darum geht, neue Wege zu finden und Veränderungen umzusetzen. Wobei wir so ehrlich und realistisch sein müssen: In der Erschöpfung ist dazu gar kein Platz. In der Erschöpfung werden Haushalt, das Leben mit Kindern, der ganz gewöhnliche Alltag zu einem riesigen Berg, der sich weder erklimmen noch umgehen lässt. Hinzukommen Schwierigkeiten, wie finanzielle Engpässe, Betreuung der Kinder (wenn die Verwandtschaft nicht in unmittelbarer Nähe, sprich nebenan wohnt) oder auch das Auftanken von Energie. Ruhe zu finden in einem Haus, in dem drei relativ kleine Kinder wohnen – no way. Familie, Beruf und Erschöpfung Werfen wir doch mal einen Blick auf unsere Verteilung von beruflicher Tätigkeit und Familienarbeit. Bislang haben wir ein recht konservatives Familienmodel gelebt. Mein Mann …

Ich bin raus. Erschöpfungszustand

Der Erschöpfungszustand meines Mannes, oder besser gesagt, das vegetative Erschöpfungssyndrom meines Mannes. Früher oder später war das ja zu erwarten. Nicht mal unbedingt bei ihm. Auch ich hätte in diese Panikattacken geraten können, balanciere vielleicht noch am schmalen Grat an ihnen vorüber, blicke in das Dunkle, in das scharfkantige und schaurige Etwas. Vielleicht.

Minimalismus. Haushaltskasse. Ein Projekt. (2)

Mehr als zwei Wochen hat es schon lange nicht mehr gedauert, dass es hier Neues zu lesen gab. Leider bedeutet das auch nicht, dass nichts los sei und wir uns fundamental langweilen würden. Aber dazu vielleicht in einem anderen Post mehr. Dafür muss ich erst noch ein wenig Kraft sammeln, um davon zu erzählen. Hier geht es um unser aktuelles Projekt: Minimalismus in der Haushaltskasse. Was waren nochmal die Vorgaben? * möglichst ohne Karte und nur bar zahlen * mit nur 500,- € diesen Monat auskommen * ein Haushaltsbuch führen Bevor ich auf die einzelnen Punkte eingehe: Es mag beim Lesen scheinen, als wenn wir nichts erreicht hätten. Ich schließe mich jedoch der Einschätzung eines Bloglesers an: Wir haben Erfahrungen gesammelt, mit denen sich arbeiten lässt. Nur nicht unter Druck setzen, denn das passt hier gerade gar nicht in unseren Familienalltag, der von massiven Erschöpfungszuständen gekennzeichnet ist. Ohne Karte – bar zahlen Ich muss sagen, auch wenn wir keine der Vorgaben zu 100% erfüllt haben, so sind wir dieser doch am nächsten gekommen. Heute ist …

Haushaltskasse. Minimalismus. Ein Projekt.

Es ist ungefähr ein Jahr her oder doch schon zwei? Damals ging es darum als Familie den Rest des Monats mit 100,- € klarzukommen. Anfang des Jahres kam dem Mann die Idee, mal nur mit Bargeld zu zahlen. Es gab und gibt viele Gründe nicht mit Karte zu zahlen. Das stellte sich sowohl im Selbsttest als auch durch die Gedanken und Meinungen vieler anderer heraus. Klar, nicht unbedingt neu und auch nicht verwunderlich. “Mit Karte, bitte.” Dennoch gestehe ich, dass es mir viel leichter fällt mal eben mit Karte zu zahlen, als vorher zur Bank zu fahren, Kinder aus dem Auto mit zum Automaten zu schleppen, Geld zu holen, Kinder wieder zurück ins Auto packen und dann erst einkaufen fahren. Es ist umständlich und erfordert für mich eine genauere Planung und Vorbereitung. Zum Beispiel dann Geld zu holen, wenn ich alleine unterwegs bin, aktuell eigentlich kein Geld brauche, aber vermutlich drei Tage später, weil dann Wochenmarkt oder Wandertag der Schule ist. In den vergangenen Wochen hat uns das Ordnung schaffen, der damit einhergehende Minimalismus und …

Vereinbarkeit – ein Solidaritätsprojekt?!?

Dieser Artikel ist entstanden, weil mich ein Blogleser gefragt hat, wie man uns denn im Hinblick auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf als unmittelbar Unbetroffener helfen kann? Eigentlich sollte es ein Kommentar werden, erschien mir dann aber doch besser als eigenständiger Artikel. Ich hoffe, dass ist ok für dich! Er ist persönlich, beinhaltet aber auch grundlegende Aspekte, was unser Auftreten in und als Gesellschaft betrifft. Here we go.